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  • 0:2 gegen KFC – Viktoria ruft Potenzial nicht ab

    0:2 gegen KFC – Viktoria ruft Potenzial nicht ab

    Enttäuschung bei Viktoria Köln: Die Höhenberger unterlagen dem KFC Uerdingen am Mittwoch mit 0:2. Dabei gelang es den Gastgebern nicht, die zunächst gezeigte Überlegenheit in Tore umzumünzen. Dies glückte allerdings den Krefeldern. Assani Lukimya (26.) und Fridolin Wagner (51.) sorgten im Sportpark Höhenberg mit ihren Treffern dafür, dass es für die Kölner ein „gebrauchter“ Abend wurde.

    Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev setzte im Tor auf Sebastian Mielitz, der gleichzeitig als Kapitän agierte. In der Abwehr vertraute er auf Luca Stellwagen, Sead Hajrović, Bernard Kyere und Marcel Gottschling. Die Sechserposition bekleideten Jeremias Lorch und Kai Klefisch. Offensiver ausgerichtet kamen im Mittelfeld Marcel Risse, Enes Tubluk und Lucas Cueto zum Zug. Timmy Thiele sollte es vorne im Sturm richten.

     

     

    Die Viktoria begann geduldig und zugleich dominant. In der Anfangsphase gab es für die Höhenberger reichlich Ballbesitz. Allerdings fehlten die Überraschungsmomente, sodass sich erst einmal keine Möglichkeiten ergaben. Das änderte sich in der 21. Minute, da passte Thiele von der rechten Seite flach zurück auf Tubluk, der aus fünf Metern am geballten Abwehrmauerwerk der Gäste scheiterte.

    Der KFC Uerdingen blieb bis zur 25. Minute völlig ungefährlich. Aber nach einem Eckball von der rechten Seite stand Assani Lukimya plötzlich völlig frei vor Mielitz und schob das Leder zur 1:0-Gästeführung ein (26.). In der 36. Minute hatte Adriano Grimaldi nach einem Freistoß von der halbrechten Seite eine sehr gute Kopfballmöglichkeit, doch der Stürmer der Krefelder bugsierte das Leder deutlich über den Kasten.

    In der 39. Minute zog Mike Feigenspann von rechts aus 14 Metern ab, doch Mielitz lenkte den Ball über das Kölner Gehäuse. In der 44. Minute versuchte es Thiele einfach mal nach einem Cueto-Zuspiel aus 19 Metern. Doch der Rechtsschuss des Viktoria-Stürmers ging am Tor von Hidde Jurjus vorbei. So blieb es zur Halbzeitpause bei der knappen Führung der Gäste aus Krefeld.

    In den zweiten 45 Minuten brachte Pavel Dotchev einen zweiten Stürmer in die Partie. Michael Seaton ersetzte Mittelfeldmann Tubluk. Damit stellte der Viktoria-Cheftrainer auf ein 4-4-2 um. Doch das machte sich nicht bezahlt, denn Fridolin Wagner traf nach Unsicherheiten in der Viktoria-Hintermannschaft in der 51. Minute per Kopf zum 0:2. Das schien bereits die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste zu sein.

    Denn ein echtes Aufbäumen war bei den Kölnern zunächst nicht erkennbar. Im Gegenteil: Etwa zehn Minuten nach dem Seitenwechsel hatte Uerdingen sogar zwei Chancen, die Führung auszubauen. Erst mit der Einwechslung von Kevin Holzweiler (70.) fanden die Höhenberger wieder besser in Tritt. Doch auch der quirlige Mittelfeld-Wirbelwind schoss in der 74. Minute knapp am KFC-Gehäuse vorbei.

    Risse blieb mit einem 18-Meter-Freistoß in der 77. Minute in der Uerdinger Mauer hängen, Seaton schoss vier Minuten später rechts am Krefelder Gehäuse vorbei. Selbst die Gelbrote Karte für den eingewechselten KFC-Spieler Tim Albutat (83.) änderte nichts mehr am Resultat. Die Offensive der Kölner strahlte an diesem Abend einfach keine Torgefahr aus.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Luca Stellwagen, Sead Hajrović, Bernard Kyere, Marcel Gottschling – Jeremias Lorch (78. Moritz Fritz), Kai Klefisch – Marcel Risse, Enes Tubluk (46. Michael Seaton), Lucas Cueto (70. Kevin Holzweiler) – Timmy Thiele

    Tore: 0:1 Assani Lukimya (26.), 0:2 Fridolin Wagner (51.)

    Gelbe Karten:

    Viktoria Köln: Kai Klefisch (33.)

    KFC Uerdingen: Adriano Grimaldi (33.), Christian Dorda (41.), Tim Albutat (77.)

    Gelbrote Karte:

    KFC Uerdingen: Tim Albutat (83.)

    Zuschauer:

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  • Heimspiel-Splitter: Viktoria vs. Uerdingen

    16. Spieltag der 3. Liga: Viktoria Köln hat am Mittwochabend den KFC Uerdingen zu Gast. Beide Teams sind momentan eher im Tabellenmittelfeld zu Hause. Allerdings haben beide Mannschaften die Tuchfühlung zur Spitzengruppe noch nicht verloren. Andererseits kann es bei einer Niederlage auch schnell in der Tabelle abwärtsgehen.

    Beginn: Das achte Heimspiel der Viktoria in dieser Saison beginnt am Mittwoch um 19.00 Uhr.

    Bilanz: Es gab schon zahlreiche Duelle in verschiedenen Ligen zwischen beiden Klubs. In der 3. Liga spielten beide Teams aber erst zweimal gegeneinander. Am 14. Dezember letzten Jahres gewann der KFC Uerdingen dabei mit 1:0 in Köln. Beim Rückrundenspiel der Saison 2019/2020 trennten sich die Krefelder und die Viktoria 1:1.

    Corona-Pandemie: Auch gegen den KFC Uerdingen können leider keine Zuschauer im Sportpark Höhenberg dabei sein.

    Der Viktorianer: Natürlich gibt es auch wieder das Heimspiel-Magazin „Der Viktorianer“. Die Doppel-Ausgabe des Heftes (für die Spiele gegen Uerdingen und Dresden) gibt es auch online.

    Einlaufkinder: Einlaufkinder gibt es im Rahmen der Corona-Pandemie nicht. Und leider muss auch Maskottchen Viktor in dieser Zeit zu Hause bleiben.

    Historie: Unvergessen sind die Zeiten, als die Krefelder – damals noch als Bayer 05 Uerdingen – die Fußball Bundesliga unsicher machten. 14 Jahre lang spielten die Gäste erstklassig. 1985 wurden sie sogar im Berliner Olympiastadion durch einen 2:1-Erfolg gegen Bayern München DFB-Pokalsieger. Unvergessen ist auch der historische 7:3-Erfolg im Europapokal der Pokalsieger gegen Dynamo Dresden, als die Krefelder – nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel und einem 1:3-Pausenstand im Rückspiel – noch das Blatt wendeten und schließlich doch noch in das Halbfinale des Wettbewerbs einzogen. Noch heute wird voller Ehrfurcht vom „Wunder von der Grotenburg“ gesprochen.

    Sperren: Die Kölner und auch die Krefelder können, was Sperren angeht, aus dem Vollen schöpfen. Denn für den 16. Spieltag ist kein Akteur aus beiden Mannschaften gesperrt. Viktoria Köln wird dennoch auf Alexander Höck, Simon Handle und Mike Wunderlich verzichten müssen. Bei Uerdingen fehlen definitiv Jan Kirchhoff, Gustav Marcussen und Julius Paris aufgrund von Verletzungen.

    TV und Medien: Es gibt die Möglichkeit, sich die Partie live bei Magenta Sport anzuschauen. Die Sendung beginnt um 18.45 Uhr. Christian Straßburger wird die Begegnung kommentieren. Moderator ist Konstantin Klostermann. Außerdem werden die Anhänger der Viktoria über die Social Media Kanäle der Höhenberger (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) auf dem Laufenden gehalten. Bei Twitter gibt es einen Live-Ticker.

    Wetter: Die Internetseite Wetterdienst.de prognostiziert für den 16. Dezember um 19.00 Uhr eine Temperatur von 8 °Celsius.

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  • Betsson wird Premium-Partner bei der Viktoria

    Betsson Sportwetten wird neuer Premium-Partner bei Viktoria Köln. Der Anbieter von Sportwetten und Casinospielen verfügt im Bereich Fußball über eine riesige Auswahl. So kann man nicht nur auf die Viktoria und andere Vereine in der 3. Liga setzen, sondern auch Wetten in über 90 Ligen weltweit abschließen. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Betsson“, sagt Eric Bock, Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH des Fußballvereins von der Schäl Sick, „gerade in diesen beschwerlichen Zeiten tut es gut, einen neuen Premium-Partner in der Vamilie begrüßen zu dürfen.“

    Auch Moritz Stragholz, Marketing Manager von Betsson, ist erfreut über die zukünftige Zusammenarbeit: „Als sich die Möglichkeit bot, den Drittligisten Viktoria Köln zu unterstützen, waren wir direkt interessiert. Fußball ist nach wie vor der beliebteste Sport in Deutschland und die Fans der 3. Liga sind wahre Fußballfans.“ Stragholz, der selbst gebürtiger Kölner ist, erklärt die Partnerschaft mit dem Fußballklub aus Höhenberg mit dem ‚Kölner Jeföhl‘: „Wie sagt man in der Domstadt so schön: ‚Ejal, wat och passeet, en uns’rem Veedel hält m’r zosamme.‘“

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  • Gegnercheck: Viktoria empfängt Uerdingen

    Bevor sich die Viktoria in die Winterpause verabschiedet, gibt es noch zwei Heimspiele zu bestreiten. Der erste Gast der Woche ist der altbekannte Kontrahent KFC Uerdingen 05. Bei den Krefeldern läuft es in der Offensive noch nicht so richtig rund. Doch ein Selbstläufer wird die Begegnung trotzdem nicht, denn die Bilanz sieht Uerdingen im Vorteil. Darüber hinaus fuhren die Gäste gerade erst einen Sieg gegen Türkgücü München ein.

    Die letzte Saison:

    In der vergangenen Spielzeit fand der KFC zu Beginn nicht in die Spur: In der Liga gab es nur einen Sieg aus den ersten sieben Spielen, im DFB-Pokal scheiterte man an Borussia Dortmund (0:2) und im Niederrheinpokal kam man in der 2. Runde nicht an Rot-Weiss Essen vorbei (1:2). Danach steigerte sich das Team stetig, sodass die Krefelder am 28. Spieltag nach überstandener Corona-Unterbrechung zwar auf dem elften Rang standen, aber nur drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt waren. Unglücklicherweise schoss der KFC in den letzten zehn Spielen nur noch sechs Tore, was für keinen einzigen Sieg reichte. Doch da Uerdingen zuvor schon genug Punkte gesammelt hatte, geriet der Klub nicht mehr in den Abstiegskampf. In der Abschlusstabelle gab es einen 13. Platz.

    Der Saisonverlauf:

    Erneut kam der Krefelder Fußball-Club zu Saisonbeginn nicht gut in Tritt: Nach fünf Spieltagen gewann man die erste Partie (2:1 beim FSV Zwickau) und kletterte seither langsam in der Tabelle weiter nach oben. Mittlerweile hat man den 1. FC Saarbrücken geschlagen (1:0) und beispielsweise einen Punkt bei 1860 München (0:0) sowie Dynamo Dresden (0:0) ergattert. Nach dem Heimsieg von Samstag gegen Türkgücü München befindet sich der KFC auf dem zehnten Platz. Lediglich die Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor macht den Krefeldern zu schaffen. Mit nur zwölf Treffern aus 15 Spielen weist Uerdingen zusammen mit dem FSV Zwickau die ungefährlichste Offensive der Liga aus. Dazu bereitet die finanzielle Lage den Krefeldern Sorgen. Der Verein soll laut Kicker-Informationen Spielergehälter seit Oktober nicht mehr bezahlt haben, weshalb sich die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) eingeschaltet hat. Präsident und Investor Mikhael Ponomarev hatte außerdem kürzlich seinen Rückzug zum Saisonende angekündigt.

    Der Kader:

    17 Abgänge, 17 Zugänge – der KFC drehte in der Sommerpause nicht an den Stellschrauben, er baute das Gerüst komplett um. Somit entwickelten sich Neuzugänge wie Gino Fechner (1. FC Kaiserslautern), Muhammed Kiprit (Hertha BSC), Dave Gnaase (Würzburger Kickers) oder Heinz Mörschel (Preußen Münster) schnell zu Stammspielern. Bei den Abgängen fällt auf, dass der KFC Uerdingen sich einiger älterer Kräfte entledigt hat. So trennte man sich von Alexander Bittroff (nach Vereinslosigkeit nun 1. FC Magdeburg) ebenso wie von Roberto Rodriguez (FC Schaffhausen) oder dem ehemaligen Spieler des 1. FC Köln, Adam Matuszczyk (1. FC Düren).

    Spieler im Fokus:

    Muhammed Kiprit ist der Mann mit dem Torriecher beim KFC. Bereits viermal traf der gebürtige Berliner für seinen neuen Klub, was einem Drittel aller erzielten Tore der Krefelder gleichkommt. Der 21-Jährige, der seit seinem 16. Lebensjahr beim Hauptstadtklub Hertha BSC kickte, hat nun die Möglichkeit, sein Können im Profi-Fußball unter Beweis zu stellen. Vielleicht auch, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen: Hertha BSC besitzt eine Rückholoption für den Stürmer, sollte der alten Dame das Auftreten ihres ehemaligen Juniorenspielers gefallen. Allerdings zeigt ein Blick in die Leistungsdaten, dass Kiprit nicht von der Torflaute des KFC verschont geblieben ist. Denn sein letzter Treffer liegt 51 Tage zurück (Tor beim 2:0-Sieg gegen den MSV Duisburg).

    Der Trainer:

    Als Stefan Krämer am 10. März dieses Jahres als Trainer des KFC vorgestellt wurde, muss ihm das wie ein Déjà-vu vorgekommen sein: Fast auf den Tag genau zwei Jahre früher, am 15. März 2018, trat der heute 53-Jährige als Coach bei den Krefeldern an und führte diese nicht nur aus der Regionalliga West in die 3. Liga, sondern brachte den Verein bis zur Winterpause auf den dritten Platz. Allerdings wurde er nach dem ersten Spiel der Rückrunde, welches verloren wurde, freigestellt. Präsident Mikhail Ponomarev sagte dazu auf der Website des Vereins, dass „zuletzt leider zu oft unterschiedliche Vorstellungen und Sichtweisen“ bestanden. Und trotzdem kam es später zur erneuten Zusammenarbeit.   

    Die Historie:

    Wer sich Anfang der 70-er Jahre im letzten Jahrtausend entschied, Fan vom FC Bayer Uerdingen 05 zu werden, der hat nun ein halbes Jahrhundert Achterbahnfahrt hinter sich. Der Verein, der in der Spielzeit 1975/76 erstmalig ein Jahr Bundesligaluft schnuppern durfte, wurde zur Fahrstuhlmannschaft und pendelte zwischen Ober- und Unterhaus bis zur Jahrtausendwende. Die größte Errungenschaft des Vereins, der DFB-Pokalsieg 1985 (2:1 gegen Bayern München im Finale), fiel ebenfalls in diese Zeit. Doch 1995 zog sich die Bayer AG als Hauptsponsor zurück, was den Verein, der sich nun Krefelder Fußball-Club Uerdingen 05 nannte, vor finanzielle Schwierigkeiten stellte. Was folgte, war der Abstieg in niedrigere Spielklassen. Erst durch den Einstieg des Investors und Präsidenten Mikhail Ponomarev ließ der Klub zuerst die Oberliga Niederrhein und dann die Regionalliga West hinter sich und spielt seit 2018 in der 3. Liga.

    Die Partie in den Medien:

    Anpfiff der Begegnung zwischen Viktoria Köln und dem KFC Uerdingen 05 ist am Mittwoch um 19.00 Uhr im Sportpark Höhenberg. Die Partie wird am 18:45 Uhr live bei Magenta Sport (als Einzelspiel und in der Konferenz) übertragen. Ebenfalls werden die Viktoria Anhänger über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (Facebook, Instagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.

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  • Handle im Pech – doppelter Bänderriss!

    Simon Handle wird Viktoria Köln in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Allrounder, der offensiv und defensiv einsetzbar ist, zog sich in der Begegnung beim SC Verl einen doppelten Bänderriss am rechten Sprunggelenk zu.

    „Ich bin nach einem Kopfballduell unglücklich gelandet“, erinnert sich der 27-Jährige an die Situation, die am Samstag zur Verletzung führte. „Ich habe sofort einen starken Schmerz verspürt. Deshalb war mir gleich klar, dass es etwas Schlimmeres ist.“

    Bei der Magnetresonanztomografie (MRT) in der Mediapark Klinik Köln bestätigte sich der Verletzungsverdacht. Damit ist das Jahr 2020 aus sportlicher Sicht für den Viktoria-Spieler gelaufen. „Ich hoffe, im neuen Jahr schnell wieder zur Verfügung zu stehen“, so Handle.

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  • Neues und Aktuelles aus dem Verein

    Hier sind wieder ein paar interessante Kurznachrichten rund um Viktoria Köln.

    Cueto zieht bei den Saisontoren mit Wunderlich gleich: Im Spiel gegen den SC Verl konnte Viktoria-Spieler Lucas Cueto am Samstag seinen vierten Saisontreffer erzielen. Damit hat der 24-Jährige, der vor Saisonbeginn aus Münster nach Höhenberg gekommen war, zusammen mit Mike Wunderlich die bislang meisten Tore für die Viktoria in der laufenden Spielzeit auf dem Konto. Mit jeweils drei Treffern folgen Timmy Thiele und Albert Bunjaku.

    Erstes Drittliga-Spiel der Viktoria im neuen Jahr: Der DFB hat im November den 18. Spieltag der aktuellen Saison und damit das erste Viktoria-Spiel im neuen Jahr zeitgenau terminiert. Zur ersten Meisterschaftspartie im Jahr 2021 reisen die Höhenberger am 9. Januar auf den Betzenberg. Dort trifft die Mannschaft aus Höhenberg auf den 1. FC Kaiserslautern. Die Roten Teufel waren bereits viermal Deutscher Meister und gewannen zweimal den DFB-Pokal.

    Geschenkgutschein: Die Viktoria hat für alle, die noch kein Weihnachtsgeschenk für ihre Liebsten haben, die perfekte Lösung. Denn jetzt heißt es: Viktoria verschenken! Mit dem Viktoria-Geschenkgutschein kann man vielen Menschen eine Freude machen. Unter www.viktoria-shop.de kann der Besteller selbst bestimmen, wie hoch der Gutschein sein soll: Angefangen bei 25 Euro gibt es die Möglichkeit einen Wunschbetrag von bis zu 200 Euro auszuwählen. Erst einmal ausgehändigt, kann dann im Online-Sortiment der Viktoria auf Shopping-Tour gegangen werden.

    Interview mit der Doppelspitze des Nachwuchsleistungszentrums: Das Jahr 2020 hat den Fußball vor bisher unbekannte Herausforderungen gestellt. Das gilt besonders für den Nachwuchsbereich. In einem Interview schildern Christoph John und Yannik Hohmann, die beiden Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, wie sie ihre Arbeit in Zeiten der Corona-Pandemie erleben und die Situation gemeistert haben. Zum Interview auf dem Facebook-Kanal des Nachwuchsleistungszentrums der Viktoria geht es hier!

    Pflichtspiel-Debüt von Luca Stellwagen: Für Viktoria-Youngster Luca Stellwagen war das Spiel gegen den SC Verl ein ganz besonderes: Denn mit seiner Einwechslung in der 33. Spielminute für den verletzten Simon Handle feierte der linke Verteidiger sein Drittliga-Debüt und seine Pflichtspiel-Premiere für die Viktoria. Der 22-jährige Stellwagen war vor der Saison vom FC-Astoria Walldorf nach Höhenberg gewechselt.

    Rahmenspielplan für die nächste Saison: Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat in seiner Sitzung Anfang Dezember in Frankfurt am Main den Rahmenterminkalender für die Saison 2021/2022 verabschiedet. Die 3. Liga startet am Wochenende vom 23. bis 26. Juli 2021 in die nächste Saison. Der 38. und letzte Drittliga-Spieltag ist für den 14. Mai 2022 geplant. Anschließend folgen die Relegationsspiele.

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  • Besuch aus Krefeld: Uerdingen kommt zur Viktoria

    Am Mittwochabend kommt es zum Flutlichtspiel zwischen Viktoria Köln und dem KFC Uerdingen 05 (Anpfiff 19.00 Uhr). Während die Höhenberger zuletzt beim SC Verl durch Pfosten-Pech nicht über ein 1:1-Remis hinauskamen, jubelte der Krefelder Fußball-Club nach vier sieglosen Partien über den 1:0-Erfolg gegen Türkgücü München. Doch den DFB-Pokalsieger von 1985 plagen auf und abseits des Rasens große Sorgen.

    Nach zuletzt zwei Heimniederlagen in Folge sprach KFC-Trainer Stefan Krämer seiner Mannschaft nach dem Sieg gegen Türkgücü München ein Kompliment aus: „Wir haben uns in der Kabine eingeschlossen und gesagt, dass wir alles tun, um dieses Spiel zu gewinnen. Wir wollten zeigen, dass wir eine richtig gute Gruppe sind, die – egal, was passiert – auf dem Platz das macht, wofür sie da ist.“ Der 53-Jährige sprach damit die Situation seines Vereins an, der vor Anpfiff um die Austragung des Heimspiels zittern musste. Denn der KFC Uerdingen hatte Mietschulden von fast einer Viertelmillion Euro bei seiner Spielstätte, der Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf, angesammelt. Somit lenkte der Erfolg durch den Treffer von Heinz Mörschel nur für kurze Zeit ab, bereits Montag um spätestens 16.00 Uhr ist die Zahlung fällig, sonst könnte beim nächsten Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern dem Gastgeber der Einlass verweigert werden.

    Während beim KFC somit das Treiben auf dem Platz etwas in den Hintergrund geriet, konzentrierte man sich bei der Viktoria am Samstag voll und ganz auf das Spielgeschehen: Am Ende musste sich das Team von Cheftrainer Pavel Dotchev zufrieden geben mit einem 1:1-Unentschieden beim SC Verl, der Mannschaft mit dem besten Punkteschnitt der Liga. Nachdem die Viktoria früh in Führung gegangen war (Lucas Cueto, 3. Minute) fiel der Ausgleich durch ein Eigentor (Patrick Koronkiewicz, 36. Minute). In der Folge verhinderte der Pfosten eine erneute Führung, doch nach dem Spiel haderte der Rekordcoach der 3. Liga vor allem mit den Entscheidungen des Schiedsrichters Tobias Schultes. „Ich bin der Meinung, dass einige gelbe Karten heute viel zu schnell und viel zu leicht gezeigt wurden“, sagte Dotchev, der selbst in der Nachspielzeit verwarnt wurde.

    Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Uerdingen und Köln in der 3. Liga fand am letzten Spieltag der vergangenen Saison statt – damals ging es für beide Klubs um nichts mehr. Mit einem 1:1-Remis trennte man sich nach 90 Minuten, die Führung von Assani Lukimya wurde von Joker Albert Bunjaku in der zweiten Hälfte ausgeglichen. Ein Testspiel in der Sommerpause endete leistungsgerecht 0:0. Somit werden die Anhänger der Viktoria hoffen, dass der KFC Uerdingen seiner Linie in dieser Saison treu bleibt: Der Pokalsieger von 1985 stellt mit nur zwölf Treffern nach 15 Spielen die harmloseste Offensive der Liga da.

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  • Viktoria verdient sich Punkt in Verl

    Viktoria verdient sich Punkt in Verl

    Cheftrainer Pavel Dotchev hat mit Viktoria Köln ein 1:1 beim bärenstarken SC Verl erkämpft. Der Punkt war am Ende sogar etwas unglücklich, denn die Gäste aus Höhenberg hatten in der Schlussphase noch einmal gute Möglichkeiten, um vielleicht doch noch den Sieg davonzutragen. Zuvor hatten Lucas Cueto (3.) und Patrick Koronkiewicz (36.) per Eigentor für die beiden Treffer des Spiels gesorgt.

    Dotchev setzte im Tor auf Sebastian Mielitz. In die Abwehr stellte er Simon Handle, Sead Hajrović, Bernard Kyere und Patrick Koronkiewicz auf. Die Sechserposition bekleideten Jeremias Lorch und Kai Klefisch. Offensiver ausgerichtet kamen im Mittelfeld Marcel Risse, René Klingenburg und Lucas Cueto zum Einsatz. Timmy Thiele agierte nominell als einzige Sturmspitze.

    Die Kölner begannen stark und kamen in den ersten 90 Sekunden gleich zu zwei Eckbällen, die – durch Risse getreten – durchaus für Gefahr sorgten. Nach drei Minuten der nächste Ball vor das Tor der Gastgeber: Thiele verlängerte den Ball von der linken Seite mit dem Kopf auf Cueto, der zum 0:1 einschob. In der zwölften Minute versuchte es Lorch aus der Distanz und zwang SCV-Keeper Robin Brüseke zu einer Glanztat.

     

     

    Die Gastgeber bekamen die Begegnung nach einer Viertelstunde langsam in den Griff, doch zunächst gelangen ihnen keine klaren Möglichkeiten. In der 16. Minute folgte ein ganz gefährlicher Konter der Viktoria. Thiele scheiterte allerdings aus zwölf Metern alleinstehend am Schlussmann aus Verl. Die Gäste hatten nach einer halben Stunde nur noch wenig Ballbesitz – eine ungewohnte Situation für die Viktoria.

    In der 36. Minute dann der Ausgleich für Verl: Nach einem scharfen Ball von der rechten Seite traf Koronkiewicz unglücklich ins eigene Tor. Doch in der 41. Minute hätte schon wieder die Führung für die Viktoria fallen können: Cueto ließ seinen Gegenspieler aussteigen und zog aus zwölf Metern mit links ab: Pfosten. In der 42. Minute dann die nächste Riesenchance für die Kölner: Thiele traf aus spitzem Winkel ebenfalls den Pfosten.

    In den zweiten 45 Minuten agierte Verl zu Beginn druckvoll. Allerdings waren die Gastgeber nicht in der Lage, Kapital daraus zu schlagen. Die Viktoria versuchte, mit Kontern dagegen zu halten. Doch auch die Höhenberger strahlten dabei keine große Torgefahr aus. In der 68. Minute gab es für Verl die große Chance zur Führung: Kasim Rabihic scheiterte aus sechs Metern am Fuß von Mielitz und am linken Pfosten.

    In der Schlussviertelstunde drehte die Viktoria noch einmal kräftig auf. So zwang der eingewechselte Luca Stellwagen Keeper Brüseke mit einem Schuss aus 14 Metern in der 78. Minute zu einer Glanztat. Und auch Michael Seaton hatte noch eine Möglichkeit, aber auch er konnte den SCV-Torhüter nicht überwinden. In der 90. Minute scheiterte Thiele am Schlussmann aus Verl – hier lag sogar ein Foulelfmeter in der Luft.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Simon Handle (33. Luca Stellwagen), Sead Hajrović, Bernard Kyere, Patrick Koronkiewicz – Jeremias Lorch, Kai Klefisch – Lucas Cueto (81. Moritz Fritz), René Klingenburg (69. Michael Seaton), Marcel Risse – Timmy Thiele

    Tore: 0:1 Lucas Cueto (3.), 1:1 Patrick Koronkiewicz (36., Eigentor)

    Gelbe Karten:

    SC Verl: Julian Schwermann (6.), Kasim Rabihic (58.)

    Viktoria Köln: Simon Handle (22.), Kai Klefisch (34.), Bernard Kyere (38.), Sead Hajrović (50.), Pavel Dotchev (90. + 1)

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  • FREY Rechtsanwälte präsentieren eSport-Trikot

    Seit Dienstag ist klar: Viktoria Köln wird im eSport aktiv. Und mit FREY Rechtsanwälte gibt es schon einen Partner auf der Brust der eSportler. Am Freitag hat Professor Dr. Dieter Frey das offizielle Trikot am Rheinauhafen an Lukas „Obafemimoebus“ Möbus und die Verantwortlichen der Viktoria und von ThatsFootball übergeben. Das Outfit der eSportler wird bald auch im Viktoria-Fanshop erhältlich sein.

    „FREY Rechtsanwälte ist bereits seit Langem auch auf den Sportbereich spezialisiert“, erklärt Prof. Dr. Dieter Frey. „Aus unserer Sicht ist eSport – als eine zeitgemäße digitale Form des sportlichen Wettkampfes – mit all seinen rechtlichen Herausforderungen und Besonderheiten hier nicht mehr wegzudenken. Umso mehr freuen wir uns, dass wir die Kooperation von Viktoria mit ThatsFootball unterstützen können.“

    Der Rechtsanwalt hofft, mit seinem Engagement den eSport am Medienstandort Köln zu stärken. Dass er sich für die Präsenz auf dem Viktoria-Trikot entschieden hat, kommt nicht von ungefähr. „Köln hat mit drei namhaften Traditionsklubs im Fußball viel zu bieten, Viktoria Köln sogar mit der längsten Historie. Als sportbegeisterter Kölner verfolge ich die Entwicklung auf der Schäl Sick seit Langem“, so Frey.

    Bei Viktoria Köln ist die Freude über die Partnerschaft riesig. „Wir haben gerade erst angefangen, den Bereich eSport zu forcieren“, sagt Axel Freisewinkel, einer der beiden Geschäftsführer der FC Viktoria Köln 1904 Spielbetriebs GmbH. „Die Unterstützung durch FREY Rechtsanwälte zeigt das große Interesse beim Thema eSport und ist ein Zeichen, dass großes Potenzial im eSport steckt.“

    Dem kann Viktoria-Geschäftsführer-Kollege Eric Bock nur beipflichten: „Der eSport trägt dazu bei, sich neuen Zielgruppen – gerade im jungen Alter – zu präsentieren. Die Zusammenarbeit mit FREY Rechtsanwälte bestätigt, dass viele Partner den eSport als ideale Ergänzung zum realen Fußball sehen werden. Ich bin mir sicher, dass die Kooperation mit ThatsFootball daher auf einem sehr guten Weg ist.“

    Weitere Informationen zu FREY Rechtsanwälte gibt es unter www.frey.eu.

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  • Sebastian Mielitz im Porträt: „Glück muss man sich erarbeiten“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln vor. Heute: Torhüter Sebastian Mielitz.

    Die Geschichte, wie Sebastian Mielitz zum Fußball kam, beginnt mit seinem besten Kumpel aus Kindertagen. „Ich war im Leichtathletikverein, doch er holte mich zum Fußball“, erzählt der 31-Jährige heute. So kam der Torwart, der als Feldspieler begann, zur TSG Fortuna 21 Grünberg, dem Verein um die Ecke für den Jungen, der im nordbrandenburgischen Löwenberg aufwuchs. Sein Freund teilte nicht nur mit ihm die Leidenschaft für den Fußball im Allgemeinen, sondern auch für den SV Werder Bremen im Besonderen. Am Wochenende schaute Mielitz die Fußballzusammenfassungen im Fernsehen an und träumte davon, auch einmal in der Bundesliga zu spielen.

    Doch zuerst ging es für „Miele“, wie er von seinen Kollegen auf dem Feld gerufen wird, zum Oranienburger FC Eintracht 1901 und dem MSV Neuruppin, bevor er nach Cottbus zum FC Energie wechselte: „Mit zwölf Jahren kam ich ins Sportinternat namens ,Haus der Athleten‘. Auf fünf Etagen lebten dort hunderte Nachwuchssportler.“ Dort erfuhr Mielitz zum ersten Mal richtigen Leistungsdruck. „Ich war in einem Jahrgang mit Martin Männel (Anm. d. Red. heutiger Torwart des FC Erzgebirge Aue) und Tom Mickel (Anm. d. Red. heutiger Torwart beim Hamburger SV), natürlich gab es da einen Konkurrenzkampf. Jedes Halbjahr wurde unser sportliches Können in einer Testwoche analysiert. Erzielte man nicht genügend Punkte, war man im nächsten Halbjahr nicht mehr im Internat.“

    Nach zwei Jahren endete die Zeit bei Energie Cottbus, denn bei einem Jugendnationalmannschaftslehrgang der U 17 wurde Werder Bremen auf den Nachwuchstorhüter aufmerksam und Mielitz wechselte an die Weser zu seinem Lieblingsklub. „In Bremen war alles ganz anders: Das Internat führte nur zwanzig Spieler pro Jahrgang und ich konnte von meinem Zimmer aus auf das Weserstadion blicken. Wolf Werner, der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, sagte immer: ‚Wenn ihr aus dem Fenster schaut, seht ihr, wo ihr hinwollt.‘“, erinnert sich Mielitz. Doch der Einstieg erwies sich als hart für den Schlussmann, der sich mit der ungewohnten Lage anfreunden musste, in der B-Jugend bei Werder nicht mehr im Tor gesetzt zu sein. Auch in der A-Jugend wurde Mielitz anfangs nur in der zweiten Mannschaft zwischen die Pfosten gestellt. Heute erinnert er sich mit ernster Stimme an die schwierige Episode zurück: „Die Zeit war nicht einfach. Doch ich habe hart an mir gearbeitet.“ Und als sich der Torwart der U 19 verletzte, sprang der 17-jährige Mielitz ein und spielte die gesamte Rückrunde in der A-Junioren Bundesliga Nordost/Nord, die Werder Bremen gewann.

    Von nun an hatte Mielitz einen guten Stand im Verein, vertrat in der nächsten Saison den verletzten Keeper der zweiten Seniorenmannschaft in der Regionalliga Nord und durfte auch mit der ersten Mannschaft trainieren: „Bei meinem ersten Torwarttraining stand Thomas Schaaf (Anm. d. Red. damaliger Trainer von Werder Bremen) hinter meinem Kasten. Ich habe eine super Einheit absolviert, dachte ich, aber er kam danach zu mir und meinte: ‚Da müssen wir aber noch ein bisschen arbeiten.‘“ Und der Trainer, der in den kommenden Jahren für den Schlussmann zur Vaterfigur wurde, vertraute auf Mielitz und gab ihm Rückendeckung. „Er redete nie viel“, sagt Mielitz über den Coach, der ihn über sieben Jahre begleitete, „aber dadurch wusste man, dass alles im Lot war.“ Zuerst nahm Schaaf ihn mit zu Bundesliga- und DFB-Pokalspielen, doch dann kam der Tag, an dem Wolf Werners Worte wahr wurden. „Die Bild-Zeitung rief mich an, noch bevor einer aus dem Verein mit mir geredet hatte. Sie erzählten mir, dass Tim (Anm. d. Red. Tim Wiese, damaliger Torwart bei Werder Bremen) erkrankt sei und ich somit spielen würde“, so der Keeper, der Datum und Anstoßzeit seines Werder-Debüts sofort parat hat, „und so stand ich am 3. Dezember 2009 um 21.05 Uhr im Weserstadion auf dem Feld und brachte in der Europa-League eine solide Leistung.“ Werder gewann die Partie gegen Nacional Funchal mit 4:1, in dem darauffolgenden Bundesligaspiel beim 1. FC Köln hielt Mielitz vor 50.067 Zuschauern den Kasten sauber.

    „Mit Tim Wiese bin ich in der Kabine super klargekommen, aber aus seinem Schatten zu treten, war eine schwierige Nummer“, sagt der 1,90 Meter große Schlussmann über die anschließenden Spielzeiten. Mielitz war als zweiter Torhüter ein geschätzter Ersatzmann, kam aber nur zu wenigen Einsätzen in der ersten Mannschaft. Doch von Frust keine Spur, bei dem Keeper scheint die Dankbarkeit für das in ihn gesetzte Vertrauen zu überragen. Und als in der Sommerpause 2012 der Vertrag von Tim Wiese nicht verlängert wurde, hatte die Stunde für den damals 23-jährigen Torwart geschlagen. Die erste Saison für den neuen Stammtorhüter wurde allerdings überschattet von der unterdurchschnittlichen Leistung der Mannschaft, die die letzten 13 Spiele sieglos blieb. Werder trennte sich daraufhin einvernehmlich von  Thomas Schaaf. Der neue Coach Robin Dutt setzte zwar in der kommenden Spielzeit zunächst auf Mielitz, allerdings entzog der Trainer ihm das Vertrauen nach 13 Spieltagen. Die restliche Saison saß der Schlussmann nur noch auf der Bank.

    Somit endete das Kapitel Werder Bremen für den Torwart, der beim SC Freiburg die nächste Herausforderung suchte. „Die Gespräche waren gut und das Umfeld passte. Mir wurde gesagt, dass noch ein weiterer Keeper verpflichtet und um die Torwartposition gekämpft werden müsse“, sagt Mielitz über seinen Wechsel. Der andere Torhüter, Roman Bürki (Anm. d. Red. heutiger Torhüter von Borussia Dortmund), überzeugte Freiburg-Trainer Christian Streich und stand bis auf die DFB-Pokalspiele zwischen den Pfosten. „Damit muss man leben“, sagt Mielitz, der weder auf den Klub noch auf die Stadt im Breisgau etwas Schlechtes kommen lässt. „Du musst die Spannung hochhalten und bereit sein für deine Chance. Und ich glaube, Roman war zum Teil deshalb so gut, weil ich ihn im Training gepusht habe“, blickt Mielitz zurück. Doch auch Bürki konnte nicht verhindern, dass der SC Freiburg in die 2. Bundesliga abstieg. Sebastian Mielitz ging ebenfalls ins Unterhaus, aber zur SpVgg Greuther Fürth. Die „Gewissheit, garantiert zu spielen“, zog den Torwart nach Mittelfranken. Dort absolvierte er in seiner ersten Saison bis auf das letzte Spiel jede Minute in der Liga. Doch in der folgenden Spielzeit wurde ohne ihn geplant. Aus der gegenwärtigen Sicht zeigt sich die Größe von Mielitz, der dieses Kapitel mit den Worten „es hat einfach nicht mehr gepasst“ kurz und bündig abschließt.

    Im März 2017 wurde Mielitz von SønderjyskE Fodbold nach Dänemark für eine Trainingswoche eingeladen. Der Verein hatte großes Interesse und obwohl Mielitz Angebote aus der 2. Bundesliga vorlagen, passte es wie „die Faust aufs Auge“. Der Verein gab dem Torwart, der zu dieser Zeit ein halbes Jahr ohne Spielpraxis gewesen war, eine Bühne, was für Mielitz einen großen Vertrauensbeweis darstellte. In den kommenden drei Spielzeiten, die der Schlussmann für den dänischen Erstligisten absolvierte, war er die klare Nummer eins im Tor. Die Krönung folgte in diesem Jahr mit dem Gewinn des dänischen Pokals. „Das kam völlig überraschend“, sagt Mielitz bescheiden, „Trainer Glenn Riddersholm hatte am Anfang der Saison gesagt: ‚Meister werden wird schwierig, dann holen wir eben den Pokal‘ – und genau das haben wir dann auch gemacht.“

    Trotzdem zog es Mielitz zurück nach Deutschland. „Der Kontakt zur Viktoria bestand schon länger. Ich habe mit unterschiedlichen Vereinen öfters gegen Mannschaften von Pavel (Anm. d. Red. Pavel Dotchev, Cheftrainer von Viktoria Köln) gespielt und schätze ihn. Mit George (Anm. d. Red. George Berneanou, Torwarttrainer von Viktoria Köln) hat der Verein einen guten Torwarttrainer, der immer offen und ehrlich ist“, lobt Sebastian Mielitz die Viktoria und führt weiter aus, „ich wurde hier gut aufgenommen und fühle mich wohl. Das braucht man, um in den Flow zu kommen, wo die Dinge dann auch einfach klappen, damit das Glück auf deiner Seite ist. Dieses Glück muss man sich erarbeiten.“

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