Kategorie: Aktuelles

  • 3. Liga: DFB beschließt Änderungen

    Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat aufgrund der Corona-Krise und deren Auswirkungen auf den Spielbetrieb Änderungen in der DFB-Spielordnung vorgenommen. Unter anderem wurde für die 3. Liga der Weg für eine zeitliche Verschiebung der aktuellen und kommenden Saison geebnet. Außerdem gibt es für eine bestimmte Zeit eine Änderung bei der Vorgehensweise im Fall von Insolvenzen. Die beschlossenen Änderungen sind bis zum 30. Juni 2021 gültig. Ab der Spielzeit 2021/2022 sollen wieder die vorherigen Bestimmungen gelten.

    Der Grundsatz, dass ein Spieljahr zum 1. Juli eines Jahres beginnt und zum 30. Juni des folgenden Jahres endet, wurde für die kommenden 15 Monate außer Kraft gesetzt. „Das bedeutet, die laufende Saison kann, sofern nötig und kein Abbruch gewollt ist, in allen Spielklassen über den 30. Juni 2020 hinaus verlängert werden und das Spieljahr 2020/2021 zu einem späteren Zeitpunkt beginnen oder notfalls sogar ganz oder teilweise entfallen“, so Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident. Das habe auch Auswirkungen auf Spielberechtigungen, Wechselperioden sowie Spieler-Verträge.

    Ein weiterer Kernpunkt des Maßnahmenpakets betrifft die Handhabung von Insolvenzfällen. Bislang galt in der 3. Liga: Wenn ein Verein einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hat, bekam er neun Punkte in der betreffenden Saison abgezogen. Diese Bestimmung ist für die Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 gelockert worden. Bei der Stellung eines Insolvenzantrags während der laufenden Saison wird kein Punktabzug verhängt. Tritt der Fall in der kommenden Spielzeit ein, werden dem jeweiligen Drittliga-Klub drei Punkte abgezogen, teilte der Verband am Freitag mit.

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  • Immer geht die Reise weiter

    Ganz Deutschland steht aktuell aufgrund der Corona-Pandemie so gut wie still. Absolute Priorität hat in dieser Zeit der Wert der Gesundheit – darum ist Distanz im Moment die größte Nähe! Heike Weißweiler, Fanbeauftrage bei Viktoria Köln, und Tobias Wolf (Mitarbeiter der Geschäftsstelle und Fanbetreuer) möchten den Moment nutzen, um die Anhänger der Viktoria mit ein paar Informationen zu versorgen.

    „In den letzten Monaten hat sich in der aktiven Fanszene der Viktoria sehr viel entwickelt“ berichtet Wolf. „Leider muss dieser Prozess aufgrund des Coronavirus auch vorerst überwiegend auf Eis liegen. Selbstverständlich werden wir von Seiten des Vereins in dieser schweren Zeit Planungen (u.a. Fanbeirat, neue Begegnungsstätte für Viktoria-Fans am/im Sportpark Höhenberg etc.) vorantreiben, die dann am Tag X wieder in den Fokus rücken.“

    AG Fanbeirat

    Beim letzten Fantreffen im Februar wurde beschlossen, dass sich in naher Zukunft eine Arbeitsgemeinschaft zum Thema Fanbeirat versammelt. Weißweiler: „Wir bitten alle Interessierten, die sich einen Platz im neuen Fanbeirat der Viktoria vorstellen können, sich bis zum 15. April bei Tobias Wolf unter der E-Mail-Adresse fanbetreuer@viktoria1904.de zu melden. Sobald ein internes Fantreffen zum Thema AG Fanbeirat möglich ist, werden wir die Interessierten zeitnah informieren.“

    Ausgefallene Auswärtstouren mit dem Viktoria-Fanbus zu den Partien in Braunschweig und Mannheim

    Viktoria-Fans, die für diese beiden Auswärtstouren bereits Geld für den Fanbus bezahlt haben, wenden sich bitte direkt an die Viktoria-Fanbeauftragte Heike Weißweiler (fanbeauftragter@viktoria1904.de). Weißweiler: „Das Geld für den Viktoria-Fanbus wird zurückerstattet, gekaufte Eintrittskarten für beide Spiele behalten aber vorerst ihre Gültigkeit.“ Denn es besteht immer noch die Absicht der gastgebenden Vereine, die Spiele zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

    „Wir sind uns sicher, dass wir die Herausforderungen der nächsten Monate als Verein gemeinsam meistern, wenn wir uns auch in der Viktoria-Vamilie solidarisch verhalten“, sagt Wolf. Und Weißweiler fährt fort: „Schon jetzt freuen wir uns mit euch auf den Tag X, wenn wir zusammen im Sportpark Höhenberg unsere Viktorianer wieder gemeinsam unterstützen können. Der gesamte Verein bedankt sich schon jetzt für euer großes Engagement in dieser Saison.“ Wolf ergänzt: „Bleibt alle gesund! Dann geht unsere gemeinsame Reise alsbald weiter!“

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  • Viktoria drängt auf Aufklärung

    An den 25. Januar denken die Anhänger des FC Viktoria Köln nur ungern zurück. Denn nach dem Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC wurde der Viktoria-Fanbus nach der Rückkehr aus Sachsen bei der Ankunft am Sportpark Höhenberg auf brutale Art und Weise überfallen. Bei Viktoria Köln herrscht bis heute Fassungslosigkeit. Denn unter den Insassen des Busses befanden sich auch Frauen und Jugendliche.

    „Der Bus parkte vor dem Stadion in Köln-Höhenberg, woraufhin zirka 20 bis 30 vermummte Personen auf den Bus zustürmten“, bestätigt das Polizeipräsidium Köln. „Etwa fünf Minuten nachdem die Polizei über Notruf informiert wurde, erreichten erste Kräfte den Tatort. Vor Ort wurden zirka 20 Fans des Fußballvereins FC Viktoria Köln angetroffen. Die vermummten Angreifer waren bereits flüchtig.“

    Bei dem Übergriff wurden ein Viktoria-Fan schwer und drei weitere Personen leicht verletzt. Am Reisebus entstand Sachschaden. Darüber hinaus wurden bei dem Angriff kurz vor Mitternacht einige Fan-Utensilien, wie zum Beispiel eine Trommel, entwendet. Der Vorfall sorgte bundesweit für große Bestürzung unter den Fußballfans – zumal der Überfall quasi vor der eigenen Haustür stattfand.

    „Nach dem Übergriff haben wir ein Treffen mit unseren Anhängern initiiert“, so Eric Bock, Geschäftsführer der FC Viktoria Köln 1904 Spielbetriebs GmbH. „Dabei wurde Hilfe für diejenigen angeboten, die im Nachgang noch traumatisch unter diesem Erlebnis gelitten haben. Außerdem hat Viktoria Köln über die polizeilichen Maßnahmen hinaus Vorkehrungen getroffen, um die Sicherheit der ‚Auswärtsfahrer‘ zu verbessern.“

    Bock fordert: „Jetzt ist es die Sache der Polizei, den Vorfall weiter aufzuklären. Soweit uns bekannt ist, liegen einige sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall vor. Im Sinne unserer Anhänger hoffen wir sehr darauf, dass die Ermittlungen weiter vorangetrieben werden. Die Verantwortlichen dieser Straftat müssen unbedingt zur Verantwortung gezogen werden.“

    Wie die Kölner Polizei jetzt noch einmal auf Anfrage bestätigt, ist die Aufklärung der Geschehnisse vom 25. Januar am Sportpark Höhenberg weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen. „Diese  brauchen jedoch – auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Corona-Krise – ihre Zeit“, heißt es dazu seitens der Strafverfolgungsbehörde.

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  • Osterferiencamp muss leider ausfallen

    Eigentlich ist für den 14. April der Start des Osterferiencamps der Viktoria-Fußballschule geplant gewesen. Doch aufgrund der aktuellen Situation rund um den Coronavirus muss das viertägige Fußballerlebnis für die 80 Kids zwischen sechs und 14 Jahren leider abgesagt werden.

    „Das diesjährige Osterferiencamp kann aufgrund der allseits bekannten Ausnahmesituation um den Coronavirus nicht stattfinden! Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich für die zahlreichen Anmeldungen und das Vertrauen in unsere Arbeit mit den Kindern bedanken“, sagt Daniel Merten, Leiter der Viktoria-Fußballschule.

    Für die Teilnehmer gibt es jetzt die Option, einen der nächsten Camp-Termine ins Auge zu fassen. Denn vom 29. Juni bis zum 2. Juli, vom 27. Juli bis zum 30. Juli und vom 3. bis zum 6. August stehen bereits die Sommerferiencamps auf dem Programm. Vom 13. bis zum 16. Oktober und vom 19. Oktober bis zum 22. Oktober folgen dann die Herbstferiencamps.

    Merten: „Das gesamte Team der Viktoria-Fußballschule würde sich sehr darüber freuen, wenn die Teilnehmer auf einen der anderen Termine ausweichen.“ Dies würde den Verantwortlichen helfen, diese wirtschaftlich schwere Zeit besser zu meistern. Grundsätzlich ist aber auch die Rückerstattung der Teilnahmegebühr möglich.

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  • Der Osterhase bringt dieses Jahr nicht nur Eier!

    Das Osterfest rückt näher. Da sollte der übliche Schokoladen-Osterhase natürlich nicht fehlen. Doch als Viktoria-Anhänger gehört natürlich auch ein Geschenk aus dem Fanshop der Höhenberger dazu. Damit sich das besonders lohnt, gibt es jetzt ein besonderes Angebot: Alle Fanartikel, die bis Ostermontag bestellt werden, kommen versandkostenfrei! Fülle also jetzt das Osternest und besuche den Viktoria-Onlineshop!

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  • Riesige Solidarität bei Viktoria Köln

    Die 3. Liga ruht vorerst bis zum 30. April. Aufgrund der Corona-Pandemie ist noch nicht vorhersehbar, ob der Ball direkt im Anschluss wieder rollen kann. Der FC Viktoria Köln reagiert auf die Situation und trifft die nötigen Maßnahmen, um sicher durch die schwierigen Zeiten zu kommen.

    „Wir werden für unsere Mannschaft, die Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums und alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle Kurzarbeit beantragen“, bestätigt der für die Finanzen zuständige Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH, Axel Freisewinkel.

    Alle Spieler und Trainer der Drittliga-Mannschaft sowie die übrigen Mitarbeiter haben dem Vorgehen zugestimmt. Freisewinkel: „Alle haben mitgezogen. Das zeigt, wie sehr allen die Zukunft des Vereins am Herzen liegt und wie viel Solidarität bei uns im Verein herrscht. Davor kann ich nur den Hut ziehen und mich bei allen Mitarbeitern für diesen Schulterschluss mit dem Verein bedanken. Für die Zukunft von Viktoria Köln war das ein ganz wichtiges Signal.“

    Darüber hinaus sind in den vergangenen Tagen viele Dinge auf den Prüfstand gestellt worden, um dem Verlust von Eintrittsgeldern und vielleicht auch weiterer Einnahmen vorzubeugen. „Wir haben beispielsweise einen Einkaufsstopp verhängt und weitere Investitionen auf einen späteren Zeitpunkt vertagt“, so Freisewinkel.

    Außerdem sind in den kommenden Wochen einige Aktionen geplant, die dafür sorgen sollen, dass trotz ausbleibender Spiele ein bisschen Geld in die Kassen kommt. Freisewinkel: „Alle diese Maßnahmen sind notwendig, um die Zukunft des Vereins zu sichern und diese schwierige Phase gemeinsam zu überstehen. Dafür brauchen wir neben der Solidarität unserer Spieler, Trainer und Mitarbeiter auch die Unterstützung unserer Fans, Mitglieder und Partner."

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  • Reinemachen im Sportpark beginnt

    Die Kabinen am Sportpark Höhenberg sind komplett leergeräumt. Da sich der Coronavirus in Deutschland weiter ausbreitet, ist derzeit weder im Nachwuchs- noch im Profibereich an einen regulären Trainingsbetrieb zu denken. Dennoch ist die Hoffnung groß, dass in absehbarer Zeit wieder Leben in die Sportstätten im Rechtsrheinischen einkehren kann. Darauf bereitet man sich beim FC Viktoria Köln ab der kommenden Woche intensiv vor.

    Wenn auch vorsorglich, die Verantwortlichen bei Viktoria Köln sehen durchaus Handlungsbedarf. „Wir wollen eine komplette Grundreinigung, ein Desinfizieren des gesamten Profitraktes vornehmen“, berichtet Marcus Steegmann, der Sportliche Leiter der Drittliga-Mannschaft. „Wenn die Spieler zurückkommen, um ins Mannschafttraining zurückzukehren, sollen sie in komplett sauberen Räumen wieder anfangen und trainieren können.“

    Die Reinigungsmaßnahmen betreffen nicht nur den Bereich der Lizenzspieler. Franz Wunderlich, Sportvorstand bei Viktoria Köln, versichert: „Wir werden das komplette Stadion, die kompletten Räumlichkeiten desinfizierend reinigen, damit wir auch diese Sache sehr sorgfältig abgearbeitet haben.“ Und das ist gut so: Denn der Kraftraum, aber auch einige Umkleidekabinen, werden von mehreren Teams aus dem Nachwuchs- und Herrenbereich der Viktoria genutzt.

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  • Keine Finanzspritzen vom DFB in Sicht

    Die 3. Liga ruht aufgrund der Corona-Krise zunächst bis zum 30. April. Bei einigen Klubs ist in den kommenden Wochen mit Liquiditätsengpässen zu rechnen, da zurzeit keine Zuschauereinnahmen in die Vereinskassen fließen und die meisten Kosten weiterlaufen. Viele Fußballfans fragen sich, warum nicht der Deutsche Fußball-Bund in die Bresche springt. Dazu nahm DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge kürzlich auf DFB.de Stellung.

    „Zu beachten sind rechtliche und steuerliche Vorgaben, an die der DFB zwingend gebunden ist. Wir dürfen Vereine nicht direkt bezuschussen. Aber wir können es auch wirtschaftlich nicht“, so Osnabrügge. Demnach sei eine Bezuschussung von Drittliga-Vereinen unmöglich:Unmittelbar ist der DFB für seine Mitgliedsverbände zuständig. Diesen können und dürfen wir helfen. Darüber hinaus organisiert der DFB eigene Spielklassen, also die 3. Liga, die Frauen-Bundesligen sowie die Junioren-Bundesligen.“

    Das oberste Ziel sei, den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Zuschüsse seien steuerrechtlich aber nicht erlaubt, weil die Mittel des DFB gemeinnützig gebunden sind und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendet werden dürfen. „Wir haben daher die Vergabe von Darlehen geprüft. Es wäre mein Wunsch gewesen, Kredite für Klubs der DFB-Spielklassen anbieten zu können, mit deren Hilfe sie akute, durch die Corona-Krise entstandene Liquiditätslücken überbrücken können“, so der DFB-Schatzmeister.

    Aber auch dies scheint nicht realistisch zu sein. Osnabrügge: „Mittlerweile bin ich sehr ernüchtert. Nach steuerlichen und rechtlichen Gutachten bis hin zum Kontakt mit der Finanzaufsichtsbehörde ‚BaFin‘ musste ich lernen, dass wir dafür eine Banklizenz bräuchten – obwohl wir ganz sicher an einem solchen Programm kein Geld verdienen wollten. Ich habe das Ganze zur Sicherheit nochmals in die Prüfung gegeben, aber ich bin leider wenig optimistisch.“

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  • Die aktuelle Situation bei Viktoria Köln

    Am Montagabend hat die 3. Liga mitgeteilt, dass der Spielbetrieb bis zum 30. April ruhen wird. Die Ursache dafür ist hinlänglich bekannt: Die Verantwortlichen der Klubs und vom DFB wollen ihren Beitrag dazu leisten, dass sich der Coronavirus nicht durch den Besuch von Fußballspielen verbreitet und hoffen gleichzeitig darauf, die Saison unter Beachtung der behördlichen Anordnungen und Weisungen zu Ende führen zu können. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es dennoch viele offene Fragen. Eric Bock und Axel Freisewinkel, die Geschäftsführer der FC Viktoria Köln 1904 Spielbetriebs GmbH, versuchen im Interview, für ein wenig mehr Transparenz zu sorgen.

    Die 3. Liga hat entschieden, den Spielbetrieb bis Ende April auszusetzen. Wie bewerten Sie diese Entscheidung?

    Axel Freisewinkel: Wir tragen diese Entscheidung voll und ganz mit. Es herrschte diesbezüglich ein sehr großer Konsens in der 3. Liga, erst einmal eine lange Pause zu machen, um der Gesundheits- und gesamtgesellschaftlichen Situation in Deutschland gerecht zu werden. Es wurde aber auch entschieden, dass  ein früherer Einstieg in den Spielbetrieb möglich wäre, falls die Fallzahlen extrem zurückgehen. Aber daran glaubt im Moment niemand. Insofern halten wir die Übereinkunft, die getroffen wurde, für sehr gut.

    Wie soll es danach weitergehen? Soll die Reihenfolge der Spiele beibehalten werden? Oder wird es einen völlig neuen Spielplan geben?

    Eric Bock: Nach der Verlegung der Europameisterschaft um ein Jahr ist die Möglichkeit da, die Saison nach hinten heraus etwas zu verlängern.

    Axel Freisewinkel: Die aktuell angesetzten Spieltage im Monat Mai sollen ganz normal stattfinden, die jetzt verlegten Spiele sollen nacheinander nachgeholt und in den Spielplan integriert werden. Man wird also eine etwas andere Reihenfolge haben als ursprünglich geplant. Wir glauben, dass die Saison dann erst im Juni enden wird.

    Welche Auswirkungen haben die aktuellen Veränderungen auf die Sponsoren der Viktoria?

    Eric Bock: Zunächst einmal keine, denn die Spiele sollen ja zu einem späteren Zeitpunkt ausgetragen werden. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Saison zu Ende geführt wird. Sollte sich eine andere Situation ergeben – schließlich gibt es ja tagtäglich neue Fakten zum Thema Coronavirus – müssten wir die Sachlage neu bewerten. Dazu befinden wir uns mit vielen Partnern im Austausch, zum Teil auch schon für die nächste Saison.

    Bringen die Auswirkungen des Coronavirus die Drittliga-Mannschaft von Viktoria Köln in finanzielle Nöte? Schließlich sind für einen langen Zeitraum keine Zuschauereinnahmen zu erwarten?

    Axel Freisewinkel: Grundsätzlich gilt für uns und für viele andere Drittligisten, dass der Ausfall der Zuschauereinnahmen sehr wehtut. Denn fast alle Fixkosten laufen weiter. Wir prüfen jetzt intern, wo wir einsparen können, um diesen Verlust erst einmal aufzufangen. Weil wir allerdings nicht so hohe Zuschauereinnahmen haben, wie manch anderer Drittligist, geht es bei uns – Stand heute – nicht um die Existenz. Was die Fernsehgelder und die Einnahmen aus der Zentralvermarktung angeht, ist es folgendermaßen: Die Beträge werden grundsätzlich in vier Raten ausgeschüttet. Davon sind bereits drei Raten geflossen. Da sich die Mannschaften dafür stark gemacht haben, eine lange Pause zu machen und danach den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, war ein möglicher Wegfall der noch ausstehenden finanziellen Mittel kein Gegenstand der Diskussion. 

    Behalten die schon gekauften Eintritts- und Dauerkarten erst einmal Ihre Gültigkeit? Was passiert, wenn nach dem 30. April nicht vor Publikum gespielt werden kann?

    Axel Freisewinkel: Zunächst behalten alle Eintritts- und Dauerkarten ihre Gültigkeit, sie gelten teilweise für ein anderes Spieldatum. Sollte es tatsächlich bis zum Saisonende zu Geisterspielen kommen, müssen wir die Situation prüfen. Falls ein solches Szenario wirklich eintritt, hoffen wir – wie auch andere Vereine – ein Stück weit auf die Solidarität unserer Anhänger. Schließlich geht es darum, auch in der kommenden Saison Drittliga-Fußball in Höhenberg anbieten zu können.

    Im Nachwuchsbereich wurde der Trainingsbetrieb komplett ausgesetzt. Wie sieht das bei den Profis aus?

    Eric Bock: Die Mannschaft wird Ende der Woche die entsprechenden Planungen bekommen. Dabei werden wir uns an die behördlichen Anordnungen halten. Wenn wieder trainiert wird, kann das aber erst einmal nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit passieren. Deshalb werden auch keine Trainingspläne veröffentlicht.

    Der FC Viktoria Köln muss im Sommer für den Bau einer Rasenheizung im Sportpark Höhenberg sorgen. Der Zeitplan dafür ist eng gestrickt. Würde die Viktoria die aktuelle Saison auf jeden Fall in Höhenberg zu Ende spielen können?

    Axel Freisewinkel: Ich gehe davon aus, dass es so sein wird. Alles andere wäre für mich Wettbewerbsverzerrung. Wir haben derzeit eine außergewöhnliche Situation und können den Auftrag für die Rasenheizung nicht termingenau vergeben. Deshalb werden wir auf den DFB zugehen, um gemeinsam nach einer Lösung im Rahmen des Zulassungsverfahrens zu suchen.

    Natürlich ergeben sich tagtäglich neue Situationen in Bezug auf den Coronavirus. Wie gehen Sie selbst damit um und welche Bitte haben Sie diesbezüglich an die Freunde und Fans der Viktoria?

    Eric Bock: Beide Geschäftsführer sind täglich im Büro. Seit der Corona-Krise ist der Arbeitsumfang für uns noch größer geworden. Die Geschäftsstellen-Mitarbeiter vom Sportpark Höhenberg arbeiten aus dem Homeoffice heraus, gleiches gilt für das Team aus den Geschäftsräumen am Clevischen Ring. Allerdings gibt es hier eine Notbesetzung. Ich selbst versuche, möglichst Abstand zu anderen zu halten und nutze die zur Verfügung stehenden Desinfektionsmittel, damit mir nichts passiert. Herzliche Begrüßungen sind momentan nicht zeitgemäß. Es gibt keine großen Meetings, sondern eher Videokonferenzen. Darüber hinaus ist natürlich an manchen Stellen ein wenig Geduld gefragt. Wir werden täglich mit neuen Situationen konfrontiert, die zum Teil eine neue Bewertung erfordern. Es ist dann nicht immer möglich, fünf Minuten später bereits eine Lösung parat zu haben.

    Axel Freisewinkel: Ich bitte alle, den Auflagen der Stadt, des Landes und des Bundes nachzukommen und große Menschenansammlungen zu vermeiden, damit die Pandemi eingedämmt werden kann. Dennoch stehen natürlich viele Entscheidungen an, somit gibt es viel zu tun. Ich hoffe, dass die Fallzahlen runtergehen und wir in absehbarer Zeit wieder zur Normalität finden können. Vielleicht schaffen wir es, nicht alles so kritisch zu bewerten, wie das sonst der Fall ist. Schließlich herrscht aktuell für alle Menschen eine Ausnahmesituation. Da muss nicht jede Bestimmung in Frage gestellt werden. Alle Menschen, die in solchen Phasen Entscheidungen treffen, sind meist Experten auf ihrem Gebiet und versuchen, die Situation nach bestem Wissen und Gewissen zu beurteilen.

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  • Coronavirus – die aktuellen Fakten bei Viktoria

    Die gute Nachricht zuerst: Beim FC Viktoria Köln liegt bislang kein bekannter Fall einer Corona-Erkrankung vor – weder im Drittliga- sowie A-Junioren-Bundesliga-Kader noch bei den anderen Nachwuchs- und Herrenmannschaften. Dazu hat natürlich auch das umsichtige und vorausschauende Verhalten der vielen Verantwortlichen im Verein beigetragen. Dennoch möchten wir einen kurzen Überblick über die aktuelle Situation geben. Wie lange ist der Spielbetrieb derzeit ausgesetzt? Wird schon wieder trainiert?

    1. Herren-Mannschaft

    Spielklasse: 3. Liga

    Trainingsstatus: aktuell kein Mannschaftstraining

    Spielbetrieb: ruht laut DFB (Deutscher Fußball-Bund) zunächst bis zum 30. April 2020

    2. Herren-Mannschaft

    Spielklasse: Landesliga (Staffel 1)

    Trainingsstatus: aktuell kein Mannschaftstraining

    Spielbetrieb: ruht laut FVM (Fußball-Verband Mittelrhein) bis einschließlich 19. April 2020

    U 19:

    Spielklasse: A-Junioren-Bundesliga West

    Spielbetrieb: ruht laut DFB (Deutscher Fußball-Bund)  bis einschließlich 19. April 2020

    Weitere Nachwuchsmannschaften:

    Spielklasse: diverse

    Trainingsstatus: aktuell kein Mannschaftstraining

    Spielbetrieb: ruht laut FVM (Fußball-Verband Mittelrhein) bis einschließlich 19. April 2020

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