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  • Alle negativ! Das ist positiv!

    Gute Nachrichten für Viktoria Köln: Am Freitag sind beim Drittligisten erstmals Corona-Tests durchgeführt worden. Dabei wurden die Spieler, Trainer und das Funktionsteam auf die Existenz von SARS-CoV-2-RNA überprüft. Inzwischen liegt das Ergebnis vor: Keine der getesteten Personen ist an Covid-19 erkrankt.

    „Das sind gute Nachrichten“, zeigt sich Marcus Steegmann, der Sportliche Leiter der Viktoria, erleichtert. „Zunächst einmal bin ich erfreut, dass es allen gutgeht. Obwohl wir die Hygienevorschriften und Abstandsregeln von Beginn an äußerst ernst genommen haben, war trotzdem eine gewisse Unsicherheit vorhanden.“

    Viktoria Köln ist einer der ersten Klubs aus der 3. Liga, bei dem Corona-Tests durchgeführt wurden. Die Proben wurden von einem unabhängigen Labor vorgenommen. Die Kontrollen sind Teil des Gesundheits- und Hygienekonzepts, das in gemeinsamer Arbeit von DFL und DFB zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs entwickelt wurde.

    Steegmann: „Um das fußballspezifische Training wieder aufzunehmen, sind mindestens zwei Tests aller am Trainingsbetrieb beteiligten Personen erforderlich. Sollte also auch die zweite Überprüfung in der kommenden Woche gut verlaufen, ist der Weg geebnet, dass die Mannschaft wieder unter regulären Bedingungen trainieren kann.“

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  • Warten auf Fortsetzung statt letztem Saison-Heimspiel!

    Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre! Denn wenn es die Corona-Pandemie nicht gegeben hätte, würde an diesem Wochenende das letzte Viktoria-Heimspiel der Drittliga-Saison 2019/2020 stattfinden. Zu Gast wären die Würzburger Kickers, die den Höhenbergern im Hinrundenspiel am 18. Spieltag eine bittere Niederlage bescherten.

    Durch den 3:1-Erfolg am 7. Dezember 2019 in der FLYERALARM Arena zogen die Franken damals in der Tabelle an den Kölnern vorbei, die damit auf den 16. Tabellenplatz abrutschten. Dabei hatte es so gut für die Mannschaft von Pavel Dotchev angefangen. In der 46. Minute sorgte Albert Bunjaku nach Vorlage von Simon Handle für die Viktoria-Führung.

    Aber er war die Zeit, in der bei den Höhenbergern nicht viel zusammenlief. Patrick Sontheimer traf in der 52. Minute mit dem linken Fuß zum Ausgleich. Sebastian Schuppan stocherte das Leder zwölf Minuten später aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung der Franken über die Linie. Und in der 75. Minute traf Luca Pfeiffer per Kopfball zum 3:1.

    Inzwischen können beide Teams etwas entspannter auf die Tabelle schauen. Denn als Mitte März der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt wurde, belegte Würzburg Rang zehn und Köln Platz zwölf. Doch der Klassenerhalt ist damit längst noch nicht gesichert. Die Viktoria trennen lediglich drei Punkte von einem Abstiegsplatz.

    Wie das letzte Heimspiel im Sportpark Höhenberg wohl ausgegangen wäre, darüber kann im Moment nur spekuliert werden. Gleiches gilt über den Zeitpunkt eines möglichen Nachholtermins. Zwar berichten verschiedene Medien, dass die Saisonfortführung der 3. Liga als beschlossene gilt. Aber offiziell bestätigte Termine gibt es noch nicht.

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  • Viktoria-Anhänger stimmen für Wunderlich

    Die Wahl ist getroffen! Mike Wunderlich ist „Spieler des Monats April“. Der Kapitän der Höhenberger setzte sich bei der Fan-Abstimmung auf der Facebookseite von Viktoria Köln gegen Simon Handle, Albert Bunjaku und Steven Lewerenz durch. Obwohl es im April keine Spiele in der 3. Liga gab, ist die Wahl nachvollziehbar. Denn die Sympathiewerte des Viktoria-Urgesteins sind groß. Und auch in der bisherigen Saison läuft es beim Spielmacher der Kölner richtig rund. Dem 34-Jährigen gelangen bereits elf Treffer. Dazu legte er noch sechsmal auf.

    Das nächste Voting findet Anfang Juni statt. Dann wird der „Spieler des Monats Mai“ gesucht. Ende 2020 wird dann von den Facebook-Usern der Viktoria der „Spieler des Jahres“ gekürt.

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  • Dotchev ist hin- und hergerissen

    Wer in diesen Tagen einen Blick auf das Training von Viktoria Köln werfen kann, der erlebt eine fröhliche und motivierte Mannschaft – und das, obwohl noch immer in kleinen Gruppen trainiert wird und Abstand gehalten werden muss. Über allem steht die Ungewissheit, ob und wann es mit der 3. Liga weitergeht.

    „Das ist derzeit ein komisches Gefühl“, sagt Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev. „Es gibt Tage, an denen ich denke, es geht bald los. Und am nächsten Tag liest du irgendwelche Artikel oder schaust Fernsehen und denkst, das kann doch noch nicht so schnell gehen. Die Gefühle sind also hin- und hergerissen.“

    Es sei schwierig zu sagen, wie sich die Situation entwickle. Im Trainingsbetrieb gehe man davon aus, dass in absehbarer Zeit wieder gespielt wird. „Keiner weiß es so genau. Wir bereiten uns darauf vor, dass wir spielen. Und falls es anders kommen sollte, können wir immer noch neu planen“, sagt der 54-Jährige.

    Die Mannschaft der Viktoria präsentiert sich jedenfalls positiv. „Ich bin sehr zufrieden, wie die Jungs bis jetzt alles durchgezogen haben“, so Dotchev. Der Arbeit in kleinen Gruppen gewinnt er durchaus Vorteile ab. „In diesen kleinen Gruppen kann man viel individueller mit den Spielern arbeiten“, so der Viktoria-Cheftrainer.

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  • Tobias Willers im Porträt

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler vom FC Viktoria Köln genauer vor. Heute: Tobias Willers.

    Tobias Willers wurde der Fußball förmlich mit in die Wiege gelegt. Denn schon kurz nach der Geburt meldete ihn sein Vater bei seinem ersten Verein, dem TuS Hasede, an. In dem Verein in der Nähe von Hildesheim ist der heute 33-Jährige immer noch Mitglied – also tatsächlich seit 33 Jahren. „So richtig angefangen bin ich dann mit knapp vier Jahren“, erinnert sich Willers. „Ich wusste gerade mal, in welches Tor ich schießen muss.“

    Als Jugendlicher führte ihn sein Weg dann in die Jugend von Hannover 96. „Ich spielte früher Stürmer und war schon mal vorher beim Probetraining bei Hannover 96. Da müsste ich etwa 13 Jahre alt gewesen sein. Aber ich war zunächst noch nicht gut genug. Später bin ich dann in die U 17 von Hannover gekommen. Das kam quasi direkt über meinen Vater zustande. Damals  funktionierten solche Dinge noch recht simpel“, erzählt Willers. „In dem Moment war das natürlich das Schönste, was passieren konnte. So war der Traum da, Profi zu werden.“

    In der Landeshauptstadt Niedersachsens wurde er dann vom Stürmer zum klassischen Libero umfunktioniert. „Das war im Jahr 2003“, so Willers. „Zwei Monate vor dem Wechsel hatte ich schon meine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik angefangen, die ich auch zu Ende gemacht und recht ordentlich bestanden habe.“ Mit 19 Jahren kam dann der erste Profivertrag bei Hannover 96. „Trotz der Zweifel meiner Mutter“, blickt Willers zurück. „Ab diesem Zeitpunkt wurde dann endgültig auf die Karte Fußball gesetzt.“

    Hannover 96 spielte damals in der 1. Bundesliga. Doch Willers setzte sich nicht durch. „Ich war damals ängstlich und brav. Jiri Stajner, Thomas Brdaric, Vahid Hashemian – das waren damals für Hannoveraner Verhältnisse relativ große Namen und ich war der 19-jährige Junge, der sein ganzes Leben lang 96-Fan war und jetzt auf einmal zusammen mit seinen Idolen trainierte. Rückblickend hatte ich einfach zu viel Respekt“, sagt Willers.

    Es folgten Stationen wie Hessen Kassel, Wuppertaler SV, die Sportfreunde Lotte, Rot-Weiß Oberhausen, RB Leipzig und der VfL Osnabrück. „Da gibt es viele schöne Erinnerungen“, so Willers. „Ich glaube, überall wo ich war, bin ich auch heute noch recht gerne gesehen. Kassel war eine besondere Erfahrung, weil ich zum ersten Mal von Zuhause weg war – ich war damals noch sehr unselbstständig. Von der Mannschaft her, hat es mir in Lotte sehr gut gefallen. Wir sind dann am Ende aber in der Aufstiegsrelegation der Saison 2012/2013 an RB Leipzig gescheitert. Dort habe ich ja danach gespielt – und das war auch wirklich interessant. Leipzig ist eine große Stadt, der Verein erlebte eine regelrechte Boom-Zeit und ein Teil davon zu sein, war spektakulär – schließlich spielten schon damals so namhafte Spieler wie Yussuf Poulsen und Joshua Kimmich im Team. Am Ende sind wir in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Und die Zeit in Osnabrück war auch außergewöhnlich. Ein wirklich schönes und enges Stadion, da war jedes Heimspiel ein Highlight.“

    Im Oktober 2017 unterschrieb der Abwehrmann dann bei Viktoria Köln. Willers: „Ich war lange gesperrt und wollte eigentlich schon mit dem Fußball aufhören. Doch dann stellte Claus Costa, der ja auch bei der Viktoria war und den ich schon aus Osnabrück kannte, den Kontakt zu Stephan Küsters und dem damaligen Trainer Marco Antwerpen her. Beide hatten den Eindruck, dass ich ein Spieler bin, der bei Viktoria noch fehlt. Und dann ging alles relativ schnell.“

    Bei den Höhenbergern fühlt sich der Innenverteidiger wohl. „Wir – also meine Frau, meine Tochter und ich – wohnen im Rechtsrheinischen, im Stadtteil Rath-Heumar“, erzählt Willers. Und auch sportlich verbindet er sehr viele positive Momente mit Viktoria Köln. „Die Saison 2017/2018 verlief schon sehr gut. Der Aufstieg im letzten Jahr mit dem Aufstiegsfinale gegen Mönchengladbach war dann aber die Krönung.“

    In der aktuellen Spielzeit läuft es für den Innenverteidiger noch nicht so richtig rund. Zwölf Meisterschaftsspiele stehen auf seinem Konto. „In der Hinrunde wurden wirklich die kleinsten Fehler hart bestraft. Ich hatte vielleicht ein bisschen Pech – aber es ist natürlich auch einfach, es darauf zu schieben. Ich muss ehrlich sagen, ich habe nicht so gut gespielt, wie ich das selbst erwartet hätte. Dann kamen noch eine unnötige Sperre und eine Meniskusverletzung dazu, beides soll aber nicht als Ausrede dienen. Ich bin guter Dinge, dass es nach der Corona-Pause etwas anders aussehen könnte und ich wieder meine Chancen bekomme“, blickt der erfahrene Willers zuversichtlich in die Zukunft.

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  • 3. Liga: DFB-Präsident fühlt sich bestätigt

    Ist der Weg jetzt auch für die Fortsetzung der 3. Liga frei? Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Bundesländer am Mittwoch entschieden haben, dass in der 1. und 2. Bundesliga ab der zweiten Maihälfte weitergespielt werden kann, geht offenbar auch der DFB von der Fortführung der Drittliga-Saison aus.

    „Die Entscheidung ist ein Vertrauensbeweis der Gesundheitsbehörden und der Politik, für den wir dankbar sind. Es ist ein erster Schritt, Sport wieder sichtbar stattfinden zu lassen, der Hoffnung darauf macht, dass der Fußball sukzessive wieder in den Alltag der Menschen zurückkehrt, wenngleich zunächst via Fernsehübertragungen in die Wohnzimmer“, so DFB-Präsident Fritz Keller in einem Statement – nachzulesen auf DFB.de – zu den politischen Entscheidungen des Tages.

    Der 63-Jährige fährt fort: „Wir gehen davon aus, dass in diese Öffnung neben der Bundesliga und 2. Bundesliga auch unter dem Aspekt der Gleichbehandlung von Berufsfußballerinnen und -fußballern ebenso die unter dem Dach des DFB organisierten Profispielklassen der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga sowie der DFB-Pokalwettbewerb grundsätzlich eingeschlossen sind, zumal das gemeinsam von DFB und DFL erarbeitete Hygienekonzept selbstverständlich auch dort voll umfänglich umgesetzt wird.“

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  • Gute Stimmung beim Viktoria-Training

    Seit drei Wochen trainieren die Profis von Viktoria Köln jetzt wieder mit dem Ball. Nachdem sich die Spieler zuvor aufgrund der Corona-Pandemie individuell fit gehalten haben, ist die Freude auf dem Platz zu stehen groß.

    „Wir haben drei Gruppen, die unter Einhaltung der behördlichen Vorgaben perfekt mitziehen“, berichtet Co-Trainer Markus Brzenska. „Durch die Auflagen, die wir haben, ist ein normales Spiel nicht drin. Um diverse Regeln einzuhalten, ist eine gute Planung erforderlich. Aber bis jetzt klappt das ganz gut. Ich glaube, wir bieten ein sehr abwechslungsreiches Training an. Wir versuchen, das so gut wie möglich für unsere Jungs hinzukriegen.“

    Und das kommt an. „Die Stimmung ist sehr gut. Die Mannschaft freut sich, auch wenn wir nur in kleinen Gruppen trainieren, dass man sich sieht“, erzählt Innenverteidiger Sead Hajrović. Simon Handle ergänzt: „Es ist nicht das normale Training. Aber für die Umstände machen wir das Beste daraus. Und das kann auch richtig Spaß machen.“ Mannschaftskapitän Mike Wunderlich verspricht: „Sollte es dann irgendwann weitergehen, werden wir da sein.“

    Am wenigsten sind die Unterschiede beim Training der Torhüter zu spüren. „Zweikämpfe lassen sich ja nicht machen, Spielformen sind auch nicht möglich. Dementsprechend machen wir sehr viel in der Torwartgruppe oder trainieren Torabschlüsse“, verrät Daniel Mesenhöler. André Weis sieht ebenfalls kaum Abweichungen. „Was wir nicht machen können sind Spiel- und Turnierformen. Aber das Torwarttraining an sich hat sich nicht großartig verändert. Das Grundprinzip ist dasselbe.“

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  • Fans wählen „Spieler des Monats April“

    Seit Jahresbeginn wählen die Fans von Viktoria Köln ihren Spieler des Monats. Nachdem sich Jonas Carls (Januar), Steven Lewerenz (Februar) und Dominik Lanius (März) schon einmal durchgesetzt haben, muss jetzt die Wahl für den April getroffen werden. Und das ist gar nicht so einfach: Schließlich gab es im kompletten Monat keine Spiele. Daher wurden kurzerhand die bislang erfolgreichsten Viktoria-Torschützen dieser Drittliga-Saison nominiert. Also stehen vier echte Hochkaräter zur Wahl.

    Die Abstimmung findet auf der Facebookseite von Viktoria Köln statt. Die Stimmabgabe erfolgt mit den jeweiligen Emojis, die auf den Spielerbildern zu sehen sind. Diese können natürlich durch Kommentare ergänzt werden.  

    Für den Monat April stehen vier Akteure zur Wahl:

    – Albert Bunjaku (hat in der aktuellen Spielzeit schon 16-mal in der Meisterschaft für die Viktoria getroffen. Damit steht er derzeit in der kompletten 3. Liga auf Platz zwei)

    – Mike Wunderlich (der Viktoria-Kapitän traf bislang elfmal in dieser Drittliga-Saison. Ligaweit bedeutet dies Rang sieben. Dazu legte er noch sechsmal auf)

    – Simon Handle (der Mann von der linken Außenbahn hat bereits achtmal in der laufenden Saison zugeschlagen. Dazu bereitete er noch sechs Treffer für die Mitspieler vor)

    – Steven Lewerenz (kam im Winter aus Belgien nach Höhenberg und traf schon viermal in der 3. Liga. Im Februar hat er sogar schon einmal die Wahl zum Spieler des Monats gewonnen)

    Die Abstimmung läuft und wird am 9. Mai 2020 um 13.00 Uhr ausgewertet.

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  • Holzweiler: „Wir haben eine enorme Qualität“

    Seit dem Sommer 2016 spielt Kevin Holzweiler für Viktoria Köln. Die ersten drei Spielzeiten bei den Höhenbergern verliefen für den 25-Jährigen sehr erfolgreich. Die Krönung folgte im letzten Jahr mit dem Aufstieg aus der Regionalliga West in die 3. Liga. Im Interview spricht der quirlige Mittelfeldspieler über seine Höhen und Tiefen in der bisherigen Saison.

    Herr Holzweiler, bisher wurden 27 Spieltage in der 3. Liga gespielt. Dabei sind Sie schon zu 22 Einsätzen gekommen. Sind Sie bislang mit ihrer ersten Drittliga-Saison zufrieden?

    Kevin Holzweiler: Ich bin sehr zufrieden, dass ich in meiner ersten Profisaison so viele Spiele absolvieren durfte. Ich könnte noch ein bisschen mehr Torgefahr ausstrahlen, aber das ist mir auch schon zu Regionalligazeiten nicht immer gelungen. Dafür versuche ich, der Mannschaft im Spiel mit anderen guten Aktionen zu helfen.

    An welchen Moment aus der aktuellen Spielzeit erinnern Sie sich besonders gerne zurück?

    Holzweiler: Da steht immer noch der erste Spieltag an erster Stelle. Nachdem wir 0:3 in Rostock vor 16.000 Zuschauern in Rückstand lagen, sind wir wieder ins Spiel zurückgekommen. Und dann habe ich ja auch selbst ein Tor beim 3:3 erzielt, da erinnert man sich schon sehr gerne zurück.

    Aber es gab auch Enttäuschungen. Was hat besonders wehgetan?

    Holzweiler: Besonders wehgetan hat, dass wir nach sehr gutem Saisonbeginn dreizehn Spiele in Folge nicht gewonnen haben. So etwas hatte ich zuvor noch nie in meiner laufenden Karriere erlebt. Das hat mich schon mitgenommen. Aber zum Glück ist der Knoten danach ja wieder geplatzt.

    Im Moment liegt die 3. Liga auf Eis. Immerhin kann in Köln wieder trainiert werden. Brennen Sie darauf, wieder zu spielen?

    Holzweiler: Es ist ganz normal, dass ein Fußballer lieber spielt als Zuhause zu sitzen. Das geht wahrscheinlich jedem anderen Arbeitnehmer genauso. Aber das darf natürlich nicht auf die Kosten anderer gehen. Deshalb sehe ich es so, wie unser Verein: Entscheidend bleiben die behördlichen Vorgaben, die Politik und die Meinung der Mediziner. Hieraus leitet sich ab, wie es weitergeht.

    Fällt es deshalb schwer, sich im Training zu motivieren? Schließlich wissen Sie noch nicht genau, wann es weitergeht.

    Holzweiler: Man sollte sich weiterhin motivieren können und im Training Vollgas geben. Schließlich freut es mich, dass ich mit den Jungs auf dem Platz stehe – auch wenn es nur in Kleingruppen ist. Falls der Tag X kommt, möchte ich bestens vorbereitet sein. Ob die Saison fortgeführt wird oder nicht, das sehen wir ja dann.

    Vorausgesetzt, die Saison geht weiter: Glauben Sie, dass die Viktoria nach der „Corona-Pause“ wieder gut in Tritt kommt?

    Holzweiler: Wir arbeiten jeden Tag sehr hart. Ich bin davon überzeugt, dass wir weiterhin eine gute Rolle spielen werden – ohne zu vergessen, dass wir noch mitten im Abstiegskampf stehen. Doch wir haben eine enorme Qualität in der Mannschaft! Das stimmt mich zuversichtlich.

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  • John und Hohmann neue NLZ-Doppelspitze

    Seit fast einem Jahr ist Viktoria Köln offizielles Nachwuchsleistungszentrum des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Ab dem 1. Juli 2020 bekommt das NLZ eine neue Leitung. Dann wird der bisherige Leiter Roland Koch die Verantwortung in die Hände von Christoph John (Sportlicher Leiter des NLZ) und Yannik Hohmann (Organisatorischer Leiter des NLZ) übergeben.

    Mit Christoph John wird ein erfahrener Fußball-Trainer die Nachfolge von Roland Koch antreten. John arbeitete für den 1. FC Köln, den Wuppertaler SV, Hertha BSC Berlin, den VfL Bochum und Alemannia Aachen. Nach seiner Trainerlaufbahn war der heute 61-Jährige unter anderem an der Sporthochschule Köln als Dozent tätig. Von 2015 bis 2019 zertifizierte er für die Agentur Double PASS im Auftrag von DFL und DFB die Nachwuchsleistungszentren in Deutschland.

    Im letzten Jahr folgte er dem Ruf von Roland Koch zu Viktoria Köln. Hier agierte John zuletzt als Nachwuchs-Chefscout. Im Sommer übernimmt er nun die Sportliche Leitung im NLZ. John: „Wir wollen den eingeschlagenen Weg fortführen und uns bei der Weiterentwicklung des NLZ als Ausbildungsverein gezielt auf die individuelle Entwicklung junger Fußballer fokussieren. Dabei richten wir unser Augenmerk auf Talente aus der Region, welche wir ganzheitlich fördern wollen – mit dem Ziel, möglichst viele Nachwuchsspieler in den Leistungsfußball beziehungsweise in unsere 1. Mannschaft zu überführen. Darüber hinaus wollen wir auch die Entwicklung unserer jungen Trainer noch aktiver begleiten. Bei Viktoria haben wir engagierte qualifizierte Coaches, welche bei uns jetzt auch die Möglichkeit bekommen, den nächsten Schritt in ihrer Trainerlaufbahn zu gehen.“

    Yannik Hohmann wird den organisatorischen Bereich leiten. Der 26-Jährige hatte diese Aufgabe bereits im Oktober 2019 kommissarisch übernommen. Hohmann studierte Betriebswirtschaft an der Universität Graz und machte seinen Bachelor of Science an der Universität Augsburg, eher er Ende 2018 erstmals für die Viktoria tätig wurde. Bevor er im letzten Jahr nach Köln zurückkehrte, holte er sich unter anderem beim Erstligisten RB Leipzig weiteres Know-how.

    In seinen Händen liegt die Koordination der Abläufe im NLZ. Das betrifft neben der Organisation des Spielbetriebs für den kompletten Nachwuchsbereich beispielsweise die Zusammenarbeit mit weiteren Kooperationspartnern im schulischen und medizinischen Bereich. „Hier gilt es, die Kommunikation, administrative Abläufe und die Nachhaltigkeit weiter zu verbessern“, weiß Hohmann, der auch als Bindeglied zwischen Geschäftsführung, Vorstand, Teams, Trainern und Spielbetriebs GmbH fungiert.

    Franz Wunderlich, Sportvorstand von Viktoria Köln: „Unsere neue Leitung des Nachwuchsleistungszentrums trägt eine große Verantwortung. Neben der Positionierung als Premiumanbieter fußballerischer Ausbildung auf der rechtsrheinischen Seite gilt es, viele wichtige Dinge außerhalb des Platzes im Auge zu behalten und die nötigen Maßnahmen zu treffen, damit wir dem Nachwuchs entsprechende Perspektiven bieten. Daher haben wir uns bewusst für Christoph John und Yannik Hohmann als Doppelspitze entscheiden. Das NLZ ist mit der neuen Leitung gut aufgestellt.“

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