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  • Gegnercheck: Auf in die BRITA-Arena

    Gegnercheck: Auf in die BRITA-Arena

    Am Samstag (Anpfiff: 14:00 Uhr) empfängt der SV Wehen Wiesbaden die Höhenberger Jungs. Die Mannschaft um Trainer Rüdiger Rehm stellt derzeit den Top-Torjäger der Liga, der auch die Scorerliste anführt. Nur im eigenen Wohnzimmer läuft es noch nicht: Erst eines von vier Spielen konnte zu Hause gewonnen werden.

    Bisherige Saison: Der SV Wehen Wiesbaden brauchte zu Saisonbeginn vier Anläufe, um den ersten Treffer zu erzielen. Nach torlosen Unentschieden in der Liga gegen den SC Freiburg II und den TSV 1860 München schieden die Hessen im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund mit 0:3 aus. Doch das Team um Rüdiger Rehm ließ die Köpfe nicht hängen und fuhr in der Folge drei Siege ein. Damit eroberte der SVWW die Tabellenspitze. Nach zehn absolvierten Spieltagen liegt das Team auf dem 5. Platz – mit nur zwei Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze. Kurios dabei: Während die Rot-Schwarzen zu Hause erst einmal jubeln konnten (2:1-Erfolg gegen den TSV Havelse), sind sie auswärts mit vier Siegen und einem Unentschieden aus sechs Spielen der Ligaprimus.

    Kader: 53 Gegentore hatte Wehen Wiesbaden in der vergangenen Drittligasaison zu beklagen. Um die Defensive zu verstärken, waren die Hessen in der Sommerpause auf dem Transfermarkt aktiv: Mit Florian Carstens (FC St. Pauli), Gino Fechner (KFC Uerdingen), Emanuel Taffertshofer (SV Sandhausen) und Bjarke Jacobsen (AC Horsens, 2. dänische Liga) wurden gleich vier Spieler verpflichtet, die seitdem als Stammkräfte fungieren. Ein weiterer interessanter Neuzugang ist der Mittelfeldakteur Maximilian Thiel (1. FC Heidenheim). Beim 4:3-Erfolg gegen den 1. FC Saarbrücken bereitete der ehemalige Spieler des 1. FC Köln in den ersten 26 Minuten zwei Treffer vor und schoss ein Tor selbst. Doch der SVWW musste auch Teile des Kaders ziehen lassen. Schmerzen wird die Hessen zum einen der Abgang von Innenverteidiger Jakov Medic (für 400.000 Euro zum FC St. Pauli). Zum anderen fehlt ihnen nun in der Offensive Phillip Tietz, der ins Unterhaus zum SV Darmstadt wechselte. Der 1,90 Meter große Stürmer traf für die Rot-Schwarzen in 55 Partien 17-mal, bei den Lilien zählt er nach acht Spielen schon sechs Treffer.

    Spieler im Fokus: Gustaf Nilsson ist derzeit in bestechender Form. Der 1,96 Meter große Mittelstürmer, der im Winter zu den Hessen kam, konnte in dieser Drittligasaison bereits unfassbare sieben Tore und vier Vorlagen für sich verbuchen. Somit führt er derzeit nicht nur die Torjägerliste an, sondern ist auch der Top-Scorer der Liga (zusammen mit Tolcay Cigerci von Viktoria Berlin). Beim 4:0-Erfolg gegen die Würzburger Kickers am vergangenen Spieltag holte der Schwede den Sieg quasi im Alleingang, bereitete den Führungstreffer vor und schoss im Anschluss einen lupenreinen Hattrick. Die Viktoria wird sich hüten, den 24-Jährigen zum Abschluss kommen zu lassen.

    Der Trainer: Dass Rüdiger Rehm als Trainer des SV Wehen Wiesbaden den nächsten Meilenstein erreichen wird, ist so gut wie sicher. Denn wenn der 42-Jährige noch fünf Partien an der Seitenlinie der Rot-Schwarzen steht, ist die 200-Spiele-Marke geknackt. Bereits jetzt ist er der Rekordtrainer des SVWW und kann auf einige Erfolge zurückblicken. 2019 stieg der Verein mit Rehm in die 2. Bundesliga auf und holte zudem den Bitburger Hessenpokal 2017, 2019 und 2021.  

    Historie: In der ewigen Tabelle der 3. Liga ist der SV Wehen Wiesbaden der Spitzenreiter. Bisher verpassten die Hessen nur zwei Spielzeiten in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands. Und das auch nur, weil sie an der 2. Bundesliga teilnahmen. Zudem gab es von den zwölf Drittligasaisons nur drei, die nicht auf einem einstelligen Tabellenplatz beendet wurden. Doch auch vor Gründung der 3. Liga war Wehen Wiesbaden in der Drittklassigkeit zu Hause: Zehn Jahre in Folge waren die Rot-Schwarzen in der Regionalliga Süd unterwegs, bis sie 2008 ins Unterhaus aufstiegen und nach dem Abstieg in der neugegründeten 3. Liga starteten. Derzeit haben sie in der ewigen Tabelle 70 Punkte Vorsprung auf Verfolger Hansa Rostock und liegen 512 Zähler vor Viktoria Köln (46. Platz).

    Bisherige Bilanz: Zweimal standen sich die beiden Mannschaften gegenüber in der 3. Liga. Das Hinspiel in der letzten Saison gewannen die Hessen im Sportpark Höhenberg mit 2:0, im Rückspiel führte die Viktoria in der BRITA-Arena zweimal durch Tore von Jeremias Lorch und Lucas Cueto, doch konnte der SVWW letztendlich ein 2:2-Unentschieden erkämpfen. Für Lorch war es der vierte Treffer im Stadion der Rot-Schwarzen: Von 2017 bis 2020 schnürte der defensive Mittelfeldspieler die Schuhe für die Hessen und erzielte auf heimischen Rasen einen Treffer in der 3. Liga (2:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach) sowie einen Doppelpack gegen den 1. FC Köln im DFB-Pokal (5:6 n.E.).

    Die Partie in den Medien: Anpfiff der Partie ist am Samstag um 14:00 Uhr. Für alle, die nicht in der BRITA-Arena mitfiebern wollen, wird das Spiel zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und Viktoria Köln ab 13:45 Uhr live bei Magenta Sport übertragen. Über die Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) und den Liveticker auf der Viktoria-Homepage werden die Anhänger ebenfalls auf dem Laufenden gehalten.

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  • Würzburg-Tickets im Vorverkauf!

    Würzburg-Tickets im Vorverkauf!

    Sonntagsspiel im Sportpark Höhenberg: Am 17. Oktober (Anpfiff: 14.00 Uhr) empfängt Viktoria Köln die Würzburger Kickers. Inzwischen gibt es Eintrittskarten für das Heimspiel gegen die Unterfranken. Diese sind online unter www.viktoria-tickets.de erhältlich. Außerdem können die Viktoria-Anhänger die begehrten Karten in der Viktoria-Geschäftsstelle am Sportpark Höhenberg (dienstags bis freitags zwischen 15.00 und 18.00 Uhr) und in den bekannten Vorverkaufsstellen erwerben.

    An die letzte Partie gegen Würzburg denken die Viktoria-Anhänger sicher gerne zurück. Diese fand am 1. Juli 2020 statt. Damals hätten die Kickers mit einem Sieg in Höhenberg den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machen können. Doch es kam anders: Nachdem die Unterfranken in der ersten Hälfte deutlich besser waren, ging es torlos in die Pause. In den zweiten 45 Minuten drehten die Rechtsrheinischen dann auf. Am Ende hieß es 5:1 für die Kölner. Und Würzburg musste wieder um den Aufstieg bangen.

    Dieser gelang dann wenige Tage später doch noch. Für die Würzburger Kickers – nach der Spielzeit 1977/1978 und 2016/2017 zum dritten Mal in Liga zwei dabei – war allerdings nach nur einer Saison wieder Schluss. Als Tabellenachtzehnter ging es zurück in die 3. Liga. Hier sind die Unterfranken nicht gut in die aktuelle Spielzeit gestartet. Nach zehn Spieltagen belegen die Kickers noch hinter der Viktoria Platz 19 und befinden sich damit – genau wie die Höhenberger – mitten im Kampf um den Klassenerhalt.  

    Hinweis für Gästefans: Tickets für Gäste-Anhänger können in Kürze über die Würzburger Kickers geordert werden. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, bitten wir alle Gästefans davon abzusehen, Eintrittskarten im Heimbereich der Viktoria (Sitzplatz Block 1 bis 6 und Stehplatz Block 10 und 11) zu kaufen. Dort ist der Zutritt mit Farben oder Symbolen des Gastvereins nicht gestattet.

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  • Vier-Treffer-Teams am Samstag im direkten Duell

    Vier-Treffer-Teams am Samstag im direkten Duell

    Wer waren am Wochenende die torgefährlichsten Mannschaften der 3. Liga? Richtig, Viktoria Köln (4:2 gegen den MSV Duisburg) und der SV Wehen Wiesbaden (4:0 bei den Würzburger Kickers). Beim direkten Aufeinandertreffen der beiden Teams am Samstag erscheint somit ein torloses Remis eher unwahrscheinlich. Doch die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz. Somit bleibt abzuwarten, ob die Cheftrainer Olaf Janßen (Köln) und Rüdiger Rehm (Wiesbaden) nach der Partie in der BRITA-Arena von den Offensivleistungen ähnlich begeistert sein können, wie zuletzt.

    „Ich war sehr zufrieden mit meiner Mannschaft heute“, sagte SVWW-Coach Rehm nach dem klaren Erfolg in Würzburg. Sein Team habe versucht, die Partie über 90 Minuten zu kontrollieren. Rehm am Mikrofon von Magenta Sport: „Entscheidend war, wie wir die zweiten Bälle geholt haben. Das war sehr gut. Ich fand, dass unsere Jungs – gerade im zentralen Mittelfeld – eine sehr gute Leistung gezeigt haben. Gino Fechner und Emanuel Taffertshofer haben so zum ersten Mal im Zentrum zusammengespielt. Sie haben es, bis auf die Viertelstunde vor der Pause, beherrscht.“

    Bei Olaf Janßen war die Freude nach dem 4:2-Sieg gegen den MSV Duisburg ebenfalls riesig. „Das fühlt sich natürlich gut an“, so der 54-Jährige. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Die ganze Art und Weise, wie wir gespielt haben – den Gegner hoch angelaufen haben, mutig gewesen sind, mit dem Ball gute Dinge kreiert haben – und dann natürlich am Ende gewonnen haben. Das ist einfach toll und war für die Mannschaft ein wichtiger Moment, um weiterhin den Glauben an unser Spiel zu haben.“ Wichtig seien aber auch die guten Standardsituationen gewesen.

    Der SV Wehen Wiesbaden und der FC Viktoria Köln standen sich in der 3. Liga bislang zweimal gegenüber. Die Bilanz spricht dabei für die Gastgeber. Die Hessen gewannen im September vergangenen Jahres mit 2:0 bei der Viktoria. Die zweite Begegnung im Januar dieses Jahres endete 2:2. Auch von der Tabellenkonstellation her ist die Favoritenrolle klar verteilt. Wiesbaden belegt aktuell Platz fünf in der 3. Liga. Die Kölner stehen derzeit nur auf Rang 18. Aber Statistiken sind häufig wie Schall und Rauch. Wie eingangs schon erwähnt: Die Wahrheit liegt auf dem Platz.

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    Eintrittskarten für die Partie Wiesbaden vs. Viktoria gibt es im Ticketshop der Gastgeber.

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  • 2:1 in Paderborn – U 19 gewinnt in der Nachspielzeit!

    2:1 in Paderborn – U 19 gewinnt in der Nachspielzeit!

    Mit einer tollen Mannschaftsleistung holt der Höhenberger Nachwuchs gegen den SC Paderborn den ersten Saisonsieg in der A-Junioren Bundesliga West. Während die Viktoria früh einem Rückstand hinterherrannte (4.), gaben sich die Kölner nicht auf und drehten die Partie dank zweier Treffer von Joker Elvin Jashari (90., 90.+3) zum 2:1-Endstand. Damit klettert der Klub von der Schäl Sick in der Tabelle auf den 9. Platz, bevor sie am Samstag im Aggerstadion (Anpfiff 11:00 Uhr) den Stadtrivalen Fortuna Köln empfangen.

    Ausgangslage: Die bisher noch sieglosen Höhenberger (1:4 gegen Rot-Weiss Essen und 2:2 gegen Rot-Weiß Oberhausen) wollten sich für ihr stets engagiertes Auftreten an diesem 3. Spieltag belohnen. Dem Gegner war es in der A-Junioren Bundesliga West nicht besser ergangen: Nach dem 1:1-Unentschieden zum Auftakt gegen den Wuppertaler SV gab es am vergangenen Wochenende eine 1:3-Niederlage gegen den Nachwuchs von Borussia Dortmund. Unter der Woche hatte die Jugend des SCP ein Freundschaftsspiel gegen den Spielverein Westfalia Soest (Westfalenliga) mit 2:0 gewonnen.

    Personal: U 19-Chefcoach Marian Wilhelm veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel gegen Oberhausen nur auf einer Position. Für den verletzten Phil Zimmermann rückte Tim Schirmer in die Startelf. Ilhan Altuntas saß beim 4:2-Sieg der 1. Mannschaft gegen den MSV Duisburg auf der Bank, gegen den SC Paderborn durfte er wie gewohnt von Beginn an starten.

    Spielverlauf: Die in Schwarz-Blau gekleideten Gastgeber hatten sich offensichtlich einiges vorgenommen und setzten die Kölner direkt unter Druck. Bereits in der 4. Spielminute gab es eine Ecke für den SCP, welche im Strafraum per Kopf weitergeleitet wurde, bevor Paul Henri Brauckmann die Kugel mit seinem Kopf ins Tor verlängerte. Mit der Führung im Rücken drehten die Paderborner in der Folge auf: Zuerst parierte Viktoria-Schlussmann Jakob Brambach einen platzierten Kopfball aus nächster Nähe (10.), dann musste er sich bei seinen Vordermännern bedanken, die einen Ball noch auf der Linie klären konnten (22.). Doch auch die Viktoria blieb nicht chancenlos, sondern tauchte durch Seokju Hong gefährlich im Strafraum des SCP auf. So ging der Stürmer in der 35. Minute sehenswert an drei Abwehrspielern der Gastgeber vorbei und wurde kurz vor dem Abschluss gelegt, Schiedsrichter Marcel Rühl sah aber keine Regelwidrigkeit. So gehörte die letzte Aktion der ersten Hälfte den Paderbornern oder besser gesagt Viktoria-Keeper Brambach, denn ein schnell ausgeführter Freistoß überraschte zwar den gesamten Kölner Abwehrverbund, aber der Schlussmann war zur Stelle und hielt so die Höhenberger in Schlagdistanz.

    Nach dem Seitenwechsel waren nun die Gäste an der Reihe, das Spielgeschehen an sich zu reißen. Auch wenn die Abschlüsse von Benjamin Hemcke (53., 60.), Salvatore Giambra (64.) und Ilhan Altuntas (67.) SCP-Torwart Giuliano Andre Rodehutskors vor keine Schwierigkeiten stellten, waren die Absichten der Kölner unverkennbar. Und sie näherten sich an: In der 72. Spielminute fand eine Hereingabe von Tim Schirmer den Kopf von Luca de Meester an der Strafraumkante, woraufhin der Ball im hohen Bogen über den Torwart hinweg an die Latte flog. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit flankte Schirmer erneut, diesmal zum zweiten Pfosten, wo drei Kölner lauerten. Der eingewechselte Elvin Jashari traf den Ball aus spitzem Winkel mit voller Wucht und ließ seine Mitspieler über den späten, aber verdienten Ausgleich jubeln (90.). Doch wer nun glaubte, dass die Viktoria sich mit einem Punkt zufriedengeben würde, den überraschte Jashari in der Nachspielzeit: Nach einem Einwurf schickte Fabrizio Fili den Joker auf die Reise, der setzte sich im Laufduell gegen seinen Manndecker durch und spitzelte den Ball rechts am Torwart zum 2:1 vorbei (90. + 3)! Die Gemüter liefen in der Folge heiß, Paderborn wollte mit allen Mitteln zumindest einen Punkt retten und holte die Brechstange heraus, wodurch es nach mehreren äußerst harten Zweikämpfen eine Rudelbildung gab. Der Unparteiische sah Unsportlichkeiten bei beiden Mannschaften, verwies allerdings nur Oualid Mhamdi des Feldes (90. + 5). Danach ertönte endlich der Schlusspfiff.

    Stimme zum Spiel: „Die Jungs haben heute bis zur letzten Minute an sich geglaubt“, sagte U 19-Coach Marian Wilhelm nach Abpfiff, „auch nach dem 1:1-Ausgleich haben sie nicht aufgehört. Dabei war das ein starker Gegner, wir haben den größten Respekt vor der Arbeit, die hier in Paderborn gemacht wird. Umso schöner ist es, dass wir jetzt mit den drei Punkten nach Hause fahren können.“

    Aufstellung Viktoria Köln: Jakob Brambach – Oualid Mhamdi, Ilhan Altuntas, David Kubatta, Tim Schirmer – Murat Aydin, Benjamin Hemcke – Luca de Meester (85. Fabrizio Fili), Joel Vieting (59. Salvatore Giambra), Ben Hompesch (70. Elvin Jashari) – Seokju Hong

    Tore: 1:0 Paul Henri Brauckmann (4.), 1:1 Elvin Jashari (90.), 1:2 Elvin Jashari (90. + 3)

    Gelbe Karten:

    Viktoria Köln: Tim Schirmer (39.), Ilhan Altuntas (45.), Murat Aydin (86.)

    SC Paderborn: Noah Heim (55.), Marlon Neesen (88.), Erik Gehlen (90.+5)

    Rote Karte:

    Viktoria Köln: Oualid Mhamdi (90. + 5)

    Zuschauer: 100

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  • Philipps-Doppelpack besiegelt Viktoria-Heimsieg

    Philipps-Doppelpack besiegelt Viktoria-Heimsieg

    Zweiter Heimsieg für Viktoria Köln in der laufenden Saison: Die Mannschaft von Cheftrainer Olaf Janßen bezwang den MSV Duisburg am Samstagnachmittag im Sportpark Höhenberg mit 4:2. Nachdem es nach Treffern von Simon Handle (31.) und Moritz Fritz (44.) zur Halbzeit 2:0 gestanden hatte, wurde es am Ende noch einmal eng. Doch zwei Tore in der Nachspielzeit vom eingewechselten David Philipp bescherten den Gastgebern letztlich doch einen klaren Sieg.

    Nachdem die Viktoria einige Verletzte und Grippekranke zu beklagen hatte, musste Olaf Janßen sein Team umbauen. Der Viktoria-Cheftrainer setzte im Tor weiter auf Moritz Nicolas. In der Abwehr spielten Niklas May, Aaron Berzel, Moritz Fritz und Simon Handle. Davor agierten Kai Klefisch und Jeremias Lorch auf der Sechserposition. Luca Marseiler, Youssef Amyn und Marcel Risse besetzten das offensive Mittelfeld. Lenn Jastremski war vorderste Spitze.

    Es dauerte eine Weile, bis beiden Teams ein konstruktiver Spielaufbau gelang. Somit wurde es zu Beginn eher nach Eckbällen gefährlich. Die erste herausgespielte Aktion bereitete Marseiler in der 13. Minute von der linken Seite vor. Handle nahm den Ball aus halbrechter Position volley. Doch sein 14-Meter-Geschoss kam direkt auf MSV-Keeper Leo Weinkauf. Nur 60 Sekunden später hatte Jastremski fünf Meter vor dem Tor eine gute Chance, Weinkauf war erneut zur Stelle.

    In der 22. Minute kam der MSV durch Kolja Pusch zu einer Kopfballgelegenheit, doch sein Versuch ging links am Nicolas-Gehäuse vorbei. Die Möglichkeit war ein guter Beleg dafür, dass die Gäste inzwischen auch gut in der Partie waren. Dagegen sprach allerdings die 31. Minute: Nach Risse-Hereingabe köpfte Fritz an den rechten Pfosten. Dann reagierte Handle am schnellsten und drückte den Abpraller am linken Pfosten aus kurzer Distanz über die Linie – 1:0.

    Vier Minuten später folgte ein Doppelchance für Jastremski: Zunächst scheiterte er an Weinkauf, den Nachschuss setzte er rechts knapp neben das Tor. Der MSV Duisburg drängte aber noch vor der Pause auf den Ausgleich. So richtig gefährlich waren die Angriffe der Gäste aber nicht. In der 44. Minute gab es stattdessen Ecke von der linken Seite für die Kölner: Risse passte kurz auf Marseiler, der das Leder in die Mitte auf den Kopf von Fritz flankte – 2:0. Kurz danach war Halbzeit.

    Direkt nach der Pause gab es für Trainer Olaf Janßen keinen Grund, zu wechseln. Und so startete die Viktoria unverändert in Hälfte zwei. Gleich zu Beginn hatten die Gastgeber sogar die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Allerdings fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz. Anschließend forcierten die Duisburger ihr Offensivspiel. Im Großen und Ganzen waren die Aktionen aber ungefährlich. Die beste Chance hatte deshalb wieder Köln: Handle verzog aus 14 Metern freistehend (59).

    In der Schlussphase ging es dann Schlag auf Schlag. Obwohl die Gastgeber mehr vom Spiel hatten, sorgte der eingewechselte Marvin Ajani in der 85. Minute für den 1:2-Anschlusstreffer der Gäste. Der bei Köln für Marseiler eingetauschte David Philipp traf sechs Minuten später aber zum 3:1. Doch damit nicht genug: Orhan Ademi verkürzte kurz danach für den MSV auf 2:3 (90. + 3.). Eng wurde es für Köln aber trotzdem nicht. Denn Philipp gelang postwendend das 4:2 (90. + 5).

    Aufstellung: Moritz Nicolas – Niklas May, Aaron Berzel (57. Christoph Greger), Moritz Fritz, Simon Handle – Kai Klefisch, Jeremias Lorch (73. Patrick Sontheimer) – Luca Marseiler (66. David Philipp), Youssef Amyn, Marcel Risse – Lenn Jastremski

    Tore: 1:0 Simon Handle (31.), 2:0 Moritz Fritz (44.), 2:1 Marvin Ajani (85.), 3:1 David Philipp (90. + 1), 3:2 Orhan Ademi (90. + 3), 4:2 David Philipp (90. + 5)

    Gelbe Karten:

    Viktoria Köln: Luca Marseiler (39.), Lenn Jastremski (84.)

    MSV Duisburg: Marvin Bakalorz (39.), Rolf Feltscher (48.), Darius-Dacian Ghindovean (87.), Julian Hettwer (90.), Niko Brettschneider (90. + 4), Pavel Dotchev (90. + 4)

    Zuschauer: 3.205

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  • Heimspiel-Splitter: sonnige Aussichten beim NRW-Duell!

    Heimspiel-Splitter: sonnige Aussichten beim NRW-Duell!

    Wenn man derzeit auf die Tabelle der 3. Liga schaut, sind die Aussichten bei Viktoria Köln eher trübe. Denn die Höhenberger stehen derzeit nur auf Rang 19. Etwas besser geht es dem MSV Duisburg, der am Samstagnachmittag (Anpfiff: 14.00 Uhr) im Sportpark Höhenberg zu Gast ist. Die Zebras haben aktuell Platz zwölf inne. Immerhin dürfen sich beide Teams und die Anhänger auf bestes Fußball-Wetter freuen.

    Beginn: Die Partie zwischen Viktoria Köln und dem MSV Duisburg wird am Samstag um 14.00 Uhr angepfiffen. Die Stadion-Tore sind ab 12.00 Uhr geöffnet. Ab diesem Zeitpunkt ist auch die Tageskasse besetzt. Für Gästefans gibt es vor Ort keine Tickets mehr. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, bittet die Viktoria die MSV-Anhänger davon abzusehen, Eintrittskarten im Heimbereich (Sitzplatz Block 1 bis 6 und Stehplatz Block 10 und 11) zu kaufen. Dort ist der Zutritt mit Farben oder Symbolen des Gastvereins nicht gestattet.

    Bilanz: Viktoria Köln und der MSV Duisburg standen sich schon unzählige Male in ihrer Historie gegenüber. In der 3. Liga treffen beide Klubs jetzt zum fünften Mal aufeinander. Nachdem Duisburg das erste Duell in der 3. Liga im November 2019 noch mit 2:1 für sich entschied, folgten zuletzt drei Kölner Siege in Folge. Damit heißt es in der Drittliga-Bilanz 3:1 für die Viktoria.

    Corona-Pandemie: Gegen Duisburg können laut Hygienekonzept und aktueller Coronaschutzverordnung 7.500 Steh- und Sitzplätze im Sportpark Höhenberg genutzt werden. Grundsätzlich muss im Stadionbereich ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Dieser kann auf dem Platz abgenommen werden. Der Zutritt zum Stadion erfolgt nur mit dem Nachweis, dass man getestet, genesen oder geimpft ist. Schnelltests bietet das Testzentrum Höhenberg an, das sich in unmittelbarer Stadionnähe befindet. Alle Zuschauer werden gebeten, sich weiterhin an die Abstandsregeln zu halten.   

    Der Viktorianer: Das aktuelle Heimspiel-Magazin „Der Viktorianer“ wird auch am Samstag wieder im Stadion erhältlich sein. In der Regel ist die aktuelle Ausgabe am Haupteingang, im Stehplatzbereich und im VIP-Zelt verfügbar. Neben den Informationen zum anstehenden Spiel gibt es ein Porträt von Aaron Berzel, ein Interview mit Timmy Thiele, Neuigkeiten aus der Jugend und viele weitere interessante Beiträge. Die Ausgabe für den 10. Spieltag steht bereits online.

    Historie: Der MSV Duisburg gehörte 1963 zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. In der ersten Saison wurden die Westdeutschen gleich Vize-Meister. Bis 1982 waren die Meidericher erstklassig. Erstmals Mitglied der 3. Liga wurden sie nach ihrem Zwangsabstieg 2013. Seitdem sind sie zweimal in die 2. Bundesliga zurückgekehrt.

    Parken: Die Parkplätze rund um den Sportpark Höhenberg herum sind sehr begrenzt. Wer nicht mit dem Rad oder zu Fuß zur Partie kommt, dem wird empfohlen, die öffentlichen Verkehrsmittel (Busse und Bahnen) zu nutzen. Die Eintrittskarte der Viktoria gilt im öffentlichen Personennahverkehr im VRS-Gebiet (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) als Fahrausweis (vier Stunden vor Anpfiff bis 3.00 Uhr des Folgetages). Aus technischen Gründen wird der Vermerk aktuell auf dem print@home-Ticket noch nicht ausgeworfen. Sollte es bei Kontrollen zu Problemen kommen, bitte im Nachgang Kontakt zum Viktoria-Ticketing aufnehmen (ticketing(@)viktoria1904.de). Alle Viktoria-Anhänger, die am 25. September mit dem Fahrrad zum Spiel in den Sportpark Höhenberg kommen und dieses im Günter-Kuxdorf-Weg (in den Fahrradständern oder auf dafür vorgesehenen Stellflächen) abstellen, dürfen sich auf eine kleine Aufmerksamkeit freuen: Sie bekommen einen „Viktoria-Sattelüberzug“.

    Sperren: Weder bei Köln noch bei Duisburg sind Spieler gesperrt. Dennoch haben beide Teams – krankheits- und verletzungsbedingt – einige Ausfälle zu beklagen.

    TV und Medien: Die Partie am Samstag wird live auf Magenta Sport (als Einzelspiel und in der Konferenz) übertragen. Kommentator vor Ort ist Sönke Sievers. Moderator wird Holger Speckhahn sein. Darüber hinaus ist die Partie live im Free-TV, im WDR Fernsehen, zu sehen. Die Viktoria-Anhänger werden außerdem über die Social Media Kanäle der Höhenberger (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) auf dem Laufenden gehalten. Auf der Internetseite der Viktoria gibt es einen Liveticker zum Spiel (www.viktoria1904.de/spielticker).

    Wieder in Köln: Pavel Dotchev kehrt als Cheftrainer des MSV Duisburg zum zweiten Mal an seine alte Wirkungsstätte zurück. Von Juli 2019 bis Januar 2021 stand er für die Domstädter an der Seitenlinie. Als Dotchev zuletzt mit den Duisburgern bei der Viktoria zu Gast war, hagelte es eine Niederlage. Mit 3:1 setzten sich die Höhenberger dabei am 13. März gegen den MSV durch.

    Wetter: Die Internetseite Wetterdienst.de prognostiziert für den 25. September um 14.00 Uhr eine Temperatur von 22 °Celsius. Grundsätzlich soll es am Samstag eher sonnig werden, auch wenn von Zeit zu Zeit eine leichte Bewölkung zu erwarten ist.

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  • Berzel im Porträt: „Ich bin eigentlich ein ganz netter Mensch“

    Berzel im Porträt: „Ich bin eigentlich ein ganz netter Mensch“

    Aufstiege, Abstiege, Relegationen: Die bisherige Karriere von Aaron Berzel war ein spannendes Auf und Ab. Mit 29 Jahren hat der Abwehrspieler bereits in jedem Eck des Landes gespielt und zwischen 2. Bundes- und Oberliga fast 300-mal den Gegner am Torschuß gehindert. Dass Berzel nun seine Schuhe für Viktoria Köln schnürt, ist kein Zufall.

    Wenn er gefragt wird, wie er zum Fußball kam, dann liegt die Antwort klar auf der Hand. „Ich habe als kleiner Junge schon gegen alles getreten, was rollen konnte“, erinnert sich der heute 29-Jährige an seine Kindheit zurück. Berzel kommt aus Mauer, einem Dorf in Baden-Württemberg, welches der Fundort eines 500.000 Jahre alten Unterkiefers eines prähistorischen Menschen ist und zugleich die Heimat der SG Viktoria Mauer. Schon bald schnürte der Nachwuchskicker seine Schuhe für die Sportgemeinschaft, doch bereits in der E-Jugend fiel der Verteidiger bei einem Turnier der TSG Hoffenheim auf. Für den jungen Spieler, der einerseits Profifußballer werden und andererseits nicht den Familienbezug verlieren wollte, war das eine ideale Lösung. Denn Mauer und Hoffenheim sind quasi Nachbarorte.

    „Meine sieben Jahre bei der TSG waren cool“, erinnert sich der Innenverteidiger heute an seine Jugend zurück, „doch nach der B-Jugend gab es mehrere Anfragen und ich wollte etwas Neues ausprobieren.“ Berzel sah sich verschiedene Internate an, am Schluss entschied er sich mit dem VfL Wolfsburg für eine der besten U 19-Mannschaften des Landes. „Das war nicht immer leicht“, gibt der 1,84 Meter große Fußballer zu, „ich habe mir in der Vorbereitung eine Knieverletzung zugezogen. Da habe ich schon gemerkt, wie mir meine Familie fehlt. Doch alles in allem hatte ich eine richtig gute Zeit.“ Und diese nutzte der Innenverteidiger sehr erfolgreich: In beiden U 19-Spielzeiten war er bei den Wölfen Stammkraft, im zweiten Jahr wurden die Grün-Weißen sogar Deutscher A-Jugendmeister (4:2-Sieg im Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern).

    Dank seiner Leistung bot der VfL dem damals 19-Jährigen einen Vertrag für die zweite Mannschaft an, doch Berzel wollte „in einer richtigen Herrenmannschaft“ Fuß fassen. So zog es den Abwehrspieler noch höher in den Norden zum Regionalligisten Holstein Kiel. „Ich kam gut mit der Umstellung auf den Herrenfußball zurecht“, sagt er darüber, „ich bin ja auch nicht der filigranste Spieler. Eher einer, der zulangt. Ich bin eigentlich ein ganz netter Mensch, nur nicht auf dem Rasen.“ Der frischgebackene Profi wurde bei den Störchen in Windeseile Stammkraft und konnte mit seiner Mannschaft überraschend den Einzug in das DFB-Pokal-Viertelfinale feiern. Dort gab es zwar gegen Borussia Dortmund ein 0:4, aber Berzel durfte 90 Minuten gegen niemand Geringeren als Robert Lewandowski (zu dieser Zeit bei den Schwarz-Gelben) verteidigen.

    Auch wenn die Störche damals nicht in die 3. Liga aufstiegen, der Abwehrspieler tat es. Babelsberg 03 nahm ihn unter Vertrag, was am Abstieg Ende der Saison aber nichts änderte. „Es war trotzdem eine gute Erfahrung für mich“, sagt Berzel heute dazu, „denn ich habe gemerkt, dass ich in der 3. Liga mithalten kann.“ Aus Brandenburg ging es daraufhin zurück in Richtung Heimat, genauer gesagt zum SV Darmstadt. Die 98-er wären eigentlich Babelsberg in die vierte Spielklasse gefolgt, doch weil der verschuldete Traditionsklub Kickers Offenbach die Bedingungen für eine Drittligalizenz nicht erfüllte, stieg der OFC anstelle der Lilien ab. „Bei Darmstadt hat vieles gepasst“, sagt Berzel, der für den Wechsel zurück in sein Elternhaus gezogen war, „die Mannschaft, die Atmosphäre drum herum, das war einfach gut.“

    Und die Erfolgserlebnisse ließen nicht lange auf sich warten: Die Lilien erarbeiteten sich einen dritten Platz in der Drittligatabelle und stießen somit in der Relegation auf Arminia Bielefeld. Nachdem die Arminen das Hinspiel mit 3:1 gewonnen hatten, schossen die Lilien im Rückspiel auswärts in der Nachspielzeit der Verlängerung das 4:2. „Der Gegner bekam in der 123. Minute noch einmal einen Freistoß, der Ball kam über Umwege zu einem Bielefelder und der schoss! Ich hielt den Fuß hin und klärte das Ding kurz vor der Linie“, erinnert sich Berzel über seine „wichtigste Aktion in einem der wichtigsten Spiele“ seiner Karriere. Augenblicke später war die Partie vorbei, der SV Darmstadt stieg in die 2. Bundesliga auf und nahm den mittlerweile 22-Jährigen mit.

    Dort angekommen gab es taktische Umstellungen bei den Lilien, wodurch der Verteidiger seinen Stammplatz einbüßen musste. Berzel wechselte daher in der Winterpause zum damaligen Drittligisten Preußen Münster. „Dort habe ich etwas den Spaß am Fußball verloren“, sagt der heute 29-Jährige über seine Zeit bei den Adlern, „ich fühlte mich kaputt.“ Doch seine Familie und seine Frau überzeugten ihn, die Freude am Fußball bei einem anderen Verein zu suchen. So ging es für den Abwehrspieler zum SV Elversberg. In seinen zwei Spielzeiten in der Regionalliga Südwest (beide Male scheiterte der SVE in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga) kassierte seine Mannschaft nie mehr als zwei Tore, wenn er auf dem Platz stand und Berzel machte der Profisport wieder Spaß. Und dann kam der Anruf aus München.

    „Ich habe bei Sechzig von Anfang an ein gutes Gefühl gehabt“, erzählt der Abwehrspieler, der 80-mal für den TSV 1860 München auf dem Rasen stand. „Auch wenn die Lage emotional war, war sie doch immer positiv.“ Der Traditionsverein aus München war zuvor krachend in die Regionalliga Bayern abgestiegen, doch mit Berzel in der Verteidigung wurde die Pflichtaufgabe Wiederaufstieg bewältigt. Auch in der 3. Liga blieb man dem Baden-Württemberger treu, selbst wenn der Verein für die Bezahlung des Spielers teilweise auf Spenden von Sponsoren angewiesen war. Der Spieler, der mittlerweile seit zwei Saisons nicht mehr Hellblau trägt, ist bei den Löwen-Fans noch lang nicht vergessen: Als er mit der Viktoria in dieser Spielzeit im Stadion an der Grünwalder Straße auf 1860 traf und nach einem Zusammenprall neben dem Platz behandelt werden musste, hallten Sprechchöre mit seinem Namen über den Rasen.

    Nach drei Spielzeiten beim TSV entschied sich Berzel für einen Wechsel zu Türkgücü München, wo er eine Spielzeit verbrachte. Seit dem Sommer ist er nun ein Teil der Viktoria, doch der Kontakt zum Verein besteht schon viel länger. „Franz (Anm. d. Red. Franz Wunderlich, Sportvorstand von Viktoria Köln) und ich kennen uns schon Jahre. Deshalb hatte ich den Verein bereits länger auf dem Radar und das Umfeld gefällt mir super“, sagt der Vater eines kleinen Sohnes über seinen Wechsel auf die Schäl Sick. Die Nähe zur Heimat seiner Frau sowie die Lockerheit in der Domstadt sind zwei weitere Pluspunkte, die ihn überzeugt haben. Doch auch auf dem Platz ist für den 29-Jährigen alles im Lot. „Ich will das einbringen, was mich ausmacht“, sagt Berzel, „und am Ende des Tages will ich einfach Fußball spielen.“

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  • Janßen: „Anders vorgestellt“

    Janßen: „Anders vorgestellt“

    Am Samstag hat Viktoria Köln den MSV Duisburg zu Gast. Als Tabellenneunzehnter der 3. Liga befinden sich die Höhenberger mitten im Abstiegskampf. Da würden drei Punkte vor heimischer Kulisse natürlich guttun. Der Ernst der Lage scheint allen Beteiligten nach der Niederlage gegen den TSV Havelse bewusst zu sein.   

    „Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt“, gestand Viktoria-Chefcoach Olaf Janßen bei der Pressekonferenz vor dem nächsten Spiel ein. Ein Grund, warum sein Team so instabil ist, sei die „Verletztenmisere“. Janßen: „Im Schnitt haben wir zwischen sieben und zehn verletzte Spieler. Die zu kompensieren, hat immer wieder zu Umstellungen geführt.“

    Die Situation werde sich voraussichtlich auf bei der nächsten Begegnung nicht grundlegend ändern. Dazu kommt mit Duisburg ein spielstarker Gegner nach Höhenberg. „Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass Pavels Mannschaft über sehr gute Einzelspieler verfügt. Ich finde – gerade in der Offensive – sind sie hervorragend besetzt.“

    Zunächst einmal ist da natürlich Moritz Stoppelkamp zu nennen. Janßen: „Ein außergewöhnlicher Spieler der 3. Liga, der eine Partie eigentlich allein entscheiden kann.“ Inzwischen habe der MSV in dieser Saison ganz gut in die Spur gefunden. „Sie stehen relativ sicher und sind dann im Spiel nach vorn schwer zu verteidigen“, so der Viktoria-Chefcoach.

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  • Gegnercheck: Die Zebras kommen!

    Gegnercheck: Die Zebras kommen!

    Wenn Ex-Viktoria-Trainer Pavel Dotchev am Samstag (Anpfiff 14:00 Uhr) in den Sportpark Höhenberg kommt, wird es wohl keine Blumen geben. Denn für den von ihm gecoachten MSV Duisburg sowie für die Höhenberger Jungs geht es um wichtige Punkte in der 3. Liga.

    Bisherige Saison: Der MSV wollte nach einer schwierigen Spielzeit mit Corona, vier Trainerwechseln und 17 Niederlagen einen Neustart versuchen. Aber zu Beginn wirkte alles wie gehabt: Der Saisonauftakt musste verschoben werden, da mehrere Corona-Fälle im Verein die Mannschaft in Quarantäne gehen ließen. Doch die Duisburger gerieten nicht aus der Fassung, sondern machten die Schauinsland-Reisen-Arena im Anschluss zur Festung. Drei von vier Spielen konnten hier gewonnen werden, zuletzt besiegten die Gastgeber Eintracht Braunschweig mit 3:2. Die Achillesferse des Zebrahufes scheinen die Auswärtsspiele zu sein: Der MSV verlor die letzten drei Partien in Magdeburg (1:2), in Dortmund (1:4) und in München bei Türkgücü (0:1).

    Kader: Da die Zebras in der vergangenen Saison die meisten Gegentore in der 3. Liga kassierten (67 Treffer in 38 Spielen), verstärkten sich die Duisburger in der Defensive mit Rolf Feltscher (Würzburger Kickers), Leroy Kwadwo (Dynamo Dresden) und Oliver Steurer (1. FC Heidenheim). Die drei Abwehrspieler gehören bereits zum engeren Kader des MSV. Aber auch weitere Neuzugänge schafften sofort den Sprung in die Startelf: Marvin Ajani (SV Wehen Wiesbaden), Alaa Bakir (Borussia Dortmund II), Niclas Stierlin (SpVgg Unterhaching) und Kolja Pusch (KFC Uerdingen) spielten bisher in jeder Partie.

    Neben 13 Zugängen gab es in Duisburg über den Sommer auch 17 Abgänge. Während sich Linksaußen Ahmet Engin dem türkischen Erstligisten Kasimpasa anschloss und Linksverteidiger Arne Sicker in die 2. Bundesliga zum SV Sandhausen wechselte, wanderten viele Spieler zur Konkurrenz in die 3. Liga ab: Maximilian Jansen (FSV Zwickau), Connor Krempicki (1. FC Magdeburg), Sinan Karweina und Leroy-Jacques Mickels (beide Türkgücü München), Mirnes Pepic (Würzburger Kickers) und Vincent Vermeij (SC Freiburg II) blieben alle der Spielklasse erhalten.

    Spieler im Fokus: Marvin Bakalorz ist zurück im deutschen Fußballgeschäft. Nachdem der 32-Jährige zuletzt für ein Jahr bei Denizlispor in der Türkei gespielt hatte, unterschrieb er im Sommer einen Vertrag beim MSV Duisburg. Der Mittelfeldspieler stand 180-mal im Ober- und Unterhaus auf dem Platz, zudem gewann er zweimal mit Preußen Münster den Krombacher Westfalenpokal. Nachdem er den Saisonauftakt aufgrund eines Trainingsrückstands verpasste und in der Folge wegen einer Zahnoperation ausfiel, ist er mittlerweile in die Startelf gerückt. Gegen Braunschweig am letzten Wochenende stand er das erste Mal über die gesamten 90 Minuten auf dem Feld.

    Der Trainer: Für Pavel Dotchev wird das Spiel am Samstag eine ganz besondere Begegnung sein – und das mag etwas heißen. Denn der 55-Jährige hat mittlerweile bei 292 Drittligapartien die Fäden am Spielfeldrand gezogen. Somit ist er nicht nur Rekordtrainer dieser Spielklasse, sondern war bei 57 Matches in der 3. Liga auch Cheftrainer der Viktoria. Nachdem für ihn in der vergangenen Rückrunde die Zeit in Höhenberg ein Ende gefunden hatte, heuerte Dotchev beim damals abstiegsgefährdeten MSV Duisburg an. Mit den Zebras schaffte der gebürtige Bulgare den Klassenerhalt, in dieser Saison steht seine Mannschaft nach vier Siegen aus neun Spielen auf Rang zwölf.

    Historie: Der MSV Duisburg ist nicht nur Gründungsmitglied der Bundesliga, die Zebras wurden mit Helmut Rahn sogar Zweiter in der ersten Abschlusstabelle der höchsten Spielklasse Deutschlands. Für den Verein ist es bis heute das beste Ergebnis im Oberhaus, aber auch im internationalen Geschäft tauchten die Zebras immer wieder auf. 1979 erreichte der MSV das UEFA-Pokal-Halbfinale, wo man am späteren Pokalsieger Borussia Mönchengladbach scheiterte.

    Bisherige Bilanz: Auch wenn die beiden Vereine sich seit Jahrzehnten gegenüberstehen (bereits 1951 spielte Viktorias Vorgängerverein Preußen Dellbrück in der Oberliga Westfalen gegen die Blau-Weißen), trafen die Kölner und die Duisburger erst viermal in der 3. Liga aufeinander. Der Klub von der Schäl Sick konnte dabei die letzten drei Partien für sich entscheiden. Beim letzten Aufeinandertreffen im März dieses Jahres gab es einen 3:1-Erfolg, bei dem Lucas Cueto, Timmy Thiele und Mike Wunderlich trafen.

    Die Partie in den Medien: Anpfiff der Partie ist am Samstag um 14:00 Uhr im Sportpark Höhenberg. Für alle, die zu Hause mitfiebern wollen, wird das Spiel zwischen Viktoria Köln und dem MSV Duisburg ab 13:45 Uhr live bei Magenta Sport übertragen. Zudem zeigt der WDR das Spiel ab 14:00 Uhr im Free-TV. Über die Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) und den Liveticker auf der Viktoria-Homepage werden die Anhänger ebenfalls auf dem Laufenden gehalten.

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  • Viktoria freut sich auf „Fahrrad-Fans“

    Viktoria freut sich auf „Fahrrad-Fans“

    Gute Wetteraussichten für Samstag! Was passt da besser, als mit dem Fahrrad zur Partie zwischen Viktoria Köln und dem MSV Duisburg (Anpfiff: 14.00 Uhr) zu kommen? Um Fans zu animieren, das Auto stehen zu lassen und in die Pedale zu treten, hat sich die Viktoria eine schöne Aktion für die Fußball-Anhänger ausgedacht.

    Alle, die am 25. September mit dem Bike zum Spiel in den Sportpark Höhenberg kommen und das Rad im Günter-Kuxdorf-Weg (in den Fahrradständern oder auf dafür vorgesehenen Stellflächen) abstellen, werden nach Abpfiff mit einem „Viktoria-Sattelüberzug“ überrascht. Dieser ist aus recyclebarem Material und zu 100 Prozent regenfest.

    „Fahrradfahren ist gesund, umweltfreundlich und klimaschonend“, sagt Axel Freisewinkel, Geschäftsführer der FC Viktoria Köln 1904 Spielbetriebs GmbH. „Da der Sportpark Höhenberg am Rand der Merheimer Heide liegt und die Parkplätze ohnehin begrenzt sind, freuen wir uns über jeden Fan, der das Fahrrad nimmt.“

    Wer nicht mit dem Rad oder zu Fuß kommt, kann die Parkplatzknappheit seit Saisonbeginn auch auf einem anderen Weg umgehen. Denn die Eintrittskarte der Viktoria gilt im öffentlichen Personennahverkehr im VRS-Gebiet (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) auch als Fahrausweis (vier Stunden vor Anpfiff bis 3.00 Uhr des Folgetages).

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    *Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Text auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet.