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  • Niklas May schafft den Sprung zu den Profis

    Niklas May schafft den Sprung zu den Profis

    Erneute Bestätigung der guten Nachwuchsarbeit von Viktoria Köln: Niklas May, vor zwei Jahren aus der Jugend von RB Leipzig nach Höhenberg gekommen, wird Profi. Der 19-Jährige spielte im letzten Jahr zunächst noch in der A-Junioren-Bundesliga West für die Rechtsrheinischen, ehe er Ende der Saison zu seinen ersten Pflichtspieleinsätzen unter der Regie von Cheftrainer Olaf Janßen kam. Jetzt gehört er zum Profikader.

    „Niklas May ist ein Spieler, der durch Schnelligkeit und gute Zweikampfführung besticht“, berichtet Marcus Steegmann, der Sportliche Leiter von Viktoria Köln. „Er hatte sich durch seine Leistungen in der U 19 dafür empfohlen, in der Profimannschaft mit zu trainieren. Ende der Saison absolvierte er im Pokal und in der 3. Liga die ersten Pflichtspiele bei den Senioren. Wir freuen uns, mit ihm ein weiteres Nachwuchstalent an die Viktoria zu binden.“

    „Ich bin damals im Halbfinale des Bitburger-Pokals bei der Partie gegen Fortuna Köln erstmals eingewechselt worden“, erinnert sich May. „Da war die Nervosität zunächst groß. Eine Woche später spielte ich dann für die Viktoria in der 3. Liga beim Auswärtsspiel bei Türkgücü München. Da fühlte ich mich schon ruhiger. Und dann haben wir zusammen gegen Aachen den Pokal gewonnen. Jetzt freue ich mich, weiter dabei zu sein.“

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  • Viktoria testet am Samstag gegen die SpVg. Porz

    Viktoria testet am Samstag gegen die SpVg. Porz

    Am Samstag reist Viktoria Köln zu einem Testspiel zur SpVg. Porz. Im Autohaus-Schmitz-Sportpark in der Zündorfer Straße rollt der Ball ab 17.00 Uhr. Für die Anhänger der Viktoria ist das erste Testspiel der Sommerpause eine gute Gelegenheit, um die Neuzugänge des Drittligisten in Aktion zu sehen. Doch die beiden Vereine aus unterschiedlichen Spielklassen verbindet mehr als nur die Schäl Sick.

    Wer sich die Akteure aufseiten der Höhenberger Jungs und des Landesligisten aus Porz ansieht, der wird überrascht sein, wie häufig die beiden rechtsrheinischen Vereine miteinander zu tun hatten. Franz Wunderlich, heutiger Sportvorstand und Vize-Präsident der Viktoria, war von 2003 bis 2006 Trainer der Sportvereinigung aus dem Südosten Kölns. Der 57-Jährige formte während der drei Jahre in Porz eine junge Mannschaft aus einigen ehemaligen U 19-Spielern der Viktoria, die nicht nur eine unglaubliche Serie von 24 Siegen am Stück ablieferten, sondern sich auch am Ende mit dem Aufstieg in die Mittelrheinliga belohnten (genauer in der Festschrift Porz nachzulesen). „Ich hatte eine sehr schöne und erfolgreiche Zeit in Porz“, erinnert sich der Viktoria-Sportvorstand, der sich auf das Wiedersehen freut, „die Sportvereinigung ist ein familiärer Klub mit tollen Menschen.“

    Der heutige Trainer der SpVg. Porz ist den Höhenbergern bestens bekannt: Jonas Wendt spielte zwischen 2006 und 2009 für Viktoria Köln. Der stets beliebte Stürmer avancierte zum Lokalhelden auf der Schäl Sick als er gegen den Stadtrivalen Fortuna Köln in der Saison 2007/2008 einen Hattrick in 17 Minuten erzielte. Über die Zeit bei den Höhenberger Jungs erzählte Wendt später, es sei die „Schönste in meiner Karriere“ gewesen (genauer im Buch ‚Woran hat’s gelegen?‘ von Olaf Jansen nachzulesen). Nachdem er selbst zwei Jahre für die Sportvereinigung die Schuhe schnürte und 2018 seine Karriere beendete, ist er nun Trainer der SpVg. Porz.

    Fans auf beiden Seiten mag es freuen, dass eine Online-Ticketreservierung eingerichtet wurde. Dadurch wird nicht nur die Wartezeit vor dem Spiel verkürzt, sondern auch die von der Corona-Schutzverordnung vorgesehene Nachverfolgbarkeit sichergestellt. Der Preis pro Ticket beträgt 5 Euro, die vor Ort bezahlt werden.

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  • Trainingsauftakt im Sportpark Höhenberg

    Trainingsauftakt im Sportpark Höhenberg

    Vorbereitungsstart bei Viktoria Köln! Am Montag ist der Kader der Höhenberger erstmals nach dem Gewinn des Bitburger-Pokals wieder zusammengekommen, um das Training für die anstehende Drittliga-Saison aufzunehmen. Dabei sah sich die Mannschaft zunächst aber nicht komplett. Ab 9.00 Uhr morgens absolvierten die Spieler in Zweiergruppen FMS- und Y-Balance-Tests.

    „Dabei handelte es sich um individuelle Tests im Bereich Beweglichkeit, Kraft und Koordination“, berichtet Viktorias Fitness- und Athletikcoach Werner Schoupa. „Zunächst ging es um den Functional Movement Screen. Es folgte der Y-Balance-Test. Danach gab es dann für die Spieler einen 40-minütigen Regenerations-Tempowechsel-Lauf.“ Insgesamt waren 17 Spieler bei den Tests dabei. Unter ihnen auch die Neuzugänge Florian Heister, Christoph Greger und Federico Palacios. Schoupa: „Alle haben offenbar auch im Urlaub ordentlich gearbeitet. Wir haben die Spieler auch gewogen. Das Gewicht war so, dass ich sage, die Jungs haben auch wirklich etwas gemacht.“

    Am Abend kam das Team von Cheftrainer Olaf Janßen dann zu einer ersten Besprechung zusammen. Zu Beginn erhielt der bisherige Kapitän Mike Wunderlich das Wort. Er wollte sich persönlich von der Mannschaft verabschieden. Der 35-Jährige wird zukünftig beim 1. FC Kaiserslautern spielen. Am heutigen Dienstag steht das erste gemeinsame Mannschaftstraining auf dem Platz an.

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  • Viktoria Köln holt Daniel Buballa in seine Heimat zurück

    Viktoria Köln holt Daniel Buballa in seine Heimat zurück

    Viktoria Köln begrüßt mit Daniel Buballa den nächsten Neuzugang in Höhenberg. Der Linksfuß spielte in den letzten sieben Jahren für den FC St. Pauli in der 2. Bundesliga. Aus der U 19 des TuS Asbach wechselte der Abwehrmann Mitte 2009 zum SV Roßbach/Verscheid. Danach schnürte er die Fußballschuhe für die zweite Mannschaft von Mainz 05 und für den VfR Aalen, ehe es nach Hamburg ging.  

    „Wir freuen uns, dass sich Daniel Buballa für uns entschieden hat“, sagt Marcus Steegmann, der Sportliche Leiter von Viktoria Köln. „Er hat für den FC St. Pauli und den VfR Aalen über 250 Spiele in der 2. Bundesliga hinter sich. Daniel ist auf der Linksverteidigerposition mit einer enormen Erfahrung ausgestattet. Er ist zweikampf- und kopfballstark. Mit seiner Routine und seinem Charakter wird er unserem Spiel guttun.“

    Für Buballa ist der Wechsel an den Rhein die Rückkehr in die Heimat. „Ich bin in Bergisch Gladbach geboren und habe dann als Kind in Köln-Humboldt gewohnt, also direkt hier um die Ecke. Später bin ich mit meinen Eltern in den Westerwald gezogen. Von dort aus ging es in die große, weite Fußballwelt. Jetzt bin ich wieder hier. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und hoffe, dass wir gemeinsam Erfolg haben werden.“

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  • Viktoria Köln angelt sich Federico Palacios

    Viktoria Köln angelt sich Federico Palacios

    Nächste Neuverpflichtung bei Viktoria Köln: Die Höhenberger haben sich die Dienste von Federico Palacios gesichert. Der 26-Jährige kommt vom SSV Jahn Regensburg an den Rhein, war aber zuletzt an den MSV Duisburg ausgeliehen. Der Mittelfeldspieler bringt eine Menge Erfahrung mit nach Köln. Nach seiner Zeit in der U 19 vom VfL Wolfsburg spielte er für RB Leipzig, Rot-Weiß Erfurt und den 1. FC Nürnberg, ehe ihn sein Weg nach Regensburg führte. Er hat bereits 19 Erstliga- (für Leipzig und Nürnberg), 21 Zweitliga- und 24 Drittliga-Einsätze auf seinem Konto.

    „Federico Palacios hat auf seinem bisherigen Weg schon bewiesen, welche Fähigkeiten er besitzt“, freut sich Marcus Steegmann, der Sportliche Leiter der Viktoria, auf den Offensivmann. „Er ist ein Spieler, der für eine extreme Torgefahr aus dem Mittelfeld heraus sorgen kann. Er ist in der Lage, Treffer vorzubereiten und Tore zu schießen. Dazu ist er wendig, schnell und trickreich. Das sind alles Attribute, die man auf einer vorderen Mittelfeldposition gut gebrauchen kann. Deswegen sind wir überzeugt davon, dass er uns verstärken wird.“

    Palacios hat sich eine Menge mit Viktoria Köln vorgenommen. „Ich möchte mit der Mannschaft erfolgreich sein und freue mich auf die neue Aufgabe.“ Erst einmal sei aber das Ziel, wieder zu hundert Prozent fit zu werden. „Meine Stärken sind am Ball und ich gebe immer alles. Deshalb passe ich hier ganz gut rein“, so der gebürtige Hannoveraner. Bei der Viktoria trifft der Mittelfeldmann zwei alte Bekannte wieder. „Ich habe mit Maximilian Rossmann in der Wolfsburger Jugend und mit Florian Heister in Regensburg zusammengespielt“, so Palacios.

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  • Wunderlich verlässt die Viktoria

    Wunderlich verlässt die Viktoria

    Mike Wunderlich wird seine aktive Karriere als Fußballer nun doch nicht bei Viktoria Köln beenden. Der 35-Jährige wechselt zum 1. FC Kaiserslautern.

    „Es gibt ausschließlich private und persönliche Gründe, die zu meiner Entscheidung geführt haben“, begründet der Mittelfeldmann den Wechsel. „Ich bedanke mich beim Präsidium, der Geschäftsführung und natürlich bei Franz-Josef Wernze, dass sie meinem Wunsch entsprechen. Da bei Viktoria Köln gerade eine sehr positive Aufbruchstimmung herrscht, war das für mich besonders schwer.“

    „Mit Mike Wunderlich verlieren wir nicht nur einen wichtigen Spieler, sondern auch eine Integrationsfigur des Vereins“, beurteilt Andreas Rettig, der Vorsitzende der Geschäftsführung bei Viktoria Köln, die Situation. „Die von Mike vorgegebenen persönlichen und privaten Gründe haben wir letztendlich höher bewertet, als auf die Erfüllung seines Vertrages zu pochen. Natürlich ist allen diese Entscheidung sehr, sehr schwer schwergefallen. Mike Wunderlich ist bei Viktoria Köln trotzdem weiterhin gern gesehen.“

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  • Bei Viktoria beginnt am Montag die Vorbereitung

    Bei Viktoria beginnt am Montag die Vorbereitung

    Am Montag startet bei Viktoria Köln die Vorbereitung auf die Saison 2021/2022. Zum Start gibt es allerdings noch kein gemeinsames Training. Denn beim Drittligisten von der Schäl Sick stehen erst einmal Kraft- und Beweglichkeitstests auf dem Programm.

    „Morgens um 9.00 Uhr geht es los“, verrät Viktorias Fitness- und Athletikcoach Werner Schoupa. „Die Spieler absolvieren am Montag in Zweiergruppen hintereinander FMS- und Y-Balance-Tests. Beim Functional Movement Screen handelt es sich um eine bewährte Methode für die standardisierte Analyse funktioneller Bewegungen, der YBT testet in erster Linie die motorische Kontrolle und kann auf Verletzungsrisiken aufmerksam machen.“

    Am frühen Abend kommen dann das Trainerteam und die Spieler zu einer ersten gemeinsamen Besprechung zusammen.

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  • Christoph Greger entscheidet sich für Viktoria Köln

    Christoph Greger entscheidet sich für Viktoria Köln

    Nächster Neuzugang bei Viktoria Köln: Christoph Greger wird zukünftig für die Höhenberger spielen. Der 24-Jährige, der beim SV Lochhausen und dem TSV 1860 München das Fußballspielen erlernte, stand in den letzten fünf Jahren bei der SpVgg Unterhaching unter Vertrag. Für den einstigen Bundesligisten aus dem Landkreis München kam er auf 154 Pflichtspieleinsätze. Dabei erzielte der 1,93 Meter große Abwehrmann zehn Tore.

    „Für mich hat das Gesamtpaket gepasst“, sagt Greger zu seinem Wechsel in die Domstadt. „Die Verantwortlichen haben sich recht früh gemeldet, den Kontakt gehalten und dann gab es gute Gespräche. Der Verein hat eine gute Vision und Ziele, die zu meinen passen.“ Für den Innenverteidiger bedeutet der Umzug nach Köln auch eine neue Erfahrung. „Darauf freue ich mich riesig. Bei der Viktoria sind einige Jungs mit richtig guter Qualität dabei.“

    Marcus Steegmann, der Sportliche Leiter von Viktoria Köln, ist voll des Lobes für den Neuzugang: „Christoph Greger ist mit seinen 24 Jahren und fast 140 Spielen in der 3. Liga sehr erfahren. Er hat in seinen jungen Jahren schon viele Partien gemacht. Er ist ein sehr zweikampf- und kopfballstarker Verteidiger, der mit seinem linken Fuß über ein starkes Aufbauspiel verfügt. Dazu zeichnet ihn sein Charakter aus. Wir sind sehr froh, dass er sich für uns entschieden hat.“

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  • Profivertrag für 17-jährigen Youssef Amyn

    Profivertrag für 17-jährigen Youssef Amyn

    Viktoria Köln stattet einen weiteren Spieler aus dem Nachwuchs mit einem Profivertrag aus: Youssef Amyn wird zukünftig fester Bestandteil des Kaders von Cheftrainer Olaf Janßen. Der 17-Jährige hatte in der abgelaufenen Saison bereits sein Startelf-Debüt in der 3. Liga gefeiert. Insgesamt kam der Mittelfeldspieler dreimal in der Meisterschaftssaison zum Einsatz und unterstrich damit die gute Zusammenarbeit zwischen dem Nachwuchsleistungszentrum und dem Profikader der Viktoria.

    „Dass jemand mit 17 Jahren in einer Drittliga-Mannschaft nicht nur mithalten kann, sondern auch besondere Aktionen zeigt, das ist als Tatsache an sich schon bemerkenswert“, sagt Marcus Steegmann, Sportlicher Leiter bei Viktoria Köln. „Ich schätze an Youssef, dass er nicht einfach nur mitspielt, sondern auch eine außergewöhnliche Konsequenz in Richtung gegnerisches Tor entwickelt. Das ist für einen so jungen Jahrgang – er ist 2003 geboren – eine besondere Sache.“

    Steegmann berichtet, dass sich Amyn im Training immer wieder empfohlen hat: „Bei der Partie gegen den MSV Duisburg war er schließlich der jüngste Spieler in der Geschichte von Viktoria Köln, der sein Startelf-Debüt in der Profimannschaft gegeben hat.“ Der Sportliche Leiter fährt fort: „Er hat in den letzten Monaten eine sehr gute Entwicklung genommen. Deshalb haben wir gesagt, es lohnt sich schon jetzt, ihn als festen Bestandteil der ersten Mannschaft zu sehen.“

    Falls Amyn nicht zum Einsatz kommt, hätte er die Möglichkeit, weiter in der A-Junioren-Bundesliga West für die Viktoria zu spielen. Davon ist aktuell aber nicht auszugehen. Entsprechend glücklich gibt sich Youssef Amyn. „Ich freue mich sehr über diese großartige Perspektive“, so der gebürtige Essener. „Ich war bis zur U 17 bei Borussia Dortmund. Dann wollte mich Viktorias A-Jugend-Trainer Marian Wilhelm unbedingt haben. Das hat einfach gepasst und so bin ich ursprünglich zur Viktoria gekommen.“

    Amyn ergänzt: „In der letzten Bundesliga-Saison hatte die U 19 bedingt durch die Corona-Pandemie nur drei Spiele. Letztlich ist man so auch bei den Profis auf mich aufmerksam geworden.“ Dort schenkte ihm Cheftrainer Olaf Janßen das nötige Vertrauen, sodass Amyn am 13. März zu seinem Drittliga-Debüt kam. „Ich erinnere mich natürlich noch genau“, so der Mittelfeldakteur. „Das war gegen den MSV Duisburg. Es gab einen gehörigen Schneesturm. Und wir haben mit 3:1 gewonnen.“

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  • Wunderlich: „Viktoria ist für mich Familie“

    Wunderlich: „Viktoria ist für mich Familie“

    Schon als Jugendlicher spielte Franz Wunderlich für Viktoria Köln. Später, nachdem er unter anderem für den 1. FC Köln in der Bundesliga aktiv war und als Trainer in Porz und Junkersdorf gearbeitet hatte, kehrte er nach Höhenberg zurück. Als Sportvorstand und Vize-Präsident hat er die Geschicke der Viktoria in den letzten Jahren entscheidend mitgeprägt. Im Interview spricht der 57-Jährige über die abgelaufene Saison, den zukünftigen Kader und seine Motivation für den Klub von der Schäl Sick.

    Herr Wunderlich, Sie gelten als sehr extrovertierter Mensch. Wie viel Nerven hat sie die abgelaufene Saison gekostet?

    Franz Wunderlich: Die hat mich schon eine Menge Energie gekostet. Es war eine emotionale Achterbahnfahrt: Wir haben eine extrem schwierige Hinrunde erlebt, die schließlich dazu führte, dass sich der Verein von Pavel Dotchev trennen musste. Das war natürlich auch von der menschlichen Seite her nicht so einfach, denn wir hatten ein sehr gutes Verhältnis und haben gemeinsam gute Zeiten erlebt. Doch dann kam der Punkt, an dem eine Entscheidung getroffen werden musste, die nicht leicht war – auch mit dem Wissen, dass wir eine schwere Rückrunde vor der Brust haben werden. Ich glaube, am Ende hat die Rückrunde dann aber für vieles entschädigt.

    Wie sieht es jetzt aus, nachdem der Klassenerhalt geschafft ist und der Bitburger-Pokal gewonnen wurde? Nach der Saison ist ja schließlich vor der Saison…

    Wunderlich: Natürlich, wir haben nicht viel Zeit, um durchzuatmen. Das ist im Fußball auch schwierig. Wir sind glücklich, den Klassenerhalt gesichert und den Pokal gewonnen zu haben. Jetzt stecken wir unsere Energie in die Kaderplanung, die in diesem Jahr nicht so leicht ist, weil wir Geduld brauchen. Es gab einige gute Spieler, mit denen wir in Gesprächen waren, die sich am Ende aber für die 2. Liga entschieden haben. Aber ich bin mir sicher, dass noch Bewegung in den Markt kommen wird. Insgesamt ist es aktuell eine intensive Zeit für uns, weil wir ja schon am Montag mit der Vorbereitung anfangen.

    Im Trainerteam gab es jetzt eine Veränderung: Imke Wübbenhorst wird ihre Tätigkeit als Co-Trainerin Analyse beginnen und löst damit Yuki Hamano ab, dessen Vertrag ausgelaufen ist.

    Wunderlich: In erster Linie ist es die Entscheidung des Cheftrainers, wen er für seine Arbeit benötigt. Denn er ist derjenige, der mit seinem Staff die täglichen Aufgaben bewerkstelligen muss. Imke Wübbenhorst bringt ein besonderes Level mit. Sie war selbst Trainerin und hat in den Bereichen der Nach- und Vorbereitung von Spielen, bei Matchplänen und Analysen einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Olaf Janßen war ja in der Zusammenarbeit mit Bruno Labbadia selbst in diesem Bereich tätig. Deshalb besitzt er hier ein hohes Fachwissen und wusste genau, was er sucht. Wir wollen aber nicht vergessen, dass wir zuvor mit Yuki Hamano ebenso eine tolle Zeit erlebt haben. Er ist ein fantastischer Mensch, der dazu sehr fleißig war und eine gute Arbeit abgeliefert hat. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanken.

    Wie sieht es mit Neuverpflichtungen bei den Spielern aus? Während schon einige Abgänge bekannt sind, hält sich die Anzahl der Zugänge (bislang Florian Heister) noch in Grenzen. Wird der Kader der Viktoria in der Breite verkleinert?

    Wunderlich: Ich höre natürlich die Stimmen, die fragen: ‚Wo bleiben die neuen Spieler?‘ Aber wir sind ruhig und von unserem Vorgehen überzeugt. Wir machen keine verrückten Dinge, nur um irgendeinen Spieler zu holen. Wir sind uns einig, dass wir den Schwerpunkt auf die Qualität setzen. Es kann daher sein, dass wir den Kader am Ende um ein, zwei Spieler reduzieren. Darüber hinaus müssen wir die U 23-Regelung beachten, sodass wir auch einigen jungen Spielern Perspektiven bieten werden. Letztlich ist es aber so, dass die Qualität im Vordergrund stehen wird. Und da sind wir in guten Gesprächen mit verschiedenen Spielern.

    Lassen sich zum aktuellen Zeitpunkt schon Ziele für die anstehende Saison definieren?

    Wunderlich: Da bin ich ohnehin vorsichtig. Das wäre auch so, wenn der Kader schon komplett feststehen würde. Der Fußball zeigt immer wieder, dass man sich Spieler holt, die in der Vergangenheit ihre Leistung erbracht haben. Aber wir sehen auch immer wieder, dass Themen wie Verletzungen, Integration und private Sorgen dazu führen können, dass Spieler ihre Fähigkeiten nicht sofort so abrufen können wie zuvor. Deshalb wäre es jetzt völlig verfrüht, Ziele zu definieren.

    Die Viktoria hat Andreas Rettig als Vorsitzenden der Geschäftsführung an Bord geholt. Er wird auch in der sportlichen Ausrichtung ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Hat sich Ihr Aufgabenbereich dadurch ein wenig verändert?

    Wunderlich: Es hat sich nicht so viel geändert. Der Verein hatte ja eine besondere Infrastruktur. Das Familiäre und das Persönliche haben oft dafür gesorgt, dass wir viele Aufgaben mitgemacht haben, die gar nicht in unseren Bereich gefallen sind. Und für mich war das auch eindeutig zu viel, ich musste einfach kürzertreten. Deshalb bin ich froh, dass wir mit Andreas Rettig eine Persönlichkeit haben, die mehr Strukturen schafft. Das wird die Sache sicherlich erleichtern. Wir haben klare Absprachen. Es gibt immer gemeinsame Entscheidungen, wenn wir über Spieler reden. Das betrifft natürlich unseren Cheftrainer Olaf Janßen, Marcus Steegmann, Andreas Rettig und mich. Das haben wir bis jetzt auch sehr gut hinbekommen. Andreas ist am Ende aber auch für die wirtschaftlichen Dinge mit verantwortlich. Daher glaube ich, dass es insgesamt für mich eine Entlastung ist, mit der ich sehr gut leben kann.   

    Man darf Viktoria Köln durchaus als Ihr persönliches „Baby“ bezeichnen. Schließlich waren Sie schon als Spieler für den Verein aktiv und haben den Klub seit der Neugründung 2010 stetig begleitet. Was fasziniert Sie persönlich so sehr an diesem Verein?

    Wunderlich: Ich habe hier schon vor fünfzig Jahren in der Jugend gespielt. Natürlich gab es dann auch die Phase, in der ich weg war. Aber ich habe nie den Draht zur Viktoria verloren. Und gerade die letzten Jahre – nach der Neugründung – waren sehr emotional. Ich bin sehr dankbar, dass ich während dieser Zeit das Vertrauen von Franz-Josef Wernze bekommen habe. Aber in den letzten elf Jahren habe ich auch eine Menge geopfert. Wenn ich dann zum Beispiel durch den Sportpark Höhenberg gehe und sehe, wie junge Spieler trainieren und Talente heranwachsen, dann macht mich das glücklich. Für mich ergibt sich daraus ein Wohlfühlfaktor. Für mich bedeutet Viktoria nicht Arbeit. Viktoria ist für mich Familie. Selbst wenn die Spieler dann später zum Teil zu anderen Vereinen wechseln und man sich wiedersieht, dann sind das Jungs, die ich früher in der Jugend spielen gesehen habe und zu denen ich ein besonderes Verhältnis habe. Ich freue mich dann immer, wenn man sich wiedersieht und ich sehen kann, dass die Werte, die ich mitgeben konnte, auch hängengeblieben sind. Das erfüllt mich mit Stolz. Ein weiterer Punkt ist, dass mich die Arbeit mit den jungen Leuten ein Stück weit frisch hält. Und alles in Kombination bringt mir die Motivation, parallel zu meinen anderen Tätigkeiten, weiterzumachen.  

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