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  • Viktoria verdient sich Punkt in Verl

    Viktoria verdient sich Punkt in Verl

    Cheftrainer Pavel Dotchev hat mit Viktoria Köln ein 1:1 beim bärenstarken SC Verl erkämpft. Der Punkt war am Ende sogar etwas unglücklich, denn die Gäste aus Höhenberg hatten in der Schlussphase noch einmal gute Möglichkeiten, um vielleicht doch noch den Sieg davonzutragen. Zuvor hatten Lucas Cueto (3.) und Patrick Koronkiewicz (36.) per Eigentor für die beiden Treffer des Spiels gesorgt.

    Dotchev setzte im Tor auf Sebastian Mielitz. In die Abwehr stellte er Simon Handle, Sead Hajrović, Bernard Kyere und Patrick Koronkiewicz auf. Die Sechserposition bekleideten Jeremias Lorch und Kai Klefisch. Offensiver ausgerichtet kamen im Mittelfeld Marcel Risse, René Klingenburg und Lucas Cueto zum Einsatz. Timmy Thiele agierte nominell als einzige Sturmspitze.

    Die Kölner begannen stark und kamen in den ersten 90 Sekunden gleich zu zwei Eckbällen, die – durch Risse getreten – durchaus für Gefahr sorgten. Nach drei Minuten der nächste Ball vor das Tor der Gastgeber: Thiele verlängerte den Ball von der linken Seite mit dem Kopf auf Cueto, der zum 0:1 einschob. In der zwölften Minute versuchte es Lorch aus der Distanz und zwang SCV-Keeper Robin Brüseke zu einer Glanztat.

     

     

    Die Gastgeber bekamen die Begegnung nach einer Viertelstunde langsam in den Griff, doch zunächst gelangen ihnen keine klaren Möglichkeiten. In der 16. Minute folgte ein ganz gefährlicher Konter der Viktoria. Thiele scheiterte allerdings aus zwölf Metern alleinstehend am Schlussmann aus Verl. Die Gäste hatten nach einer halben Stunde nur noch wenig Ballbesitz – eine ungewohnte Situation für die Viktoria.

    In der 36. Minute dann der Ausgleich für Verl: Nach einem scharfen Ball von der rechten Seite traf Koronkiewicz unglücklich ins eigene Tor. Doch in der 41. Minute hätte schon wieder die Führung für die Viktoria fallen können: Cueto ließ seinen Gegenspieler aussteigen und zog aus zwölf Metern mit links ab: Pfosten. In der 42. Minute dann die nächste Riesenchance für die Kölner: Thiele traf aus spitzem Winkel ebenfalls den Pfosten.

    In den zweiten 45 Minuten agierte Verl zu Beginn druckvoll. Allerdings waren die Gastgeber nicht in der Lage, Kapital daraus zu schlagen. Die Viktoria versuchte, mit Kontern dagegen zu halten. Doch auch die Höhenberger strahlten dabei keine große Torgefahr aus. In der 68. Minute gab es für Verl die große Chance zur Führung: Kasim Rabihic scheiterte aus sechs Metern am Fuß von Mielitz und am linken Pfosten.

    In der Schlussviertelstunde drehte die Viktoria noch einmal kräftig auf. So zwang der eingewechselte Luca Stellwagen Keeper Brüseke mit einem Schuss aus 14 Metern in der 78. Minute zu einer Glanztat. Und auch Michael Seaton hatte noch eine Möglichkeit, aber auch er konnte den SCV-Torhüter nicht überwinden. In der 90. Minute scheiterte Thiele am Schlussmann aus Verl – hier lag sogar ein Foulelfmeter in der Luft.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Simon Handle (33. Luca Stellwagen), Sead Hajrović, Bernard Kyere, Patrick Koronkiewicz – Jeremias Lorch, Kai Klefisch – Lucas Cueto (81. Moritz Fritz), René Klingenburg (69. Michael Seaton), Marcel Risse – Timmy Thiele

    Tore: 0:1 Lucas Cueto (3.), 1:1 Patrick Koronkiewicz (36., Eigentor)

    Gelbe Karten:

    SC Verl: Julian Schwermann (6.), Kasim Rabihic (58.)

    Viktoria Köln: Simon Handle (22.), Kai Klefisch (34.), Bernard Kyere (38.), Sead Hajrović (50.), Pavel Dotchev (90. + 1)

    Zuschauer:

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  • Sebastian Mielitz im Porträt: „Glück muss man sich erarbeiten“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln vor. Heute: Torhüter Sebastian Mielitz.

    Die Geschichte, wie Sebastian Mielitz zum Fußball kam, beginnt mit seinem besten Kumpel aus Kindertagen. „Ich war im Leichtathletikverein, doch er holte mich zum Fußball“, erzählt der 31-Jährige heute. So kam der Torwart, der als Feldspieler begann, zur TSG Fortuna 21 Grünberg, dem Verein um die Ecke für den Jungen, der im nordbrandenburgischen Löwenberg aufwuchs. Sein Freund teilte nicht nur mit ihm die Leidenschaft für den Fußball im Allgemeinen, sondern auch für den SV Werder Bremen im Besonderen. Am Wochenende schaute Mielitz die Fußballzusammenfassungen im Fernsehen an und träumte davon, auch einmal in der Bundesliga zu spielen.

    Doch zuerst ging es für „Miele“, wie er von seinen Kollegen auf dem Feld gerufen wird, zum Oranienburger FC Eintracht 1901 und dem MSV Neuruppin, bevor er nach Cottbus zum FC Energie wechselte: „Mit zwölf Jahren kam ich ins Sportinternat namens ,Haus der Athleten‘. Auf fünf Etagen lebten dort hunderte Nachwuchssportler.“ Dort erfuhr Mielitz zum ersten Mal richtigen Leistungsdruck. „Ich war in einem Jahrgang mit Martin Männel (Anm. d. Red. heutiger Torwart des FC Erzgebirge Aue) und Tom Mickel (Anm. d. Red. heutiger Torwart beim Hamburger SV), natürlich gab es da einen Konkurrenzkampf. Jedes Halbjahr wurde unser sportliches Können in einer Testwoche analysiert. Erzielte man nicht genügend Punkte, war man im nächsten Halbjahr nicht mehr im Internat.“

    Nach zwei Jahren endete die Zeit bei Energie Cottbus, denn bei einem Jugendnationalmannschaftslehrgang der U 17 wurde Werder Bremen auf den Nachwuchstorhüter aufmerksam und Mielitz wechselte an die Weser zu seinem Lieblingsklub. „In Bremen war alles ganz anders: Das Internat führte nur zwanzig Spieler pro Jahrgang und ich konnte von meinem Zimmer aus auf das Weserstadion blicken. Wolf Werner, der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, sagte immer: ‚Wenn ihr aus dem Fenster schaut, seht ihr, wo ihr hinwollt.‘“, erinnert sich Mielitz. Doch der Einstieg erwies sich als hart für den Schlussmann, der sich mit der ungewohnten Lage anfreunden musste, in der B-Jugend bei Werder nicht mehr im Tor gesetzt zu sein. Auch in der A-Jugend wurde Mielitz anfangs nur in der zweiten Mannschaft zwischen die Pfosten gestellt. Heute erinnert er sich mit ernster Stimme an die schwierige Episode zurück: „Die Zeit war nicht einfach. Doch ich habe hart an mir gearbeitet.“ Und als sich der Torwart der U 19 verletzte, sprang der 17-jährige Mielitz ein und spielte die gesamte Rückrunde in der A-Junioren Bundesliga Nordost/Nord, die Werder Bremen gewann.

    Von nun an hatte Mielitz einen guten Stand im Verein, vertrat in der nächsten Saison den verletzten Keeper der zweiten Seniorenmannschaft in der Regionalliga Nord und durfte auch mit der ersten Mannschaft trainieren: „Bei meinem ersten Torwarttraining stand Thomas Schaaf (Anm. d. Red. damaliger Trainer von Werder Bremen) hinter meinem Kasten. Ich habe eine super Einheit absolviert, dachte ich, aber er kam danach zu mir und meinte: ‚Da müssen wir aber noch ein bisschen arbeiten.‘“ Und der Trainer, der in den kommenden Jahren für den Schlussmann zur Vaterfigur wurde, vertraute auf Mielitz und gab ihm Rückendeckung. „Er redete nie viel“, sagt Mielitz über den Coach, der ihn über sieben Jahre begleitete, „aber dadurch wusste man, dass alles im Lot war.“ Zuerst nahm Schaaf ihn mit zu Bundesliga- und DFB-Pokalspielen, doch dann kam der Tag, an dem Wolf Werners Worte wahr wurden. „Die Bild-Zeitung rief mich an, noch bevor einer aus dem Verein mit mir geredet hatte. Sie erzählten mir, dass Tim (Anm. d. Red. Tim Wiese, damaliger Torwart bei Werder Bremen) erkrankt sei und ich somit spielen würde“, so der Keeper, der Datum und Anstoßzeit seines Werder-Debüts sofort parat hat, „und so stand ich am 3. Dezember 2009 um 21.05 Uhr im Weserstadion auf dem Feld und brachte in der Europa-League eine solide Leistung.“ Werder gewann die Partie gegen Nacional Funchal mit 4:1, in dem darauffolgenden Bundesligaspiel beim 1. FC Köln hielt Mielitz vor 50.067 Zuschauern den Kasten sauber.

    „Mit Tim Wiese bin ich in der Kabine super klargekommen, aber aus seinem Schatten zu treten, war eine schwierige Nummer“, sagt der 1,90 Meter große Schlussmann über die anschließenden Spielzeiten. Mielitz war als zweiter Torhüter ein geschätzter Ersatzmann, kam aber nur zu wenigen Einsätzen in der ersten Mannschaft. Doch von Frust keine Spur, bei dem Keeper scheint die Dankbarkeit für das in ihn gesetzte Vertrauen zu überragen. Und als in der Sommerpause 2012 der Vertrag von Tim Wiese nicht verlängert wurde, hatte die Stunde für den damals 23-jährigen Torwart geschlagen. Die erste Saison für den neuen Stammtorhüter wurde allerdings überschattet von der unterdurchschnittlichen Leistung der Mannschaft, die die letzten 13 Spiele sieglos blieb. Werder trennte sich daraufhin einvernehmlich von  Thomas Schaaf. Der neue Coach Robin Dutt setzte zwar in der kommenden Spielzeit zunächst auf Mielitz, allerdings entzog der Trainer ihm das Vertrauen nach 13 Spieltagen. Die restliche Saison saß der Schlussmann nur noch auf der Bank.

    Somit endete das Kapitel Werder Bremen für den Torwart, der beim SC Freiburg die nächste Herausforderung suchte. „Die Gespräche waren gut und das Umfeld passte. Mir wurde gesagt, dass noch ein weiterer Keeper verpflichtet und um die Torwartposition gekämpft werden müsse“, sagt Mielitz über seinen Wechsel. Der andere Torhüter, Roman Bürki (Anm. d. Red. heutiger Torhüter von Borussia Dortmund), überzeugte Freiburg-Trainer Christian Streich und stand bis auf die DFB-Pokalspiele zwischen den Pfosten. „Damit muss man leben“, sagt Mielitz, der weder auf den Klub noch auf die Stadt im Breisgau etwas Schlechtes kommen lässt. „Du musst die Spannung hochhalten und bereit sein für deine Chance. Und ich glaube, Roman war zum Teil deshalb so gut, weil ich ihn im Training gepusht habe“, blickt Mielitz zurück. Doch auch Bürki konnte nicht verhindern, dass der SC Freiburg in die 2. Bundesliga abstieg. Sebastian Mielitz ging ebenfalls ins Unterhaus, aber zur SpVgg Greuther Fürth. Die „Gewissheit, garantiert zu spielen“, zog den Torwart nach Mittelfranken. Dort absolvierte er in seiner ersten Saison bis auf das letzte Spiel jede Minute in der Liga. Doch in der folgenden Spielzeit wurde ohne ihn geplant. Aus der gegenwärtigen Sicht zeigt sich die Größe von Mielitz, der dieses Kapitel mit den Worten „es hat einfach nicht mehr gepasst“ kurz und bündig abschließt.

    Im März 2017 wurde Mielitz von SønderjyskE Fodbold nach Dänemark für eine Trainingswoche eingeladen. Der Verein hatte großes Interesse und obwohl Mielitz Angebote aus der 2. Bundesliga vorlagen, passte es wie „die Faust aufs Auge“. Der Verein gab dem Torwart, der zu dieser Zeit ein halbes Jahr ohne Spielpraxis gewesen war, eine Bühne, was für Mielitz einen großen Vertrauensbeweis darstellte. In den kommenden drei Spielzeiten, die der Schlussmann für den dänischen Erstligisten absolvierte, war er die klare Nummer eins im Tor. Die Krönung folgte in diesem Jahr mit dem Gewinn des dänischen Pokals. „Das kam völlig überraschend“, sagt Mielitz bescheiden, „Trainer Glenn Riddersholm hatte am Anfang der Saison gesagt: ‚Meister werden wird schwierig, dann holen wir eben den Pokal‘ – und genau das haben wir dann auch gemacht.“

    Trotzdem zog es Mielitz zurück nach Deutschland. „Der Kontakt zur Viktoria bestand schon länger. Ich habe mit unterschiedlichen Vereinen öfters gegen Mannschaften von Pavel (Anm. d. Red. Pavel Dotchev, Cheftrainer von Viktoria Köln) gespielt und schätze ihn. Mit George (Anm. d. Red. George Berneanou, Torwarttrainer von Viktoria Köln) hat der Verein einen guten Torwarttrainer, der immer offen und ehrlich ist“, lobt Sebastian Mielitz die Viktoria und führt weiter aus, „ich wurde hier gut aufgenommen und fühle mich wohl. Das braucht man, um in den Flow zu kommen, wo die Dinge dann auch einfach klappen, damit das Glück auf deiner Seite ist. Dieses Glück muss man sich erarbeiten.“

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  • Corona-Fall bei Viktoria Köln

    Grundsätzlich plagen Pavel Dotchev derzeit nicht allzu viele Verletzungssorgen. Allerdings muss der Chefcoach von Viktoria Köln trotzdem am Wochenende auf einen weiteren Spieler verzichten. Denn bei den Höhenbergern gab es einen Corona-Fall.

    „Bei der turnusmäßigen Überprüfung der Mannschaft und Trainer auf Covid-19 wurde ein Spieler am Dienstag positiv getestet“, bestätigt Marcus Steegmann, Viktorias Sportlicher Leiter. „Mit Rücksicht auf den Spieler werden wir den Namen nicht kommunizieren.“

    Der betroffene Akteur hat sich sofort in eine häusliche Quarantäne begeben. Da es keinen aktuellen Kontakt zu Mitspielern gab und alle anderen Tests des Kaders negativ blieben, konnte der Trainingsbetrieb vor der Auswärtspartie in Verl aufrechterhalten werden.   

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  • Klefisch zum zweiten Mal „Spieler des Monats“!

    Die Anhänger der Viktoria haben gewählt: Kai Klefisch ist der „Spieler des Monats November“! Der defensive Mittelfeldakteur setzte sich bei der Fanabstimmung auf der Viktoria-Facebookseite gegen Simon Handle, Timmy Thiele und Mike Wunderlich durch. Klefisch erhält den Titel zum zweiten Mal in Folge. Denn der 21-Jährige hatte sich schon im Monat zuvor gegen die Konkurrenz aus dem eigenen Team durchgesetzt. Das gab es zuvor noch nie!

    Die Wahl ist allerdings alles andere als überraschend. Denn der junge Mittelfeldspieler verpasste bisher keine Minute der laufenden Saison. Zudem überzeugte er bei seinem 50. Spiel in der ersten Herrenmannschaft der Viktoria (1:1-Unentschieden gegen den FSV Zwickau), sodass der kicker ihn erstmalig in die ‚Elf des Tages‘ berief. Aber auch in den anderen Ligaspielen gehörte Klefisch durchweg zu den Leistungsträgern.

    Das nächste Voting findet Anfang Januar 2021 statt. Dann wird auf der Viktoria-Facebookseite der „Spieler des Monats Dezember“ gewählt. Kurz darauf kommt es zur großen Wahl zum „Spieler des Jahres 2020“!

    Die Spieler des Monats aus diesem Jahr im Überblick:

    Januar: Jonas Carls

    Februar: Steven Lewerenz

    März: Dominik Lanius

    April: Mike Wunderlich

    Mai: Hamza Saghiri

    Juni: Albert Bunjaku

    Juli: Alexander Höck

    August: Lucas Cueto

    September: Sebastian Mielitz

    Oktober: Kai Klefisch

    November: Kai Klefisch

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  • Thiele: „Wir sind unserer Linie treu geblieben“

    Viktoria-Stürmer Timmy Thiele kam zum Beginn der Saison vom Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern nach Köln. Im Interview spricht er über sein jährliches Ritual vor der Saison, die Durststrecke der Viktoria und seine Zeit in England.

    Herr Thiele, seit Saisonbeginn sind Sie nun bei der Viktoria. Wie haben Sie die bisherige Zeit in der Domstadt erlebt?

    Timmy Thiele: Bisher ist es eine schöne und aufregende Zeit – einfach etwas Neues. Ich habe schon viel in Köln erlebt. Wir haben auch mit der Familie ein schönes Haus gefunden.

    Der Wechsel zu Viktoria Köln kam für viele überraschend. Was war für Sie der ausschlaggebende Grund?

    Thiele: Die Viktoria beziehungsweise die Verantwortlichen haben sich sehr stark um mich bemüht. Das hat mich persönlich natürlich sehr gefreut. Ich wollte schon immer mal mit Mike Wunderlich zusammenspielen. Somit hat sich das im Sommer angeboten.

    Sie sind eigentlich sehr gut in die Saison gestartet. Dann kam eine kleinere Durststrecke. Woran hat es Ihrer Meinung nach zwischendurch gehapert?

    Thiele: Ich denke, dass wir uns als Mannschaft erst einmal finden mussten, schließlich gab es einige neue Spieler im Team. Das ist ein Prozess, der stattfinden muss und sicher ein wenig Zeit braucht. Von daher kann es auch mal passieren, dass eine Durchstrecke kommt. So soll es aber nicht noch einmal passieren. Ich hoffe, dass es mit dem Dreier, den wir jetzt einfahren konnten, positiv weitergeht und wir weiter viele Punkte holen werden.

    Zuletzt hieß es 2:1 gegen 1860 München. Was war der ausschlaggebende Punkt, dass es am Wochenende wieder mit einem Sieg geklappt hat?

    Thiele: Wir sind unserer Linie treu geblieben. Trotz Rückstand haben wir unseren Stiefel runtergespielt und sind nicht nervös geworden. Die Konzentration war da, wir haben super weitergespielt und unser Ding gemacht. Dann gab es den verdienten Ausgleich. Wir haben trotzdem weiter nach vorne gespielt, weil wir unbedingt gewinnen wollten. Man hat uns gegen 1860 den kompletten Willen angesehen und vom gesamten Team hat jeder mitgezogen.

    In Ihrer bisherigen Karriere haben Sie schon bei einigen Vereinen gespielt – unter anderem auch in England. Wie blicken Sie auf die Zeit im Vereinigten Königreich zurück?

    Thiele: Die Zeit verfliegt extrem. England ist jetzt schon viereinhalb Jahre her, aber mir kommt es vor als wenn es gestern war. Ich blicke auf eine richtig schöne und aufregende Zeit zurück, die mich persönlich auch weitergebracht hat. Vor allem menschlich habe ich viel dazulernen können.

    Sie haben schon öfter darüber gesprochen, dass Sie sich vor der Saison eine gewisse Anzahl an Toren vornehmen – quasi ein Ritual von Ihnen. Ist das auch in dieser Saison so?

    Thiele: Ja, das stimmt. Ich habe mir auch für diese Saison eine Anzahl von Treffern vorgenommen. Doch darüber spreche ich nicht öffentlich.

    Sie sind ein Spieler, der seine Social-Media-Kanäle sehr aktiv bespielt und versucht, die Fußballfans bei Laune zu halten. Ist das vielleicht etwas, was Sie sich auch nach Ihrer aktiven Karriere vorstellen könnten? Oder haben Sie ganz andere Interessen?

    Thiele: Ich bin generell offen für den Weg nach dem Fußball. Aber zum Glück ist das ja noch etwas länger hin. Ich habe hoffentlich noch ein paar Jahre bis zu meinem Karriereende. Natürlich macht man sich auch seine Gedanken. Ich bin ja auch Familienvater. Deswegen muss immer ein Einkommen da sein. Ich habe auch keine Furcht vor dem, was irgendwann kommt, sondern freue mich darauf. Es ist klar, dass es ein anderes Leben sein wird als jetzt. Aber wer weiß, vielleicht bleibe ich ja auch im Fußballgeschäft. Und auch die Social-Media-Welt wird mich sicherlich nicht verlieren.

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  • Gegnercheck: Wiedersehen mit alten Bekannten!

    Nach dem 2:1-Heimsieg gegen die Münchner Löwen, trifft die Viktoria am Samstag in der Sportclub Arena in Verl auf den diesjährigen Aufsteiger aus der Regionalliga West, den SC Verl. Und die Westfalen sind der Viktoria nicht gerade unbekannt. Schließlich trafen sie ab der Saison 2012/2013 bereits 14-mal aufeinander.

    Die letzte Saison:

    Zwar wurde die Mannschaft von Trainer Guerino Capretti in der Tabelle der Regionalliga West „nur“ Zweiter hinter dem SV Rödinghausen (keine Beantragung der Lizenz für die 3. Liga), doch der SC stieg auf. Denn, wer die Aufstiegsrunde in die 3. Liga in der vergangenen Saison verfolgt hat, der weiß: Verl spielte in der Relegation um den Aufstieg gegen Lok Leipzig. Im Hin- sowie Rückspiel gab es ein Unentschieden (2:2 im Hinspiel in Leipzig und 1:1 im Rückspiel, welches aufgrund der Corona-Lage in Bielefeld stattfand), doch durch das bessere Torverhältnis durften sich die Ostwestfalen am Ende Drittligist nennen.

    Der Saisonverlauf:

    Die Mannschaft vom Sportclub macht da weiter, wo sie aufgehört hat: Aktuell bringt sie die gesamte Liga zum Staunen. Denn in 15 Spielen konnte Verl achtmal als Sieger vom Platz gehen. Und aktuell haben die Ostwestfalen nur drei Punkte Rückstand auf den derzeitigen Tabellenführer SG Dynamo Dresden. Des Weiteren musste Verl aufgrund von einem Corona-Ausbruch zwischenzeitlich pausieren und hat deswegen zwei Spiele weniger als die Ligakonkurrenz auf dem Konto. Das ist für einen Aufsteiger eine herausragende Leistung. Zuletzt konnte sich der SC Verl mit 4:2 gegen den Halleschen FC durchsetzen. Zudem ist der Verler Top-Torjäger Zlatko Janjic mit acht Treffern aktuell der drittbeste Torschütze der gesamten Liga.

    Der Kader:

    Vierzehn Zugänge sowie dreizehn Abgänge konnte der SC Verl zu Saisonbeginn vermelden. Unter anderem verpflichteten sie den ehemaligen Viktorianer Steffen Lang. Trotz des Umbaus im Kader blieben dem Trainer Guerino Capretti Stammspieler wie Zlatko Janjic oder Aygün Yildrim erhalten. Und gerade diese Akteure sind derzeit wichtige Teile der Mannschaft.

    Der Trainer:

    Guerino Capretti (38) ist bereits seit 2017 Trainer des SC Verl. Als Spieler war er ebenfalls für den SC Verl am Ball und führte das damalige Team als Kapitän an. Er hat sich über die Jahre hinweg einen Namen bei den Ostwestfalen gemacht und das Team als Cheftrainer aus dem Abstiegskampf der Regionalliga bis in die 3. Liga gebracht.

    Die bisherige Bilanz:

    Die beiden Mannschaften kennen sich aus der Vergangenheit sehr gut. In der Regionalliga West trafen die Westfalen und die Rheinländer seit der der Saison 2012/2013 14-mal aufeinander. In neun Partien setzte sich die Viktoria durch, viermal endete das Duell unentschieden. Lediglich in einer Partie (Hinspiel in der Saison 2013/2014) konnte der Sportclub aus Verl mit 2:1 als Sieger vom Platz gehen.

    Spieler im Fokus:

    Der 34-jährige Zlatko Janjić zeigt gerade in dieser Saison, dass er ein wichtiger Faktor der Mannschaft ist. Mit bisher acht Toren aus zwölf Spielen ist er der beste Torschütze des SC Verl. Hinzukommen vier Torvorlagen. Und auch in der Aufstiegssaison war er ein sehr wichtiger Teil der Mannschaft: 15 Tore erzielte er. Bevor der Mittelstürmer nach Verl wechselte, lief er unter anderem für den SV Wehen Wiesbaden, den MSV Duisburg und Arminia Bielefeld auf.

    Die Partie in den Medien:

    Die Begegnung wird am Samstag um 14:00 Uhr in der Sportclub Arena in Verl angepfiffen. Das Spiel zwischen dem SC Verl und Viktoria Köln wird ab 13:45 Uhr live bei Magenta Sport (als Einzelspiel und in der Konferenz) übertragen. Ebenfalls werden die Viktoria Anhänger über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (Facebook, Instagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.

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  • Dotchev: „Verl verdient großen Respekt“

    Für Viktoria Köln steht am Samstag das Auswärtsspiel beim SC Verl an. Die Gastgeber aus Ostwestfalen stehen auf dem vierten Tabellenplatz – und das, obwohl sie noch zwei Nachholspiele zu absolvieren haben. Kein Wunder also, dass Viktoria-Chefcoach Pavel Dotchev den Sportclub als starken Gegner sieht.

    „Die Mannschaft aus Verl verdient einen großen Respekt für das, was sie bis jetzt geleistet hat“, so der Rekord-Trainer der 3. Liga vor der Partie. „Verl ist eine sehr homogene Mannschaft. Sie spielen sehr schnörkellos und effizient. Sie sind sehr eingespielt. Ich denke, das ist die Mannschaft, die in der 3. Liga in der aktuellen Saison bisher am meisten überrascht hat.“ Dotchev rechnet mit einem sehr intensiven Spiel, in dem die Höhenberger Einsatz und Laufbereitschaft zeigen müssen. Zudem müsse sich sein Team allerdings auch auf die eigenen Stärken besinnen.

    Obwohl der SC Verl in der Tabelle über den Kölnern steht, will der Coach der Höhenberger aber nicht von einer Favoritenrolle der Ostwestfalen sprechen. „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Jeder kann jeden schlagen. Insofern lässt die Tabelle für mich keine Rückschlüsse zu. Mannschaften, die unten stehen, gewinnen auf einmal gegen den Tabellenführer. In dieser Liga ist alles möglich.“

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  • Auf zum Aufsteiger: Viktoria reist nach Verl

    Am Samstag muss die Viktoria beim Aufsteiger SC Verl ran (Anpfiff 14.00 Uhr). Nachdem die Höhenberger zuletzt einen 2:1-Sieg gegen den TSV 1860 München verbuchen konnten, wartet in der Sportclub Arena der Verein mit dem besten Punktedurchschnitt der Liga – und der ist seit vier Spielen ungeschlagen.

    Guerino Capretti weiß, dass der Fußball die unglaublichsten Geschichten schreibt. Der Trainer des SC Verl stieg letzte Saison nur mit seiner Mannschaft in die 3. Liga auf, da der erstplatzierte SV Rödinghausen lieber in der Regionalliga West verweilte. Nun, nach 14 Spieltagen in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands, ist sein Team dank des besten Punktedurchschnitts aller Klubs auf dem 4. Tabellenplatz, obwohl Verl zwei Spiele weniger auf dem Konto hat. Gleich abheben möchte der Trainer trotzdem nicht, auch nicht nach dem 4:2-Erfolg am Wochenende gegen den Halleschen FC. „Wir haben voll gepowert und unsere Tore gemacht. Wir freuen uns über den Sieg“, so Capretti hinterher.

    Geradezu emotional war hingegen Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev nach dem Heimsieg gegen den TSV 1860 München: „Ich freue mich sehr für die Jungs! Es war enorm wichtig, die drei Punkte zu gewinnen, nach so vielen Wochen. Gegen 1860 war das ein hartes Stück Arbeit für uns.“ Nach vier Spielen ohne Sieg konnte die Viktoria wieder einen Dreier einfahren und kletterte in der Tabelle auf den 7. Platz. Torschütze und Vorlagengeber Patrick Koronkiewicz freute sich nach der Partie über den verdienten Sieg: „Der Wille war komplett da. Jeder auf der Bank, jeder auf dem Feld glaubte zu einhundert Prozent daran – und mit dem Sieg haben wir uns für unsere Leistung belohnt.“

    Diese gilt es nun auch bei dem Aufsteiger abzurufen. Die Statistik steht bereits auf der Seite der Viktoria: 16-mal traf man in der Regionalliga West aufeinander, neunmal konnte der Klub von der Schäl Sick als Gewinner vom Platz gehen. Nur dreimal ging der Sieg an die Schwarz-Weißen aus Verl. Beim letzten Aufeinandertreffen am 4. Mai 2019 gab es ein 1:1-Unentschieden im Sportpark Höhenberg. Stefano Maier brachte die Viktoria in Führung, bevor Aygün Yildirim, der zurzeit als wertvollster Spieler des SC Verl gehandelt wird, in der zweiten Hälfte ausglich.

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  • Weihnachten: Viktoria verschenken!

    Viktoria-Fans aufgepasst! Nicht mehr lange, dann ist Heiligabend. Das Weihnachtsgeschäft bei den Einzelhändlern läuft. Doch gerade in Corona-Zeiten gibt es viele Menschen, die den Weg in die Shopping-Arkaden scheuen. Das heißt im Umkehrschluss: Es gibt noch viele Menschen, die ohne Präsente dastehen. Hier bietet Viktoria Köln jetzt eine neue Lösung: Einen Gutschein für den Viktoria-Fanshop! Umhüllt – im weihnachtlichen Design – heißt es jetzt: Viktoria verschenken!   

    Mit dem Viktoria-Gutschein kann man vielen Menschen eine Freude machen. Denn die beschenkte Person entscheidet selbst, welche Artikel sie sich aus dem Fanshop-Sortiment aussucht. Somit wird vermieden, Dinge doppelt zu schenken. Darüber hinaus lässt sich der Gutschein ganz einfach per Post verschicken. Aber egal ob per Brief oder direkt unter den Weihnachtsbaum gelegt: Der Viktoria-Gutschein ist die perfekte Idee, um das Herz eines Fußballfans höherschlagen zu lassen.

    Wie hoch der Gutschein ist, bestimmt der Besteller übrigens selbst: Angefangen bei 25 Euro gibt es die Möglichkeit einen Wunschbetrag von bis zu 200 Euro auszuwählen. Erst einmal ausgehändigt, kann die beschenkte Person dann mühelos im Online-Sortiment der Viktoria einkaufen. Dort gibt es neben Trikots, Gesichtsmasken, Schals, Base-Caps, Mützen, Pullovern und Shirts viele weitere Accessoires, mit denen man kleinen und großen Viktoria-Anhängern eine Riesen-Freude bereiten kann.

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  • Neues und Aktuelles aus dem Verein

    Hier sind wieder ein paar interessante Kurznachrichten rund um Viktoria Köln.

    Fanartikel des Monats Dezember: In diesem Monat gibt es, passend zu der kalten Jahreszeit, Viktoria-Wintermützen für nur 10,00 Euro!  Wendemütze, Bommelmütze oder Mütze mit Lederpatch, jeder Viktorianer kommt in seinem eigenen Style durch den Winter. Zu erwerben gibt es den Fanartikel des Monats im Onlineshop, am Sportpark Höhenberg und bei Betten-Sauer.

    Öffnungszeiten der Geschäftsstelle zwischen Weihnachten und Neujahr: Die Geschäftsstelle am Sportpark Höhenberg wird zwischen den Feiertagen geschlossen sein. Das bedeutet, dass die Türen für die Viktoria-Fans und Mitglieder bis zum 21. Dezember 2020 geöffnet sein werden. Bis dahin kann also fleißig im Viktoria-Fanshop für die Weihnachtszeit gestöbert werden. Danach ist dann bis zum 5. Januar 2021 – also in der ersten Woche des neuen Jahres – Geschäftsstellen-Winterpause.

    Spieler des Monats Dezember gesucht: Auch in diesem Monat wird wieder der Spieler des Monats auf der Viktoria-Facebookseite gesucht. Im Monat Dezember stehen die Spieler Simon Handle, Kai Klefisch, Mike Wunderlich und Stürmer Timmy Thiele zur Wahl – und zwar noch bis zum 10. Dezember um 9:00 Uhr. Also, ran an die Tasten! Gebt den Jungs eure Stimme und wählt ihn zum Spieler des Monats.

    Fairness-Tabelle der 3. Liga: Aus Sicht der Viktoria sollte man am besten nicht auf die Fairnesstabelle der 3. Liga schauen. Schließlich ist die Mannschaft aus Höhenberg mit 37 Gelben, zwei Roten und ebenfalls zwei Gelb-Roten Karten das Schlusslicht der Liga. Aktuell stehen Timmy Thiele und Mike Wunderlich vor ihrer ersten Gelb-Sperre der Saison. Jeweils vier Gelbe Karten stehen derzeit auf dem Konto der beiden Spieler.

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