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  • 300. Viktoria-Spiel – der „ewige Mike“

    Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich steht vor seinem 300. Pflichtspiel für die erste Mannschaft der Höhenberger. Schon beim Nachholspiel gegen den SV Meppen könnte es so weit sein. Anlässlich dieses Jubiläums spricht der Rekordspieler des Vereins über Freunde, Dankbarkeit und Angebote.

    Herr Wunderlich, 2011 sind Sie zu Ihrem Jugendverein Viktoria Köln zurückgekehrt. Wissen Sie noch, in welcher Liga und bei welchem Spiel das war? Was ging Ihnen damals – Sie hatten ja vorher mit Depressionen zu kämpfen – durch den Kopf?

    Mike Wunderlich: Das erste Pflichtspiel war gegen Homberg, in der NRW-Liga. Wir haben mit 2:1 gewonnen. Ich war damals einfach nur froh, weiter Fußball spielen zu können. Natürlich bin ich gerne zu meinem Jugendverein zurückgekehrt. Aber es gab damals ein lachendes und ein weinendes Auge. Schließlich hatte ich zuvor erfolgreich in der 2. Liga gespielt und es gab Anfragen aus der Bundesliga. Ich glaube, jeder kann verstehen, dass ich damals natürlich auch diesen Perspektiven ein wenig nachgetrauert habe. Stattdessen spielte ich in der fünften Liga. Aber ich war wieder zu Hause, in einem Umfeld, das mir guttat.

    Wenn man für einen Verein 300 Spiele macht, ist klar, dass es schöne und unschöne Momente gibt. Welche sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

    Wunderlich: Die schönsten Momente waren natürlich die Aufstiege – zunächst der aus der NRW-Liga in die Regionalliga (2012) und dann später der aus der Regionalliga West in die 3. Liga (2019). Der zweite Aufstieg mit meinem Tor gegen Mönchengladbach und den Glücksgefühlen nach dem Abpfiff – das alles überwältigt mich noch heute. Aber es gab auch nicht so schöne Situationen, zum Beispiel das Scheitern in der Aufstiegsrelegation gegen Carl Zeiss Jena im Jahr 2017.

    Sie haben in den vergangenen zehn Jahren so einige Teamkollegen kommen und gehen sehen. Gibt es für Sie einen besonderen Mitspieler aus Ihrer Viktoria-Zeit?

    Wunderlich: Das stimmt, ich habe wirklich viele Menschen kommen und gehen gesehen. Zwei Spieler sind aber bei der Viktoria Freunde fürs Leben geworden: Sven Kreyer und Felix Backszat. Das ist nicht unbedingt üblich im Profisport. Mit beiden habe ich mich auf Anhieb gut verstanden und noch heute sind wir – obwohl wir inzwischen in unterschiedlichen Klubs spielen – permanent in Kontakt.

    Ihre Statistiken lassen vermuten, dass Sie sportlich gesehen dazu in der Lage gewesen wären, in höheren Ligen zu spielen. Warum sind Sie dennoch bei Viktoria Köln geblieben?

    Wunderlich: Das hat zweierlei Gründe. Erstens: Der Verein hat schon damals, als ich zurückgekehrt bin, ein Ziel gehabt: den Aufstieg in die 3. Liga. Ich hatte immer dieses Ziel vor Augen und wollte das mit der Viktoria erreichen. Und das führt zum zweiten Punkt: Herrn Wernze. Er hat so viele Dinge für mich gemacht und damals in der fünften Liga sogar eine Ablösesumme für mich gezahlt, damit ich wieder zur Viktoria kommen konnte. Er hat mir damit die Möglichkeit gegeben, wieder gesund zu werden. Ich wollte ihm dafür etwas zurückgeben. Umso glücklicher war ich dann, als wir endlich den Aufstieg in die 3. Liga geschafft hatten. Im ersten Jahr haben wir dann die Klasse gehalten. Und ich bin sicher, dass wir das auch diese Saison schaffen werden.

    Sie haben wettbewerbsübergreifend über 150 Tore für den Verein erzielt. Welcher Treffer sticht für Sie persönlich dabei heraus?

    Wunderlich: Keine Frage, das war das 1:0 gegen Mönchengladbach II. Es war zwar nur ein Elfmeter, aber dieses Tor hat den Aufstieg in die 3. Liga besiegelt. Dieser Moment wird deshalb immer in Erinnerung bleiben.

    Wegen Ihrer Verdienste haben Sie sich einen besonderen Platz bei den Anhängern der Viktoria erarbeitet. Welcher Moment mit den Fans war für Sie der emotionalste?

    Wunderlich: Da kommen wir wieder auf das letzte Spiel der Regionalliga-Saison 2018/2019 gegen Mönchengladbach zurück. Viele Anhänger hatte ich ja schon über die Jahre hinweg persönlich kennengelernt. Sie haben uns immer wieder unterstützt – und mussten ebenfalls lange auf den Aufstieg in die 3. Liga warten. Und nach dem Abpfiff war es einfach schön, in die glücklichen Augen der Menschen zu sehen – mit dem Gefühl, dass wir das alle gemeinsam erreicht haben. 

    Nun haben Sie es mit dem Verein geschafft, von der NRW-Liga bis in die 3. Liga aufzusteigen. Welche Ziele verfolgen Sie mit oder im Klub in der Zukunft?

    Wunderlich: Wir wollen jetzt erst einmal die Liga halten. Und danach würde ich gerne mal eine sorgenfreie Saison spielen können, in der wir nicht bis zum Ende um den Klassenerhalt zittern müssen.

    Es gibt kaum Vereinsrekorde, die Sie nicht innehaben. Einen gibt es aber: Ältester Torschütze der Viktoria ist Matthias Hönerbach, der 2003 im Alter von 41 Jahren und 28 Tagen traf. Ist das ein Rekord, den Sie sich auch noch holen wollen?

    Wunderlich: (lacht) Oh, das werde ich wohl nicht mehr schaffen. Da müsste ich ja noch über sechs Jahre spielen. Ich glaube, diesen Rekord darf und wird Matthias Hönerbach wohl noch eine ganze Weile behalten.

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  • Viktoria und Meppen mit unterschiedlicher Gemütslage

    Am Dienstagabend (Anpfiff: 19.00 Uhr) empfängt Viktoria Köln den SV Meppen. Und obwohl beide Teams punktgleich auf Rang fünf- und vierzehn der 3. Liga stehen, dürfte die Gemütslage aktuell wohl kaum unterschiedlicher sein. Während die Höhenberger am Samstag einen wichtigen 2:1-Auswärtserfolg beim VfB Lübeck einfuhren, kam der SV Meppen im Heimspiel gegen Tabellenführer Dynamo Dresden deutlich unter die Räder.

    0:4 hieß es am Ende für Meppen gegen den Spitzenreiter. Dabei erwischte Erik Domaschke, der Keeper der Emsländer, keinen guten Tag. SVM-Coach Torsten Frings nahm aber die komplette Mannschaft in die Verantwortung. „Dass es schwer wird, war ja klar. Aber wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht“, so der 44-Jährige am Mikrofon bei Magenta Sport. „Wir legen zum Teil ein Zweikampfverhalten an den Tag, mit dem wir es dem Gegner viel zu leicht machen, Tore zu schießen.“ Beim Ausblick auf die Partie in Köln wirkte Frings aber schon wieder zuversichtlicher. „Dann geht es wieder von vorne los. Da müssen wir eine andere Leistung zeigen als heute.“

    Nach einer Niederlage ist es natürlich immer schwer, die richtigen Worte zu finden. Somit hatte es Olaf Janßen, der Chefcoach der Viktoria, nach dem 2:1 in Lübeck leichter. „Wir hatten die Spielkontrolle und haben ein gutes Positionsspiel gezeigt. Dennoch kam der eine oder andere Pass zu kurz oder der Ball versprang“, so der 54-Jährige über die erste Hälfte. Danach sei man aber besser auf die schwierigen Platzverhältnisse eingestellt gewesen. „In der zweiten Halbzeit hatten wir den Wind im Rücken, sodass wir schneller gepasst haben und besser auf die andere Seite gekommen sind. Nach dem Tor hat man gemerkt, dass die Jungs total überzeugt waren.“

    Dennoch befinden sich beide Teams weiterhin im Abstiegskampf. Wer das Nachholspiel am Dienstag gewinnt, könnte sich ein wenig Luft verschaffen. Für wen die Vorzeichen besser sind, lässt sich kaum erahnen. Meppen holte aus den letzten fünf Drittliga-Partien zwei Siege, zwei Niederlagen und ein Unentschieden. Für die Viktoria gab es zuletzt drei Niederlagen und zwei Erfolge. Hoffnung sollte den Kölnern auf alle Fälle das Hinrundenspiel machen. Denn das gewannen die Höhenberger mit 1:0.

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  • Viktoria Köln gewinnt 2:1 in Lübeck

    Viktoria Köln holt wichtige Punkte im Abstiegskampf: Die Höhenberger gewannen am Samstag beim VfB Lübeck, der noch unter der Woche Hansa Rostock bezwungen hatte, mit 2:1. Die Tore im Dietmar-Scholze-Stadion an der Lohmühle erzielten für die Kölner Lucas Cueto (46.) und Mike Wunderlich (73.). Cyrill Elija Akono verkürzte für die Gastgeber in der 78. Minute noch auf 1:2. Doch dabei blieb es.

    Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen setzte im Tor auf Sebastian Mielitz. In der Abwehr ließ er Fabian Holthaus, Michael Schultz, Maximilian Rossmann und Simon Handle auflaufen. Kai Klefisch und Jeremias Lorch kamen auf der Sechserposition zum Einsatz. Lucas Cueto, Mike Wunderlich und Marcel Risse spielten im offensiven Mittelfeld. Timmy Thiele begann als einzige echte Spitze.

    Zu Beginn der Partie sorgten erst einmal die Lübecker Fans für Aufsehen. Sie konnten zwar nicht bei der Partie dabei sein, aber zündeten neben dem Stadion ein grün-weißes Feuerwerk. Dieses ließ auf dem Rasen – bei schwierigen Platzverhältnissen – lange auf sich warten. Die Viktoria wirkte zu Beginn sehr selbstbewusst und machte das Spiel, Lübeck lauerte auf Fehler des Gästeteams.

     

     

    Die erste Möglichkeit hatten die Hausherren in Minute neun: Nach Ballverlust von Klefisch kam Soufian Benyamina im Strafraum zum Schuss. Doch das Leder flog links am Kölner Gehäuse vorbei. Obwohl die Viktoria die Begegnung in der Folge dominierte, hatte der VfB in der 32. Minute die zweite Gelegenheit: Allerdings war Mielitz beim Linksschuss von Mirko Boland zur Stelle. Somit ging es torlos in die Pause.

    Viktoria-Chefcoach Janßen startete mit der gleichen Formation in die zweite Hälfte. Diesmal ließ die Effektivität nicht lange auf sich warten: Thiele passte nach wenigen Sekunden auf Cueto, der seinen Gegenspieler umdribbelte und mit dem rechten Fuß aus elf Metern abzog. Der Ball landete rechts oben im Tor. Keeper Lukas Raeder war chancenlos – damit stand es 0:1.

    Danach war die Viktoria brandgefährlich: In der 58. Minute war Raeder beim Distanzschuss von Handle zur Stelle. 180 Sekunden später versuchte es die Nummer sieben der Kölner erneut. Diesmal ging das Leder knapp über den Kasten der Gastgeber. In der 69. Minute zwang Wunderlich den Lübecker Torhüter mit einem Rechtsschuss aus zehn Metern zu einer Glanztat.

    Die Höhenberger ließen zwanzig Minuten vor dem Ende durch Lorch und Risse weitere Möglichkeiten liegen. In der 73. Minute machte es Wunderlich besser. Aus zentraler Position gelang dem Kölner Kapitän von der Strafraumgrenze das 0:2. Doch der VfB Lübeck gab sich nicht geschlagen. Und so hatte die klare Führung nicht lange Bestand. Der eingewechselte Cyrill Elija Akono verkürzte in der 78. Minute auf 1:2.

    In der 83. Minute bot sich für Wunderlich die Gelegenheit, den Vorsprung wieder auszubauen. Doch der Spielgestalter zog einen Freistoß über den VfB-Kasten. Cueto zielte 120 Sekunden später links neben das Tor. Thiele scheiterte kurz danach an Raeder (86.). Lübeck versuchte in der verbleibenden Zeit, alles nach vorne zu werfen. Das Aufbäumen kam aber zu spät. Die Viktoria ließ sich den Erfolg nicht mehr nehmen.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Fabian Holthaus, Michael Schultz, Maximilian Rossmann, Simon Handle – Kai Klefisch, Jeremias Lorch (85. Sead Hajrović) – Lucas Cueto, Mike Wunderlich, Marcel Risse – Timmy Thiele (88. Albert Bunjaku)

    Tore: 0:1 Lucas Cueto (46.), 0:2 Mike Wunderlich (73.), 1:2 Cyrill Elija Akono (78.)

    Gelbe Karten: 

    VfB Lübeck: –

    Viktoria Köln: Sead Hajrović (87.)

    Zuschauer:

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  • Gegnercheck: Abstiegskampf im hohen Norden

    Am Samstag muss Viktoria Köln erstmals bei einem Pflichtspiel in Lübeck ran. Dort wartet der VfB, der unter der Woche mit einem überraschenden 1:0-Sieg im Ostseeduell gegen den F.C. Hansa Rostock die rote Laterne abgegeben hat. Die Mannschaft von der Lohmühle ist nun um vier Punkte an die Höhenberger herangerückt – und weiß, wie die Kölner zu schlagen sind.

    Bisherige Saison:

    Bekannt ist die Stadt Lübeck für ihr Marzipan. Doch so schmackhaft, wie die Süßware, war der Saisonstart des VfB nicht. Den ersten Sieg feierten die Norddeutschen erst am achten Spieltag – und das ausgerechnet bei Viktoria Köln. Hier startete der VfB eine Serie von vier Siegen in Folge, der die Lübecker zunächst ins Tabellenmittelfeld hievte. Allerdings nahmen die Schleswig-Holsteiner aus den folgenden zehn Partien nur einen Dreier mit und standen so seit Ende Januar am unteren Ende des Tableaus. Doch 1:0-Siege gegen Unterhaching und Rostock haben die Mannschaft von der Ostsee auf Platz 19 und wieder näher an das rettende Ufer gebracht. Ein Mutmacher für die Viktoria: Nach Rückstand hat der VfB in dieser Saison erst einen Punkt geholt. Für die Jungs von der Schäl Sick ist das keine unerhebliche Statistik, haben die Domstädter doch in den vergangenen sechs Partien jeweils das 1:0 erzielt.  

    Das Hinspiel:

    In der Hinrunde trafen die beiden Vereine erstmals in der 3. Liga aufeinander. Das Spiel im Sportpark Höhenberg gewann der VfB Lübeck mit 2:0. Bereits nach sechs Minuten gingen die Norddeutschen durch einen Kopfball von Kapitän Tommy Gruppe in Führung. Wie auch das 0:1, fiel der zweite Treffer nach einer kurz ausgeführten Ecke. Osarenren Okungbowa schob das Leder kurz vor der Pause aus etwa fünf Metern ein. Der Österreicher erzielte damit das letzte Tor des Spiels. Trotz hohen Drucks gelang den glücklosen Kölnern kein Treffer mehr. Die Viktoria verpasste damals den zwischenzeitlichen Sprung auf den ersten Platz. Die Lübecker hingegen feierten ihren ersten Saisonsieg.

    Personelle Situation:

    Das Lazarett des VfB Lübeck ist derzeit dünn besetzt. Lediglich die Offensivkräfte Morten Rüdiger (Kreuzbandriss) und Nicolas Hebisch (Muskelfaserriss) fallen langfristig aus. Florian Riedel wurde vom Verein dauerhaft vom Spielbetrieb ausgeschlossen.

    Spieler im Fokus:

    Der bekannteste Name im VfB-Kader ist wohl Mirko Boland. Der Mittelfeldspieler ist den meisten Fans aus seiner Zeit bei Eintracht Braunschweig bekannt. Für den BTSV lief er zwischen 2008 und 2018 in der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga über 300-mal auf. Nach zwei Jahren beim australischen Erstligisten Adelaide United wechselte der Linksfuß im Sommer zum Aufsteiger aus Schleswig-Holstein. In dieser Saison verpasste er lediglich zwei Spiele wegen eines Muskelfaserrisses. Mit 132 gewonnenen Duellen gehört er zu den 15 besten Zweikämpfern der Liga. Eine weitere Stärke sind seine Pässe: 379 seiner Zuspiele in der gegnerischen Hälfte kamen beim Mitspieler an – auch das ein Top-15-Wert.

    Der Trainer:

    Trainer in Lübeck ist Rolf Landerl. Der Österreicher übernahm die Mannschaft im Sommer 2016 in der Regionalliga Nord. Im letzten Kalenderjahr folgte dann der Aufstieg in die 3. Liga. Landerl, der schon zwischen 2009 und 2011 als Stürmer beim VfB aktiv war, ist nun mit 167 Spielen an der Seitenlinie Rekordtrainer des Vereins.

    Das Stadion:

    Am Samstag reist die Mannschaft von Olaf Janßen erstmals in das altehrwürdige Stadion an der Lohmühle. Umso ärgerlicher ist es, dass keine Viktoria-Fans die Auswärtsreise antreten können. Bis zur vergangenen Saison war die Lohmühle mit über 17.000 Zuschauerplätzen das größte Fußballstadion Schleswig-Holsteins, noch vor dem Holstein-Stadion in Kiel (15.034 Plätze). Doch wegen verschiedener Auflagen des DFB sank die maximale Auslastung zur neuen Saison auf 10.800 Plätze. Für die laufende Spielzeit trägt die Austragungsstätte den offiziellen Namen „Dietmar-Scholze-Stadion an der Lohmühle“, gewidmet dem 2019 verstorbenen ehemaligen Präsidenten Dietmar Scholze.

    Vereinshistorie:

    Der VfB wurde 1919 gegründet. Von 1963 bis 1974 war er dauerhaft in der zweitklassigen Regionalliga Nord aktiv. Nach vielen Jahren im Amateurfußball stiegen die Norddeutschen 1995 für zwei Jahre in die 2. Bundesliga auf. Letztmals waren sie dort von 2002 bis 2004 vertreten. 2003/2004 erreichten sie mit Trainer Dieter Hecking das Halbfinale des DFB-Pokals, scheiterten dort aber knapp mit 2:3 am späteren Double-Sieger Werder Bremen. Die Rückkehr in den Profifußball gelang dem VfB Lübeck mit dem Aufstieg aus der Regionalliga Nord im letzten Jahr.

    Partie in den Medien:

    Anpfiff der Begegnung zwischen dem VfB Lübeck und Viktoria Köln ist am Samstag um 14:00 Uhr im Stadion an der Lohmühle. Die Partie überträgt Magenta Sport ab 13:45 Uhr live (als Einzelspiel und in der Konferenz). Zudem werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.  

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  • Dej an rechter Hand operiert

    Dej an rechter Hand operiert

    Mittelfeldspieler André Dej wird bei Viktoria Köln am Wochenende (beim Auswärtsspiel beim VfB Lübeck) nicht im Kader stehen. Der 29-Jährige hat sich in der letzten Woche im Training einen Mittelhandbruch zugezogen und wurde inzwischen im Krankenhaus Köln-Merheim erfolgreich operiert. „Das war in einer halben Stunde gemacht“, berichtet Dej, der zumindest schon wieder Läufe absolvieren kann. „Es wird nicht allzu lange dauern, dann kann ich mit einer Schiene wieder ins reguläre Mannschaftstraining einsteigen.“

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  • Torhütercamp in den Osterferien ausverkauft

    Die Vussballschule der Viktoria plant im Kalenderjahr 2021 wieder zahlreiche Feriencamps (elf für Feldspieler und vier für Torhüter). Obwohl die Anmeldung erst seit Kurzem läuft, sind die begehrten Plätze bereits für einen Termin vergriffen: Das Torhütercamp in den Osterferien ist ausverkauft!

    Für die beiden Feldspielercamps während dieser Zeit sind noch Plätze verfügbar. Die Teilnahmegebühr für die Osterferiencamps und das Pfingstevent wird erst zehn Tage vor Veranstaltungsbeginn eingezogen, da sich aufgrund der unvorhersehbaren Corona-Situation ständig Dinge ändern können.

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  • Jeremias Lorch: „Die Einstellung gegen den Ball ist das A und O“

    Seit Sommer 2020 spielt Jeremias Lorch bei Viktoria Köln. Seitdem hat er sich auf der Sechserposition festgespielt. Im Interview spricht der gebürtige Heilbronner über seine Position, die Einstellung der Mannschaft und seinen Grund, sich für die Viktoria entschieden zu haben.

    Herr Lorch, seit vergangenem Sommer wohnen Sie nun in Köln. Sowohl Ihre Brüder als auch Ihr Vater waren beziehungsweise sind auf dem Fußballfeld aktiv. Ist der Fußball trotz der Distanz noch ein Gesprächsthema?

    Jeremias Loch: Ja, wir reden schon noch viel über Fußball. Aber seit ich nicht mehr zu Hause, sondern hier in Köln wohne, telefonieren wir viel. Dann geht es viel um Fußball, aber nicht ausschließlich. Ich fühle mich sowohl in der Mannschaft als auch in der Stadt sehr wohl. Auch wenn die Situation aufgrund der Pandemie eine andere ist.

    Nach einem Jahr in der 2. Bundesliga haben Sie sich für die Viktoria entschieden. Wie sind Sie zu diesem Schritt gekommen?

    Lorch: Es lag hauptsächlich daran, dass ich den Eindruck hatte, dass bei Viktoria Köln etwas entsteht und dass man hier etwas entwickeln möchte. Ich habe von den Verantwortlichen um Franz Wunderlich und Marcus Steegmann großes Vertrauen gespürt. Denn sie haben mir gleich gezeigt, wie groß ihr Interesse an mir ist.

    Sie spielen als defensiver Mittelfeldspieler auf einer nicht unwesentlichen Position. Wie können Sie dort Verantwortung übernehmen?

    Lorch: Verantwortung übernimmt man in erster Linie, indem man Woche für Woche seine Leistung bringt. Dabei muss man nicht derjenige sein, der auf dem Platz lautstark rumbrüllt. Die Mannschaft muss aber das Gefühl haben, dass sie auf einen zählen kann. Das ist der erste Punkt. Der andere Punkt ist, dass man seinen Mitspielern, wenn es gerade nicht so gut läuft, hilft, wieder in Top-Form zu kommen. Das kann in einem Spiel oder auch in einer Saisonphase sein. Wenn man Verantwortung übernehmen will, sollte man sich nicht zu schade sein, seine Kollegen aufzubauen.

    Auf Ihrer Position muss personell ab und zu rotiert werden. Von Ihrem Partner hängt aber auch gewissermaßen Ihre taktische Rolle ab. Fühlen Sie sich als abkippender oder spielaufbauender Sechser wohler?

    Lorch: Die Rotationen sind unabdingbar. Sowohl Moritz (Moritz Fritz, Anm. d. Red.), Klinge (René Klingenburg, Anm. d. Red.) als auch ich sind in dieser Saison schon verletzungsbedingt ausgefallen. Ich bin mir generell nicht zu schade, defensive Arbeit zu übernehmen. Ich bin aber auch kein Spieler, der sich nur über seine Defensivqualitäten definiert. Das kann man auch auf dem Platz sehen. Ich denke, dass ich ganz gut mit dem Ball umgehen kann und sowohl spielerisch als auch technisch gut entwickelt bin. Gegen Dresden beispielsweise habe ich neben Moritz Fritz im defensiven Mittelfeld gespielt. Weil er der defensivere Spieler ist, habe ich mich etwas offensiver gesehen. In der Rolle fühle ich mich auch sehr wohl. Es ist kein Gesetz, dass ich der defensive Sechser bin und mein Partner der offensivere sein muss. Auch wenn ich mir nicht zu schade bin, defensiv zu arbeiten, habe ich gerne Zug zum Tor.

    Ihre Verletzung haben Sie bereits angesprochen. Bei Ihren bisherigen Profi-Stationen hatten Sie jeweils eine lange Verletzungspause. Wie haben Sie gelernt, damit umzugehen?

    Lorch: Meine erste Verletzung bei Großaspach war ein Kreuzbandriss. Das war gleichzeitig das erste Mal, dass ich in meiner Karriere wirklich verletzt war. Da wusste ich noch gar nicht, was auf mich zukommt. Deshalb konnte ich es noch nicht richtig einschätzen. Die zweite Verletzung dann in Wiesbaden war schon um einiges schlimmer. Vor allem, da ich wusste, was mich erwartet. Dazu war dann lange unklar, ob ich operiert werde oder nicht und wie lange ich wirklich ausfalle. Es hat sich leider nicht so, wie die Ärzte es vorausgesagt haben, entwickelt. Das ist aber schon fast drei Jahre her. Zu Saisonbeginn war ich nochmal für vier Spiele raus. Ansonsten war ich aber drei Jahre am Stück gesund. Das fühlt sich natürlich super an. Ich habe Erfahrungen mit Verletzungen und weiß, es gibt nichts Schöneres, als fit zu sein.

    In den kommenden Wochen geht es gegen viele direkte Konkurrenten wie Meppen, Duisburg oder Lübeck. Was erwarten Sie von sich und der Mannschaft in den Spielen?

    Lorch: Ich möchte die Einstellung, die wir bei den letzten beiden Auswärtsspielen in Ingolstadt und München an den Tag gelegt haben, wiedersehen. Der Sieg bei den Bayern war gut für unser Gefühl, weil wir uns endlich beweisen konnten. Es bringt aber nichts, sich darauf auszuruhen. Wir müssen diese Einstellung beibehalten und sie Woche für Woche zeigen. Es gibt für uns keine andere Option. Dann wird auch das Spielerische zurückkommen. Denn das ist etwas, woran wir – denke ich – noch arbeiten müssen. Aber die Einstellung gegen den Ball ist das A und O. Das ist die Grundlage. Das spielerische Element kommt dann von alleine. Ich habe bisher in drei verschiedenen Ligen gespielt. Daher weiß ich, wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und an unsere Leistungsgrenze gehen. Dann ist auch der Gegner egal. Die Mannschaften sind qualitativ sehr eng beieinander.

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  • Janßen: „Da wird uns definitiv gar nichts geschenkt!“

    Am Samstag tritt Viktoria Köln beim VfB Lübeck an. Die Schleswig-Holsteiner fuhren am Mittwochabend einen 1:0-Achtungserfolg gegen den Aufstiegsaspiranten F.C. Hansa Rostock ein. Damit rückten sie auf den vorletzten Tabellenplatz vor. Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen erwartet eine entsprechend schwere Partie.

    „Es sind noch 13 Spiele zu spielen. Ich rechne mit einem Gegner, der den letzten Strohhalm greifen will“, so der 54-Jährige am Tag vor der Abreise auf einer Pressekonferenz. „Wenn sie zwei-, dreimal in Folge gewinnen, dann sind sie wieder dran. Und so erwarte ich den Gegner: Da wird uns definitiv gar nichts geschenkt. Darauf müssen wir uns einstellen.“

    Wie die Gäste aus Köln auftreten werden, hängt davon ab, wie die 2:4-Heimniederlage gegen den 1. FC Magdeburg verdaut wurde. „Als Trainer ist es meine Aufgabe, die elf Spieler zu finden, die ihre Leistung und Einstellung dann auch wirklich bringen werden. Denn entscheidend wird sein, dass wir diese totale Entschlossenheit auf den Platz bringen.“

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  • Englische Wochen: Samstag in Lübeck

    Gerade erst ist die Partie gegen Magdeburg abgepfiffen, da geht es schon weiter: Denn die Viktoria tritt am Samstag beim VfB Lübeck an. Mit den Schleswig-Holsteinern, die aktuell einen Abstiegsplatz belegen, haben die Kölner noch eine Rechnung offen. Schließlich ging das Hinrundenspiel im Sportpark Höhenberg gegen die Lübecker mit 0:2 verloren. Für den VfB war es damals – am 8. Spieltag der laufenden Saison – der erste Sieg nach dem Aufstieg in die 3. Liga.

    Außerdem geht es für die Kölner darum, die 2:4-Heimpleite vom Dienstag gegen den 1. FC Magdeburg vergessen zu machen. Nachdem die Höhenberger eine halbe Stunde lang richtig guten Fußball gespielt hatten und auch mit 1:0 in Führung lagen, glitt ihnen die Begegnung aus der Hand. „Dann hauen wir uns die Dinger fast selber rein mit einem Doppelschlag“, zeigte sich auch Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen vor der Kamera von Magenta Sport bedient. „Das war ein Tiefschlag für uns, das ist ganz klar. Das hat dem Gegner in die Karten gespielt und ihn aufgebaut.“

    Für die Kölner geht es am Samstag zum ersten Mal überhaupt ins Dietmar-Scholze-Stadion an der Lohmühle. Denn vor der Hinrundenpartie standen sich beide Teams noch nie in einem Pokal- oder Meisterschaftsspiel gegenüber. Gegen den VfB, der von 1995 bis 1997 sowie von 2002 bis 2004 in der 2. Bundesliga spielte, dürfte es am Wochenende auch eine Frage des Nervenkostüms und der Kräfte werden. Denn beide Teams stecken mitten im Abstiegskampf und hatten unter der Woche [Lübeck spielt heute gegen Rostock; Anm. der Red.] ein Nachholspiel zu absolvieren. 

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  • Viktoria wartet in diesem Jahr weiter auf Heimsieg

    Viktoria wartet in diesem Jahr weiter auf Heimsieg

    Viktoria Köln kann zu Hause in diesem Jahr einfach nicht gewinnen. Im Nachholspiel gegen den 1. FC Magdeburg kassierten die Höhenberger am Dienstag eine 2:4-Niederlage, sodass sie weiter mitten im Abstiegskampf stecken. Für die Gastgeber trafen Kai Klefisch (19.) und Mike Wunderlich (83.), für Magdeburg waren Andreas Müller (37.), Kai Brünker (39.), Raphael Obermair (54.) und Baris Atik (80.) erfolgreich. 

    Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen baute im Tor auf Sebastian Mielitz. In der Abwehr ließ er Simon Handle, Michael Schultz, Maximilian Rossmann und Patrick Koronkiewicz auflaufen. Kai Klefisch und René Klingenburg spielten zunächst auf der Sechserposition. Lucas Cueto, Mike Wunderlich und Marcel Risse bildeten das offensive Mittelfeld. Timmy Thiele begann als vorderste Spitze.

    Von der ersten Sekunde an entwickelte sich ein temporeiches Spiel. Die erste Gäste-Gelegenheit gab es in der sechsten Minute. Doch ein Kopfball von Adrian Malachowski wurde zur sicheren Beute für Mielitz. Nur 60 Sekunden später gab es die erste gute Chance für die Gastgeber: Viktoria-Kapitän Wunderlich zielte bei seinem 19-Meter-Freistoß knapp neben das Tor.

    In der zwölften Minute hatte Alexander Bittroff eine Gelegenheit, doch er traf den Ball nicht richtig. Danach kam Simon Handle für die Kölner aussichtsreich im Strafraum der Magdeburger ans Leder. Allerdings ging sein Versuch deutlich über das Gehäuse von Morten Behrens (17.). Nur 60 Sekunden später zog Wunderlich aus 15 Metern ab, doch der FCM-Schlussmann lenkte den Ball über seinen Kasten.

     

     

    In der 19. Minute gab es beim anschließenden Eckstoß ein Getümmel im Magdeburger Strafraum. Klefisch behielt die Übersicht und köpfte den Ball aus halbrechter Position zum 1:0 über die Linie. Der Führungstreffer schien der Viktoria Sicherheit zu geben, doch in der 37. Minute traf Andreas Müller aus sieben Metern zum 1:1. Nur 120 Sekunden danach folgte das 1:2 durch Kai Brünker. Damit ging es in die Pause.

    Die Viktoria startete zunächst unverändert in die zweite Hälfte. Und die Gastgeber schienen mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch, aus der Kabine zu kommen. Die erste Gelegenheit hatten allerdings die Gäste. Doch Florian Kath zog seinen Linksschuss aus 16 Metern rechts am Tor von Mielitz vorbei (51.). Drei Minuten später setzte sich Raphael Obermair an der Strafraumgrenze durch und traf mit rechts zum 3:1 für den FCM.

    Mit Albert Bunjaku und Kevin Holzweiler (für Klingenburg und Risse) brachte Olaf Janßen ab der 58. Minute frische Offensivkräfte in die Begegnung. Und die Höhenberger wurden jetzt druckvoller. So kam Bunjaku schnell zu einer Möglichkeit. Allerdings hielt Behrens seinen Rechtsschuss aus zehn Metern (63.). In der 70. Minute scheiterte Handle aus der Distanz, sein Versuch ging über den Kasten.

    In der Schlussviertelstunde bekamen die Höhenberger deutlich mehr Spielanteile. Und Bunjaku hatte in der 79. Minute Pech: Behrens klärte seine Eckball-Direktabnahme mit einem herausragenden Reflex. Baris Atik machte quasi im Gegenzug den Sack zu und traf zum 1:4 (80.). Damit war die Partie gelaufen. Zwar glückte Wunderlich mit einem schönen Freistoßtreffer noch das 2:4, doch die Ergebniskorrektur kam zu spät.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Simon Handle, Michael Schultz, Maximilian Rossmann, Patrick Koronkiewicz – Kai Klefisch, René Klingenburg (58. Albert Bunjaku) – Lucas Cueto, Mike Wunderlich, Marcel Risse (58. Kevin Holzweiler) – Timmy Thiele

    Tore: 1:0 Kai Klefisch (19.), 1:1 Andreas Müller (37.), 1:2 Kai Brünker (39.), 1:3 Raphael Obermair (54.), 1:4 Baris Atik (80.), 2:4 Mike Wunderlich (83.)

    Gelbe Karten:

    Viktoria Köln: Kai Klefisch (30.), Mike Wunderlich (45.), Maximilian Rossmann (81.)

    1. FC Magdeburg: Jürgen Gjasula (83.) 

    Zuschauer:

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