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  • Der Meister kommt: Bayern II zu Gast in Köln

    Am Mittwoch steht mit dem FC Bayern München II der nächste Gegner im Sportpark Höhenberg auf dem Platz (Anpfiff 19.00 Uhr). Nachdem Viktoria Köln auch im dritten Spiel in Folge siegreich war (zuletzt 1:0 beim SV Meppen) und somit zurzeit den dritten Platz belegt, steckt die Bundesligareserve des FCB nach zwei Unentschieden im unteren Mittelfeld der Tabelle fest.

    Holger Seitz ist zurück an alter Stätte. Der Bayern-II-Trainer, der vor zwei Jahren mit der Nachwuchsmannschaft aus der Regionalliga aufstieg, darf wieder das Zepter an der Seitenlinie führen. Doch in dieser Saison läuft es noch nicht ganz so rund für den amtierenden Meister der 3. Liga: Von fünf Partien konnte nur eine gewonnen werden. Innenverteidiger Jamie Lawrence beklagte nach dem erneuten Remis (0:0 gegen Kaiserslautern) die Chancenverwertung: „Wir sind die dominierende Mannschaft, doch müssen uns am Schluss bei Torwart Ron-Thorben Hoffmann bedanken, dass er uns im Spiel hält.“

    Wie man knipst könnten die Nachwuchskicker aus dem Freistaat von Viktoria-Routinier Albert Bunjaku lernen. Der 36-Jährige traf in den letzten beiden Spielen und ist somit zu großen Teilen am Aufstieg seiner Mannschaft innerhalb der Tabelle beteiligt (von Platz 16 auf Rang drei in drei Spieltagen). Doch geriet sein Siegtreffer beim 1:0 gegen den SV Meppen fast in den Hintergrund: Drei Platzverweise dominierten das Gespräch nach dem Abpfiff. „Das war heute ein sehr intensives Spiel“, sagte Cheftrainer Pavel Dotchev in der anschließenden Pressekonferenz, „nach dem Seitenwechsel haben wir die verdiente Führung erzielt, doch das Spiel kippte durch die zwei Platzverweise. Es war ein toller Kampf der Mannschaft und wir sind glücklich, den Sieg über Zeit gerettet zu haben.“

    Zweimal erst spielte Viktoria Köln gegen Bayern II: Beim ersten Aufeinandertreffen in der letzten Saison gab es ein torreiches 5:2 für die Viktoria in München mit je zwei Treffern von Albert Bunjaku und Mike Wunderlich, den Schlusspunkt setzte Simon Handle. Im Rückspiel revanchierte sich die Bundesligareserve der Bayern mit einem 4:2 im Sportpark Höhenberg. Dabei fielen die letzten beiden Treffer der Gäste erst in den Schlussminuten.

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  • Köln beginnt Englische Woche mit Sieg

    Köln beginnt Englische Woche mit Sieg

    Drei Spiele in sechs Tagen heißt es aktuell für Viktoria Köln. Und der Start in diese Englische Woche verlief für die Höhenberger auf jeden Fall erfolgreich: Am Sonntag gewann die Mannschaft von Cheftrainer Pavel Dotchev beim SV Meppen mit 1:0 (0:0). Albert Bunjaku sorgte mit seinem Treffer in der 50. Minute – in einer Partie mit einer Roten und zwei Gelbroten Karten – für die Entscheidung.

    Im Tor bekam wieder Sebastian Mielitz von Dotchev das Vertrauen. In der Abwehr kamen Simon Handle, Bernard Kyere, Dominik Lanius und Marcel Gottschling zum Zug. Auf der Sechserposition setzte Dotchev auf Kai Klefisch und René Klingenburg. Im offensiven Mittelfeld spielten Lucas Cueto, Mike Wunderlich und Kevin Holzweiler von Beginn an. Albert Bunjaku startete als einzige echte Spitze in die Begegnung.

    Die Viktoria begann druckvoll. In der dritten Minute legte Wunderlich für Bunjaku auf, der seinen Gegenspieler umkurvte und aus acht Metern mit rechts abzog. Doch Meppens Keeper Luca Plogmann lenkte den Ball über das Tor. Nach zehn Minuten wurde die Partie offener. Die Gastgeber versuchten, ihre Offensivbemühungen zu verstärken. Allerdings sprangen dabei zunächst keine klaren Tormöglichkeiten heraus.

     

     

    In der 16. Minute zog Holzweiler aus 17 Metern mit dem linken Fuß ab. Plogmann lenkte das Leder zur Ecke. 60 Sekunden danach schoss Meppens Rene Guder einfach mal flach aus 25 Metern. Auf dem nassen Rasen wirkte der Versuch gefährlich. In der 21. Minute wurde es wild. Klingenburg sah nach einem Zweikampf Gelb, Thilo Leugers Rot. Der Meppener hatte am Boden liegend nachgeschlagen und -getreten.

    Die Emsländer steckten die Unterzahl gut weg. Lanius foulte im Strafraum seinen Gegenspieler und so gab es in der 27. Minute Elfmeter für die Gastgeber: Veldet Rama konnte diese riesige Chance aber nicht nutzen, er schoss links am Kölner Gehäuse vorbei. Die Höhenberger hatten anschließend mehr Spielanteile. Ein guter Schuss von Cueto landete am Außennetz (40.), einen Kopfball von Klefisch hielt Plogmann (45.) – so ging es torlos in die Pause.

    Die Kölner kamen ohne Wechsel aus der Kabine. Und die Höhenberger versuchten jetzt, ihr Kombinationsspiel aufzuziehen. Zunächst dribbelte sich Holzweiler mit Tempo durch die Abwehr und passte auf Wunderlich, der aus sieben Metern an Plogmann scheiterte (49.). Der anschließende Eckball brachte dann die Führung: Bunjaku stand nach einer Kopfballverlängerung von Gottschling goldrichtig und schob den Ball aus kurzer Distanz ein (50.).

    In der 60. Minute folgte eine Doppelchance der Kölner: Zunächst scheiterte Holzweiler an Plogmann, dann parierte Meppens Schlussmann gegen Cueto. In der 68. Minute schloss sich eine riesige Konterchance durch den eingewechselten Timmy Thiele an, aber er vergab gegen Plogmann. Und so wurde es – nachdem Lanius (73.) und Kyere (76.) auf Kölner Seite Gelbrot sahen, auf einmal eng. Allerdings brachten die Gäste den Sieg über die Runden.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Simon Handle, Bernard Kyere, Dominik Lanius, Marcel Gottschling – Kai Klefisch, René Klingenburg (59. Timmy Thiele) – Lucas Cueto, Mike Wunderlich, Kevin Holzweiler (72. Patrick Koronkiewicz) – Albert Bunjaku (75. Moritz Fritz)

    Tore: 0:1 Albert Bunjaku (50.)

    Gelbe Karten:

    SV Meppen: Lars Bünning (36.), Rene Guder (45.), Torsten Frings (67.), Christoph Hemlein (87.)

    Viktoria Köln: René Klingenburg (21.), Bernard Kyere (23.), Dominik Lanius (26.), Kai Klefisch (52.), Mike Wunderlich (67.)

    Gelbrote Karten:

    Viktoria Köln: Dominik Lanius (73.), Bernard Kyere (76.)

    Rote Karte:

    SV Meppen: Thilo Leugers (21.)

    Zuschauer: 500

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  • U 19: Befreiungsschlag gegen Mönchengladbach

    Eine tolle Leistung führt zum ersten Saisonsieg für die U 19 von Viktoria Köln. Im Aggerstadion in Troisdorf siegte das Team von Trainer Marian Wilhelm am Samstag in der A-Junioren-Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach verdient mit 1:0. Nach zwei Auftaktniederlagen (0:2 gegen Bochum und 0:4 bei Arminia Bielefeld) war die Motivation der Mannschaft besonders groß. Entsprechend engagiert gingen die Viktorianer in die Partie.

    Und das war zu spüren: Leichte Feldvorteile und die besseren Torchancen waren in den ersten 45 Minuten ein Zeichen dafür, dass die Höhenberger den ersten Dreier angepeilt hatten. Gleich in der vierten Spielminute hatte Stephan Nils die Chance auf das 1:0. Sein Schuss ging nur knapp am Tor von Borussia-Keeper Maximilian Brüll vorbei. Folgend machte die Viktoria weiter Dampf und dies wurde in der 22. Minute belohnt. Nach guter Einzelleistung versenkte Lamin Touray das Leder unhaltbar für Gladbachs Schlussmann Brüll zur 1:0-Führung im Tor.

    Fortan blieb das Team von Trainer Wilhelm in der Abwehr konzentriert und im Sturm weiterhin druckvoll. Die Gastgeber versuchten, die Führung auszubauen und blieben einem weiteren Treffer deutlich näher als die Gladbacher dem Ausgleich. Trotzdem blieb Mönchengladbach bei Kontervorstößen torgefährlich – beispielsweise in der 33. Minute bei einem Schuss aus 16 Metern von Leon Schütz.  

    In Halbzeit zwei übten die Gäste vom Niederrhein gewaltig Druck aus. Allerdings machte die Abwehr der Viktoria bei Zweikämpfen weiterhin eine gute Figur. Ein Freistoß aus 20 Metern, getreten von Gladbachs Luíz Skraback, ging nur knapp über das Kölner Gehäuse: Glück für Viktoria! Das bedeutete natürlich viel Arbeit für die Abwehrspieler der Rechtsrheinischen. Dabei zeigten besonders Niklas May, der in den vergangenen Wochen im Kader der Drittliga-Mannschaft stand, und Kapitän Paul Weist herausragende Leistungen.

    Marian Wilhelm war die Erleichterung nach dem Spiel deutlich anzumerken. „Nach den zwei Niederlagen hatten wir uns fest vorgenommen, uns an beiden Enden zu verbessern“, so der Coach der Viktoria. „Wir haben als Mannschaft hinten kompakt verteidigt und nach vorne viele Chancen rausgespielt. Natürlich tut ein zweites Tor immer gut, aber ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Jeder hat nach hinten heraus mitgearbeitet und zusammengestanden. Vom Stürmer bis zum Verteidiger waren alle an der Torverteidigung beteiligt. Am Ende ist es ein verdienter Sieg für uns.“

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  • Gegnercheck: Viktoria fährt nach Meppen

    Zwei Spiele, zwei Siege, zweimal zu Null – die Mannschaft von Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev kletterte während der letzten beiden Spieltage von Tabellenplatz 16 auf Rang fünf. Doch nun wartet am Sonntag mit dem SV Meppen eine Mannschaft auf die Kölner, gegen welche die Höhenberger noch nie in der 3. Liga gewinnen konnten. Und die Emsländer sind nach zuletzt zwei knappen Niederlagen hungrig.

    Die letzte Saison:

    In der Saison 2019/2020 lief es für die Niedersachsen bis zur Corona-Unterbrechung ausgezeichnet: In ihrer dritten Saison in der 3. Liga stand man bei der Aussetzung des Spielbetriebs auf dem 4. Tabellenplatz. Nach Wiederaufnahme verlor man allerdings fünf der letzten elf Spiele und musste sich schlussendlich mit Rang sieben zufriedengeben.

    Der Saisonauftakt:

    Die ersten vier Spieltage verliefen für die Meppener unbeständig wie das Wetter in Norddeutschland. Nur ein Sieg bei drei Niederlagen – so fielen  die Niedersachsen zuletzt auf den 14. Tabellenplatz zurück. Dabei verlor der SV Meppen die letzten beiden Spiele gegen den SC Verl und die Spielvereinigung aus Unterhaching ab nur knapp mit 1:2.

    Der Kader:

    Während einige Drittligisten in der Sommerpause fröhlich durchwechselten, gab Meppen lediglich sieben Spieler ab und holte sechs neue. Dennoch ist der Abgang eines Akteurs wahrscheinlich nicht zu ersetzen: Der frühere Mittelstürmer Deniz Undav erzielte in der vergangenen Saison 17 der 69 Tore des SVM. Zudem wurde er vom Kicker mit einer Durchschnittsnote von 2,64 zum „Spieler der Saison“ gewählt. Da der 24-Jährige seine Schuhe mittlerweile in der zweiten belgischen Liga schnürt, haben sich die Niedersachsen mit Dejan Bozic vom Absteiger Chemnitzer FC verstärkt. Der 1,94 Meter große Stürmer traf zum Saisonauftakt zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen 1860 München (Endstand 1:3). In den darauffolgenden Partien stand er jedoch nicht zur Verfügung.

    Der Trainer:

    Torsten Frings ist seit Anfang der Saison der neue Trainer des SV Meppen. Der 402-fache Bundesliga-Spieler, der einst mit Viktoria-Torhüter Sebastian Mielitz beim SV Werder Bremen spielte, coachte bereits zwischen 2016 und 2017 den SV Darmstadt 98. Nun steht er vor der schwierigen Aufgabe, Trainer-Urgestein Christian Neidhart zu ersetzen. Von 2013 bis 2020 zog dieser nicht nur die Fäden an der Seitenlinie für die Niedersachsen, er führte sie auch aus der Regionalliga Nord in die 3. Liga, zweimal sogar auf Rang sieben. Nach 270 Spielen war aber Schluss, Neidhart ging zu Rot-Weiss Essen. Seither hat Torsten Frings im Emsland das Sagen.

    Die Historie:

    Der SV Meppen hatte seine bisher erfolgreichste Phase zwischen 1987 und 1998. Zu dieser Zeit war der Verein in der 2. Liga aktiv, wurde zweimal Tabellensechster und belegt dadurch in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga Rang 36.
    Ansonsten glänzte der Verein eher durch Kurioses: 1982 ergatterte man den FC Barcelona für ein Freundschaftsspiel zum 70-jährigen Vereinsjubiläum. Niemand geringeres als Diego Maradona debütierte in diesem Spiel für die Katalanen und schoss auch sein erstes Tor für den weltbekannten Verein aus der Primera División.

    Die bisherige Bilanz:

    Der SV Meppen und die Viktoria trafen in der letzten Saison das erste Mal aufeinander. In Meppen trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1, auf der Schäl Sick verloren die Höhenberger mit 1:3.

    Die Partie in den Medien: 

    Anpfiff der Begegnung zwischen der Viktoria und Meppen ist am Sonntag um 15.00 Uhr in der Hänsch-Arena. Die Partie wird live bei Magenta Sport übertragen. Über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln und den Live-Ticker auf Twitter werden die Höhenberger Anhänger ebenfalls auf dem Laufenden gehalten.

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  • Dotchev will nicht überrascht werden!

    Nach zwei Siegen in Folge reist Viktoria Köln mit viel Optimismus zum Auswärtsspiel beim SV Meppen. In den zwei bisherigen Drittliga-Partien gegen die Emsländer gab es für die Höhenberger jedoch nur einen Punkt. Vor der Begegnung mahnt Cheftrainer Pavel Dotchev zur Vorsicht.

    „Wenn man zufrieden ist, dann ist die Gefahr da, dass man in einen Modus der Bequemlichkeit kommt“, so der 55-Jährige. „Wenn wir denken, dass bei uns alles gut ist, können wir überrascht werden.“ Deshalb sei sein Ziel, dass seine Mannschaft „hungrig bleibt.“

    Meppens Trainer Torsten Frings dürfte versuchen, die Gastgeber für das Spiel gegen die Kölner bis in die Haarspitzen zu motivieren. Dotchev: „Ich erwarte daher auf jeden Fall eine umkämpfte Partie. Ich hoffe aber, dass wir im Endeffekt als Sieger vom Platz gehen.“

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  • U 19 empfängt M’Gladbach: weiterhin ohne Zuschauer

    Nach zwei Auftakt-Niederlagen steht die U 19 von Viktoria Köln auf dem letzten Tabellenplatz der A-Junioren-Bundesliga West. Doch Marian Wilhelm, der Coach der Nachwuchsmannschaft, sah während des verlorenen Auswärtsspiels gegen den VfL Bochum gute Ansätze: „Das Ergebnis spiegelt keinesfalls den Spielverlauf wider. Unter dem Strich kann ich meiner Mannschaft von der Einstellung her nichts vorwerfen.“

    Nun empfängt die Viktoria am Samstag um 11.00 Uhr Borussia Mönchengladbachs im Troisdorfer Aggerstadion. „Auch wenn die Fohlen eine Spitzenmannschaft sind, haben wir uns fest vorgenommen, das erste Saisontor zu schießen“, so Wilhelm. Mit bereits einem Punkt würden die Höhenberger Jungs den Tabellenkeller verlassen. Auf große Unterstützung seitens der Viktorianer müssen die Nachwuchskicker aber weiterhin verzichten: Die Regelung, dass nur Offizielle der beiden Vereine sowie Angehörige der Heimmannschaft dem Spiel beiwohnen dürfen, bleibt weiterhin bestehen. „Es ist natürlich schade, dass uns keine Viktoria-Fans unterstützen können“, bedauert Wilhelm, „aber hoffentlich machen die Eltern unserer Jungs ordentlich Lärm.“

    Yannik Hohmann, Administrativer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, ist derweil froh darüber, dass überhaupt gespielt werden darf: „Unser gutes Hygiene- und Sicherheitskonzept bleibt weiterhin bestehen, aber aufgrund der gestiegenen Corona-Fallzahlen muss von nun an ein Mund- und Nasenschutz von allen auf dem gesamten Gelände getragen werden.“ Bleibt zu hoffen, dass sich Viktorias U 19 sich nicht von den Umständen beeinflussen lässt.

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  • Kyere im Porträt: „Nicht träumen. Hart arbeiten.“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln vor. Heute: Bernard Kyere.

    Selten ist ein Spieler so unterschiedlich auf dem Spielfeld und abseits des Rasens wie Bernard Kyere. Während er auf dem Feld seine ganzen 1,90 Meter in den Weg des Gegners stellt und die Diskussion mit dem Schiedsrichter nicht scheut, ist er am Telefon bescheiden, fröhlich und ruhig. Doch wie kommt ein in Baden aufgewachsener Stürmer in die Abwehr der Viktoria? Ein Einblick in den Kopf eines Spielers, der stets positiv denkt.

    Bernard Kyere wurde in Accra, der Hauptstadt Ghanas, geboren. Er begrüßt seine Mitmenschen allerdings mit einem ‚Servus!‘, welches einen direkt an Maultaschen und Häusle bauen denken lässt. „Wenn du mich fragst, bin ich ein Freiburger“, sagt der Innenverteidiger auf seine Herkunft angesprochen. Mit fünf Jahren kam er mit seiner Mutter nach Baden-Württemberg, sein Vater war schon zuvor nach Deutschland gezogen. In Freiburg startete der damals noch schlaksige Kyere seine Fußballer-Karriere als Stürmer, um genau zu sein bei SV Blau-Weiß Wiehre Freiburg. Nun gibt es häufig einen Verwandten oder Trainer, der einen Jugendlichen davon überzeugt, am Ball zu bleiben und den Weg Richtung Profi-Fußball einzuschlagen. Doch bei Kyere war es anders: Er wollte sich mit Besseren messen.

    „Wenn man in Freiburg höher spielen möchte, so gibt es nur den Sport-Club“, sagt er auf seine damalige Entscheidung zurückblickend, „und dieser Sprung wäre zu groß gewesen. Doch der FV Offenburg spielte mit der U 17 in der Verbandsliga und da konnte ich Anschluss finden.“ Dass er für ein halbes Jahr nach der Schule mit dem Fahrrad und der Bahn 60 Kilometer zum Training fahren und abends noch die Hausaufgaben machen musste, lässt er klingen, als wäre es ein schöner Urlaub gewesen. Bei Offenburg sah der Trainer sein Potenzial, machte den Angreifer zum Verteidiger und bewies damit ein glückliches Händchen, denn bereits kurze Zeit später spielte Kyere als Innenverteidiger in der Badischen Auswahl.

    Und die großen Sportklubs der Region wurden auf ihn aufmerksam: Der Karlsruher SC, der SC Freiburg, die TSG Hoffenheim und der 1. FC Kaiserslautern luden ihn in ihre Sportinternate ein, letztendlich entschied er sich für die „Roten Teufel“ aus Kaiserslautern. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell passiert“, sagt der heute 26-Jährige. Er blickt zurück: „Es war Winter, kalt und dunkel, die Jugendmannschaft kannte sich schon ein halbes Jahr.“ Kyere fand den Anschluss nicht direkt. Viele der anderen Jungs waren von sich überzeugt und träumten vom Profi-Fußball. Der damals 16-Jährige war zurückhaltender, wollte abwarten und sehen, wie sich alles entwickelt, anstatt anzugeben. Und da es bei ihm nur den Weg nach vorne gibt, blieb er in der unbekannten Stadt weit weg von seiner Familie und ließ es darauf ankommen.

    Keine anderthalb Jahre nachdem er die Entscheidung getroffen hatte, ins Sportinternat zu ziehen, stand der Innenverteidiger mit der U 19 Kaiserslauterns im Pokalfinale der Junioren. Im Anschluss sah die gesamte Mannschaft das DFB-Pokalfinale der Herren im Berliner Olympiastadtion. „VfB Stuttgart gegen Bayern München“, erinnert sich Kyere. Das ausverkaufte Stadion, die Stimmung, der hochklassige Fußball – Bernard Kyere fiel auf, dass er all das auch wollte. Nach Absolvierung der Jugendmannschaften stattete ihn Kaiserslautern mit einem Zwei-Jahres-Vertrag in der U 23 aus. Für den weiterhin schmächtigen Innenverteidiger war es nicht leicht, im Herrenfußball seinen Platz zu finden. Deshalb trainierte er viel abseits des Trainings, um im intensiveren Spiel bestehen zu können. Doch anstatt sich in seiner Mannschaft durchzusetzen, lernte der junge Fußballer eine andere Begleiterscheinung des Profi-Sports kennen: Verletzungen. Die Krankenakte war lang. „So etwas ist unfassbar schwierig für den Kopf. Man sitzt nur zu Hause und fühlt sich nutzlos.“ Und natürlich gab es in dieser Zeit Zweifel, ob der Weg der Richtige war. Aber Bernard Kyere resümiert: „Fußball macht mir immer noch Spaß. Deswegen kämpfe ich mich immer wieder ran.“

    Und sein Werdegang gibt ihm recht: Nach Kaiserslautern verpflichtete ihn der damalige Drittligist Fortuna Köln, für den Klub aus der Südstadt spielte er zwei Saisons fast durch. Letztendlich konnte er den Abstieg des Vereins aber nicht verhindern. Diesen Rückschlag zu verkraften, war schwer. Doch der Abwehrmann wusste auch dies wegzustecken: „Das war eine große Belastung. Doch ich bin ein positiv denkender Mensch. Ich sage mir: Du hast es bis hierhin geschafft, du hast Freunde und Familie, dann darfst du auch nicht in Selbstmitleid versinken.“

    Auch nicht, wenn die Verletzungen zurückkehren. Denn seitdem er die Rheinseite wechselte, gab es einige weitere Blessuren zu beklagen: Gleich beim ersten Viktoria-Training blieb er im Rasen hängen und riss sich mehrere Bänder. Weitere Verletzungen ließen ihn im ersten Jahr bei der Viktoria erneut nicht in den Tritt kommen, doch sein Netzwerk fing ihn auf: „Ich mag dieses familiäre Umfeld innerhalb des Vereins, wenn man weiß, für wen oder für was man spielt“, so Kyere, „auch mit meinem Mitspieler Moritz Fritz in einer WG zu leben, hat mich bei Laune gehalten. Auch wenn seine Nudeln Aioli nur ihm schmecken.“

    Wenn man Bernard Kyere fragt, welchen Traum er sich mit dem Fußball noch erfüllen möchte, beantwortet er die Frage nicht. Klar, er habe einen Anspruch, in der Startelf zu stehen, aber: „Ich rede nicht gerne von Träumen. Man muss hart arbeiten, damit sich der Erfolg einstellt.“ Dann lacht er kurz und sagt: „Wenn du fragst, was ich mir wünsche, dann ist es lange ohne Verletzungen zu bleiben.“ Und wenn das gelingt – da sind sich alle Verantwortlichen bei Viktoria Köln sicher – wird Bernard Kyere der Mannschaft und den Anhängern noch viel Freude bereiten.

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  • Holzweiler: „Wir können noch eine Schippe drauflegen“

    Mit einer Körpergröße von 1,64 Metern gehört Kevin Holzweiler bestimmt nicht zu den Riesen der 3. Liga. Aber auf dem Platz lehrt der 25-Jährige, der seit dem Sommer 2016 für Viktoria Köln dem runden Leder nachjagt, den „Großen“ ganz schön das Fürchten. Im Interview spricht er über Punkte, Tore, Corona, Fans und die Qualität der Kölner Mannschaft.

    Herr Holzweiler, mit zuletzt zwei Siegen aus zwei Spielen, ist die Punktausbeute der Viktoria gut. Wie sind Sie mit dem Saisonauftakt generell zufrieden?

    Kevin Holzweiler: Aus vier Spielen sieben Punkte zu holen, ist eine gute Ausbeute. Damit stehen wir in der Tabelle auch gut dar. Dennoch finde ich, dass wir gerade in den ersten beiden Spielen hätten besser abschneiden müssen. Da spreche ich, denke ich, für die gesamte Mannschaft. Gegen Mannheim und Wiesbaden war eindeutig mehr drin, das hätten wir besser machen müssen. Die Partien gegen Magdeburg und Ingolstadt haben wiederum gezeigt, dass wir richtig guten Fußball spielen können.

    In den ersten beiden Partien der Saison waren Sie nicht in der Startelf. Am dritten und vierten Spieltag haben Sie von der ersten Minute an gespielt. Wie kam es dazu?

    Holzweiler: Am ersten Spieltag habe ich aufgrund einer Erkältung gefehlt. Deshalb war ich am zweiten Spieltag noch nicht zu hundert Prozent fit. Cheftrainer Pavel Dotchev hat nach einer guten Trainingswoche im Spiel gegen Magdeburg wieder auf mich gesetzt. Ich denke, dass ich meine Sache ganz gut gemacht habe. Entsprechend durfte ich auch danach wieder ran.

    Denken Sie, die Mannschaft hat sich schon richtig gefunden und eingespielt?

    Holzweiler: Besonders nach den Partien gegen Magdeburg und Ingolstadt hat man gesehen, dass wir uns gut eingespielt haben. Aber ich muss auch sagen: In unserer Mannschaft steckt deutlich mehr drin. Im Spiel gegen Ingolstadt hat man in der ersten Halbzeit gesehen, wie gut es laufen kann. Auf der anderen Seite ging uns in der zweiten Halbzeit etwas die Puste aus, da hätte es auch schnell in die andere Richtung gehen können. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir noch eine Schippe drauflegen können.

    Mit Marcel Risse ist ein sehr prominenter Spieler in der Mannschaft, der auch auf Ihrer Position zum Einsatz kommen kann. Spornt das eher an oder hemmt Sie das?

    Holzweiler: Mich spornt der Konkurrenzkampf eher an. Cello ist ein super Typ. Mit seinen 176 Einsätzen im deutschen Oberhaus hat er natürlich schon einiges auf dem Buckel und bringt ausgesprochen viel Erfahrung mit. Davon kann die gesamte Mannschaft nur profitieren. Mit ihm kann man in der Kabine über alles reden und viel Spaß haben. Gerade auf dem Platz ist es Gold wert, mit Marcel zusammenzuspielen. Er kann einem viele Tipps geben.

    In der vergangenen Saison haben Sie drei wunderschöne Treffer in der 3. Liga erzielt. Sie treffen zwar nicht oft, aber wenn, dann wirklich schön. Warum ist das so?

    Holzweiler: Ich würde lieber mehr Tore schießen, die nicht so schön aussehen als wenige, die schön aussehen. Ich glaube, das liegt daran, dass ich nicht so den Zug zum Tor habe und somit zu ungefährlich bin. Und das ist ja auch nicht so überraschend. Ich bringe das Spiel eher nach vorne und leite es über außen. Deswegen habe ich, meiner Meinung nach, auch mehr Torvorlagen als eigene Treffer erzielt. Mal sehen, wie es diese Saison aussieht.

    Durch Corona muss jeder mit Einschränkungen leben. Wie haben Sie die letzten Monate erlebt? Was hat sich persönlich in Ihrem Leben durch diese Zeit verändert?

    Holzweiler: Natürlich hat sich vieles geändert. Gerade in der Anfangsphase der Pandemie war es schon ungewohnt: Maske tragen, Mindestabstand, aber auch die ‚normalen‘ Besuche bei Freunden und der Familie konnten beziehungsweise können nicht einfach so stattfinden. Es kann alles super schnell gehen, wie man gesehen hat. Generell bin ich aber eher der Typ, der nach dem Training gerne zuhause seine Ruhe hat. Deswegen war das keine große Umstellung für mich. Jeder aus unserer Gesellschaft muss sich, gerade in diesen Zeiten, professionell verhalten. Nur dann ist irgendwann ein ‚normaler Alltag‘ wieder möglich. Gerade Fußballprofis sollten in solchen Zeiten auch Aushängeschilder sein, da sie noch einmal mehr in der Öffentlichkeit stehen. Man muss die aktuelle Situation ernst nehmen und auf seine Mitmenschen achten.

    Sie müssen, wie alle anderen Drittligisten, die notwendigen Corona-Tests durchführen. Wie gehen Sie persönlich mit den Tests um?

    Holzweiler: Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Gerade am Anfang war es sehr ungewohnt, da der Test schon unangenehm sein kann. Mittlerweile gehört es allerdings zu unserem ‚Ritual‘.

    Zuletzt durften nur 300 Zuschauer bei der Partie gegen Ingolstadt im Sportpark Höhenberg dabei sein. Wie haben Sie die Atmosphäre empfunden?

    Holzweiler: Es war gut, dass wenigstens ein ‚paar‘ Zuschauer dabei sein durften. Meiner Meinung nach ist dies nicht selbstverständlich. Denn in manchen Stadien durften bis heute keine Zuschauer wieder dabei sein. Das zeigt, wie ernst die Lage ist. Aber selbst 300 Zuschauer sind für uns als Spieler wichtig. Man merkt und weiß, dass man den ‚12. Mann‘ im Rücken hat – auch mit einer kleinen Anzahl. Das ist auf jeden Fall besser, als komplett ohne Fans zu spielen.

    Am Sonntag reist die Mannschaft zum Auswärtsspiel in Meppen. Wie denken Sie, geht die Partie aus?

    Holzweiler: Meppen konnte die ersten beiden Heimspiele der Saison nicht gewinnen. Sie haben bisher erst eine von vier Partien gewinnen können. Deswegen werden sie am Sonntag aufs Ganze gehen und alles dafür tun, damit sie wieder einen Heimerfolg verbuchen werden. Allerdings werden wir mit breiter Brust nach Niedersachsen fahren. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge möchten wir natürlich auch den dritten Sieg mitnehmen und wieder zu Null spielen. Letzte Saison konnte man sehen, dass die Spiele gegen Meppen nicht einfach sind. Das wird dieses Jahr ebenfalls der Fall sein. Die Stimmung innerhalb unserer Mannschaft ist super. Deswegen bin ich zuversichtlich, dass wir die Punkte mitnehmen werden.

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  • Marcel Risse fällt erst einmal aus

    Der FC Viktoria Köln muss beim Auswärtsspiel in Meppen aller Voraussicht nach auf Marcel Risse verzichten. Der Mittelfeldspieler der Höhenberger zog sich am Sonntag beim 2:0-Erfolg der Kölner gegen den FC Ingolstadt einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu.

    Der 30-Jährige, der in der 70. Minute für Kevin Holzweiler in die Partie kam, erinnert sich: „Es geschah bei einer schnellen Drehung. Ich war gerade erst ein paar Minuten im Spiel als ich den ersten Schmerz verspürt habe.“

    Eine Magnetresonanztomographie (MRT), in der Mediapark Klinik durchgeführt von Mannschaftsarzt Dr. Max Wittenberg, bestätigte am späten Montagnachmittag den Verletzungsverdacht. Damit scheint ein Einsatz vorerst nicht möglich zu sein.

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  • Sebastian Mielitz ist Spieler des Monats

    Die Anhänger der Viktoria haben entschieden: Sebastian Mielitz ist „Spieler des Monats September“! Der 31-Jährige setzte sich bei der Fanabstimmung mit großer Mehrheit gegen Kai Klefisch, Mike Wunderlich und Lucas Cueto durch. Durch seine Glanzparaden in den ersten Partien konnte er die Viktoria-Fans von sich überzeugen. Gut möglich, dass Mielitz auch bei der kommenden Abstimmung wieder zur Wahl stehen wird. Aktuell deutet aufgrund seiner Leistungen vieles darauf hin.

    Das nächste Voting findet Anfang Oktober statt – wie immer auf unserer Facebookseite. Dann wird der „Spieler des Monats Oktober“ gesucht. Ende 2020 wird dann von der Facebook-Community Viktoria Kölns der „Spieler des Jahres“ gewählt.

    Die Spieler des Monats aus diesem Jahr im Überblick:

    Januar: Jonas Carls

    Februar: Steven Lewerenz

    März: Dominik Lanius

    April: Mike Wunderlich

    Mai: Hamza Saghiri

    Juni: Albert Bunjaku

    Juli: Alexander Höck

    August: Lucas Cueto

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