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  • Viktoria verschenkt richtungsweisende Partie gegen Oldenburg mit 1:2

    Viktoria verschenkt richtungsweisende Partie gegen Oldenburg mit 1:2

    Bitterer Sonntag für Viktoria Köln: Das Team von Olaf Janßen verlor erstmals seit April und damit erstmals in der laufenden Saison wieder ein Heimspiel im Sportpark Höhenberg. 1:2 hieß es am Ende gegen Aufsteiger VfB Oldenburg – trotz starker Anfangsphase mit zahlreichen Torchancen.

    „Inhaltlich kann ich meiner Mannschaft noch nicht mal viel vorwerfen. Aber wir haben zu Beginn unsere Chancen liegen lassen und dann in der zweiten Halbzeit die Gegentore hergeschenkt. Das darf so nicht passieren, dann wird es gegen jede Mannschaft der Welt schwer“, haderte Cheftrainer Olaf Janßen. „Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass diese Partie richtungsweisend ist. Die Niederlage tut weh, weil sie so unnötig war.“     

    Kapitän Marcel Risse kehrte nach auskuriertem Muskelfaserriss in die Startelf zurück und bildete mit Simon Handle und Simon Stehle die offensive Mittelfeldreihe, David Philipp nahm zunächst auf der Bank Platz.

    Janßens Elf übernahm schnell die Spielkontrolle, dominierte die Partie und kam zu ersten Abschlüssen durch Simon Handle (6.), Robin Meißner (9.), Hamza Saghiri (11.) und erneut Handle (12.).

    In der 18. Minute hatten die Viktoria-Fans dann den Torschrei schon auf den Lippen, doch der Ex-Höhenberger Sebastian Mielitz konnte gegen den unmittelbar vor ihm zum Kopfball kommenden Jamil Sieber noch zur Ecke retten.

    Danach blieben Großchancen eher Mangelware, sodass es torlos in die Pause ging – und das war nach diesen 45 Minuten wohl nur für die Gäste okay so.

    In Halbzeit zwei zunächst ein ähnliches Bild, Viktoria mit Schwung und einem Abschluss durch Risse, der rechts am Tor vorbei schoss (51.). Doch dann schenkte Simon Stehle mit einem kapitalen Rückpass in den Lauf von Max Wegner den Gästen die erste echte Torchance, und der VfB-Stürmer ließ sich diese nicht nehmen, umkurvte Ben Voll und traf aus spitzem Winkel zum 0:1.

    Und es kam noch schlimmer: Nach einem Freistoß landete der Ball vor den Füßen von Oliver Steurer ­– „Da stehen wir natürlich auch wie Hühnerhaufen“, schimpfte Janßen bei Magenta – Steurers Abschluss aus zentraler Position fälschte Siebert noch unhaltbar für Voll zum 0:2 ab.

    Es galt mal wieder, Moral und Haltung zu zeigen, und unsere Höhenberger Jungs machten weiter. In der 80. Minute kamen sie zum Anschlusstreffer durch einen von Robin Meißner souverän verwandelten Handelfmeter. Zu mehr reichte es aber an diesem bitteren Sonntag nicht mehr. „Jetzt müssen wir uns schütteln“, fordert Janßen, „Freitag beim SC Verl wird es nicht einfacher.“

    Viktoria Köln: Ben Voll – Patrick Koronkiewicz, Jamil Siebert, Moritz Fritz, Niklas May – Hamza Saghiri (67. Federico Palacios), Patrick Sontheimer- Marcel Risse (67. Luca Marseiler), Simon Stehle (57. David Philipp), Simon Handle (88. Kevin Lankford) – Robin Meißner (88. Seokju Hong)

    Tore: 0:1 Max Wegner (56.), 0:2 Oliver Steurer (66.), 1:2 Meißner (80./Handelfmeter)

    Zuschauer: 2658

    Schiedsrichter: Patrick Kessel

    Gelbe Karten

    Viktoria Köln: Simon Handle, Niklas May, David Philipp, Patrick Koronkiewicz

    VfB Oldenburg: Robert Zietarski, Ebrima Ndure, Marcel Appiah

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  • Gegnercheck: Der Aufsteiger ist angekommen

    Gegnercheck: Der Aufsteiger ist angekommen

    Nach der Länderspielpause geht es weiter in der Liga: Die Viktoria empfängt am Sonntag (13 Uhr) im Sportpark Höhenberg Aufsteiger VfB Oldenburg. Die Norddeutschen setzten sich in der ungeliebten Aufstiegsrelegation gegen den BFC Dynamo durch, starteten mit Problemen in ihre erste Drittligasaison, zeigten aber dann bis zur Liga-Unterbrechung eine beeindruckende Form. Hier gibt es die wichtigsten Infos zu unserem Gegner.

    Ambitionen: Gekommen um zu bleiben, lautet das Motto an der Hunte. Der VfB will schaffen, was dem Vorjahresaufsteiger aus dem Norden, dem letztlich chancenlosen TSV Havelse nicht gelang, und am Ende der Saison den Klassenerhalt feiern. 

    Trainer: Dario Fossi (41) kam im Sommer 2020 vom Lokalrivalen VfL Oldenburg, mit dem er 2018 von der Oberliga in die Regionalliga auf- und in der folgenden Saison wieder abgestiegen war, zum VfB. Für den Wechsel nutzte er eine Ausstiegsklausel. Nachdem die Saison 2020/21 im Zuge der Corona-Pandemie abgebrochen wurde, führte Fossi die Oldenburger in seiner ersten kompletten Spielzeit zur Meisterschaft und zum Aufstieg: In der Relegation siegte der VfB nach einer 1:2-Heimniederlage im Rückspiel beim BFC Dynamo 2:0. Der in Offenbach geborene Italiener wechselte als Abwehrspieler 2004 von den Kickers zum VfR Neumünster und blieb seitdem im Norden Deutschlands. Beim SV Wilhelmshaven machte der ehemalige Abwehrspieler seine ersten Schritte als Trainer im Nachwuchsbereich, ehe er im Juli 2014 als Spielertrainer die erste Mannschaft des SVW übernahm.

    Kader: Die Top-Zugänge heißen Christopher Buchtmann (30/zuletzt St. Pauli), Oliver Steurer (27/MSV Duisburg) und Ex-Viktoria-Torwart Sebastian Mielitz (33/FC Helsingör). Mittelfeldmann Buchtmann kam Ende August aus Hamburg, zog sich aber gleich beim VfB-Debüt gegen den MSV Duisburg (1:1) einen Wadenbeinbruch zu. Keeper Mielitz und Innenverteidiger Steurer verstärken mit ihrer Erfahrung aus dritter, zweiter und erster Liga die ohnehin funktionierende Abwehr um den erfahrenen Marcel Appiah (34), der unter anderem für Arminia Bielefeld, NEC Nijmegen und den VfL Osnabrück spielte und 2021 vom VfR Aalen kam. Linksaußen Ayodele Adetula, im Aufstiegsjahr mit zehn Toren und 15 Assits Oldenburgs Top-Scorer, konnte trotz zahlreicher Angebote gehalten werden, fiel zum Saisonstart mit Außenbandriss aus und gab am letzten Spieltag gegen Bayreuth in der Schlussphase sein Comeback. Bester Torschütze in der laufenden Saison ist mit drei Treffern Kapitän und Mittelstürmer Max Wegner (33), bester Scorer mit einem Tor und vier Vorlagen der von Regionalligist BSV Rehden gekommene Zehner Kamer Krasniqi (26).

    Der Ex-Kölner: Sebastian Mielitz (33) stand in der Saison 2020/21 in 35 von 38 Drittligaspielen im Viktoria-Kasten, ehe er in der Vorbereitung auf die folgende Spielzeit durch einen Syndesmoseriss gestoppt wurde, in der Winterpause zum dänischen Erstligisten FC Helsingör und zur laufenden Saison nach Oldenburg wechselte. Für den VfB absolvierte er bislang drei Drittligaspiele, in den letzten beiden Partien hütete der Niederländer Pelle Boevink (24) das Tor.

    Form: Der Aufsteiger ist angekommen in der Liga. Nach nur einem Punkt aus den ersten vier Saisonspielen holte Oldenburg zuletzt mit drei Siegen und zwei Unentschieden 11 Punkte aus fünf Spielen und belegt damit in der Formtabelle Rang zwei. Nur Mit-Aufsteiger SV Elversberg (13 Punkte), der auch die Gesamttabelle anführt, war in diesem Zeitraum stärker. Ein Testspiel in der Länderspielpause beim Ligarivalen VfL Osnabrück verlor der VfB mit 2:3. In der Liga hatte der VfB das Weser-Ems-Derby am 3. September zuhause nach 1:3-Rückstand noch mit 4:3 gewonnen.

    Bilanz: Beide Klubs treffen erstmals seit über 41 Jahren in einem Pflichtspiel aufeinander. Und überhaupt gab es das Duell erst zweimal, nämlich in der Zweitligasaison 1980/81 (Staffel Nord). Die Viktoria gewann ihr Heimspiel 4:1, holte auswärts beim 2:2 einen Punkt. Die Höhenberger verfehlten am Saisonende als Elfter nur um einen Punkt Platz zehn, der für die Qualifikation zur damals neuen eingleisigen Zweiten Liga berechtigt hätte.

    Das Spiel in den Medien: Anpfiff der Partie zwischen dem Viktoria Köln und dem VfB Oldenburg ist am Sonntag um 13:00 Uhr im Sportpark Höhenberg. Für alle, die zu Hause mitfiebern wollen, wird das Spiel ab 12:45 Uhr live bei Magenta Sport übertragen. Über unsere Social-Media-Kanäle (FacebookInstagramTwitterYouTube) werden unsere Viktorianer ebenfalls auf dem Laufenden gehalten. Und für jeden, der Vussball lieber hört als sieht oder liest, für den geht unser Vussballradio Schäl Sick ab 12:50 Uhr mit Hendrik und Christian an den Mikrofonen live auf Sendung.

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  • Viktoria-Inklusions-Video erreicht über eine Million Menschen

    Viktoria-Inklusions-Video erreicht über eine Million Menschen

    Vussball für alle, dafür steht Viktoria Köln. Beim Drittligaheimspiel gegen den Halleschen FC (2:2) am 10. September war die Inklusionsmannschaft des FC Germania Zündorf, die auch schon bei der offiziellen Saisoneröffnung im Juli mit dabei war, als Einlaufmannschaft mit von der Partie im Sportpark Höhenberg.

    Ein kurzes Video, das die Viktoria dazu auf ihren Social-Media-Kanälen postete, berührt offenbar die Fans und geht viral. Bis Mittwochvormittag erreichte der Beitrag allein auf Facebook über eine Million Menschen.

    Hier geht’s zum Video

    „Nicht nur diese beeindruckende Zahl zeigt und bestätigt uns darin, wie sehr das Thema den Menschen am Herzen liegt“, erklärt Viktoria-Geschäftsführer Eric Bock und verrät: „Wir planen schon bald, eine eigene inklusive Mannschaft im Verein zu etablieren.“

    Dabei ist das Thema nicht neu auf der Schäl Sick. Bereits im Juli 2021 veranstaltete die Viktoria in Höhenberg ihre erste Inklusionspartie, bei denen die Spieler unserer B-Jugend mit den Vussballspielern mit Behinderung von der Gold-Kraemer-Stiftung in zwei Teams gemischt wurden.

    Die Jungs und Mädchen vom Team Bananenflanke Köln e.V. unterstützen im Oktober letzten Jahres unsere Balljungen beim großen Benefizturnier, dem PSD-Bank Cup.  Seit Januar überträgt das für Menschen mit Sehbehinderung konzipierte Vussballradio Schäl Sick die Viktoria-Spiele im Internet und die Heimspiele in Höhenberg via Funksignal auch im Stadion.

    Kommenden Sonntag beim Heimspiel gegen den VfB Oldenburg (13 Uhr) wird die Viktoria wieder Kindern und Jugendlichen des JULE-Clubs von der Lebenshilfe Köln e.V. ein besonderes Stadionerlebnis ermöglichen, wie bereits im April gegen Borussia Dortmund II.

    Hier mehr zu Inklusion bei Viktoria Köln lesen

    Zuletzt machten sich Lisa Schiepan und Lea Schmitz (Gemeinwohl und CSR Viktoria Köln) bei den Fußball-Inklusionstagen, die vom 16. Bis 18. September auf dem Kölner Roncalliplatz stattfanden, ein Bild von der Bandbreite des Handicap-Fußballs.

    Das von der DFB-Stiftung Sepp Herberger gemeinsam mit dem Fußball-Verband Mittelrhein, der Stadt Köln und dem 1. FC Köln ausgerichtete Event soll auch 2023 und 2024 wieder im Schatten des Kölner Doms stattfinden. „Dann möchten wir auch mit einer eigenen Mannschaft vor Ort sein“, erklärt Geschäftsführer Eric Bock, den Aufbau eines inklusiven Teams voranzutreiben.

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  • 1:0-Sieg bei Erstligist macht Janßen happy

    1:0-Sieg bei Erstligist macht Janßen happy

    Toller Auftritt der Viktoria im Test beim niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen! Die Höhenberger Jungs siegten beim Ehrendivisionär mit 1:0. Den Treffer des Tages erzielte Luca Marseiler in der 14. Minute.
    Dass sein Team sein Spiel trotz insgesamt 13 Wechseln durchzog, ließ Cheftrainer Olaf Janßen höchst zufrieden die Heimreise antreten: „Wir hatten unheimlich viel Struktur mit dem Ball und gegen den Ball, unsere Abläufe haben gepasst trotz der vielen Wechsel. Man hatte nie das Gefühl, dass irgendwo ein Bruch im Spiel war.“

    Eher das Gegenteil war der Fall, führt Janßen aus: „Wir hatten ein sehr gutes Positionsspiel, haben uns darüber hinaus weitere Torchancen herausgespielt und haben vor dem eigenen Tor ganz viel wegverteidigt, und das alles mit großer Lust und großer Freude.“

    Sein Team habe jede Minute des Spiels genutzt, freut sich Janßen: „Das war uns sehr wichtig. Die Jungs haben die große Herausforderung gegen einen holländischen Erstligisten angenommen, sie haben diese Probe mit Bravour bestanden.“

    Der verdiente Lohn: drei freie Tage! Allerdings erst ab Samstag. Für Freitag kündigt der Coach noch mal „ein verschärftes Training“ an.

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  • Viktoria-Treffen in Klinik: Bitte kein Herzrasen wegen Katar-WM

    Viktoria-Treffen in Klinik: Bitte kein Herzrasen wegen Katar-WM

    Normalerweise gehen wir ja erst zum Arzt, wenn es wirklich und richtig weh tut. Oder aber wir werden bereits im Krankenwagen in die Klinik gefahren. Doch an diesem Abend war alles anders: Prof. Dr. Marc Horlitz, Chefarzt der Klinik für Kardiologie des Krankenhauses Porz am Rhein, und als solcher auch Mannschaftsarzt von Viktoria Köln, hatte zum Treffen des Wirtschaftsrats eingeladen – alle kamen freiwillig und erlebten einen ebenso lehrreichen wie unterhaltsamen, aber auch kritischen Abend.

    Professor Horlitz und sein Ärzteteam führten die illustre Runde aus Viktoria-Partnern, Spielern sowie Legenden aus Sport und Unterhaltung durch die Räumlichkeiten der Elektrophysiologie, Rhythmologie und Kardiologie – von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DKG) offiziell als „Vorhofflimmer-Zentrum“ zertifiziert.     

    Wer aufgepasst hat, weiß nun, wie mit modernster Technik im Zuge einer Herzkatheteruntersuchung minimalinvasiv über das Handgelenk Stents implantiert werden. Laut eines Spezialisten wie Horlitz „ganz einfach“ – wohl so wie für einen Vussballer ein Querpass? Zu bestaunen gab es für den Laien bei dem spannenden Rundgang durch die Klinik-Räumlichkeiten auch die technische Entwicklung von Herzschrittmachern und Defibrillatoren.

    Turne bis zur Urne

    Und wer sich anschließend von Horlitz bei dessen Vortrag über die „Prävention von Herz- und Gefäßerkrankungen“ nicht nur fachkundig unterhalten ließ, sondern sich diesen auch „zu Herzen“ nimmt, kann möglichweise verhindern oder zumindest verzögern, dass er dann doch schon bald wegen akuter Beschwerden erneut in die Klinik muss. „Turne bis zur Urne“ zitierte Horlitz dabei das Motto seinen Kollegen Dr. Eduard Gorr.

    Dass er statt Chefarzt auch Moderator hätte werden können, bewies der Professor bei der hochkarätig besetzten Talkrunde. Auf dem Podium saßen neben Viktoria-Chefcoach Olaf Janßen (55) Comedian und TV-Star Guido Cantz (51), die Kölner Eishockey-Legende Mirko Lüdemann (48), Bayer-Kult-Stürmer Ulf Kirsten (56), Zehnkampf-Ikone Jürgen Hingsen (64) und Fitness-Guru Arne Greskowiak (38/Athletiktrainer u.a. der Kölner Haie und Basketball-Nationalmannschaft).

    Janßen sprach über das Highlight-Spiel der Viktoria im DFB-Pokal gegen den FC Bayern ­– „Nicht nur die Menschen in Köln, sondern bundesweit sollten wahrnehmen, wer und wie wir sind, dafür war das Spiel sehr wichtig.“ – und die Philosophie des Vereins: „Wir stehen nicht für Mittelmaß, aber wir sind auch nicht übergeschnappt. Wir können das, was wir auf den Platz bringen, sehr realistisch einschätzen. Von daher freu ich mich einfach auf das, was kommt, ich bin super gerne hier.“

    Der schönste Sieg ist der nächste

    Horlitz‘ Forderung nach drei Punkten im nächsten Heimspiel gegen den VfB Oldenburg (2. Oktober, 13 Uhr) konterte Janßen mit seinem Motto „Der schönste Sieg ist der nächste, ob der Gegner jetzt Oldenburg heißt oder anders.“

    Auf Nachfrage des Chefarztes erklärte der Cheftrainer seine Definition von Haltung: „Haltung bedeutet einfach, Widerstände auszuhalten. Du spielst mal einen Fehlpass, kassierst ein Gegentor, der Schiedsrichter trifft eine Fehlentscheidung, du vergibst eine riesen Torchance. Dann ist da auch noch ein Gegner, der uns quälen will. Es ist Teil des Spiels, das alles anzunehmen. Du fällst immer wieder hin, in jedem Spiel und jedem Training. Und du musst in dir tragen, dass du immer wieder aufstehst.“

    Der 1971 im Porzer Krankenhaus geborene Guido Cantz erklärte gleich zum Auftakt seines Statements, was er von dem Abend mitnehmen wolle: „‚Turne bis zur Urne‘ und ‚Der schönste Sieg ist der nächste‘ – das sind die beiden Sachen, die ich mir aufschreiben werde.“

    Guido, der Gnadenlose

    Doch es gab noch mehr Wissenswertes. Der Unterhaltungs-Allrounder und passionierte Amateurvussballer verriet, dass er in einem Prominenten-Spiel mal 0:13 gegen die Bayern verlor und sein Kampfname „Guido Gnadenlos“ gewesen sei: „Da ich viel gegrätscht habe, hat der mir ganz gut gefallen.“

    Sein viertes Buch (Bauchgefühl & Gottvertrauen: Mein Leben von 1971 bis 20 Uhr 15) habe er im Lockdown auf Druck seiner Frau geschrieben: „Sie war genervt, sagte, mach mal was. Im Nachhinein eine gute Idee.“

    Überlebter plötzlicher Herztod

    Für keine gute Idee hält wiederum Haie-Legende Lüdemann die immer mal wieder aufgestellte These, Eishockeyspieler seien die deutlich fitteren und härter belastbaren Jungs als Vussballer: „Von den 60 Minuten, die bei uns auf der Uhr stehen, spielen die meisten auch nur 20 Minuten, und das ist dann schon viel. Deshalb ist die höhere Taktung für die Spieler kein Problem, die sind das ja auch seit jungen Jahren gewöhnt, und dann kann man im Profialter auch mal drei Spiele die Woche machen.“ Auch die Maximalbelastung während der Eiszeit relativierte Lüdemann: „Nach den 40 bis 50 Sekunden, die wir hoch und runter gerast sind, haben wir ja auch wieder ein, zwei Minuten Pause.“

    Jedoch gab es auch im Eishockey schon Fälle von plötzlichem Herztod beziehungsweise „überlebtem plötzlichen Herztod“, wie ihn der dänische Vussballer Christian Eriksen bei der EM 2021 erlitt. Doch es habe längst „ein Umdenken stattgefunden“ erklärte Lüdemann. „Es kardiologische Tests vor der Saison, und es wird keiner mehr aufs Eis geschickt, der nicht hundertprozentig fit ist.“

    Die Suche nach dem Mittelstürmer

    Kirsten sollte Horlitz erklären, warum es kaum noch klassische Mittelstürmer gebe und tat dies: „Man hat es verpasst, Mittelstürmer in der Jugend zu entwickeln. Als die Spanier drei Titel geholt haben von 2018 bis 2012, hat man mehr in Richtung Spanien geschaut, gerade der DFB, und sein Spielsystem ein bisschen geändert. Zudem ist es auch schwierig, Mittelstürmer auszubilden: Wenn man einen großen Mittelstürmer hat in der Jugend, wird der oft in die Abwehr gestellt, weil er kopfballstark ist.“

    Auch zum Videobeweis hat der ehemalige Bayer-Knipser, der im November 1997 bei Leverkusens 4:2-Sieg gegen die Bayern in Unterzahl das Spiel beim Stand von 1:2 mit einem lupenreinen Hattrick drehte, natürlich eine klare Meinung: „Fehlentscheidungen wird es immer geben. Was mich stutzig macht, ist, dass man selbst am Monitor nicht erkennt, ob es Foul ist oder nicht, dann soll man es lieber weglassen. Es gibt mehr Diskussionen als früher ohne VAR. Man merkt, dass die Schiris immer unsicherer werden, weil sie wieder was aufs Ohr kriegen, obwohl die Szene zwei Minuten her ist, das bringt es nicht.“

    12.000 Kalorien pro Tag

    Jürgen Hingsen nutze den Abend nicht nur, um dem Moderator öffentlich zu danken: „Ich bin sehr stolz, dass ich Marc Horlitz kennenlernen durfte, er hat meiner Frau das Leben gerettet.“

    Der viermalige Silbermedaillen-Gewinner (Olympische Spiele 1984, WM 1983, EM 1982 und ’86) erklärte, dass ein Zehnkämpfer 12.000 Kalorien pro Wettkampftag verbraucht und sprach über den Umgang mit Rückschlägen: „Es geht um Leistung und darum, auch mal den Mut zu haben, Niederlagen einzugestehen. Das können die Vussballer genau so gut wie die Leichtathleten. Du kannst nur ganz oben ankommen, wenn du wirklich auch mal durch die tiefe Phase durchgegangen bist. Nicht nur gesundheitlich, körperlich, sondern auch mental, mit allem was dazu gehört.“

    Viktoria-Kapitän Marcel Risse, Torwart Ben Voll, Moritz Fritz, Robin Meißner und Daniel Buballa, die interessiert in der ersten Reihe zuhörten, gab Hingsen große Ziele mit auf den Weg: „Ihr müsst an euch glauben. Und ich bin fest davon überzeugt, mit diesem Trainer an eurer Seite werdet ihr auch die Zweite Liga schaffen.“

    Ausnahmeathlet Dennis Schröder

    Fitness-Coach Greskowiak, der just mit den deutschen Basketballern EM-Bronze feiern durfte, schwärmte von der Stimmung in Köln („Besser als in Berlin“) und NBA-Star Dennis Schröder, den er als einen „ganz besonderen Athleten“ bezeichnete.

    „Wenn du mit Menschen wie Dennis arbeiten darfst, ist das etwas Besonderes“, erklärte Greskowiak. „Er hat Fähigkeiten, die ich als Athletiktrainer noch nie bei einem anderen Menschen gesehen habe. Er ist ja nur 1,88 groß, er ist kleiner als ich, hat aber eine Spannbreite von 2,13 Meter, kann extrem hoch springen. Ein genialer Athlet, das macht einfach Spaß.“

    Zum Abschluss wurde es dann noch einmal ernst. Horlitz bat um eine Prognose für die Fußball-WM in Katar mit Finale am 4. Advent, doch die fiel angesichts der bekannten Diskussion um das fragwürdige Turnier, selten sportlich aus.

    „Weiß gar nicht, ob ich mir die WM anschaue“

    „Ich habe keine Kompetenz, ich freue mich, wenn Deutschland gewinnt, kann das aber nicht beurteilen“, passte Greskowiak, während Hingsen sofort den Fokus auf die umstrittene Vergabe lenkte: „Ich weiß gar nicht, ob ich mir die WM anschaue. Ich finde es unsäglich, auch was der DFB da abzieht, da geht es nur ums Geld. Gut, das ein oder andere Spiel der deutschen Mannschaft, da werde ich sicherlich nicht umhinkommen, mir das anzuschauen. Aber ansonsten muss ich ganz ehrlich sagen, gibt es im Sport Grenzen. Man muss auch mal ein Statement abgeben. Katar ist hier fehl am Platz. Ich muss mal sehen, was ich mache.“

    Ob Vussballer Kirsten sich denn die WM wohl anschaut? „Nein“, kam die trockene Antwort. „Das habe ich aber noch nie gemacht. Gut, die deutschen Spiele schon. England, Italien oder Frankreich dann vielleicht auch mal. Ich sehe es genauso wie der Jürgen, aber wir kommen ins Finale.“

    Lüdemann („Ich habe gar keine Ahnung“) passte ebenso wie Greskowiak, während Cantz dann weiter den Finger in die Wunde legte: „Ich werde mir Deutschland angucken, möchte mich aber auch dem Jürgen Hingsen anschließen. Ich finde das eine absolute Unverschämtheit. Ich habe mich mal vor Jahren während einer Bambi-Verleihung mit Jogi Löw unterhalten, er hat mir damals erzählt, es ist schon ein Problem, für alle Mannschaften, die da anreisen, überhaupt eine Trainingsmöglichkeit zu finden. Katar behauptet ja, es werde ein nachhaltiges Turnier. Aber allein die Flüge, die da tagtäglich aus Dubai und anderen Emiraten nach Katar geschickt werden, das ist eine absolute Unverschämtheit. Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust, aber ich glaube, ich werde mich eher dem Advent widmen, und nicht zwingend der WM.“

    „Die erste WM, die mir kein gutes Gefühl gibt“

    Und selbst ein Olaf Janßen, Vussballer mit Leib und Seele, verliert angesichts der Umstände die Lust am Spiel: „Da muss ich auch ganz ehrlich sagen, dass diese Weltmeisterschaft die erste ist, die mir kein gutes Gefühl gibt. Wir Vussballer nehmen sowieso eine exorbitante Stellung in der Gesellschaft ein, dann sollte man auch eine gewisse Verantwortung tragen und Flagge zeigen. Was die FIFA da veranstaltet hat, das war, glaube ich, das Sahnehäubchen. Wenn so eine WM nach Katar vergeben wird, dazu muss man eigentlich gar nicht viel sagen. Es wird wahrscheinlich so sein, dass wir in unseren Wohnzimmern sitzen, keine Energie haben, keine Heizung, und die da drüben das Stadion klimatisieren, damit das Spiel stattfindet. Da muss ich sagen, das hätte nicht für möglich gehalten, dass das mal passiert. So eine WM wird ja vergeben, da müssen Leute auch Ja sagen. Da muss ich sagen, das ist ein komplettes Eigentor.“

    Doch mit solch tristen Gedanken sollte der Abend dann natürlich nicht enden. Damit die Katar-WM die geladenen Gäste nicht schon bald mit Vorhofflimmern oder gar Herzrasen zurück zu Horlitz treibt, ergriff Horst Müller, Vorsitzender des Wirtschaftsrats, zum Abschluss das Wort. Er bedankte sich bei Professor Horlitz für die hervorragende Organisation und Moderation des rundum gelungenen Events: „Du weißt ja, dass ich ein bisschen mit Veranstaltungen zu tun habe. Ich muss Dich unbedingt buchen dürfen.“

    Der tolle und lehrreiche Abend fand Ausklang bei einem gemeinsamen Imbiss in gemütlicher Runde. Und manch einer diskutierte darüber, warum es bei Anschaffungskosten von 1500 bis 2000 Euro eigentlich nicht längst in jedem Kindergarten, jeder Schule oder jeder öffentlichen Einrichtung einen Defibrillator gibt, der im Notfall Leben retten kann.

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  • Gegnercheck: Wer knackt im Emsland seine Sieglos-Serie?

    Gegnercheck: Wer knackt im Emsland seine Sieglos-Serie?

    Die Reise geht ins Emsland: Am Samstag (14 Uhr) wartet auf unsere Viktoria die knifflige Auswärtsaufgabe beim SV Meppen. Wie unsere Höhenberger Jungs beim 2:2 gegen den Halleschen FC kassierte auch der SVM am letzten Spieltag beim SC Verl spät den 2:2-Ausgleich (87. Minute) und haderte mit liegengelassenen Punkten. Hier gibt es die wichtigsten Infos zu unserem Gegner.

    Ambitionen: In der letzten Saison folgte auf eine sensationelle Hinrunde, die der SVM über seinen Verhältnissen spielte und mit 30 Punkten auf Platz fünf in direkter Schlagweite zu den Aufstiegsplätzen abschloss, eine schwache Rückrunde mit nur noch 17 Zählern – das machte in der Endabrechnung Platz zwölf. Das sechste Drittliga-Jahr soll nun zeigen, wo die Reise mittelfristig hingehen könnte.

    Trainer: Der Absturz in der Rückrunde kostete Rico Schmitt im Mai trotz der wenige Wochen zuvor besiegelten Vertragsverlängerung seinen Job. Nachfolger wurde der äußerst drittligaerfahrene Stefan Krämer. Der 55-Jährige coachte seit 2011 für Arminia Bielefeld, Energie Cottbus, Rot-Weiß Erfurt, den KFC Uerdingen, den 1. FC Magdeburg, erneut Uerdingen und nun Meppen 270 Drittliga-Spiele, von denen er mit seinen Teams 104 gewann (77 Remis, 89 Niederlagen, Punkteschnitt: 1,44).

    Kader: Innenverteidiger Lars Bünning zog es zu Aufsteiger Kaiserslautern. Auch Jeron Al-Hazaimeh, Richard Sukuta-Pasu, Florian Egerer oder René Guder verließen den Klub. Gleich drei Neuzugänge kamen ablösefrei von Absteiger Würzburger Kickers, darunter Mittelstürmer Marvin Pourié, der in den ersten acht Saisonspielen bereits sieben Scorer-Punkte verbuchte (vier Tore, drei Assists). Auch Linksverteidiger Sascha Risch (SC Freiburg II) und Rechtsaußen Marius Kleinsorge, der nach zwei Jahren beim 1. FC Kaiserslautern zum SVM zurückkehrte, bringen Drittliga-Erfahrung mit.

    Form: Diese ist zumindest statistisch recht identisch mit der unserer Viktoria: Sechs Punkte aus den letzten fünf Spielen, beide Teams konnten zuletzt viermal nicht siegen und kassierten wie erwähnt am letzten Spieltag jeweils ein spätes 2:2. Definitiv ausfallen werden bei den Gastgebern Samuel Abifade (Muskelfaserriss) sowie die Langzeitverletzten Luka Tankulic (Knieverletzung) und Willi Evseev (Achillessehnenriss).

    Bilanz: Auch die ist ausgeglichen – sowohl der SVM als auch die Viktoria konnten zwei von bislang sechs Drittliga-Duellen gewinnen, zweimal lautete der Endstand 1:1. In böser Erinnerung hat Viktoria die 0:4-Auswärtspleite im November 2021.

    Cheftrainer Olaf Janßen über den Gegner: „Unter Stefan Krämer ist schon eine Entwicklung zu sehen. Gerade in Ballbesitz, im Positionsspiel sind sie variabler geworden. Stefan hat in einem Interview gesagt, sie verteidigen mittlerweile erwachsen, das finde ich ist eine gute Umschreibung. Sie haben eine erfahrene Mannschaft, mit Pourié vorne drin jemanden, zu dem man nicht viel sagen muss, dazu einige Haudegen, die schon lange in Meppen sind. Sie sind extrem gierig auf den zweiten Ball und haben weiter ihr extrem gutes Umschaltspiel. In Sachen guter Tormöglichkeiten sind sie in der Liga im oberen Drittel. Gerade in Meppen mit dem Publikum, das wie eine Wand hinter der Mannschaft steht, erwartet uns eine große Herausforderung. Die wollen wir annehmen, unsere Skills auf den Platz bringen und es besser machen als in den letzten beiden Heimspielen, wo wir am Ende unnötigerweise Punkte haben liegen lassen.“

    Das Spiel in den Medien: Anpfiff der Partie zwischen dem SV Meppen und Viktoria Köln ist am Samstag um 14:00 Uhr in der Hänsch-Arena. Für alle, die zu Hause mitfiebern wollen, wird das Spiel ab 13:45 Uhr live bei Magenta Sport übertragen. Über unsere Social-Media-Kanäle (FacebookInstagramTwitterYouTube) werden unsere Viktorianer ebenfalls auf dem Laufenden gehalten. Und für jeden, der Vussball lieber hört als sieht oder liest, für den geht unser Vussballradio Schäl Sick ab 13:50 Uhr mit Daniel und Christian an den Mikrofonen live auf Sendung.

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  • Nur 2:2 nach 2:0 – bitterer „Lernprozess“ gegen Halle

    Nur 2:2 nach 2:0 – bitterer „Lernprozess“ gegen Halle

    Bittere Pille für die Viktoria. „Auf diesen Lernprozess hätte ich gerne verzichtet“, brachte Olaf Janßen das 2:2 gegen den Halleschen FC nach einer 2:0-Führung auf den Punkt. Von fast sicher geglaubten drei Punkten blieb am Ende nur einer im Sportpark Höhenberg.

    Zu den bekannten Ausfällen (Jeremias Lorch, André Becker, Luca Marseiler, Christoph Greger) gesellte sich auch Kapitän Marcel Risse (Muskelverletzung), dessen Position auf der rechten Außenbahn Simon Stehle besetzte. Innenverteidiger Lars Dietz kehrte in den Kader zurück, saß zunächst auf der Bank.

    Die Viktoria erwischte einen Start nach Maß und verwertete die erste Chance zur frühen Führung: Simon Handle köpfte die feine Flanke von Patrick Koronkiewicz an die Unterlatte, von wo der Ball zum 1:0 hinter der Linie landete (5.).

    Gleich im nächsten Angriff verpasste Handle im Zusammenspiel mit David Philipp dessen Hereingebe nur haarscharf zum möglichen zweiten Treffer (7.).

    Brenzlig wurde es, als Niklas May knapp am eigenen Pfosten vorbei zur Ecke klärte (24.). Diese köpfte Jonas Nietfeld per Aufsetzer übers Tor. Tom Zimmerschmied probierte es auf dem regennassen Rasen mit einem flachen Geschoss aus der zweiten Reihe, doch Ben Voll war blitzschnell unten und konnte parieren (31.).

    Kurz vor der Pause kam Robin Meißner im Strafraum zu Fall, aus Sicht von Schiedsrichter Felix Bickel jedoch ebenso wenig elfmeterreif wie auf der Gegenseite Patryk Steczyk gut eine halbe Stunde zuvor im Zweikampf mit Moritz Fritz.

    Nach der Pause kam Dietz für Philipp in die Partie, Moritz Fritz rückte aus der Innenverteidigung ins Mittelfeld. Dann war es erneut Handle, der – wiederum nach Flanke von Koronkiewicz – das 2:0 auf dem Fuß hatte, doch seinen Volley lenkte Torwart Felix Gebhardt zur Ecke (57.).

    So war es schließlich Koronkiewicz selbst, der die vermeintliche Vorentscheidung besorgte: Aljaz Casar hatte Hamza Saghiri im Strafraum umgegrätscht, „Paco“ verwandelte den Strafstoß eiskalt rechts ins Eck zum 2:0. Meißner (69.) hatte gar die Chance zum 3:0, scheiterte an Gebhardt.

    Und plötzlich war die Partie wieder völlig offen: Ein Pressschlag landete im Hohen Bogen irgendwie vor den Füßen von Tunay Deniz, der für die Saalestädter verkürzte (71.).

    Ben Voll verhinderte zunächst im Eins gegen Eins gegen Steczyk Schlimmeres, doch die Gäste warfen natürlich weiter alles nach vorne. Und weil Viktoria ihre Konter nicht sauber spielte, fiel tatsächlich noch der Ausgleich: Niklas Kreuzer flankte, Jonas Nietfeld kam frei zum Kopfball und setzte diesen ins kurze Eck zum 2:2.

    So hatte Cheftrainer Janßen zwar viele gute Dinge gesehen – „Ich war da draußen ganz lange stolz, wie wir Vussball gespielt haben“, doch am Ende blieb bei allen Kölner zunächst der Frust über den verschenkten Dreier.

    Viktoria Köln: Ben Voll – Patrick Koronkiewicz, Jamil Siebert, Moritz Fritz, Niklas May – Hamza Saghiri, Patrick Sontheimer – Simon Stehle (67. Florian Heister), David Philipp (46. Lars Dietz), Simon Handle (87. Kevin Lankford) – Robin Meißner (76. Seokju Hong)

    Tore: 1:0 Simon Handle (5.), 2:0 Patrick Koronkiewicz (66., Foulelfmeter), 2:1 Tunay Deniz (71.), 2:2 Jonas Nietfeld (89.)

    Zuschauer: 2342

    Gelbe Karten: keine

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  • Gegnercheck: Hallenser Kopfballungeheuer nehmen Angriff auf Höhenberg

    Gegnercheck: Hallenser Kopfballungeheuer nehmen Angriff auf Höhenberg

    Am Samstag (Anpfiff 14:00 Uhr) ist der Hallesche FC zu Gast im Sportpark Höhenberg. Nicht nur zuletzt beim 5:1-Heimsieg gegen den SC Verl untermauerten die Sachsen-Anhaltiner ihre Qualitäten – von ihren elf Saisontoren haben sie fünf per Kopf erzielt und sind eine echte Kopfballmacht. Was es außerdem Wissenswertes über den HFC zu erzählen gibt, erfahrt ihr hier im Gegnercheck.

    Saisonstart: Nachdem die Hallenser mit drei Niederlagen (2:3 in Zwickau, 0:2 gegen Dresden und 0:2 in Freiburg) in die neue Spielzeit gestartet sind, holten sie aus den nachfolgenden vier Spielen starke sieben Punkte und verloren lediglich bei Spitzenreiter 1860 München (1:3). Ein Ausrufezeichen setzten die Ostdeutschen am vergangenen Samstag, als sie im heimischen Leuna Chemie Stadion mit 5:1 gegen Verl gewannen. Dabei trafen Niklas Kreuzer, Jonas Nietfeld, Tunay Deniz und Aljaz Casar, zudem sorgte Ex-Viktorianer Luca Stellwagen mit einem Eigentor zum zwischenzeitlichen 2:1 für den HFC.

    Kader: Gleich 18 Spieler verließen die Gäste aus Sachsen-Anhalt. Talent Jan Shcherbakowski und Keeper Sven Müller zog es zu Dynamo Dresden, die beiden Torjäger Michael Eberwein (BVB II) und Elias Huth (Aue) ebenfalls zu Drittliga-Konkurrenten. Zu den spannendsten Neuzugängen zählen wohl Andor Bolyki (15 Regionalliga-Tore für Fast-Aufsteiger BFC Dynamo) und Tunay Deniz (Zwölf Tore, sieben Assists für Regionalligist Kickers Offenbach). Aus der polnischen Ekstraklasa kam eine Woche vor Transferschluss Mittelstürmer Dominik Steczyk.

    Top-Neuzugang: Laut Transfermarkt.de ist Neuzugang Sebastian Müller mit einem Marktwert von 350.000€ der wertvollste Halle-Akteur. Der 21-Jährige kam im Sommer leihweise von Arminia Bielefeld, in der vergangenen Spielzeit spielte er auf Leihbasis bei Eintracht Braunschweig. In 24 3.Liga-Spielen konnte er drei Treffer und drei Assists verbuchen. Weitaus gefährlicher war Müller in seiner Jugendzeit: 2016 wechselte der gebürtige Schwalmstädter zum 1. FC Köln, traf in 19 B-Junioren-Spielen elfmal und sorgte dann in der U19 für Aufsehen: Nachdem er in der Saison 2018/19 zwölfmal netzte (21 Spiele), schoss er den Effzeh eine Spielzeit später mit 13 Buden in 14 Einsätzen auf Rang eins der Weststaffel, bevor die Saison coronabedingt beendet wurde. 

    Trainer: Ebenfalls FC-Vergangenheit hat der Trainer des HFC. André Meyer war von 2006 bis 2008 als Jugendtrainer am Geißbockheim tätig, bevor es ihn in die Jugendabteilungen von Hertha BSC, dem FC Augsburg und Union Berlin verschlug. 2018 leitete er für eine Saison die Herrenmannschaft von Union Fürstenwalde, anschließend wurde er für vier Spiele Co-Trainer seines Bruders Daniel Meyer in Aue. Nach 1,5 Jahren beim Berliner AK, wo er unter anderem YouTube-Star Nasser El Jindaoui trainierte, übernahm Meyer Ende Dezember 2021 die Mannschaft des HFC. Der 38-Jährige kann bis dato einen Punkteschnitt von 1,17 aufweisen.

    Begegnungen: Seit unserem Aufstieg 2019 gab es sechs Duelle beider Mannschaften. Insgesamt drei dieser gingen an die Viktoria, zwei an Halle und einmal wurden die Punkte geteilt. Kurios: vier der sechs Spiele endeten 2:0, zuletzt im November vergangenen Jahres. Dort sorgte Luca Marseiler mit einem Doppelpack für den Viktoria-Dreier, im Rückspiel gab es in Sachsen-Anhalt ein 1:1.

    Historie: Der Hallesche FC qualifizierte sich als Tabellenvierter der letzten DDR-Saison 1990/1991 für die Südstaffel der 2. Bundesliga. Bereits in der Premierensaison stieg der HFC ab. Doch das war nur der Startschuss für den folgenden Absturz. Denn der Verein rutschte in den 1990-er Jahren bis in die fünftklassige Verbandsliga ab. Erst in der Saison 2011/2012 kehrte der Klub aus der größten Stadt Sachsen-Anhalts dank eines 0:0 gegen RB Leipzig in die Drittklassigkeit zurück. Seitdem gehören die Hallenser fest zum Repertoire der 3. Liga. In sechs der acht Spielzeiten landeten die Rot-Weißen im Mittelfeld. Die Saison 2018/2019 beendete Halle auf Platz vier und gewann zum neunten Mal den Sachsen-Anhalt-Pokal.

    Partie in den Medien: Anpfiff der Partie ist um 14:00 Uhr, somit geht Magenta Sport wie gewohnt um 13:45 Uhr LIVE auf Sendung. Wie gewohnt halten wir euch auch über unsere Social-Media-Kanäle (FacebookInstagramTwitterYouTube) auf dem Laufenden. Und auch das Vussballradio Schäl Sick ist wieder LIVE dabei: Ab 13:50 Uhr werden Klaus und Daniel für euch an den Mikrofonen sitzen.

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  • Einmal Freitag, einmal Sonntag: Spieltage 10 und 11 zeitgenau angesetzt

    Einmal Freitag, einmal Sonntag: Spieltage 10 und 11 zeitgenau angesetzt

    Der DFB hat den 10. und 11. Spieltag der 3. Liga zeitgenau angesetzt. Am Sonntag, den 2. Oktober empfängt die Viktoria daheim den VfB Oldenburg, am Freitag darauf (7.10.) steht die Auswärtsreise nach Verl an. Weitere Informationen zum Ticketing folgen.

    Erstmals geht es für die Viktoria gegen den Drittliga-Neuling VfB Oldenburg. Gegen den SC Verl hat die Viktoria alleine seit 2012 18-mal gespielt und dabei zehnmal gewonnen (6 Remis, 2 Niederlagen). Auch an die letzte Partie haben wir gute Erinnerungen: Im Januar diesen Jahres gewann die Viktoria mit 5:2 gegen Verl dank der Treffer von Jeremias Lorch, Lenn Jastremski, David Philipp (2x) und Seokju Hong.

    Der Spielplan bis zum 11. Spieltag im Überblick:

    Samstag, 10.9. 14:00 Uhr: Viktoria Köln – Hallescher FC (Tickets)
    Samstag, 17.9. 14:00 Uhr: SV Meppen – Viktoria Köln
    Sonntag, 2.10. 13:00 Uhr: Viktoria Köln – VfB Oldenburg
    Freitag, 7.10. 19:00 Uhr: SC Verl – Viktoria Köln

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  • Janßen mit 0:0 „unter dem Strich zufrieden nach dieser brutalen Woche“

    Janßen mit 0:0 „unter dem Strich zufrieden nach dieser brutalen Woche“

    Punkteteilung in Zwickau: In der GGZ-Arena sahen die treuesten mitgereisten Viktoria-Fans ein 0:0 ihrer Höhenberger Jungs. So verpasste das Team von Olaf Janßen den möglichen Sprung auf Platz vier, nahm jedoch beim heimstarken FSV einen möglicherweise noch wertvollen Auswärtspunkt mit auf die Heimreise.

    Der Chefcoach hatte in seiner Startelf im Vergleich zum Bayern-Spiel drei personelle Änderungen vorgenommen. Florian Heister, Kevin Lankford und Simon Stehle begannen für Patrick Koronkiewicz, Kapitän Marcel Risse (beide zunächst auf der Bank) und den am Sprunggelenk verletzten Christoph Greger. Dessen Platz in der Abwehrzentrale nahm unser etatmäßiger Sechser Moritz Fritz ein, der zudem Risses Binde trug.

    Viktoria kontrollierte zunächst die Anfangsphase, hatte allerdings in der 11. Minute Glück, dass nach einem gefährlichen Konter der Gastgeber Robert Herrmann der Ball beim Abschluus über den Spann rutschte und im Fangnetz landete.

    Den ersten echten Kölner Abschluss hatte Simon Stehle (27.), dessen Schuss aber knapp rechts am Tor vorbei rauschte. Für den FSV probierte es schließlich Jan Löhmannsröben (35.) mit einem Kracher aus der Distanz, den Ben Voll jedoch ohne größere Probleme parieren konnte.

    „Wir müssen etwas sauberer werden in unserem Spiel durchs Zentrum, dann kommen wir auch zu mehr Chancen und werden ein Tor machen“, forderte und hoffte Sport-Vorstand Franz Wunderlich im Halbzeit-Interview bei MagentaSport.

    Doch auch die erste Großchance der zweiten Halbzeit gehörte den Gastgeber: Voll musste sich ordentlich strecken beim Flug in die linke Ecke, um Dominic Baumanns Kopfball zur Ecke zur wischen (56.).

    Nach Janßens Doppelwechsel, Risse und David Philipp kamen für Lankford und Handle, konnte Viktoria mehr Akzente nach vorne setzen, doch Voll, der seine Glanzleistung aus dem Bayern-Spiel eindrucksvoll in der Liga untermauerte, blieb gefordert: In der 77. war er gegen den eingewechselten Ronny König blitzschnell unten und hielt die Null..

    Philipps leicht zu hoch geratene Flanke konnte Meißner (81.) dann per Kopf nicht aufs Tor drücken. So blieb es letztlich beim 0:0, Risse musste in der Schlussphase angeschlagen wieder ausgewechselt werden.

    „Unter dem Strich bin ich zufrieden nach dieser brutalen Woche mit 1860 München und den Bayern“, resümierte Janßen. „Wir konnten heute nicht so frisch sein, wir nehmen den Punkt gerne mit und geben weiter Gas.“

    Viktoria Köln: Ben Voll – Florian Heister, Moritz Fritz, Jamil Siebert, Niklas May – Hamza Saghiri, Patrick Sontheimer (83. Federico Palacios) – Kevin Lankford (63. Marcel Risse), Simon Handle (63. David Philipp), Simon Stehle – Robin Meißner

    Tore:keine

    Gelbe Karten: 

    Zwickau: Robin Ziegele (73.)

    Zuschauer: 4.372

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