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  • Bangsow im Porträt: „Nicht den Kopf in den Sand stecken“

    Bangsow im Porträt: „Nicht den Kopf in den Sand stecken“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln vor. Heute: Yannik Bangsow

    Seit Sommer ist Yannik Bangsow Teil des Viktoria-Kaders. Der Keeper entschied sich im vergangenen Jahr für eine Leihe auf die Schäl Sick. Vertraglich ist der gebürtige Berliner noch Eintracht Braunschweig zuzuordnen – und das bereits seit dem Jahr 2015. Sein Drittliga-Debüt gab der Schlussmann 2019 für den BTSV. Doch dass der heute 23-Jährige einst Torwart würde, war zunächst nicht abzusehen. Zu gut war er auf dem Feld.

    „Schon mit vier Jahren fing es an, dass meine Freunde in Vereinen Fußball spielten. Da wollte ich dann auch mitmachen“, erzählt Bangsow über seine fußballerischen Anfänge. So heuerte er schon als Kindergartenkind beim Seeburger SV, in seinem „Heimatdorf“ am Berliner Stadtrand an. „Um aber fußballerisch voranzukommen, musste ich zu einem etwas größeren Verein wechseln. So habe ich mich dann dem SCC Berlin angeschlossen“, erklärt er seinen nächsten Karriereschritt, den er im Alter von neun Jahren wagte. In Charlottenburg blieb der junge Fußballer vier Jahre lang und wechselte anschließend zum SC Staaken. Beim Spandauer Verein durfte Bangsow endlich zwischen die Pfosten. Zuvor wurde der Teenie ungewollt als Feldspieler eingesetzt. „Mir war schon früh klar, dass ich ins Tor wollte. Meine Trainer haben mir aber immer gesagt, dass ich auf dem Feld zu gut bin. In der U 13 durfte ich dann endlich ins Tor“, erzählt der Schlussmann mit einem Lächeln.

    Der Positionswechsel machte sich bezahlt. Nach einer Saison bei Staaken wechselte der Keeper im Alter von 14 Jahren zu Tennis Borussia Berlin. 2012, in seinem ersten Jahr, wurde er mit TeBe Berliner Hallenmeister der C-Junioren. Bei der Meisterschaft wurde er als bester Torwart des Turniers gekürt. „Da konnte ich einige außergewöhnliche Bälle halten, vor allem im Finale gegen Hertha BSC“, erinnert sich  Bangsow noch heute. Der Pokalsieg war für dem Schlussmann und sein Team der Anfang einer großartigen Saison. Anschließend wurde der Keeper mit dem ehemaligen Bundesligisten noch Berliner C-Junioren-Meister.

    Die guten Paraden des Torhüters sollten nicht ungesehen bleiben. Dank seiner Zeit als Feldspieler konnte er früh gut mit dem Ball umgehen und war dazu auf der Linie stark. Und so wechselte der Leistungsträger in der U 17 zu RB Leipzig ins Internat. „Meine Freunde und Familie sind alle in Berlin geblieben. Das war dann für mich der erste Schritt weg von der Heimat. Anfangs war das natürlich schwierig, weil ich dort niemanden kannte. In so jungen Jahren auf sich alleine gestellt zu sein, ist gar nicht einfach. Aber ich kam früh klar“, blickt der damals 16-Jährige zurück. Erfolg hatte Bangsow auch bei den Sachsen. Mit den Roten Bullen feierte er 2015 die B-Junioren-Meisterschaft Nord/Nordost. Doch mit der Anzahl seiner Einsätze war der junge Mann nicht zufrieden. So entschied er sich schon nach einem Jahr, wieder zu gehen.  

    „Ich hatte unter anderem eine Anfrage aus Braunschweig. Die haben mir ihre Pläne mit mir vorgestellt. Damals hat die Eintracht in der 2. Bundesliga eine gute Rolle und die A-Jugend in der Bundesliga gespielt. Das Gesamtpaket hat mich letztlich überzeugt“, so der Torhüter über seinen Wechsel nach Niedersachsen. Doch auch bei der U 19 des BTSV war der Keeper zunächst nicht gesetzt. „Das Problem war, dass ich erst nach Saisonstart zur Mannschaft gestoßen bin. Da war der erste Torwart schon ausgemacht“, erklärt er. So stellte sich Bangsow hinten an: „Mir war wichtig, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Die Verantwortlichen haben mir Mut gemacht und gesagt, dass meine Zeit noch kommen wird.“

    Und tatsächlich, seine Zeit kam. Im Laufe der Saison setzte sich Bangsow durch und wurde Stammkeeper. Die Braunschweiger U 19 spielte damals gegen den Abstieg. Der Keeper war mit seinen Paraden zum Saisonende nicht unbeteiligt am Klassenerhalt. Auch im zweiten A-Junioren-Jahr war er zunächst gesetzt. Und auch bei den Profis durfte er Luft schnuppern. „Ich habe im Saisonverlauf immer mehr mit den Profis trainiert, war dort dritter Torwart. Obwohl ich noch A-Jugendlicher war, wurde ich dann vermehrt bei der U 23 eingesetzt“, so Bangsow. So spielte er mit dem BTSV in der Regionalliga Nord. Dabei kam es zu einer sehr unschönen Szene: Nach einem Freistoß schmiss sich Bangsow auf den Ball, die Situation schien geklärt. Doch ein gegnerischer Spieler zog voll durch und brach den Unterarm des Keepers. „Das war eine sehr bittere Situation für mich. Ich durfte zuvor bei den Herren mitspielen und mit der U 19 standen wir im DFB-Pokalfinale. Bis zum Viertelfinale war ich gesetzt und konnte danach nur noch zuschauen“, erinnert sich der Schlussmann an die Situation mit der Verletzung. „Ich wollte im Endspiel trotz des Bruchs unbedingt spielen, aber es hat nicht gereicht. Einerseits war es für mich schade, im Finale nicht auf dem Platz gestanden zu haben. Andererseits war ich trotzdem stolz auf den Titel, weil ich bis zum Viertelfinale einen hohen Anteil am Pokalgewinn hatte“, erklärt der Schlussmann seine damalige Gefühlssituation. Zur nächsten Regionalligasaison war Bangsow dann wieder gesetzt und stand bei 28 von 34 Spielen auf dem Feld.

    In der Spielzeit 2018/2019 musste die Reservemannschaft der Eintracht zwangsweise den Gang in die Oberliga Niederachsen antreten. Denn die Profimannschaft stieg aus der 2. Bundesliga in die 3. Liga ab. Für den Torhüter war dies allerdings kein Karriereeinbruch. Denn in der gleichen Saison erhielt er einen Profivertrag. Doch auf seinen ersten Drittliga-Einsatz musste der aufstrebende Keeper zunächst warten. In der nachfolgenden Saison war es so weit. Am 11. November 2019 reiste der BTSV zu einem wichtigen Auswärtsspiel nach Münster. Bangsow saß als zweiter Torwart mit im Bus. Beim Warmmachen verletzte sich Jasmin Fejzic, der für die Startelf vorgesehen war. So durfte der junge Keeper die Torwarthandschuhe anziehen. „Ich hatte so nur wenig Zeit, um mich auf das Spiel vorzubereiten. In dem Moment, als ich realisiert habe, dass ich spiele, habe ich mich natürlich sehr gefreut. Es war ein wichtiges Spiel für uns. Das merkte man auch den Zuschauern an. Die mitgereisten Fans haben mit Pyrotechnik für eine Spielunterbrechung gesorgt. Das war ein sehr besonderer Tag“, erzählt der Debütant. Dank seiner Paraden holten die Niedersachsen letztlich einen Punkt.

    Auch sein damaliger Trainer, Christian Flüthmann, war überzeugt und ließ ihn in einem anschließenden Testspiel 45 Minuten lang ran. Doch nach der Beurlaubung des Coaches, kam Bangsow nicht mehr zum Zug. Eine schwierige Situation, wie er heute erzählt: „Das ist natürlich bitter und in gewisser Weise schwer zu ertragen, immer Vollgas zu geben und immer wieder Pech zu haben. Das war nicht ideal, aber als junger Spieler muss man geduldig bleiben. Rückschläge gehören dazu. Das muss man akzeptieren und locker bleiben.“

    Bangsow suchte dann nach fünf Jahren in Braunschweig einen Tapetenwechsel. „Ich hatte verschiedene Möglichkeiten für eine Leihe und habe mich dann für Viktoria Köln entschieden. Ich habe gesehen, was hier entsteht und welche Mannschaft zusammengestellt wurde“, erklärt der 23-Jährige sein Engagement in Köln. Bei seinem Wechsel wiederholte sich etwas, das er schon aus Braunschweig kannte: Bangsow kam erst zum Ende der Saisonvorbereitung. Als Stammtorwart verpflichtete der Klub von der Schäl Sick zuvor bereits Sebastian Mielitz, hinter dem sich Bangsow einreihen musste. Doch auf seinen ersten Drittliga-Einsatz für die Viktoria musste der gebürtige Berliner nicht lange warten.

    Am 10. Spieltag, bei der Partie gegen den 1. FC Saarbrücken, sah Mielitz kurz vor Halbzeitpfiff die Rote Karte. Bangsow kam als Ersatztorwart für Albert Bunjaku in die Partie. „Das war wieder sehr plötzlich. Diesmal hatte ich gar keine Zeit, mich vorzubereiten und kam kalt in die Partie. Für mich war das aber kein großes Problem, ich habe mich einfach gefreut, zu spielen“, erzählt der Keeper. In einer insgesamt enttäuschenden Partie sahen die Höhenberger gegen den damaligen Tabellenführer kein Land und verloren mit 0:2. Vom Kicker wurde Bangsow zum zweitbesten Kölner gekürt. „Meine Leistung war ordentlich. Als Torwart will man natürlich immer zu Null spielen. Dass das nicht geklappt hat, ärgerte mich dann schon“, sagt der Schlussmann über das Spiel.

    Seitdem konnte sich Bangsow vor allem in Testspielen beweisen. Gegen die Reserven von Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Köln sowie den Zweitliga-Kickern vom VfL Osnabrück wusste der Torhüter zu überzeugen. Am 5. Mai kam der 23-Jährige dann beim Auswärtsspiel der Kölner in Lotte beim KFC Uerdingen in der Startformation zum Zug.

    Wie die Zukunft für ihn aussieht, ist noch ungewiss. Doch in der Domstadt fühlt sich der junge Fußballer sehr wohl: „Köln ist eine schöne Stadt, hier kann man gut leben. Auch im Verein fühle ich mich gut aufgehoben.“

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  • 4:4! U 19 erkämpft Remis gegen Schalke 04

    Spektakel pur: Die A-Junioren der Viktoria haben am Samstag ein 4:4 gegen den FC Schalke 04 erkämpft. Zweimal gingen die Königsblauen in Führung, doch die Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm bewies Charakter und verlangte dem Favoriten aus Gelsenkirchen (A-Junioren-Bundesliga West-Meister 2017/2018 und 2018/2019) ein Unentschieden ab. Bei der Partie in Höhenberg hatte ein Kölner gleich mehrfach Grund zur Freude: Nicht nur, dass Seokju Hong tags zuvor seinen 18. Geburtstag feierte. Am Samstag traf der nun volljährige Angreifer gleich dreifach (11., 45. + 1., 55.). Den 4:4-Endstand erzielte dann der eingewechselte Elias Atiabou kurz vor Schluss (88.).

    Cheftrainer Marian Wilhelm setzte wie gewohnt auf Yannik Hasenbein zwischen den Pfosten. In der Viererkette davor agierten Ilhan Atuntas, Phil Zimmermann, Maximilian Fischer und Niklas May. Das Mittelfeld bildeten Sam-Calvin Kisekka, Murat Aydin, Marten Imping und Nils Stephan. Etwas weiter vorne spielte Arif Alkan, hinter Seokju Hong auf der Neunerposition.

    Schon früh wurde klar, dass beide Teams die Partie mutig angehen werden. Keine zehn Sekunden waren gespielt, da musste Viktoria-Schlussmann Hasenbein bereits eine Schalker Chance parieren. Die zehn Anfangsminuten waren sehr intensiv und geprägt von vielen Zweikämpfen. Die erste Torgelegenheit der Viktoria hatte es dann direkt in sich: Im Strafraum setzte sich Hong gegen die Knappen-Verteidigung durch. Diese konnte sich nur noch mit einem Foul helfen. Schiedsrichter Tobias Esch zeigte auf den Punkt, von dem aus der Gefoulte selbst sicher zum 1:0 traf (11.).

    In der Folge waren die Gäste aus dem Ruhrgebiet dominanter. Vor allem die rechte Seite mit Kapitän Ardy Mfundu und Luis Klein war sehr aktiv. Doch Linksverteidiger Niklas May, der am Samstag mit der Kapitänsbinde auflief, blieb gemeinsam mit seinen Abwehrkollegen standhaft. Dennoch kamen die Schalker zu dem einen oder anderen Abschluss. Keeper Hasenbein lenkte einen Abschluss von Klein noch über den Querbalken (25.), einen Schuss von Bleron Krasniqi grätschte Fischer in letzter Sekunde ab (27.). Auch in Zimmermann fanden die Königsblauen ihren Meister (29.).

    Die erste große Druckphase überstanden, konnten sich die Domstädter zunächst aus der eigenen Hälfte befreien. Beide Teams gönnten sich in der Offensive eine kleine Verschnaufpause, blieben aber griffig. Die Intensität der Partie war auch den Akteuren auf dem Kunstrasen anzusehen, May (34.) und Imping (37.) holten sich jeweils eine Gelbe Karte ab. Kurz vor der Halbzeit wurde es so richtig turbulent: Viktoria-Spieler Kisekka musste verletzt raus, so agierte seine Mannschaft zunächst zu zehnt. In Unterzahl kassierten die Domstädter dann den Ausgleich durch Bleron Krasniqi, der von Emmanuel Gyamfi auf der linken Seite bedient wurde (42.).

    Den Aufwind nahmen die Schalker mit und erzielten kurz darauf das 2:1 (45.). Erneut war es Krasniqi. Der Ball wurde noch abgefälscht, sodass dem Kölner Schlussmann keine Chance blieb. Doch die Mannschaft von Marian Wilhelm bewies Charakter und ließ sich von diesem Doppelschlag nicht beirren: Nach einem langen Ball setzte Stürmer Hong seinen Körper gegen mehrere Gegner ein, ließ die Schalker Abwehr schlecht aussehen und netzte mit einem Abschluss über Keeper Felix Wienand hinweg zum 2:2 ein (45+1.). Damit ging es in die Pause.

    Diese nutzte Schalke-Coach Norbert Elgert um seinen Spielern noch einmal ordentlich Dampf zu machen. So kamen die Knappen nach Wiederbeginn zu Gelegenheiten, erneut die Führung zu übernehmen. Dabei scheiterte die königsblaue Offensive zunächst am eingrätschenden Altuntas (47.). Kurz darauf bewies Viktoria-Torwart Hasenbein sein Können und klärte eine Schalker Großchance in letzter Not noch mit dem Fuß (49.). Zu ihrer ersten Gelegenheit in Halbzeit zwei kamen dann auch die Kölner – wie sollte es auch anders sein – durch Hong (50.).

    Dieser war es auch, der kurz darauf auf 3:2 stellte (55.). Nach einem starken Solo kam der Torjäger innerhalb des Sechzehners zum Abschluss und versenkte diesen sicher im gegnerischen Gehäuse. Danach übernahm die Viktoria weitestgehend die Spielkontrolle. Dabei mussten die Gastgeber feststellen, dass auch die Gäste einen guten Torwart zwischen den Pfosten haben. Von halblinker Seite setzte May einen satten Schuss ab, den der zur Pause eingewechselte Justin Treichel gerade noch über den Querbalken lenken konnte (59.).

    Wie schon in der ersten Halbzeit kühlte die Partie dann für ein paar Minuten ab. Doch erneut waren es die Schalker, die dann aus dem Nichts den Ausgleich erzielten: Nach Vorarbeit von Stanislav Fehler kam Vasilios Pavlidis in der Kölner Box frei zum Schuss und stellte auf 3:3 (67.). Doch die Wilhelm-Elf blieb spielbestimmend und kam durch den eingewechselten Joshua Kapenda (75.) und einen Freistoß von Hong (77.) zu weiteren Torgelegenheiten.

    Im Stil einer Spitzenmannschaft blieben die Jungs aus der Knappenschmiede im Spiel und erzielten die erneute Führung. Wieder war es das Duo Fehler-Pavlidis. Doch diesmal fungierte Letzterer als Vorlagengeber. Keeper Hasenbein war bereits geschlagen, so musste der eingewechselte Fehler aus etwa zwölf Metern nur noch einschieben (78.).

    Doch wenn die Rotgekleideten eines bewiesen, dann war es der unbedingte Wille, ein gutes Ergebnis einzufahren. Nach weiteren Chancen von May (86.) und Kapenda (87.) war es dann schließlich der im zweiten Durchgang eingewechselte Elias Atiabou, der für ein gutes Endresultat sorgte: Nach eigenem Ballgewinn auf der rechten Seite zog der Marokkaner ins Zentrum und versenkte den Ball mit links in der kurzen Ecke (88.). Angetrieben von der Euphorie sorgte Atiabou mit einem Zuspiel auf Kapenda beinahe noch für den Siegtreffer, doch die Kölner scheiterten an der Schalker Abwehr (89.). Nach einer fünfminütigen Nachspielzeit war die Partie dann beendet.

    Coach Marian Wilhelm zeigte sich nach Abpfiff zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Es war ein munteres Spiel, wir sind verdient 1:0 in Führung gegangen. Nach dem 1:2 sind wir super wiedergekommen und 3:2 in Führung gegangen“, so Wilhelm. „Wenn du kurz vor Schluss gegen so eine Top-Mannschaft in Rückstand gerätst, lässt du schnell die Köpfe hängen. Da waren wir aber heute sehr stark und haben die Köpfe oben gelassen, daran geglaubt und uns am Ende belohnt“, fuhr der Trainer fort. Außerdem habe es sein Team „geschafft, das Spiel auf Augenhöhe stattfinden zu lassen. Das war für uns heute extrem wichtig. Wir können individuell noch viel arbeiten und taktische Dinge verbessern. Aber was wir heute als Team an Einsatz gebracht haben, war schon extrem gut“, zeigte sich der 32-Jährige zufrieden.

    Aufstellung: Yannik Hasenbein – Ilhan Altuntas, Phil Zimmermann (79. Karim Ait Lamadane), Maximilian Fischer, Niklas May – Sam-Calvin Kisekka (40. David Matusinski), Murat Aydin, Marten Imping (56. Joshua Kapenda), Nils Stephan (71. Sincere Jair Overman) – Arif Alkan (56. Elias Atiabou) – Seokju Hong

    Tore: 1:0 Seokju Hong (11.), 1:1 Bleron Krasniqi (42.), 1:2 Bleron Krasniqi (45.), 2:2 Seokju Hong (45. + 1.), 3:2 Seokju Hong (55.), 3:3 Vasilios Pavlidis (67.), 3:4 Stanislav Fehler (78.), 4:4 Elias Atiabou (88.)

    Gelbe Karten:

    Viktoria Köln: Niklas May (34.), Marten Imping (37.), Murat Aydin (68.)

    Schalke 04: –

    Zuschauer:

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  • Michael Schultz ist Spieler des Monats April

    Michael Schultz ist Spieler des Monats April

    Die Fans der Viktoria haben entschieden: Michael Schultz ist „Spieler des Monats April“. Der 27-Jährige setzte sich bei der Fan-Abstimmung auf der Facebookseite von Viktoria Köln mit großer Mehrheit gegen Mike Wunderlich, Simon Handle und Moritz Fritz durch.

    Große Sympathien brachten ihm dabei sicherlich die drei Tore für die Viktoria im vergangenen Monat ein: das 1:1 gegen Haching, das 2:1 in Zwickau und die 1:0-Führung gegen Verl – und das mit gebrochener Nase und Gesichtsmaske!

    Das nächste Voting findet Anfang Juni statt. Dann wird der „Spieler des Monats Mai“ gesucht. Ende 2021 wird dann von den Facebook-Usern der Viktoria der „Spieler des Jahres“ bestimmt.

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  • Viktoria empfängt den 1. FC Kaiserslautern

    Viktoria empfängt den 1. FC Kaiserslautern

    Zum letzten Heimspiel der Saison empfängt die Viktoria am Samstag den 1. FC Kaiserslautern im Sportpark Höhenberg (Anpfiff 14:00 Uhr). Die Roten Teufel vergrößerten zwar mit einem 4:1-Erfolg gegen den KFC Uerdingen die Distanz zu den Abstiegsplätzen, könnten aber mit einer Niederlage bei der Viktoria erneut in Bedrängnis geraten. Die Höhenberger kassierten am Wochenende unterdessen gegen den Tabellenführer Dynamo Dresden die erste Pleite nach zehn Spielen ohne Niederlage in Folge.

    Der 1. FC Kaiserslautern startete im Abstiegsduell gegen den KFC Uerdingen mit Pech. Bereits in der 6. Minute stocherte Fridolin Wagner im Durcheinander des Lauterner Strafraums den Ball unter den Querbalken zum 0:1, auch wenn der Treffer aufgrund eines Handspiels des Torschützen nicht hätte zählen dürfen. Auch in der Folge wirkten die Roten Teufel hinten anfällig, suchten aber das Glück vorne in Form von Abwehrspieler Philipp Hercher: In der 12. Minute passte Daniel Hanslik die Kugel zu dem 25-Jährigen, sein Schuss rutschte KFC-Schlussmann Hidde Jurjus unter dem Körper durch. Auch in der Folge war es Hercher, der für Spannung sorgte. Der Außenverteidiger rannte einem Laufpass bis zur Torauslinie hinterher und legte gekonnt auf Felix Götze im Strafraum zurück, der die Kugel im Tor unterbrachte (27.). In der 39. Minute drückte dann Hercher der Partie endgültig seinen Stempel auf. Erneut konnte er auf der rechten Seite bis zur Grundlinie spurten und die Kugel scharf in den Strafraum flanken. Diesmal war es Marvin Pourié, der den Ball zum 3:1-Halbzeitstand einnetzte. Auch wenn die Roten Teufel hinten häufiger Chancen zuließen, gelang es dem KFC nicht, diese zu nutzen. Hingegen sorgte Hendrick Zuck auf FCK-Seite für den Schlusspunkt mit einem platzierten Abschluss ins rechte Eck zum 4:1-Endstand (83.). Damit hat Lautern nun vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Matchwinner Hercher gab sich nach dem dritten Heimsieg in Folge glücklich, aber weiterhin hungrig: „Das Wichtigste ist, dass wir das Spiel gewonnen haben. Jetzt haben wir noch zwei Endspiele.“

    Im ersten dieser beiden ‚Endspiele‘ treffen die Roten Teufel nun auf Viktoria Köln. Das Team von Chefcoach Olaf Janßen hatte vor dem Spiel gegen Dynamo Dresden lange nicht verloren, dem Klub von der Schäl Sick fehlte aber beim Tabellenführer aus Sachsen die Durchschlagskraft. „Du musst in jedem Spiel gierig sein und das waren wir in der Anfangsphase nicht“, sagte Janßen in der Pressekonferenz nach dem Spiel. So kam es in der 10. Minute zu einem Ballverlust der Höhenberger im Aufbauspiel, welchen die Sachsen auszunutzen wussten. Verteidiger Kevin Ehlers stibitzte Simon Handle das Spielgerät vom Fuß, passte auf Heinz Mörschel an der Strafraumkante und der erzielte trocken die Führung. Nach einer guten halben Stunde kam Panagiotis Vlachodimos durch einen leichten Kontakt mit Kai Klefisch im Strafraum zu Fall, woraufhin Schiedsrichter Franz Bokop auf Strafstoß entschied. Wie bei der 2:4-Niederlage im Hinspiel trat Philipp Hosiner an und verwandelte zum 0:2-Pausenstand (31.). „Die zweite Hälfte war viel besser von uns“, sagte Viktoria-Chefcoach Janßen nach der Partie, „auch wenn wir keine Torgefahr aufbauen konnten.“ So riss mit der 0:2-Niederlage zwar die eindrucksvolle Serie der Viktoria, doch eine weitere könnte über das Saisonende hinaus bestehen, sollte man gegen den FCK punkten: Seit zwei Monaten (oder fünf Spielen) sind die Hausherren im Sportpark Höhenberg ungeschlagen.

    Erst dreimal trafen der vierfache Deutsche Meister aus Kaiserslautern und die Viktoria aufeinander. Während in der letzten Saison die Roten Teufel beide Spiele gewannen, konnten die Kölner in dieser Spielzeit dank eines 0:0-Remis zum ersten Mal einen Punkt aus dem Fritz-Walter-Stadion mitnehmen.

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  • Viktoria muss sich Spitzenreiter beugen

    Viktoria muss sich Spitzenreiter beugen

    Jede Serie geht einmal zu Ende – auch die der Viktoria. Nach zehn Spielen ohne Niederlage kassierten die Kölner am Samstag ein 0:2 bei Dynamo Dresden. Heinz Mörschel (10.) und Philipp Hosiner (31., Foulelfmeter) waren im Rudolf-Harbig-Stadion in der ersten Halbzeit für den Tabellenführer erfolgreich. In der zweiten Hälfte wurden die Kölner stärker, konnten das Blatt aber nicht mehr wenden.

    Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen ließ im Tor wieder Stammkeeper Sebastian Mielitz ran. In der Abwehr setzte er auf Fabian Holthaus, Moritz Fritz, Maximilian Rossmann und Patrick Koronkiewicz. Auf der Sechserposition spielten Kai Klefisch und René Klingenburg. Simon Handle, Mike Wunderlich und Marcel Risse agierten im offensiven Mittelfeld. Timmy Thiele lief als einzige nominelle Sturmspitze auf.

    Dresden versuchte, die Kölner sehr früh im Spielaufbau zu stören. Dadurch ergaben sich Chancen. Agyemang Diawusie hatte in der vierten und fünften Minute zwei erste Einschussmöglichkeiten. Doch Mielitz verhinderte erst einmal den Rückstand aus Sicht der Höhenberger. In der elften Minute war Heinz Mörschel aber frei und schob von der Strafraumgrenze gekonnt mit dem rechten Fuß ein – 1:0 für Dynamo.

    Scheinbar brauchten die Kölner den Wachrüttler. In der Folge kam das Janßen-Team etwas auf. Allerdings sorgte die offensivere Ausrichtung auch dafür, dass Dresden mehr Freiräume hatte. Panagiotis Vlachodimos, der gerade für Ransford-Yeboah Königsdörffer in die Partie gekommen war, ging nach einer halben Stunde im Strafraum zu Boden. Philipp Hosiner verwandelte den anschließenden Elfmeter zum 2:0 (31.).

    Olaf Janßen brachte in der 33. Minute Lucas Cueto für Handle in die Partie. Damit zeigte der Viktoria-Coach, dass er durchaus mit seiner Elf in der Offensive präsenter werden wollte. Vor dem Seitenwechsel konnte der Mann mit der Nummer elf seine Torgefährlichkeit aber nicht mehr unter Beweis stellen. Die Gäste erspielten sich keine klaren Torgelegenheiten. So ging es mit dem 0:2 aus Kölner Sicht in die Pause.

    Nachdem die Viktoria in den ersten 45 Minuten keinen rechten Zugriff auf das Spiel bekommen hatte, lief es zu Beginn der zweiten Hälfte besser. Das Janßen-Team erkämpfte sich mehr Ballbesitz und ließ das Leder laufen. Dadurch ergab sich dann auch die erste Tormöglichkeit durch Cueto in der 55. Minute. Doch sein Rechtsschuss aus halblinker Position ging rechts am Kasten von Kevin Broll vorbei.

    Wenig später versuchte es Thiele noch mit einem Distanzschuss (57.). Doch den Offensivbemühungen der Gäste folgte wieder eine stärkere Phase der Dresdener. In der 73. Minute scheiterte Cueto nach Koronkiewicz-Flanke mit einem Kopfball aus sechs Metern an Broll. Da den Höhenbergern der Anschlusstreffer nicht mehr gelang, wurde es für die Gastgeber am Ende nicht mehr eng. Es blieb beim 2:0 für Dresden.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Fabian Holthaus, Moritz Fritz, Maximilian Rossmann, Patrick Koronkiewicz – Kai Klefisch, René Klingenburg (76. Bernard Kyere) – Simon Handle (33. Lucas Cueto), Mike Wunderlich, Marcel Risse (66. Kevin Holzweiler) – Timmy Thiele

    Tore: 1:0 Heinz Mörschel (10.), 2:0 Philipp Hosiner (31., Foulelfmeter)

    Gelbe Karten:

    Dynamo Dresden: Paul Will (48.), Niklas Kreuzer (84.)

    Viktoria Köln: Lucas Cueto (84.)

    Zuschauer: –

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  • Gegnercheck: Viktoria beim Tabellenführer

    Gegnercheck: Viktoria beim Tabellenführer

    Am Samstag (Anpfiff 14:00 Uhr) trifft Viktoria Köln auswärts auf Dynamo Dresden. Die Sachsen sind mittendrin im Aufstiegskampf. Nach den Nachholspielen gegen Uerdingen (3:0) und Duisburg (1:0) holten die Schwarzgelben zuletzt ein 0:0 in Verl. Damit stehen die Sachsen mit 66 Punkten auf Platz eins der 3. Liga.

    Bisherige Saison:

    Die erste Saisonhälfte lief für die Dresdener nach Maß: Zunächst schaltete die Mannschaft den HSV im DFB-Pokal aus (4:1) und schloss dann die Hinrunde als Tabellenführer ab. Doch in der Rückserie hatte die SGD mit einigen Problemen zu kämpfen: Nach vier sieglosen Spielen gegen 1860, Rostock, Haching und Halle schmolzen sieben Punkte Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsplätze dahin. Aufgrund von Corona-Fällen musste das gesamte Team dann auch noch in eine zehntägige Quarantäne. Doch zuletzt blieb Dresden dreimal ungeschlagen. Damit steht das Team aus Sachsen auf Rang eins, dicht gefolgt vom punktgleichen F.C. Hansa Rostock.  

    Das Hinspiel:

    Die Partie in der Hinrunde war an Dramatik kaum zu überbieten. Mit einem 4:2-Sieg in Höhenberg wurde die SGD ihrer Favoritenrolle gerecht. Bereits nach 127 Sekunden lag der Tabellenführer mit 0:1 zurück. Lucas Cueto verwandelte einen Handelfmeter sicher. Nach dem Seitenwechsel glichen die Gäste durch Christoph Daferner aus (59.). Die Antwort kam abermals von Cueto, der mit dem 2:1 seinen Doppelpack schnürte (65.). Wenige Minuten später gab es erneut einen Handelfmeter: diesmal für Dynamo. Philipp Hosiner versenkte den Strafstoß sicher (72.). Kurz darauf stellte Pascal Sohm auf 3:2 für die Sachsen (78.). In der Schlussphase markierte auch er seinen zweiten Treffer und entschied die Partie mit dem 4:2 (89.).  

    Personelle Situation:

    Trainer Alexander Schmidt hat einige Verletzungen zu beklagen. Für Robin Becker, Patrick Wiegers (beide Kreuzbandriss), Marco Hartmann (Knie-OP), Leroy Kwadwo und Heinz Mörschel (beide Muskelfaserriss) dürfte die Saison vorzeitig beendet sein. Patrick Weihrauch und Jonathan Meier sind zwar inzwischen wieder im Training, aber es ist unwahrscheinlich, dass sie am Samstag über 90 Minuten spielen werden. Auch Ransford-Yeboah Königsdörffer und Pascal Sohm befinden sich nach häuslicher Quarantäne wieder zurück im Teamtraining. Mit Sebastian Mai (Innenband) kam unter der Woche noch ein neuer Verletzter bei Dresden hinzu.

    Spieler im Fokus:

    Meist unauffällig, aber mit starken Leistungen, hat sich Kevin Ehlers im deutschen Fußball einen Namen gemacht. Mit einem Marktwert von einer Million Euro (Transfermarkt.de) ist der 21-Jährige der wertvollste Nicht-Bayern-Spieler der 3. Liga. Zum Vergleich: Mannschaftsintern liegt Ransford-Yeboah Königsdorffer mit 500.000 Euro auf Platz zwei. An „Ehle“, wie der Verteidiger genannt wird, sollen Medienberichten zufolge schon Schalke 04 und der SC Freiburg Interesse bekundet haben. Der Sohn des Ex-Profis Uwe Ehlers verfügt vor allem über einen guten Spielaufbau.

    Der Trainer:

    Ende April übernahm Alexander Schmidt die Dienste des zuvor entlassenen Markus Kauczinski. Für seine sechs Spiele als Trainer gaben ihm die SGD-Verantwortlichen eine Mission mit auf den Weg: Wiederaufstieg. Seine letzte Partie im Sportpark Höhenberg gewann der gebürtige Augsburger mit 2:0. Am letzten Spieltag der Hinrunde trat er als Türkgücü-Coach in Köln an. In München wurde der 52-Jährige aber nach 23 Drittliga-Spielen von seinen Aufgaben entbunden. In Dresden unterstützt Schmidt ein Mann mit Viktoria-Erfahrung: Heiko Scholz stand zwischen 2011 und 2012 für die Höhenberger an der Seitenlinie.

    Das Stadion:

    Der Traditionsklub aus dem Osten trägt seine Heimspiele im Rudolf-Harbig-Stadion aus. Die Spielstätte wurde 2009 auf dem alten Stadiongelände neu errichtet. Die Kosten dafür lagen bei knapp 43 Millionen Euro. Es entstand ein Stadion mit 32.000 Plätzen. Besonders machen es vor allem die Fans der SGD. Umso ärgerlicher ist es, dass im Rahmen der Corona-Pandemie keine Besucher in die Stadien kommen können. Denn diese Atmosphäre hätte sicher auch jeder Spieler der Viktoria gerne miterlebt.  

    Vereinsgeschichte:

    In der Deutschen Demokratischen Republik zählte die SG Dynamo Dresden zu den erfolgreichsten Klubs des Landes. Achtmal gewann man die DDR-Meisterschaft, siebenmal den Pokal. Auch auf dem internationalen Parkett war man nicht fremd: Im UEFA-Cup erreichte man zweimal das Viertel- und einmal das Halbfinale, im Europapokal der Landesmeister zog Dynamo dreimal in das Viertelfinale ein. Doch war es das Rückspiel im Viertelfinale im Europapokal der Pokalsieger 1986 gegen Bayer 05 Uerdingen, das als „Wunder von Grotenburg“ in die Geschichte eingehen sollte. Dynamo Dresden kam mit einem 2:0-Sieg aus dem Hinspiel nach West-Deutschland und führte zur Halbzeit bereits mit 3:1. Das bedeutete, dass Uerdingen mindestens fünf Tore in der zweiten Halbzeit schießen musste, um weiterzukommen. Bayer 05 hatte den Mut der Verzweiflung und machte das Unmögliche möglich: Sechs Treffer gelangen den Krefeldern, der Endstand lautete 7:3.

    Partie in den Medien:

    Die Begegnung zwischen Dynamo Dresden und Viktoria Köln beginnt am Samstag um 14:00 Uhr. Die Partie überträgt Magenta Sport ab 13:45 Uhr live (im Einzelspiel und in der Konferenz). Darüber hinaus werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten. Zudem zeigt unter anderem die ARD Sportschau ab 18.00 Uhr Highlights der Begegnung.

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  • Janßens nächste Reise in die Vergangenheit

    Janßens nächste Reise in die Vergangenheit

    Was haben Dynamo Dresden und Viktoria Köln gemeinsam? Beide Teams haben unter der Woche nicht verloren, aber auch nicht gewonnen. Während die Viktoria am Mittwoch in Lotte ein 1:1 gegen den KFC Uerdingen erreichte, erkämpfte Tabellenführer Dresden am Tag zuvor ein durchaus schmeichelhaftes 0:0 beim SC Verl. Die Zeit bis zum direkten Aufeinandertreffen ist kurz. Am Samstagnachmittag um 14.00 Uhr ist im Rudolf-Harbig-Stadion Anstoß.

    Alexander Schmidt, seit drei Partien bei Dresden als Chefcoach am Ruder, schätzte die Situation nach Abpfiff in Verl realistisch ein: „Es war ein sehr schweres Spiel für uns. Ich glaube, das hat man gesehen. Es war sehr gut, wie die Mannschaft gefightet hat.“ Insgesamt sei er nicht zufrieden. Aber der „Geist war willig“. Aus seiner Sicht heißt es jetzt, gut zu regenerieren. „Und dann am Samstag einfach volle Kanne gegen Köln“, so der 52-Jährige am Mikrofon bei Magenta Sport.

    Teil 1 von Olaf Janßens Reise in die Vergangenheit endete mit einem Remis gegen den KFC Uerdingen. Für den Viktoria-Cheftrainer, der in Krefeld geboren wurde und einst dort spielte, war das Ergebnis letztlich leistungsgerecht. „Wenn man mit einem 0:1 in die Pause geht, dann fühlt sich das nicht gut an“, so der 54-Jährige. „Dann zeigte die Mannschaft eine gute Reaktion. Wir haben dann ordentlich gespielt. Wir haben den Ball und den Gegner laufen lassen und das 1:1 gemacht.“

    Teil 2 der Vergangenheits-Reise folgt für Janßen am Samstag. Denn von September 2013 bis Saisonende 2014 hatte der 54-Jährige bei der SG Dynamo das Sagen. Janßen: „Da es für Dresden um sehr viel geht, erwarte ich ein sehr emotionales Spiel. Ich freue mich sehr auf die Partie.“ Die Bilanz spricht bisher für die Sachsen. Denn im einzigen Aufeinandertreffen mit der Viktoria behielt Dynamo die Oberhand – in der Hinrunde siegte der Tabellenführer in Köln mit 4:2.

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  • Janßen: „Nicht als Verlierer vom Platz gehen!“

    Janßen: „Nicht als Verlierer vom Platz gehen!“

    Am Samstag gastiert Viktoria Köln bei der SG Dynamo Dresden. Vor der Partie beim Tabellenführer ist die Stimmung bei den Höhenbergern gut, schließlich kassierten die Rechtsrheinischen in den letzten zehn Begegnungen keine einzige Niederlage. Zwar ist die Mannschaft von Olaf Janßen nicht in der Favoritenrolle. Dennoch will der Viktoria-Chefcoach versuchen, auch im Rudolf-Harbig-Stadion zu punkten.

    „Für uns hat es nie eine Rolle gespielt, Außenseiter oder Favorit zu sein“, so Janßen am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. „Wir sind in jedes Spiel gegangen als wenn es das letzte wäre. Das wird auch am Samstag wieder so sein. Wenn man sich die 3. Liga so anguckt, ist die Favoriten- oder Underdog-Rolle irrelevant. Das sind immer sehr enge Spiele, egal gegen wen man spielt.“

    Welch große Qualität der Gegner hat, sei ihm klar. „Das ist der Tabellenführer“, betonte der 54-Jährige. „Sie haben aus meiner Sicht eine Top-Mannschaft. Man merkte ihnen in den letzten Spielen an, dass sie den Aufstieg unbedingt realisieren wollen. Ich glaube, wenn man so zurückblickt, erwartet uns das schwerste Spiel seit meiner Viktoria-Amtszeit. Umso interessanter und umso schöner ist es, dort zu spielen.“

    Der Cheftrainer der Höhenberger glaubt, dass die Vorfreude auf die Begegnung Motivation freisetzen kann. „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie mutig ist, sich auf das Spiel freut und die Dinge an den Tag legt, die wir in den letzten Wochen gemacht haben. Wir sind seit zehn Spieltagen ungeschlagen. Und wir gehen mit dem Ziel in die Partie, auch im elften Anlauf nicht als Verlierer vom Platz zu gehen.“

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  • Viktoria trennt sich 1:1 vom KFC Uerdingen

    Viktoria trennt sich 1:1 vom KFC Uerdingen

    Gemischte Gefühle bei Viktoria Köln nach dem 1:1 gegen den KFC Uerdingen! Beim Tabellensiebzehnten der 3. Liga war auf den ersten Blick vielleicht mehr drin. Auf der anderen Seite blieben die Höhenberger im Stadion am Lotter Kreuz auch im zehnten Spiel in Folge ohne Niederlage, damit ist der Mannschaft von der Schäl Sick der Klassenerhalt auch rein rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Muhammed Kiprit (36.) und Timmy Thiele (56.) sorgten beim Unentschieden für die Treffer.

    Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen hatte im Tor eine Überraschung parat. Er gab Yannik Bangsow die Möglichkeit, sich in der Startelf zu beweisen. In der Abwehr baute er auf Luca Stellwagen, Moritz Fritz, Maximilian Rossmann und Patrick Koronkiewicz. Davor spielte Janßen mit Jeremias Lorch und René Klingenburg auf der Sechserposition. Simon Handle, Mike Wunderlich und Marcel Risse bildeten das offensive Mittelfeld. Timmy Thiele besetzte die Sturmspitze.

    Gegen die abstiegsgefährdeten Krefelder benötigten die Gäste eine Weile, um in Tritt zu kommen. Dennoch kamen die Kölner in der fünften Minute gleich zweimal durch Handle zu einer Schusschance. Einmal klärte ein Abwehrbein zur Ecke, einmal ging der Ball über das Gehäuse von Hidde Jurijus. Bei schwierigen Platzverhältnissen war die Begegnung danach von Zweikämpfen geprägt. Nach einer Viertelstunde gelang es den Höhenbergern, die Partie deutlicher zu bestimmen.

    Klare Torgelegenheiten blieben aber lange Zeit auf beiden Seiten Mangelware. In der 28. Minute hatte Uerdingen eine gute Chance. Nach Fehler in der Kölner Abwehr kam Muhammed Kiprit aus zwölf Metern mit dem linken Fuß zum Abschluss, doch Bangsow war zur Stelle. Und der KFC-Mann mit der Nummer 36 sollte es auch sein, dem in der 36. Minute die Führung gelang. Von der Strafraumgrenze traf er mit dem rechten Fuß ins untere linke Eck. Damit ging es in die Pause. 

    Viktoria-Coach Janßen brachte Fabian Holthaus für Stellwagen in den zweiten 45 Minuten in die Begegnung. Doch kurz nach dem Wiederanpfiff hatte die Viktoria erst einmal Glück: Hans Anapak-Baka traf aus 16 Metern den Pfosten (47.). Den Gästen gelang es aber trotzdem, anschließend mehr Druck auszuüben. Und das führte zum Erfolg: Nach Flanke von Rossmann traf Thiele mit viel Feingefühl flach zum 1:1-Ausgleich ins linke Eck.

    In der 64. Minute kam Lucas Cueto für Handle in die Partie. Doch der Nummer elf der Kölner war nach seiner Verletzungspause die fehlende Spielpraxis anfangs noch anzumerken. In der Schlussphase – in der sogar noch der Siegtreffer für die Höhenberger in der Luft lag – hätte der 25-Jährige beinahe noch getroffen. Beim KFC Uerdingen ließen am Ende die Kräfte nach. Doch die Gastgeber stemmten sich gegen die drohende Niederlage und brachten das 1:1 über die Zeit.

    Aufstellung: Yannik Bangsow – Luca Stellwagen (46. Fabian Holthaus), Moritz Fritz, Maximilian Rossmann, Patrick Koronkiewicz – Jeremias Lorch, René Klingenburg – Simon Handle (64. Lucas Cueto), Mike Wunderlich, Marcel Risse – Timmy Thiele

    Tore: 1:0 Muhammed Kiprit (36.), 1:1 Timmy Thiele (56.)

    Gelbe Karten:

    KFC Uerdingen: Fridolin Wagner (69.), Rijad Kobiljar (87.)

    Viktoria Köln: –

    Zuschauer: –

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  • Rossmann: „In der 3. Liga geht es mehr um den Kampf, Mentalität, Robustheit und die Einstellung“

    Rossmann: „In der 3. Liga geht es mehr um den Kampf, Mentalität, Robustheit und die Einstellung“

    Maximilian Rossmann ist seit letztem Sommer Teil der Viktoria-Defensive. Nachdem der 25-Jährige zuletzt aufgrund von muskulären Problemen passen musste, brennt er auf die Rückkehr in die Mannschaft. Im Interview spricht der Innenverteidiger über seine Qualitäten, den Kontakt zu ehemaligen Teamkollegen und den schönsten Moment seiner Karriere.

    Herr Rossmann, Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Viktoria-Defensive. Was sind die Gründe für den Aufschwung zuletzt?

    Maximilian Rossmann: Durch den Trainerwechsel haben wir als Mannschaft neuen Input bekommen. Das hat grundsätzlich nichts mit dem vorherigen Coach zu tun, das möchte ich klarstellen. Aber durch einen Wechsel auf der Trainerbank bekommt ein Team fast immer neue Impulse mit auf den Weg. Was wir uns mit Olaf Janßen gemeinsam erarbeitet haben, konnten wir dann schnell verinnerlichen und umsetzen. Das trägt nun Früchte.

    Sie kommunizieren viel auf dem Platz und sind sehr stark im Zweikampf. Welche Stärken sehen Sie bei sich darüber hinaus? Woran müssen Sie noch arbeiten?

    Rossmann: Eine meiner größten Stärken ist das Aufbauspiel. Für das Spiel mit dem Ball habe ich bei meinen zwei Jahren in den Niederlanden einiges mitgenommen. Ich könnte aber, denke ich, noch an meinem linken Fuß arbeiten. Ich bin damit zwar größtenteils zufrieden, aber besser geht immer.

    Den Abstiegskampf in der 3. Liga kannten Sie bereits aus Ihrer Zeit in Mainz. Glauben Sie, dass diese Erfahrungen Ihnen und der Mannschaft in den vergangenen Wochen zugutegekommen sind?

    Rossmann: Diese Erfahrungen macht man natürlich nur ungern. Als wir damals mit Mainz abgestiegen sind, hätte ich mir etwas Besseres vorstellen können. Dennoch nimmt man daraus immer etwas mit, auch wenn es negative Erfahrungen sind. Aber gerade an solchen Dingen wächst man auch. Ich glaube, dank solcher Erfahrungen lassen sich viele Dinge besser einordnen. 

    Sie kamen aus der niederländischen Eredivisie nach Köln. Wie war für Sie die Umstellung? Unterscheiden sich die beiden Ligen spielerisch?

    Rossmann: Die 3. Liga kannte ich schon aus meinen zwei Jahren bei den Sportfreunden Lotte und Mainz II. Deshalb war die Umstellung größer, als ich von der 3. Liga in die Niederlande wechselte. Die Eredivisie ist deutlich mehr auf Technik fokussiert und dort wird schneller gespielt. Die 1. Liga hat in den Niederlanden ein hohes Niveau. Dort sind die Spiele sehr von der Taktik geprägt. In der 3. Liga geht es mehr um den Kampf, Mentalität, Robustheit und die Einstellung.

    In Ihrer Karriere haben Sie bereits mit ein paar Spielern zusammengespielt, die heute international bekannt sind. Dazu gehören etwa Julian Brandt, Maximilian Arnold, Alexander Merkel und Lennart Czyborra. Besteht dort noch Kontakt?

    Rossmann: Ich verfolge die ehemaligen Mitspieler auf jeden Fall weiterhin. Dass man sich dennoch nach all der Zeit aus den Augen verliert, ist gang und gäbe. Nur weil man in einer Mannschaft zusammengespielt hat, heißt das ja nicht, dass man zu den besten Kumpels gehört. Mit Lennart [Czyborra, Anm. d. Red.] und Alexander Merkel, der ja auch schon beim AC Mailand gespielt hat, pflege ich aber noch recht guten Kontakt.

    Noch im vergangenen Jahr haben Sie einen Doppelpack gegen Feyenoord Rotterdam erzielt. War das für Sie der schönste Moment Ihrer Karriere?

    Rossmann: Das beste Spiel war das gegen Feyenoord nicht, weil wir letztlich mit 2:3 verloren haben. Mein schönstes Spiel war mein Debüt mit Almelo in der Eredivisie, das war schon eine besondere Sache. Wir haben direkt gegen Ajax Amsterdam gespielt. Gegen Spieler wie Hakim Ziyech, Matthijs de Ligt oder Frenkie de Jong in einer ausverkauften Johan Cruijff Arena auf dem Platz zu stehen, das war schon eine Hausnummer. Das Ergebnis war am Ende auch nicht so schlecht. Mit einem 1:1 zum Saisonauftakt konnten wir damals zufrieden sein, auch wenn wir erst spät den Ausgleich kassiert haben.

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