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  • Viktoria gelingt dritter Sieg in sieben Tagen

    Viktoria gelingt dritter Sieg in sieben Tagen

    Viktoria Köln jubelt über den dritten Sieg in nur einer Woche: Nach den Erfolgen in Lübeck und gegen Meppen gelang der Mannschaft von Cheftrainer Olaf Janßen am Samstag ein 3:1 gegen den MSV Duisburg. Lucas Cueto (23.), Timmy Thiele (35.) und Mike Wunderlich (81.) trafen dabei für die Gastgeber. David Tomic sorgte in der 41. Minute für den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer des MSV, der mittlerweile vom früheren Kölner Trainer Pavel Dotchev betreut wird.

    Viktoria-Coach Janßen musste sein Team aufgrund von einigen Ausfällen umbauen. Sebastian Mielitz hütete das Tor. In der Abwehr liefen Simon Handle, Michael Schultz, Maximilian Rossmann und Patrick Koronkiewicz auf. Kai Klefisch und Moritz Fritz agierten auf der Sechserposition. Lucas Cueto, Mike Wunderlich und der 17-jährige Profidebütant Youssef Amyn kamen im offensiven Mittelfeld zum Zug. Timmy Thiele begann im Sturm.

    Beide Teams tasteten sich zunächst gegenseitig ab. Für mehr Aktion sorgte das Wetter. Nach sieben Minuten prasselte ein Hagelsturm vom Himmel, sodass Schiedsrichter Dr. Max Burda die beiden Mannschaften zunächst noch einmal in die Kabinen schickte. Nach einer Unterbrechung von sechs Minuten ging es weiter – mit dem Unterschied, dass sich der Sportpark Höhenberg in kürzester Zeit in eine Winterlandschaft verwandelt hatte.

     

     

    In der 15. Minute hatte Fritz nach Wunderlich-Ecke die erste Möglichkeit für die Kölner: Sein Kopfball verfehlte das Tor. In der 23. Minute lief es besser: Nach langem Ball von der rechten Seite stand Cueto am Fünfmeterraum frei und verwandelte mit dem rechten Fuß zum 1:0. Nach einer halben Stunde präsentierte sich der Rasen wieder grün. Und ähnlich gut sah es für die Höhenberger aus: Thiele hämmerte den Ball aus halbrechter Position unhaltbar unter die Latte – 2:0 (35.)!

    In der 41. Minute folgte aber ein Rückschlag für die Gastgeber. Nach Pass in den Strafraum war David Tomic in Bedrängnis eher am Ball als seine Gegenspieler und spitzelte das Leder mit dem rechten Fuß an Mielitz vorbei zum 1:2 ins kurze Eck. Das beflügelte den MSV natürlich. Allerdings gelang es den Duisburgern nicht, noch vor der Pause daraus weiteres Kapital zu schlagen. Somit ging es mit dem 2:1-Vorsprung für die Viktoria in die Kabinen.

    Olaf Janßen startete mit Kevin Holzweiler für Amyn in die zweiten 45 Minuten. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff folgte eine gute Gelegenheit für die Gastgeber. Cueto stand am Sechzehnmeterraum frei und zog flach mit dem rechten Fuß ab. Doch MSV-Keeper Leo Weinkauf war zur Stelle und parierte den Ball. In der 62. Minute bot sich den Gästen eine Ausgleichschance. Allerdings wurde der Freistoß von Stoppelkamp aus 16 Metern zur sicheren Beute für Mielitz.

    In der 65. Minute gab es die nächste Glanztat des Viktoria-Torhüters. Der eingewechselte Orhan Ademi traf den Ball fünf Meter vor dem Gehäuse perfekt mit der rechten Hacke. Doch Mielitz wehrte das Leder mit einem Riesen-Reflex ab. In der 78. Minute hatte Handle aus acht Metern eine gute Gelegenheit. Sein Rechtsschuss ging abgefälscht über das MSV-Tor. Die anschließende Ecke brachte eine gute Kopfballchance für Schultz. Doch das Leder streifte über den Kasten (79.).

    Zwei Minuten später versetzte die Viktoria den Gästen aber den entscheidenden Schlag: Wunderlich wurde von Kevin Holzweiler in Szene gesetzt, zog sechs Meter vor dem gegnerischen Gehäuse mit rechts ab und traf flach ins linke Eck – 3:1. Duisburg versuchte in den Schlussminuten, die eigene Offensive zu forcieren. Doch viel gelang den Gästen nicht. Somit geriet der Heimsieg der Kölner nicht mehr in Gefahr.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Simon Handle, Michael Schultz, Maximilian Rossmann, Patrick Koronkiewicz – Kai Klefisch, Moritz Fritz – Lucas Cueto (73. Fabian Holthaus), Mike Wunderlich, Youssef Amyn (46. Kevin Holzweiler) – Timmy Thiele (73. Bernard Kyere)

    Tore: 1:0 Lucas Cueto (23.), 2:0 Timmy Thiele (35.), 2:1 David Tomic (41.), 3:1 Mike Wunderlich (81.)

    Gelbe Karten:

    Viktoria Köln: Kai Klefisch (28.), Moritz Fritz (62.), Patrick Koronkiewicz (71.)

    MSV Duisburg: Connor Krempicki (41.), Aziz Bouhaddouz (75.)

    Zuschauer:

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  • Gegnercheck: Formstarker MSV kommt nach Höhenberg

    Am Wochenende reist der MSV Duisburg zu Viktoria Köln. Am Samstag (Anpfiff 14.00 Uhr) geht es für die Mannschaft von Olaf Janßen damit gegen die formstärkste Mannschaft der unteren Tabellenhälfte um wichtige Punkte. Von den letzten fünf Spielen haben die Meidericher vier gewonnen und sich temporär aus dem Keller befreit. Aber auch die Gastgeber müssen sich nicht verstecken. Immerhin gelangen drei Siege in den vergangenen fünf Begegnungen. 

    Bisherige Saison:

    Nachdem die Duisburger in der Saison 2019/2020 den Aufstieg in die 2. Bundesliga knapp verpassten, sind sie nicht optimal in die neue Spielzeit gestartet. Denn seit Beginn stehen sie in der unteren Hälfte des Tableaus. Nach der Freistellung von Coach Torsten Lieberknecht haben sich sowohl die Interimstrainer Marvin Compper und Uwe Schubert sowie Gino Lettieri an der Taktiktafel versucht. Im Februar übernahm Pavel Dotchev die Mannschaft. Seitdem geht es bergauf. Aus seinen bisherigen vier Spielen nahm er neun Zähler mit in den Pott.

    Das Hinspiel:

    Im Hinspiel war Pavel Dotchev noch für Viktoria Köln tätig. Mit seiner Mannschaft holte er einen 3:1-Sieg in Duisburg. Doch zunächst gingen die Zebras durch Moritz Stoppelkamp in Führung (22.). Zwölf Minuten später glich Timmy Thiele zum 1:1 aus. Kurz nach dem Seitenwechsel gab es einen Elfmeter für die Höhenberger. Diesen verwandelte Albert Bunjaku sicher (52.). Die letzte halbe Stunde agierten die Domstädter in Überzahl. Lukas Scepanik sah nach einem taktischen Foul die Ampelkarte. Für einen Schlüsselmoment sorgte Sead Hajrović: Durch eine starke Grätsche im eigenen Sechzehner verhinderte er den 2:2-Ausgleich. Keine 180 Sekunden später traf Marcel Risse erstmals für die Viktoria zum 3:1-Endstand (77.).

    Personelle Situation:

    Bei den Duisburgern fallen Niko Breitschneider (Schambeinentzündung), Stefan Velkov (Knöchel-Operation) und Federico Palacios (Muskelbündelriss) aus. Auch Top-Torjäger Vincent Vermeij (Innenbandverletzung) wird den Meiderichern weiter fehlen. Julian Hettwer hat sich unter der Woche bei einem Zusammenprall verletzt und sollte keine Alternative sein. Stürmer Cem Sabanci ist seit seinem zweiten Kreuzbandriss im März vergangenen Jahres nicht mehr zum Einsatz gekommen.

    Spieler im Fokus:

    Moritz Stoppelkamp dürfte den meisten Bundesliga-Fans noch wegen seines Treffers gegen Hannover 96 in Erinnerung geblieben sein. Dort traf er im Paderborn-Dress aus 82,3 Metern per Volleyschuss und erzielte das weiteste Distanztor der Ligageschichte. In seiner Karriere lief er unter anderem 223-mal in der 2. Bundesliga und fünfmal in der Europa League auf. Der gebürtige Duisburger ist in dieser Saison mit fünf Treffern und sechs Assists gemeinsam mit Vincent Vermeij (sieben Tore, vier Vorlagen) Top-Scorer der Zebras. Als Kapitän der Mannschaft geht er aktuell einmal mehr voran und traf in den vergangenen drei Partien jeweils einmal. Im Sportpark Höhenberg trifft er zudem auf einen alten Bekannten: In der Saison 2007/2008 spielte Stoppelkampf für Rot-Weiss Essen. Der damalige Sportdirektor war Olaf Janßen.

    Trainer:

    Der MSV-Trainer ist in Köln bestens bekannt. Seit Februar steht Pavel Dotchev in Duisburg an der Seitenlinie. Von Juli 2019 bis Januar 2021 leitete er zuvor das Training auf der Schäl Sick. Mit 271 Drittliga-Spielen ist er Rekordtrainer der 3. Liga. Ein positiver Effekt ist seit seiner Übernahme beim MSV Duisburg zu sehen: Vom vorletzten Tabellenplatz aus sprang die Mannschaft dank dreier Siege aus vier Partien auf Platz 14. Die Meidericher sind nun fünf Zähler von den Abstiegsrängen entfernt.

    Bisherige Spiele:

    In der 3. Liga trafen die beiden Vereine bisher dreimal aufeinander. Zunächst ging der MSV Ende 2019 als Sieger vom Feld (2:1). Die vergangenen beiden Begegnungen gingen mit 1:0 und 3:1 an die Jungs von der Schäl Sick.

    Vereinshistorie:

    1963 schafften die Duisburger die Vize-Meisterschaft in der erstmals ausgetragenen Bundesliga. Bis 1982 blieben die Zebras Erstligist. 1979 erreichte der MSV das Finale des UEFA-Pokals, scheiterte dort aber am späteren Sieger aus Mönchengladbach.

    Partie in den Medien:

    Anpfiff der Begegnung zwischen Viktoria Köln und dem MSV Duisburg ist am Samstag um 14:00 Uhr im Sportpark Höhenberg. Die Partie überträgt Magenta Sport ab 13.45 Uhr live (als Einzelspiel und in der Konferenz). Die ARD zeigt die Highlights des Spiels ab 18.00 Uhr in der Sportschau. Zudem werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten. 

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  • Heimspiel-Splitter: Viktoria trifft auf die Zebras

    Am Wochenende empfängt Viktoria Köln den MSV Duisburg. Beide Teams gehen mit einem 1:0-Heimsieg im Gepäck in die Partie. Die Meidericher stehen derzeit auf Rang 14 der Drittliga-Tabelle, einen Platz hinter der Mannschaft von Olaf Janßen.

    Beginn: Das Match im Sportpark Höhenberg beginnt am Samstag um 14.00 Uhr. 

    Bilanz: In der 3. Liga kam es bisher dreimal zum NRW-Duell zwischen den beiden Klubs. Das erste Spiel in der Schauinsland-Reisen-Arena gewann das Bundesligagründungsmitglied aus Duisburg mit 2:1. Zum Ende der vergangenen Saison gewann die Viktoria daheim mit 1:0. Die Hinrundenpartie der laufenden Saison ging mit 3:1 an die Kölner.

    Corona-Pandemie: Pandemiebedingt sind leider auch gegen den MSV Duisburg keine Zuschauer zugelassen.

    Der Viktorianer: Das aktuelle Heimsiel-Magazin „Der Viktorianer“ ist bereits online. Auch diesmal gibt es einige interessante Dinge nachzulesen und ein kleines Bild-Rätsel für die spielfreudigen Fans.

    Einlaufkinder: Einlaufkinder sind im Rahmen der Corona-Pandemie leider nicht vorgesehen. Selbst Maskottchen Viktor kann bei den Heimspielen seiner Viktoria nicht vor Ort dabei sein. 

    Hallo again: Als Duisburg-Coach kehrt Pavel Dotchev an seine alte Wirkungsstätte zurück. Von Juli 2019 bis Januar 2021 stand er für die Domstädter an der Seitenlinie. Auch MSV-Stürmer Aziz Bouhaddouz war bereits für die Viktoria aktiv (in der Saison 2012/2013). Aus der Mannschaft von Olaf Janßen liefen sowohl René Klingenburg (2008 bis 2010) als auch André Dej (2008 bis 2012) im Dress des MSV auf.

    Fußballgeschichte: Der MSV Duisburg gehörte 1963 zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. In der ersten Saison wurden die Westdeutschen gleich Vize-Meister. Bis 1982 waren die Meidericher erstklassig. Erstmals Mitglied der 3. Liga wurden sie nach ihrem Zwangsabstieg 2013. Seitdem sind sie zweimal in die 2. Bundesliga zurückgekehrt.

    Sperren: Olaf Janßen muss am Samstag auf René Klingenburg verzichten. Der Mittelfeldspieler sah gegen den SV Meppen seine fünfte gelbe Karte. Dotchev hingegen hat keine Sperren zu beklagen. 

    TV und Medien: Die Partie überträgt Magenta Sport ab 13.45 Uhr live (als Einzelspiel und in der Konferenz). Kommentator vor Ort ist Edgar Mielke, Thomas Wagner moderiert. Zudem werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten. Zudem plant die ARD die Übertragung einer Zusammenfassung in der Sportschau am Samstagabend ab 18.00 Uhr.

    Wetter: Das Wetterportal Wetterdienst.de sagt für Samstagnachmittag Temperaturen von neun Grad Celsius voraus. 

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  • Janßen: „Das wird eine ganz enge Kiste“

    Am Samstag steht für Viktoria Köln das NRW-Derby gegen den MSV Duisburg auf dem Spielplan. Nach zwei Siegen in Folge und am Ende von zwei Englischen Wochen sieht sich Olaf Janßen, der Cheftrainer der Höhenberger, vor einer großen Herausforderung.

    „Vor fünf Tagen standen wir noch mit 27 Punkten da. Da braucht man nur auf die Tabelle zu gucken, das waren zwei richtige Brocken, wie eigentlich alle Spiele in den letzten Wochen. Die haben wir beide gewonnen. Das tut sehr gut“, sagte der 54-Jährige auf der Heimspiel-Pressekonferenz.

    Dennoch sei der Kräfteverschleiß natürlich groß. Janßen: „Duisburg kann ausgeruht in dieses Spiel gehen. Das ist schon eine Herausforderung für uns.“ Deshalb muss der Trainer der Viktoria abwarten, wie gut seine Spieler regenerieren. „Wir haben auch ein paar angeschlagene Spieler, die den Platz verlassen mussten. Wir haben einen gesperrten Spieler. Wir haben Spieler, bei denen der Tank total leer war. Das wird also von der Aufstellung her noch ein kleines Puzzle werden. Auf der anderen Seite ist das eine tolle Herausforderung und die Möglichkeit für Spieler, die bisher nicht so häufig gespielt haben, auf sich zu zeigen“, so der Coach der Höhenberger.

    Es gibt vielleicht noch einen weiteren Vorteil für die Duisburger. Schließlich steht beim MSV der frühere Viktoria-Trainer Pavel Dotchev an der Seitenlinie. „Man versucht, die gegnerische Mannschaft vorher zu analysieren, zu studieren und einen Plan zu entwerfen. Und wenn man dann die Mannschaft vorher trainiert hat und sie aus dem Effeff kennt, dann ist das grundsätzlich kein Nachteil für den MSV und Pavel. Am Ende des Tages glaube ich aber nicht, dass es das Allesentscheidende in diesem Spiel sein wird“, denkt Janßen.

    Seine Prognose für die Partie: „Das wird eine ganz enge Kiste, glaube ich.“

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  • Stellwagen: „Ich ziehe das jetzt durch!“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln genauer vor. Heute: Luca Stellwagen.

    Das schönste Geburtstagsgeschenk machte sich Luca Stellwagen im vergangenen Dezember wohl selbst: Zweite Tage, nachdem er 22 Jahre alt geworden war, gab er sein Debüt in der 3. Liga für die Viktoria. Für den Allrounder mag es wie ein Traum gewesen sein. Denn anderthalb Jahre zuvor kickte er noch in der sechstklassigen Verbandsliga Nordbaden.

    Dass Luca Stellwagen beim FG 08 Mutterstadt spielen würde, war bereits klar, bevor er das Licht der Welt erblickte. Sein Urgroßvater war im Vorstand gewesen, sein Opa und Vater waren ebenfalls im Verein aktiv, Letzterer auch als Jugendtrainer. Doch ohne Startschwierigkeiten lief es für den damals Vierjährigen nicht. „Die ersten Wochen habe ich im Training geweint. Also musste mein Vater mitmachen“, denkt der Pfälzer an seine erste Zeit im Verein zurück. Schon bald trainierte der damals noch im Sturm spielende Kicker mit dem älteren Jahrgang, den sein Vater coachte. „Ich hatte dadurch keine Vorteile“, erinnert sich ‚Stelli‘, wie er von seinen Mitspielern gerufen wird. „Aber wir konnten immer sprechen, was mir sehr geholfen hat.“

    Von dem Heimatverein seiner Familie ging es für den Nachwuchsspieler in der E-Jugend zum DJK SV Phönix Schifferstadt. Auch hier trainierte er mit Älteren und kam im Laufe der Jahre in die Auswahlmannschaft des Südwestdeutschen Fußballverbandes. „Das war ungewöhnlich, auf der Spielerliste meinen Verein zu lesen“, freut sich Stellwagen heute darüber, „damals kamen alle Kicker vom 1. FC Kaiserslautern oder dem 1. FSV Mainz 05.“ Die Mainzer zeigten mit der Zeit Interesse an Stellwagen und kurz darauf spielte der 13-Jährige bei den Nullfünfern. Dabei konnte der Nachwuchskicker auf die Unterstützung seiner Eltern setzen, die ihn häufig zum gut eine Stunde entfernten Trainingsgelände fuhren. Dort machte man ihn zum Verteidiger. „Am Anfang war es komisch. Aber ich merkte schnell, wie sehr es mir gefällt, das Spiel vor mir zu haben“, erzählt der 1,79 Meter große Abwehrspieler.

    In der C-Jugend lief es großartig für den Jungspieler, der zwar neben Schule und Training keine Freizeit mehr hatte, aber dafür zu Lehrgängen der U 15-Nationalmannschaft eingeladen wurde. Zudem wurde Stellwagen zum Allrounder ausgebildet und spielte auf beiden Flügeln sowie Zehner, Sechser und natürlich auch in der Abwehr. Die U 15 von Mainz 05 gewann so die Regionalliga und nachdem Stellwagen sich auch in der U 16 verdient gemacht hatte, bestritt er sein erstes Spiel in der B-Junioren Bundesliga Süd-Südwest. „Ich habe mich sehr darauf gefreut, gegen große Klubs zu spielen“, denkt er heute an die Zeit zurück. Doch gegen Ende der Saison erhielt er weniger Spielzeit und sah, dass es nicht mehr passte. Und obwohl noch ein Jahr Vertrag bestand, wechselte der damals 16-Jährige in die U 19 des SV Sandhausen.

    „Ich wollte in einen Verein, der im Profisport verankert ist. Aber ich wollte auch wieder näher an meiner Heimat sein“, erinnert sich ‚Stelli‘ an seine Entscheidung zurück. Zudem gab es die Möglichkeit, in die Profimannschaft aufzusteigen, die in der 2. Bundesliga spielte. Doch zuerst musste sich Stellwagen in der A-Junioren Oberliga beweisen, was er auch tat. Zum Ende der Saison wurde er in die U 23 beordert, die in der Oberliga Baden-Württemberg spielte. Bei seinem ersten Startelf-Einsatz gegen den FC Nöttingen erzielte er gleich ein Tor. Zwei weitere Spielzeiten kickte er in der fünften Liga. Doch obwohl er Stammspieler war und auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden konnte, kam er nicht weiter.

    Stellwagen wechselte zum FC-Astoria Walldorf, keine vier Kilometer entfernt, um für die zweite Mannschaft in der sechstklassigen Verbandsliga Nordbaden die Schuhe zu schnüren. Nebenbei begann er eine Ausbildung zum Chemikanten. „Bei Walldorf habe ich den Spaß am Fußball wiedergefunden“, blickt Stellwagen zurück. Der kleine Verein, das familiäre Miteinander, das alles brauchte der Abwehrspieler, um wieder in die Spur zu kommen. In 26 Spielen in der Verbandsliga schoss Stellwagen sechs Tore und trainierte bald mit der ersten Mannschaft. Während der Sommerpause stellte er seine Ernährung um, machte Extraeinheiten mit dem Athletiktrainer und brach seine Ausbildung ab. „Ich habe daran gedacht, was ich für den Profi-Traum geopfert habe, was meine Eltern auf sich genommen haben. Und dann habe ich angegriffen“, erklärt der Fußballer. Zum Saisonauftakt kam der 20-Jährige zu seinem Regionalligadebüt. Nach fünf Minuten auf dem Platz netzte er direkt ein. „Dass es so gut laufen würde, hätte ich nicht gedacht“, sagt er heute über die beste Saison, die der FC-Astoria je hatte. Doch grade als eine Siegesserie Walldorf den fünften Tabellenplatz bescherte, beendete Corona die Saison.

    In der Folge gab es Gespräche mit mehreren Vereinen, auch aus der 2. Bundesliga. Am Ende entschied sich Stellwagen für den Klub von der Schäl Sick. „Die Gespräche waren toll. Und bei dem Kader habe ich gleich gemerkt, dass die Viktoria etwas vorhat“, sagt der Verteidiger über seine Entscheidung. Bisher fühlt er sich wohl in der Domstadt, in die er mit seiner Freundin und seinem Hund gezogen ist. War es hart für ihn, bis zum 15. Spieltag auszuharren, bevor er sein Debüt in der 3. Liga geben konnte? Stellwagen lacht: „Nein. Ich habe es so schon so weit geschafft, trotz der Steine, die mir in den Weg gelegt wurden – ich ziehe das jetzt durch!“

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  • Dotchevs Rückkehr mit dem MSV

    Am Samstag reist der MSV aus dem rund 63 Kilometer entfernten Duisburg nach Köln. Mit im Mannschaftsbus sitzt Pavel Dotchev als Cheftrainer. Damit kommt er erstmals seit Ende Januar in den Sportpark Höhenberg zurück. Außerdem im Gepäck haben die Meidericher einen 1:0-Sieg vom Wochenende. Gleiches Ergebnis stand auch für die Mannschaft von Olaf Janßen am Dienstag gegen den SV Meppen auf der Anzeigetafel. Somit haben die Domstädter zwar die gleiche Anzahl an Toren und Gegentreffern auf der Uhr, doch aufgrund der mehr gesammelten Punkte steht Viktoria Köln einen Platz vor Duisburg auf Rang 13 der Drittliga-Tabelle. 

    Unter der Woche kam Mike Wunderlich zu seinem 300. Einsatz in der ersten Herrenmannschaft der Viktoria. Das Jubiläum hat er mit seinem 180. Pflichtspieltreffer gekrönt. Mit seinem „unterirdischen linken Fuß“, wie er nach dem Spiel schmunzelte, nahm er den Ball an. Nach einer Drehung hat er dann in der 78. Minute das entscheidende Tor erzielt. Vor allem aber die erste Halbzeit hatte dem Kapitän gut gefallen: „Wir waren haushoch überlegen, hatten vier, fünf gute Möglichkeiten.“ Damit haben die Höhenberger innerhalb von vier Tagen sechs Punkte eingetütet. „Das ist im Abstiegskampf natürlich goldwert“, so Wunderlich am Mikrofon von Magenta Sport. 

    Goldwert war auch das Wochenende für den MSV Duisburg. Dank des 1:0-Sieges gegen 1860 München haben die Zebras nun in vier Partien unter Pavel Dotchev neun Punkte geholt. „Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben die Jungs gut umgesetzt“, sagte der Coach nach Abpfiff. Vor allem lobte er die Arbeit gegen den Ball, für die „Art und Weise, wie die gesamte Mannschaft auf dem Platz gekämpft hat“, habe sie sich „ein Kompliment verdient“. Den entscheidenden Treffer erzielte Kapitän Moritz Stoppelkamp per Elfmeter. „Ich habe mir keine Gedanken gemacht. Ich wusste, wohin ich schieße“, sagte er nach Abpfiff über das Siegtor. Die Mannschaft sei angesichts der letzten Resultate „auf einem guten Weg“.  

    Wie steht MSV-Trainer Dotchev der Partie in Köln gegenüber? „Das wird ein sehr emotionales Spiel für mich sein, keine Frage“, gab er am Wochenende zu. Trotzdem sei es nur ein wichtiges Spiel im Abstiegskampf. Auch, wenn der 55-Jährige nun Konkurrent der Viktoria ist, würde er sich „sehr freuen, wenn es (den Klassenerhalt, Anm. d. Red.) beide Vereine schaffen“.

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  • Heimspiel-Splitter: Meppen kommt zum Nachholspiel

    Viktoria Köln hat den SV Meppen zu Gast. Die Partie, die ursprünglich für Karnevalsfreitag angesetzt war, wurde seinerzeit aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen abgesagt. Nun wird sie nachgeholt.

    Beginn: Die Partie in Köln beginnt am Dienstag um 19.00 Uhr.

    Bilanz: Bisher gab es drei Aufeinandertreffen der beiden Vereine. Den ersten Sieg gegen Meppen fuhr die Viktoria am fünften Spieltag der laufenden Spielzeit ein. Dank eines Treffers von Albert Bunjaku gewannen die Kölner mit 1:0.

    Corona-Pandemie: Leider sind gegen den SV Meppen im Sportpark Höhenberg keine Zuschauer zugelassen.

    Einlaufkinder: Einlaufkinder können im Rahmen der Corona-Pandemie leider nicht dabei sein. Auch Maskottchen Viktor muss bei den Heimspielen seiner Viktoria zu Hause bleiben.

    Hallo again: Weder auf Seiten der Viktoria noch auf Meppener Seite wird am Dienstag ein Spieler auf dem Rasen stehen, der bereits das Trikot des Gegners getragen hat. Zu einem Wiedersehen kommt es aber dennoch: Der Kölner Keeper Sebastian Mielitz und Meppen-Coach Torsten Frings haben einst beim SV Werder Bremen zusammengespielt.

    Vereinsgeschichte: Der Sprung in die 1. Fußball Bundesliga gelang dem SV Meppen zwar nie, aber die Emsländer waren besonders in der Saison 1994/1995 dicht dran. Nachdem das Team zum Saisonende abfiel, reichte es dann schließlich nur noch zu Rang sechs. Und dann muss natürlich noch über einen ganz besonderen Tag der Meppener gesprochen werden. Am 3. August 1982 absolvierten die Emsländer ein Freundschaftsspiel gegen den FC Barcelona. Damals war erstmals der Argentinier Diego Armando Maradona, der inzwischen verstorben ist, für die Katalanen im Einsatz. Und die Niedersachsen begrüßten den Fußball-Weltstar mit reichlich Humor. „Wir kennen Bruns! Wer ist Maradona?“ hieß es damals auf einem Spruchband der etwa 18.500 Fans. Am Ende hieß es 5:0 für Barcelona. Maradona traf per Elfmeter zum 0:1.   

    Sperren: Sowohl Olaf Janßen als auch Torsten Frings haben keine Sperren zu beklagen. Bei den Gästen kehrt Innenverteidiger Yannick Osée nach Gelbsperre wieder zurück.

    TV und Medien: Die Partie wird ab 18.45 Uhr live bei MagentaSport übertragen. Kommentator vor Ort ist Markus Höhner, Thomas Wagner moderiert. Zudem werden die Viktoria-Anhänger wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.

    Wetter: Das Portal Wetterdienst.de prognostiziert für die Domstadt am Dienstagabend Temperaturen von vier bis sechs Grad Celsius.   

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  • Viktoria besiegt den Heimfluch

    Viktoria besiegt den Heimfluch

    Riesige Freude bei Viktoria Köln: Die Höhenberger haben erstmals seit dem 5. Dezember letzten Jahres wieder ein Heimspiel gewonnen. Das Team von Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen setzte sich mit 1:0 gegen den SV Meppen durch. Für das entscheidende Tor sorgte ausgerechnet Mike Wunderlich, der vor der Begegnung für seine 300. Partie im Trikot der Kölner geehrt wurde. Damit verbuchte die Viktoria wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

    Janßen baute auf die gleiche Formation wie zuletzt in Lübeck: Sebastian Mielitz stand im Tor. In der Abwehr liefen Fabian Holthaus, Michael Schultz, Maximilian Rossmann und Simon Handle auf. Kai Klefisch und Jeremias Lorch bekleideten die Sechserposition. Lucas Cueto, Mike Wunderlich und Marcel Risse spielten im offensiven Mittelfeld. Timmy Thiele bekam den Vorzug im Sturm.

     

     

    Der erste Höhepunkt auf dem Spielfeld ließ eine Weile auf sich warten. In der elften Minute war es so weit: Cueto setzte Handle schön auf der rechten Seite ein. Der flankte auf Risse, der allerdings mit seinem Seitfallzieher aus sechs Metern an Meppens Keeper Eric Domaschke scheiterte. Drei Minuten danach gab es dann die erste Möglichkeit für die Emsländer. Tom Boere stand halbrechts im Sechzehner frei, aber Mielitz war zur Stelle.

    In der 22. Minute zog Wunderlich aus 17 Metern ab, der Rechtsschuss ging vorbei. Sechs Minuten später legte Cueto fein von links für Risse auf. Doch der bekam vor dem Tor nicht genügend Druck auf den Ball, sodass Domaschke das Leder sicher hielt. In der 31. Minute jagte Thiele den Ball aus halbrechter Position über den Kasten. 60 Sekunden danach verzog Wunderlich aus aussichtsreicher Position. In der 36. Minute rettete Domaschke mit einem Reflex gegen den Kölner Kapitän. Dann kam die Pause.

    Die Gastgeber hätten die Führung in der ersten Hälfte verdient gehabt, denn der SV Meppen kam kaum gefährlich vor das Kölner Tor. Das änderte sich aber zu Beginn der zweiten Halbzeit. Allerdings fand Boere aus guter Position in Mielitz seinen Meister (46.). In der 50. Minute war die Viktoria wieder da. Der vor der Pause eingewechselte René Klingenburg zog aus 17 Metern mit links ab, doch Domaschke wehrte den Ball mit beiden Fäusten ab.

    In der 65. Minute nahm sich Klefisch von der Strafraumgrenze mit einem harten Geschoss ein Herz – wieder war Meppens Torhüter zur Stelle. Aber auch die Niedersachsen hatten Gelegenheiten. In der Regel wurde es für Mielitz aber nicht sonderlich gefährlich. Eine der besseren Aktionen war ein Schuss von Luka Tankulic in der 75. Minute, doch der Kölner Keeper hielt seinen Kasten weiter sauber.

    Drei Minuten danach fiel dann aber die Führung für die Höhenberger: Thiele flankte von rechts, Albert Bunjaku legte schön mit dem Kopf für Wunderlich auf und der Jubilar traf aus der Drehung – Wahnsinn! Natürlich warf Meppen anschließend alles nach vorne. Doch die Höhenberger brachten den Sieg mit großem kämpferischen Einsatz über die Zeit.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Fabian Holthaus, Michael Schultz, Maximilian Rossmann, Simon Handle – Kai Klefisch, Jeremias Lorch (42. René Klingenburg) – Lucas Cueto, Mike Wunderlich (83. Sead Hajrović), Marcel Risse (73. Albert Bunjaku) – Timmy Thiele

    Tore: 1:0 Mike Wunderlich (78.)

    Gelbe Karten:

    Viktoria Köln: Lucas Cueto (16.), Michael Schultz (53.), Simon Handle (56.), Mike Wunderlich (60.), René Klingenburg (64.)

    SV Meppen: Janik Jesgarzewski (26.), Mike Steven Bähre (49.)

    Zuschauer:

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  • Mike Wunderlich ist Spieler der Monate „Januar & Februar“

    Die Anhänger der Viktoria haben gewählt: Mike Wunderlich ist der Spieler der Monate „Januar & Februar 2021“! Der Kapitän, der aller Voraussicht nach gegen den SV Meppen sein 300. Pflichtspiel für die Viktoria bestreiten wird, setzte sich bei der Fanabstimmung auf der Viktoria-Facebookseite gegen Lucas Cueto, Simon Handle, Marcel Risse und Timmy Thiele durch. Zuvor war der 34-Jährige das letzte Mal im April 2020 zum Spieler des Monats gewählt worden.

    Der Mittelfeldspieler der Kölner war im Januar und Februar bei jeder Pflichtspielminute auf dem Rasen und konnte somit je einen Punkt in Kaiserslautern und Wiesbaden erkämpfen sowie einen Sieg gegen Bayern München II einfahren. Für den Spieler des Monats „März“ hat sich Wunderlich ebenfalls schon in Stellung gebracht: In beiden Partien des Monats März erzielte er jeweils ein Tor.

    Viktoria – das V steht für Vussball!

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  • Gegnercheck: Tabellennachbar kommt zum Nachholspiel

    Am Dienstagabend (Anpfiff 19.00 Uhr) steigt das Nachholspiel zwischen Viktoria Köln und dem SV Meppen. Die Domstädter empfangen nach dem 2:1-Auswärtssieg in Lübeck den direkten Tabellennachbarn aus dem Emsland. Dieser ist trotz der jüngsten Niederlage gegen Dresden (0:4) kein leichter Gegner, vor allem gegen direkte Konkurrenten holte der SVM in der Vergangenheit wichtige Punkte.

    Der bisherige Saisonverlauf:

    Nachdem der langjährige Trainer Christian Neidhart den Verein verlassen hatte, heuerte Torsten Frings als neuer Chefcoach beim SV Meppen an. Doch sein Saisonstart stand unter keinem guten Stern, denn die Mannschaft verlor fünf der ersten sechs Partien. Im Januar holten die Meppener lediglich vier Punkte aus fünf Spielen. Im Februar aber gewannen die Niedersachsen die direkten Duelle mit Unterhaching und Halle, gegen Lautern setzte es ein 2:2-Remis. Am Wochenende verlor Meppen gegen den Tabellenführer Dresden mit 0:4. Mit 30 Zählern sind die Norddeutschen punktgleich mit der Viktoria.

    Das Hinspiel:

    Bei der Partie in der Hänsch-Arena ging es heiß her. Bereits nach 22 Minuten sah SVM-Kapitän Thilo Leugers nach einem Tritt gegen René Klingenburg vor 500 Zuschauern die Rote Karte. Noch in der ersten Halbzeit gab Schiedsrichter Florian Exner einen Elfmeter für die Gastgeber, den Valdet Rama allerdings verschoss. Das 1:0-Führungstor gelang dafür der Viktoria: Albert Bunjaku erzielte nach einem Eckball kurz nach Wiederbeginn den einzigen Treffer des Spiels. Dominik Lanius sah in der 73. Minute die Ampelkarte und musste vorzeitig in die Dusche. Ihm folgte Bernard Kyere nur 203 Sekunden später, auch er sah Gelb-Rot. Mit neun Mann verteidigte Viktoria Köln die knappe Führung und nahm drei Punkte mit nach Höhenberg. Insgesamt elf Karten verteilte der Referee bei der umkämpften Partie.

    Personelle Situation:

    Kapitän Leugers fällt mit Fersenproblemen aus. Auch für Matthis Harsmann (Schambeinentzündung) und Markus Ballmert (Syndesmosebandriss) kommt die Partie zu früh. Innenverteidiger Yannick Osée kehrt nach überstandener Gelbsperre zurück in den Kader. Nicht mehr Teil der Mannschaft ist Stürmer Hilal El-Helwe. Vergangene Woche wurde bekannt, dass der libanesische Nationalspieler seine Karriere beim jordanischen Rekordmeister Al-Faisaly fortsetzen wird und seinen Vertrag mit dem SVM auflöste.

    Spieler im Fokus:

    Mit drei Saisontreffern und vier Assists ist Luka Tankulic der zweitbeste Scorer der Meppener hinter René Guder (drei Tore, sechs Vorlagen). Bereits seit 2018 läuft der 29-Jährige für den SV Meppen auf. Sein Profidebüt gab der ehemalige Jugendspieler des BVB 2009 in der zweiten Runde des DFB-Pokals für Rot Weiss Ahlen und traf gleich doppelt. Über die Reserven von Fortuna Düsseldorf, Mainz 05 und Wolfsburg, den schottischen Erstligisten FC Dundee und die Sportfreunde Lotte kam Tankulic im Januar 2018 zum SV Meppen. Dort ist er seitdem fester Bestandteil der Offensive.

    Der Trainer:

    Der Coach ist der eigentliche Star des Vereins: Torsten Frings übernahm zum Saisonstart die Mannschaft von Christian Neidhart, der zu Rot-Weiss Essen gewechselt war. Seine Karriere an der Seitenlinie begann der frühere Nationalspieler als Co-Trainer von Viktor Skripnik bei Werder Bremen. Seinen ersten Cheftrainerposten bekam er im Dezember 2016 beim SV Darmstadt. Meppen ist nun seine zweite Station als Chefcoach. Als Spieler war Frings unter anderem für Borussia Dortmund und den FC Bayern München aktiv. Die meiste Zeit verbrachte er aber beim SV Werder Bremen. Dabei stand er sogar zweimal zusammen mit dem heutigen Viktoria-Keeper Sebastian Mielitz in der Champions League auf dem Rasen.

    Vereinshistorie:

    Der SV Meppen ging 1912 als FC Amisia Meppen an den Start. Nach vielen Jahren in der Ober- und Landesliga stieg der Verein 1987 erstmals in die 2. Bundesliga auf. 1998 folgte nach elf Jahren im Unterhaus der Abstieg in die Regionalliga. Die Emsländer stürzten in der Folge bis in die Oberliga ab und kamen erst 2011 zurück in die viertklassige Regionalliga Nord. Unter Christian Neidhart stiegen die Emsländer 2017 als Meister in die 3. Liga auf. Zweimal erreichte der SVM dort einen respektablen siebten Platz.

    Bisherige Partien:

    Die beiden Vereine standen sich bisher dreimal gegenüber. Die Bilanz ist dabei ausgeglichen. Beide Mannschaften entschieden je ein Aufeinandertreffen für sich. Das Hinrundenspiel der vergangenen Saison endete mit einem 1:1-Remis. Den ersten Sieg gegen die Norddeutschen (1:0 in der Hänsch-Arena) fuhr die Viktoria am fünften Spieltag der laufenden Spielzeit ein.

    Partie in den Medien:

    Anpfiff der Begegnung zwischen Viktoria Köln und dem SV Meppen ist am Dienstag um 19:00 Uhr im Sportpark Höhenberg. Die Partie wird ab 18:45 Uhr live bei Magenta Sport übertragen. Zudem werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten. 

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