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  • Viktoria testet am Samstag bei der U 21 des 1. FC Köln

    Am Samstag, den 16. Januar, wird Viktoria Köln ein Testspiel im RheinEnergieSportpark bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln bestreiten. Das Spiel um 14:00 Uhr findet aufgrund der Corona-Pandemie unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, sodass keine Zuschauer zugelassen sind.

    „Das ist eine gute Möglichkeit, dem zweiten Anzug oder zuletzt angeschlagenen Akteuren Spielpraxis zu verschaffen“, so Marcus Steegmann, Sportlicher Leiter bei der Viktoria. Am Samstag sollen „diejenigen spielen, die am Freitag nicht zum Zug gekommen sind.“

    Das Team von Drittliga-Rekordtrainer Pavel Dotchev trifft auf einen interessanten Gegner. Die Geißböcke stehen derzeit auf Platz sieben in der Regionalliga West und konnten von 19 Spielen acht gewinnen. Heimsiege konnte die Mannschaft von Trainer Mark Zimmermann unter anderem gegen Rot-Weiß Oberhausen (4:0) und Drittliga-Absteiger Preußen Münster (1:0) feiern. Zuletzt hatte die Reserve des FC am 12. Dezember des vergangenen Jahres gespielt. Damals trennte man sich mit einem Remis vom SC Wiedenbrück (1:1).

    Die Mannschaft von Viktoria Köln wird am Abend zuvor um 19:00 Uhr im heimischen Sportpark Höhenberg Türkgücü München empfangen. Die U 21 des 1. FC Köln startet am darauffolgenden Wochenende gegen die U 23 von Borussia Dortmund in das neue Pflichtspiel-Jahr.

    Bereits in der Sommervorbereitung gab es ein Testspiel zwischen der Viktoria und der FC-Reserve. Bei dem Heimspiel im August trennte man sich mit einem 1:1. Der Führungstreffer von Albert Bunjaku in der ersten Halbzeit konnte durch einen Elfmeter von Justin Petermann in der zweiten Halbzeit ausgeglichen werden.

    Mit 19 Gegentoren stellen die Geißböcke die viertbeste Defensive der Liga, mit Lukas Nottbeck ist dazu ein Defensivspieler bester Torschütze (fünf Tore). Nottbeck hat Viktoria-Vergangenheit und spielte von 2013 bis 2018 für die Höhenberger.

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  • Dotchev warnt vor Sliskovic und Sararer

    Am Freitag um 19.00 Uhr tritt Viktoria Köln gegen Türkgücü München an. Vor der Begegnung warnt Pavel Dotchev vor den Qualitäten der Gäste.

    „Sie haben eine sehr starke Offensive mit Petar Slišković, der oben bei den Torjägern mitmischt“, so der Viktoria-Cheftrainer am Mittwoch auf der Pressekonferenz zur anstehenden Begegnung. „Dazu ist Sercan Sararer für mich ein außergewöhnlicher Spieler, der den Unterschied ausmachen kann. Wir müssen schon am Freitagabend sehr vorsichtig sein bei diesem Spieler und dürfen ihn nicht aus den Augen verlieren.“

    Der Rekordtrainer der 3. Liga hat sich den Heimsieg der Münchner gegen Dynamo Dresden am Montag genau angeschaut. „Das war schon ein sehr intensives und interessantes Spiel. Die Mannschaft von Türkgücü hat mich beeindruckt. Sie haben mit großer Leidenschaft verteidigt und waren immer wieder mit Kontern gefährlich“, so der 55-Jährige.

    Taktisch wollte er sich noch nicht so recht für die kommende Partie festlegen. „Das hängt auch vom Matchplan des Gegners ab“, so Dotchev. „Wir müssen auf jeden Fall sehr gut strukturiert und organisiert spielen – und, was auch wichtig ist: Geduld haben. Wir müssen mit allem rechnen, weil Türkgücü situativ sehr gut im Pressing und Forechecking ist.“

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  • Gegnercheck: Türkgücü kommt auf die Schäl Sick

    Der Aufsteiger Türkgücü München sorgt auf und neben dem Platz für Wirbel. Der Verein hat einen rasanten Aufstieg in den letzten Jahren hingelegt. In der 3. Liga befinden sich die Münchner nur knapp hinter einem Aufstiegsplatz.

    Die letzte Saison:

    Türkgücü München startete als Aufsteiger in die Regionalliga Bayern. Schnell ließ die Mannschaft zusammen mit dem 1. FC Schweinfurt 05 die restliche Liga hinter sich. Beide Teams trugen den Kampf um die Meisterschaft somit quasi unter sich aus. Doch auch Schweinfurt musste sich im direkten Duell gegen den Neuankömmling geschlagen geben und so führte der Verein aus der Landeshauptstadt des Freistaats Bayern die Liga mit neun Punkten an, als am 25. Spieltag Corona den Stecker zog. Türkgücü München wurde in der Folge vom Bayerischen Fußballverband zum Meister erklärt und stieg in die 3. Liga auf. Für den Verein von der Isar, der 2018 noch in der Landesliga Bayern-Südost kickte, war es der dritte Aufstieg in Folge.

    Der Saisonverlauf:

    In der 3. Liga sorgten drei der vier Neuankömmlinge aus den Regionalligen für Furore: Der 1. FC Saarbrücken erklomm in Windeseile die Tabellenspitze, der SC Verl hatte bald den besten Punkteschnitt der Liga und Türkgücü München feuerte zu Beginn der Saison aus allen Rohren. Neun Tore in den ersten drei Spielen erzielten die Bayern, die sich in der Folge im oberen Tabellendrittel festsetzten. Auch Spielabsagen wegen Corona, „falsche Positivtests“, die die Mannschaft in Quarantäne zwangen und ein Streit um die Vergabe eines Startplatzes im DFB-Pokal mit dem 1. FC Schweinfurt 05 konnten den Münchnern kein Formtief beibringen. Allerdings erregte Ende Dezember ein möglicher Rückzug des Investors Hasan Kivran Aufsehen, da der Verein ohne seine Unterstützung in finanzielle Schwierigkeiten geraten würde. Kivran revidierte seine Entscheidung zwar am letzten Wochenende. Doch die undurchsichtige Situation sorgte dafür, dass einige Spieler in der Winterpause wechselten – Tom Boere zum SV Meppen und Marco Holz in Österreichs 2. Liga zu Wacker Innsbruck. Zudem wurden die Verträge mit zwei weiteren Spielern aufgelöst. Der Spielfreude der Münchner scheint all das nicht geschadet zu haben: Türkgücü besiegte am Montag Tabellenführer Dynamo Dresden mit 1:0 und hat nun nur noch vier Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz.

    Der Kader:

    Da Türkgücü in den letzten Jahren in keiner Liga länger als eine Spielzeit zu Hause war, änderte sich auch der Kader stetig. So ist der treueste Spieler, Mittelfeldakteur Ünal Tosun, erst seit der Saison 2018/2019 bei den Münchnern. Seine neuen Mitspieler kamen diese Saison aus verschiedenen Ligen nach Bayern, um dort Stammkräfte zu werden: Der defensive Mittelfeldspieler Philipp Erhardt (kam vom SV Mattersburg), Torwart René Vollath (vom Drittligisten KFC Uerdingen) und Stürmer Petar Sliskovic (für 150.000 Euro vom Drittligisten MSV Duisburg) standen bisher in jeder Begegnung auf dem Feld. Letzterer konnte bisher elf Treffer in 17 Spielen für den Aufsteiger erzielen, was fast die Hälfte aller geschossenen Tore für Türkgücü bedeutet. Doch auch einige Leistungsträger der letzten Saison verließen den Verein: Mit Patrick Hasenhüttl (zum Drittligisten SpVgg Unterhaching), Kasim Rabihic (jetzt SC Verl) und Yasin Yilmaz (zu Türkspor Augsburg) gingen Offensivkräfte, die für 28 der 51 Tore der letzten Saison verantwortlich waren.

    Der Spieler im Fokus:

    Sercan Sararer ist zurzeit der Top-Vorbereiter der Liga. Der gebürtige Nürnberger, der spanische und türkische Wurzeln hat, durchlief die Jugend bei Greuther Fürth, die im Anschluss mit seiner Hilfe in der Saison 2011/2012 den Sprung vom Unterhaus in die Bundesliga schafften. Zeitgleich zogen die Fürther im DFB-Pokal bis ins Halbfinale ein und besiegten auf dem Weg den Stadtkonkurrenten 1. FC Nürnberg, bei dem zu dieser Zeit Albert Bunjaku spielte. In der Folge pendelte der türkische Nationalspieler zwischen den obersten zwei Ligen in Deutschland im Trikot vom VfB Stuttgart, Fortuna Düsseldorf und erneut Greuther Fürth, bevor er als mittlerweile 28-Jähriger zum vereinslosen Spieler wurde. Nach einem halben Jahr ohne Klub heuerte ihn der Karlsruher SC für eine Rückrunde in der 3. Liga an, stellte Sararer zur nächsten Spielzeit allerdings frei. Aber dann: Am 1. Januar 2020 verpflichtete Türkgücü München den Offensivspieler und stieg mit ihm in die 3. Liga auf. Bei den 16 Einsätzen, die der mittlerweile 31-Jährige für die Münchner in dieser Saison verbuchen konnte, bereitete er elf Tore vor und schoss fünf weitere – sein letztes Tor sicherte Türkgücü drei Punkte beim 1:0 gegen Dresden.

    Der Trainer:

    Alexander Schmidt kennt sich aus im Fußballgeschäft Münchens. Der gebürtige Augsburger trainierte jahrelang die Jugend vom TSV 1860, bevor er zur Saison 2012/2013 als Coach der Reserve eingesetzt wurde. Wenige Monate später verlor Reiner Maurer seinen Cheftrainerposten bei der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga und Schmidt, der gute Ergebnisse in der Regionalliga Bayern erzielte, wurde sein Nachfolger. Allerdings konnte auch er die Sechziger nicht auf einen Aufstiegsplatz hieven und so endete das Engagement nach neun Monaten. Es folgte ein Trainer-Intermezzo beim SSV Jahn Regensburg (20 Spiele, 12 Niederlagen) und Nachwuchsarbeit beim VfB Stuttgart. Anschließend wechselte Schmidt zur SpVgg Unterhaching, bei der er die U 19 für ein halbes Jahr coachte. Danach zog es ihn nach Österreich, wo er zuerst Jugendarbeit in der Talentschmiede von RB Salzburg verrichtete, bis der österreichische Bundesligist SKN St. Pölten ihn zum Trainer machte. Nach 26 Spielen entließ man den Coach, nachdem die Nordösterreicher neun Spiele in Folge ohne Sieg geblieben waren. Kurze Zeit darauf stieg Türkgücü München mit Trainer Reiner Maurer in die 3. Liga auf und Alexander Schmidt beerbte ihn erneut. Seitdem steht er bei seinem dritten Verein im Großraum München an der Seitenlinie.

    Die Historie:

    1988 wurde Türkgücü München der zweite Migrationsverein nach Türkiyemspor Berlin, der es in die dritthöchste Spielklasse Deutschlands schaffte. In der Bayernliga war der unter dem Namen SV Türk Gücü München (Türk Gücü bedeutet übersetzt türkische Macht/Kraft) bekannte Klub vier Spielzeiten lang vertreten und zog bei Derbys gegen den TSV 1860 München bis zu 12.000 Besucher an. Am 23. September 1989 trafen die Münchner in der Bayernliga auf den MTV Ingolstadt und lagen mit 0:1 zurück, als Torwart Gerald Hillringhaus in der 89. Minute zur Ecke mit nach vorne kam. Der hineingeflankte Ball wurde von dem Schlussmann so sehenswert per Seitfallzieher zum 1:1-Endstand verwandelt, dass die Zuschauer der Sportschau den Treffer zum Tor des Monats kürten. Hillringhaus ging am Ende der Saison zum großen FC Bayern München und stand für den Rekordmeister in den nächsten zwei Spielzeiten 22-mal im Kasten.

    Die Partie in den Medien:

    Anpfiff der Begegnung zwischen Viktoria Köln und Türkgücü München ist am Freitag um 19.00 Uhr. Ab 18.30 Uhr gibt es die dazugehören Bewegtbilder aus dem Sportpark Höhenberg live bei Magenta Sport. Zudem werden die Viktoria-Anhänger über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (Facebook, Instagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.

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  • Marcel Risse ist Spieler des Monats

    Die Anhänger der Viktoria haben gewählt: Marcel Risse ist der „Spieler des Monats Dezember 2020“. Der Mittelfeldakteur setzte sich bei der Fanabstimmung auf der Viktoria-Facebookseite gegen Lucas Cueto, Patrick Koronkiewicz und Sead Hajrović durch. Risse erhält den Titel zum ersten Mal während seiner Zeit in Höhenberg.

    Der Mittelfeldspieler traf für die Viktoria im Spiel gegen den TSV 1860 München in der 88. Spielminute zum entscheidenden 2:1 und bescherte der Viktoria zu Beginn des Monats Dezember somit drei wichtige Punkte – dabei handelte es sich auch um den letzten Pflichtspielerfolg der Höhenberger. Auch gegen den SC Verl gehörte er zu den Leistungsträgern.

    Bevor das nächste Voting zum „Spieler des Monats“ stattfindet, wird der „Viktoria-Spieler des Jahres“ gewählt. Die Abstimmung dazu beginnt am 17. Januar.

    Die Spieler des Monats aus dem Jahr 2020 im Überblick:

    Januar: Jonas Carls

    Februar: Steven Lewerenz

    März: Dominik Lanius

    April: Mike Wunderlich

    Mai: Hamza Saghiri

    Juni: Albert Bunjaku

    Juli: Alexander Höck

    August: Lucas Cueto

    September: Sebastian Mielitz

    Oktober: Kai Klefisch

    November: Kai Klefisch

    Dezember: Marcel Risse

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  • Viktoria-Premiere gegen Türkgücü

    Im letzten Heimspiel der Hinrunde ist am Freitagabend Türkgücü München im Sportpark Höhenberg zu Gast. Die Partie ist gleichzeitig eine echte Premiere. Denn noch nie stand Viktoria Köln der Mannschaft aus dem Freistaat Bayern in einem Meisterschaftsspiel gegenüber. Während die Höhenberger schon am Samstag mit einem 0:0 beim 1. FC Kaiserslautern ins Pflichtspieljahr 2021 starteten, steht für Türkgücü am Montagabend noch die Partie gegen den Tabellenführer Dynamo Dresden an.

    Was die Münchner in den letzten Tagen aber genauso wie das nächste Spiel interessiert haben dürfte, ist die finanzielle Situation. Denn Ende letzten Jahres hieß es plötzlich, dass Hasan Kivran – seit 2016 Präsident und Wegbereiter bei Türkgücü – sein finanzielles Engagement beenden wolle. Diese Nachricht sorgte für einige Existenzängste. Doch am Samstag revidierte Kivran seine Entscheidung. Er will Türkgücü nun doch als Anteilseigner der Fußball GmbH und Vereinspräsident erhalten bleiben.

    Bei Viktoria Köln standen am Samstag hingegen rein sportliche Themen auf dem Programm. Chefcoach Pavel Dotchev konnte dem 0:0 in Kaiserslautern viel Positives abgewinnen. „Wir haben häufig gute Spiele gezeigt, aber Gegentore bekommen. Diesmal war es anders, wir haben es geschafft, 90 Minuten gut zu verteidigen. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass wir zu Null gespielt haben“, so der 55-Jährige nach der Partie. Darüber hinaus lobte Dotchev das Engagement und die taktische Disziplin seines Teams.

    Dass seiner Mannschaft am Freitag wieder ein hartes Stück Arbeit bevorsteht, weiß er nur zu gut. „Generell ist es in der 3. Liga gegen jeden Gegner sehr schwer, denn jedes Team hat seine individuellen Stärken. Die Situation bei Türkgücü hat die Mannschaft eher zusammengeschweißt, das macht sie besonders gefährlich. Deshalb müssen wir die Einstellung, die wir gegen Kaiserslautern an den Tag gelegt haben, in die Partie mitnehmen“, so Dotchev zur Begegnung gegen den gut in die Saison gestarteten Aufsteiger aus München.

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  • Viktoria erkämpft Remis auf dem Betzenberg

    Viktoria erkämpft Remis auf dem Betzenberg

    Der FC Viktoria Köln hat im ersten Pflichtspiel des Jahres ein Unentschieden erkämpft. Die Samstagspartie im Fritz-Walter-Stadion endete beim 1. FC Kaiserslautern mit 0:0. Dabei hatten die Höhenberger über weite Strecken mehr vom Spiel. Allerdings waren die Gastgeber aus der Pfalz immer wieder mit Kontern gefährlich, sodass das Ergebnis am Ende als leistungsgerecht bezeichnet werden darf.

    Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev stellte Sebastian Mielitz ins Tor. In der Abwehr ließ er Luca Stellwagen, Sead Hajrović, Maximilian Rossmann und Patrick Koronkiewicz auflaufen. Auf der Sechserposition spielten Kai Klefisch und Moritz Fritz. Offensiver ausgerichtet setzte Dotchev im Mittelfeld auf Lucas Cueto, Kapitän Mike Wunderlich und Kevin Holzweiler. Michael Seaton begann im Sturm.

    Die Viktoria versuchte, von Beginn an das Zepter in die Hand zu nehmen. So dauerte es auch nur bis zur dritten Minute, ehe Wunderlich zum ersten Mal Avdo Spahic im Tor der Gastgeber prüfte. Die Höhenberger zeigten sich in der Anfangsphase auf tiefem Boden äußerst zweikampfstark und versuchten es, wie Klefisch in der achten Minute, auch mal aus der zweiten Reihe.

     

     

    Nach zehn Minuten erarbeitete sich der 1. FC Kaiserslautern aber mehr Ballbesitz. Allerdings fiel es den Pfälzern schwer, Torgefahr auszustrahlen. Das änderte sich erst in der 20. Minute, nachdem Schiedsrichter Michael Bacher im Mittelfeld ein Foul an Innenverteidiger Rossmann übersah. Marvin Pourié stürmte daraufhin aufs Kölner Tor zu, doch Mielitz hielt seinen Flachschuss aus 16 Metern sicher.

    Die Gastgeber kamen in der Folge zu weiteren Möglichkeiten, doch brenzlig wurde es für die Höhenberger nicht. Stattdessen hatten die Kölner in der 30. Minute selbst eine Möglichkeit: Wunderlich trat aus 28 Metern zum Freistoß an, doch Spahic hielt. Gleiches galt 120 Sekunden später. Da zog der Kölner Kapitän aus 16 Metern mit dem rechten Fuß direkt ab – Spahic parierte glänzend. Das war es bis zur Pause.

    Dotchev blieb in den zweiten 45 Minuten zunächst bei seiner Startformation. Die bot weiterhin eine ordentliche Vorstellung. Bis zum 16-Meter-Raum war die Viktoria die tonangebende Mannschaft, allerdings fehlte der Zug zum Tor. So ergaben sich erst einmal keine weiteren Gelegenheiten. Kaiserslautern gelang in der 57. Minute durch Marius Kleinsorge ein Schussversuch, der allerdings rechts am Tor vorbeiging.

    Nur 60 Sekunden später hatte Pourié – allein auf das Tor zustürmend – dann die Führung für die Roten Teufel auf dem Fuß. Doch er verzog den Ball. Die Kölner erhöhten danach den Druck. In der 63. Minute folgte eine Traumkombination der Höhenberger: Stellwagen passte nach feinem Solo von links flach auf Wunderlich. Der legte auf Holzweiler ab. Doch der scheiterte aus sechs Metern am Abwehrbein von Alexander Winkler.

    In der 77. Minute brachte Dotchev die Offensivkräfte Albert Bunjaku (für Seaton) und Timmy Thiele (für Holzweiler) in die Begegnung. Damit wollte er dem Angriff neuen Schwung verleihen. Doch auch die beiden Torjäger konnten keinen entscheidenden Treffer beisteuern. Unter dem Strich blieben die Höhenberger in Tornähe zu ungenau, sodass es beim 0:0 auf dem Betzenberg blieb. Immerhin stand am Ende die Null.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Luca Stellwagen, Sead Hajrović, Maximilian Rossmann, Patrick Koronkiewicz – Kai Klefisch, Moritz Fritz – Lucas Cueto (90. + 2 Bernard Kyere), Mike Wunderlich, Kevin Holzweiler (77. Timmy Thiele) – Michael Seaton (77. Albert Bunjaku) 

    Tore:

    Gelbe Karten:

    1. FC Kaiserslautern: Tim Rieder (1.), Anil Aydin (5.), Kenny Prince Redondo (42.), Sven Höh (67.), Marvin Pourie (69.), Marius Kleinsorge (80.), Alexander Winkler (90.)

    Viktoria Köln: Luca Stellwagen (24.)

    Zuschauer:

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  • Porträt Timmy Thiele: „Es gibt nur eines, was ich will“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln vor. Heute: Timmy Thiele.

    Thieles Weg in den Profi-Fußball begann mit seinem Vater. „Mein Papa war mein Vorbild. Er war zu seiner Zeit Torwart gewesen und so stand ich anfangs auch zwischen den Pfosten“, erinnert sich der gebürtige Berliner heute an seine ersten Schritte mit dem runden Leder zurück. Da sein Vater bei Tennis Borussia Berlin Jugendtrainer war, schloss sich Thiele mit vier Jahren auch dem Verein an. Erst als während eines Turniers zu wenige Feldspieler auf dem Hallenparkett standen, wurde er aus dem Kasten geholt – und zog sich danach nie wieder Torwarthandschuhe an.

    Über den TSV Rudow 1888 kam der damals Zehnjährige in der Folge zu Hertha BSC Berlin. Der Klub, der auf der anderen Seite der Hauptstadt lag, bildete den heranwachsenden Stürmer aus, bis er mit 16 Jahren zum SV Tasmania Gropiusstadt 73 und im Anschluss wieder zurück zu TeBe Berlin wechselte. Bei den Veilchen konnte der Nachwuchsstürmer direkt in die A-Jugend einsteigen und spielte in der Regionalliga Nordost seine „beste Saison“, wie Thiele es selbst sagt. Am Ende stiegen die Veilchen in die A-Junioren-Bundesliga Nordost auf. Obwohl sich die Torschützenliste der Saison nicht mehr finden lässt, muss Thiele bemerkenswert häufig getroffen haben. Denn das Telefon seines Vaters, der gleichzeitig sein Berater war, stand von nun an nicht mehr still. „Einige der ganz Großen riefen an, am Schluss fühlte ich mich in den Gesprächen mit Werder Bremen am wohlsten“, sagt der Stürmer heute darüber. Dem Wechsel in eine andere Stadt stand der damals noch nicht volljährige Thiele mit gemischten Gefühlen gegenüber: „Einerseits musste ich meine Heimat und meine neue Freundin (Anm. d. Red. heutige Frau) zurücklassen. Aber auf der anderen Seite hatte ich eine riesige Vorfreude, denn es gibt nur eines, was ich will: Und das ist Fußball.“

    In Bremen kam Thiele schnell an, bewies sich in der A-Jugend und wurde mit 18 Jahren das erste Mal in der 3. Liga für Werders Reserve eingewechselt. Doch nach einer weiteren Spielzeit, in der Thiele nicht über die Rolle des Jokers hinauskam, folgte der Stürmer einer Einladung des FC Schalke 04 und verstärkte die zweite Mannschaft in der Regionalliga West. Unglücklicherweise hatte sich Thiele in Bremen einen Mittelfußbruch zugezogen, den man erst in Gelsenkirchen erkannte. Fast ein halbes Jahr fiel der damals 19-Jährige aus – eine Zeit, die er durch „den Rückhalt in der Familie und Beziehung“ überstand. Sein Mut schien darunter nicht gelitten zu haben. Denn nach der Saison mit wenig Spielpraxis nahm Thiele an einem Probetraining von Alemannia Aachen teil und überzeugte. Bei dem Absteiger aus der 2. Bundesliga avancierte Thiele zum Publikumsliebling. Doch der Stürmer entschied sich für einen Wechsel zu Borussia Dortmund II, nachdem bei der Alemannia durch Insolvenzverfahren und Punkteabzug der Abstieg in die Regionalliga feststand.

    Leider klebte sein Verletzungspech auch bei den Schwarz-Gelben an ihm wie Sporttape: Während der Vorbereitung beim BVB riss Thieles Kreuzband, sodass der Stürmer nur auf sieben Partien in der Spielzeit kam. Dem grade genesenen Spieler wurde in der folgenden Sommerpause ein Wechsel nahegelegt. Dann riss das Kreuzband erneut. Eine schmerzhafte Zeit in der Reha stand dem vereinslosen Spieler bevor, die fast ein Jahr dauerte.    

    Als Thiele wieder so richtig fit war, nahm ihn der Regionalligist SC Wiedenbrück in die bereits laufende Rückrunde auf. Exakt 350 Tage lagen zwischen dem letzten Spiel für Borussia Dortmund II und dem Heimspiel von SC Wiedenbrück, bei dem Thiele die letzte Viertelstunde ran durfte. „Angst hatte ich dabei nicht. Ich war nur heiß. Heiß, es all denen zu zeigen, die meinten, dass nach dem zweiten Kreuzbandriss Schluss ist“, sagt Thiele und man hört, wie wichtig es für ihn war, sich zu beweisen.

    Das tat er auch in der kommenden Spielzeit auf der Insel. Während der Sommerpause wechselte der Stürmer zu Burton Albion, einem Verein, der gerade in die dritte Liga Englands aufgestiegen war und den Durchmarsch plante. „Das war eine kulturelle Umstellung. Es hat Monate gedauert, bis ich mich an das neue Land und den Sport dort gewöhnt habe“, denkt Thiele an die Zeit zurück. Mit dem deutschen Stürmer ging der Plan von Burton Albion auf und der Klub kletterte am Ende der Saison in die zweite Liga, nur Thiele zog es zurück nach Deutschland.

    „Als ich in den Gesprächen mit Carl Zeiss Jena von deren damaligen Ambitionen erfuhr und merkte, wie sehr sie sich um mich bemühten, war ich schnell überzeugt“, begründet Thiele seinen Wechsel nach Thüringen. Und der dreifache DDR-Meister bewies einen richtigen Riecher: Thiele verwandelte in der Regionalliga-Saison 14 Bälle selbst, legte weitere elf auf und schoss zudem einen Doppelpack im Relegationsaufstiegsspiel gegen die Viktoria, was letztlich für Jena die Rückkehr in die 3. Liga bedeutete. Thiele lässt sich von der Statistik nicht mitreißen, sondern bleibt sachlich: „Wenn man eine längere Zeit ohne Verletzung ist, spielt man einfach besser.“

    Doch auch mit Rückenproblemen lief es in der nächsten Saison gut: Thiele schoss elf Tore, vier davon beim 4:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden und gewann den Thüringer Landespokal. Dies überzeugte offensichtlich den Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern, sodass die Roten Teufel für den Stürmer satte 400.000 Euro an Ablöse zahlten. Somit ist Thiele der siebtteuerste Neuzugang in der Geschichte der 3. Liga, doch von dem Preisschild ließ sich er sich nicht aus der Fassung bringen: „Den Betrag habe ich mir nicht ausgedacht, deshalb habe ich mich nicht davon unter Druck setzen lassen.“ Für die Roten Teufel sollte sich der Einkauf gelohnt haben, denn in zwei Spielzeiten erzielte der Stürmer 17 Tore, bereitete 14 weitere Treffer vor und holte beide Jahre den Südwestpokal.

    Seit dem vergangenen Sommer trägt Thiele nun das Trikot von Viktoria Köln. „Die guten Gespräche mit Wunderlich (Anm. d. Red. Franz Wunderlich, Sportvorstand von Viktoria Köln) haben mich überzeugt, zudem wollte ich schon immer mit Mike (Anm. d. Red. Mike Wunderlich, Kapitän von Viktoria Köln) zusammenspielen“, so der 29-Jährige über den Wechsel auf die Schäl Sick. Der Stürmer, der selbst nach über 160 Spielen in der 3. Liga noch für den Fußball brennt, verrät am Ende auch, was er sich für die Rückrunde vorgenommen hat: „Ganz einfach: mehr gewinnen.“

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  • Wunderlich hofft auf Form und Matchglück

    Am Samstag steht für Viktoria Köln das erste Pflichtspiel im Jahr 2021 auf dem Programm. Die Höhenberger treten um 14.00 Uhr beim 1. FC Kaiserslautern an. Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich hofft, dass er mit seinen Teamkameraden erfolgreich ins neue Drittliga-Jahr starten kann.

    „Wir sind gut drauf, haben viel gearbeitet in den letzten Tagen und ich bin guter Dinge, dass wir am Samstag auch erfolgreich sein können“, so der 34-Jährige vor der Partie. Dabei könnte sich gegen Kaiserslautern die Breite des Kaders auszahlen. Dass vor der Winterpause immer wieder Spieler gefehlt hätten, sei schon ein „Handicap“ gewesen. „Jetzt freuen wir uns, dass fast alle fit sind. Denn so hat man mehr Optionen und Möglichkeiten. Das tut uns definitiv gut“, so der Mittelfeldmann der Kölner.

    Dass die Viktoria in der letzten Saison und somit noch nie gegen Kaiserslautern punkten konnte, bereitet dem Mittelfeldspieler der Kölner keine Sorgen. Wunderlich: „Wir haben jetzt eine andere Mannschaft, Lautern auch. In dieser Liga ist ohnehin jedes Spiel fifty-fifty. Ich glaube, dass die Mannschaft, die an diesem Tag die bessere Form und ein bisschen mehr Matchglück hat, gewinnt. Ich hoffe, dass wir das sein können.“

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  • Luca Stellwagen: „Die Fans fehlen unheimlich“

    Zu Saisonbeginn kam Luca Stellwagen vom FC-Astoria Walldorf zu Viktoria Köln. Bis zum 15. Spieltag musste er auf sein Drittliga- beziehungsweise Pflichtspieldebüt im Trikot der Höhenberger warten. Im Interview spricht der 22-Jährige über die ersten Monate in der Domstadt, seine ersten Partien, Trainer Pavel Dotchev und die kommende Begegnung in Kaiserslautern.

    Herr Stellwagen, seit Sommer sind Sie nun in Köln. Wie würden Sie die ersten Monate bei der Viktoria aus Ihrer Sicht beschreiben?

    Luca Stellwagen: Am Anfang war es schon schwierig, reinzukommen. Denn der Sprung aus der Regionalliga in die 3. Liga ist nicht gerade einfach. Auch, dass ich aus meinem gewohnten Umfeld weggezogen bin, war neu. Das war schon eine Umstellung für mich. Mittlerweile habe ich mich aber sehr gut eingelebt. Mir war klar, dass ich etwas Geduld brauche, bis alles so läuft, wie ich mir das vorstelle oder wünsche. Ich habe mir gesagt: ‚Wenn ich die Chance bekomme, dann muss ich sie nutzen!‘

    Es hat eine ganze Weile gedauert, bis Sie zu Ihrem ersten Pflichtspieleinsatz für die Viktoria gekommen sind. Woran lag es, dass Sie zunächst offenbar nicht so recht in Tritt gekommen sind?

    Stellwagen: Wie ich bereits gesagt habe: Es war es schon eine Umstellung für mich. Dann kam noch eine kleinere Verletzung hinzu, sodass ich drei Wochen nicht trainieren konnte. Außerdem ist der Konkurrenzkampf auf meiner Position ziemlich groß. Es sah einige Male so aus, als wenn ich eingewechselt werden würde. Doch dann kamen zum Beispiel Rote Karten oder Verletzungen dazwischen, sodass kurzfristig anders entschieden werden musste. Das war natürlich auch sehr bitter. Ich habe mich dann aber sehr über mein Debüt im Spiel beim SC Verl gefreut.

    Sie haben es bereits gesagt. Am 15. Spieltag stand endlich der erste Pflichtspieleinsatz auf dem Programm. Nach der Verletzung von Simon Handle wurden Sie in der 33. Minute bei der Partie in Verl eingewechselt. Was war das für ein Gefühl, erstmalig in der 3. Liga auf dem Platz zu stehen?

    Stellwagen: Erst einmal wünsche ich meinem Teamkollegen Simon Handle an dieser Stelle noch einmal gute Besserung. Ich wäre natürlich lieber ‚normal‘ und nicht durch die Verletzung von Simon zum Zug gekommen. Aber leider gehört das zum Fußball dazu. Simon hatte mir bei seiner Verletzung schon das Signal gegeben, dass er nicht mehr weiterspielen kann. Der Trainer hat mich gerufen und ich war schon ein wenig nervös. Es war schließlich mein erstes Drittliga-Spiel. Nach ein paar Minuten hat sich die Nervosität dann aber zum Glück gelegt. Für mich persönlich war es ein ‚geiles‘ Erlebnis. Meine Familie, meine Freunde und Bekannten haben mich erstmalig im Fernsehen gesehen. Den Tag werde ich niemals vergessen.

    Sie sind mit 22 Jahren noch sehr jung. Ihr Coach, Pavel Dotchev, gilt hingegen mit 55 Jahren – immerhin ist Dotchev Rekord-Trainer der 3. Liga und war bulgarischer Nationalspieler – als äußerst routiniert. Wie ist es für Sie, mit einem so erfahrenen Trainer zusammenzuarbeiten?

    Stellwagen: Pavel Dotchev ist ein Trainer, der unheimlich viel Erfahrung hat und von dem wir Spieler nur lernen können. Er bringt mich persönlich unheimlich weiter. Ich lerne Tag für Tag beim Training und bin ihm sehr dankbar dafür.

    Nach der Partie beim SC Verl konnten Sie auch in den letzten beiden Spielen des Jahres 2020 über 90 Minuten auf dem Platz stehen – und das mit ziemlich soliden Leistungen. Wie bewerten Sie selbst Ihre ersten Einsätze in der 3. Liga?

    Stellwagen: Als ich gegen Verl reingekommen bin, war es natürlich beim Gegentor eine unglückliche Situation. Ich war erst drei Minuten auf dem Feld und noch nicht richtig im Spiel. Im Gegenzug hatte ich sogar die Möglichkeit, den Siegtreffer zu machen. Jetzt würde ich sicherlich in manchen Situationen schon anders reagieren. Gegen Uerdingen und Dresden habe ich es, denke ich, ganz gut gemacht. Natürlich waren die Ergebnisse überhaupt nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber die Leistung der gesamten Mannschaft im Spiel gegen Dynamo Dresden war deutlich besser als zuvor gegen Uerdingen und ich hoffe, dass wir nun gegen Kaiserslautern punkten können.

    Wenn man lange nicht gespielt hat, wie groß ist der Unterschied, wenn man dann auf einmal wieder über 90 Minuten auf dem Platz steht?

    Stellwagen: Nach dem ersten Spiel in Verl musste ich schon etwas kämpfen. Schließlich hatte ich ja keine Spielpraxis. Durch die Trainingseinheiten war ich zwar sehr fit, aber wenn man dann ‚richtig‘ spielt, ist es einfach etwas anderes. Spielersatztraining und Läufe sind einfach nicht das Gleiche. Gegen Krefeld und Dresden war es schon deutlich besser und ich konnte die 90 Minuten ziemlich gut wegstecken.

    Das Thema Corona überschattet aktuell immer noch alles. Was hat sich dadurch für Sie persönlich geändert?

    Stellwagen: Persönlich und privat hat sich schon vieles geändert. Ich verbringe meine freie Zeit, neben den Trainingseinheiten, hauptsächlich zuhause und mit meiner Freundin. Sie ist mit mir nach Köln gezogen. Auch an den Feiertagen zwischen Weihnachten und Neujahr musste ich aufpassen, weil man natürlich nicht wusste, wer mit wem Kontakt hat. Das Risiko ist mir einfach viel zu groß. Seit Monaten habe ich meine Freunde nicht mehr gesehen. Im Fußball hat sich natürlich auch einiges geändert. An die üblichen Corona-Tests hat man sich mittlerweile gewöhnt. Aber die Fans fehlen unheimlich. Wir spielen am Wochenende in Kaiserslautern. Was wäre das nur für eine Atmosphäre, dort vor Zuschauern ins Pflichtspieljahr zu starten? Aber leider ist es diese Saison anders. Hoffen wir, dass Corona irgendwann ein Ende hat und jeder wieder ein normales Leben, so wie man es sich wünscht, leben kann.

    Am Samstag geht es zum 1. FC Kaiserslautern. Was erwarten Sie für eine Partie?

    Stellwagen: Es wird sicherlich eine sehr umkämpfe Partie. Wir wollen unbedingt die drei Punkte holen und schnellstmöglich nichts mit den unteren Tabellenplätzen zu tun haben. Aber ich bin mir sicher, wenn wir von Beginn an direkt da sind und unsere Leistung abrufen, werden wir das Spiel für uns entscheiden können.

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  • Gegnercheck: Viktoria fährt in die Pfalz

    Mit dem 1. FC Kaiserslautern wartet am Samstag ein anspruchsvoller Gegner im Fritz-Walter-Stadion auf die Viktoria. Die Pfälzer, die einige Abgänge kompensieren mussten, kamen zuletzt immer besser in Tritt.

    Die letzte Saison:

    Der 1. FC Kaiserslautern hat eine durchwachsene letzte Saison hinter sich. Nach einem ordentlichen Start rutschten die Pfälzer auf die Abstiegsränge ab, von wo aus der Verein langsam aber stetig ins Mittelfeld kletterte. Während andere Klubs mit der überraschenden Corona-Unterbrechung zu kämpfen hatten, sammelten die Roten Teufel nach Wiederbeginn 24 Punkte in den ausstehenden elf Spielen und beendeten die Saison als Tabellenzehnter.

    Der Saisonverlauf:

    Die neue Saison begann für die Lauterer mit einem Fehlstart: Zuerst scheiterte der 1. FCK in der ersten Runde des DFB-Pokals im Elfmeterschießen am SSV Jahn Regensburg (4:5 n. E.), dann verloren die Pfälzer ihre zwei Auftaktspiele in der 3. Liga gegen Dynamo Dresden (0:1) und Aufsteiger Türkgücü München (0:3). Der Verein entband daraufhin Trainer Boris Schommers von seinen Pflichten und engagierte Jeff Saibene. Mit dem gebürtigen Luxemburger an der Seitenlinie verloren die Roten Teufel kaum weitere Spiele, spielten dafür aber schon neunmal unentschieden. Dank eines Sieges am letzten Spieltag in 2020 gegen den KFC Uerdingen (2:0) kletterten die Pfälzer auf den 15. Tabellenplatz, auf dem sie auch überwinterten.

    Der Kader:

    In der Sommerpause verdiente der 1. FC Kaiserslautern nicht schlecht auf dem Transfermarkt. Torwart Lennart Grill (zu Bayer 04 Leverkusen) brachte dem 1. FCK allein zwei Millionen Euro Ablöse, Offensivspieler Christian Kühlwetter und Florian Pick (beide zum 1. FC Heidenheim) bescherten den Pfälzern weitere 1,55 Millionen Euro. Zudem wechselte Stürmer Timmy Thiele zur Viktoria auf die Schäl Sick. Der Verlust des Angriff-Trios, welches in der letzten Saison 37 der 55 Tore für Kaiserslautern geschossen hatte, wurde durch Leihgaben und Neuzugänge ausgeglichen: Marvin Pourié (Leihe vom Karlsruher SC), Daniel Hanslik (Leihe von Holstein Kiel) und Kenny Prince Redondo (ablösefrei von der SpVgg Greuther Fürth) greifen nun für die Roten Teufel an und kommen bisher in 17 Spielen zusammen auf acht Tore und sieben Vorlagen.

    Spieler im Fokus:

    Carlo Sickinger ist auf dem besten Weg, ein Urgestein auf dem Betzenberg zu werden. Der 23-Jährige, der seit 2012 für den 1. FC Kaiserslautern die Schuhe schnürt, durchlief zuerst Jugendstationen innerhalb des Klubs, bevor er für die Reserve in der Regionalliga Südwest und der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf dem Feld stand. Mit 21 Jahren wurde der defensive Mittelfeldspieler zum ersten Mal in der 3. Liga eingewechselt und verdiente sich innerhalb kürzester Zeit einen Stammplatz. Während der nächsten Saison wurde Sickinger zum jüngsten Kapitän der Liga gemacht und behielt die Binde auch über die Sommerpause hinweg. Zurzeit gilt er als wertvollster Spieler des Klubs.

    Der Trainer:

    Jeff Saibene ist der Trainer, der gerufen wird, wenn es nicht läuft. 2011 holte ihn beispielsweise der Schweizer Verein FC St. Gallen, als sie vom Abstieg bedroht waren. Zwar konnte Saibene diesen nicht verhindern, dafür gelang ihm der direkte Wiederaufstieg und in der Saison darauf sogar der 3. Platz in der Super League, der den Verein für den internationalen Wettkampf qualifizierte. Nach fünf Spielzeiten bot der gebürtige Luxemburger seinen Rücktritt an, nachdem der Saisonstart verpatzt worden war. Über den FC Thun kam Saibene 2017 zum DSC Arminia Bielefeld, der grade gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga spielte. Anders als bei St. Gallen konnte Saibene diesmal mit seinem Team die Klasse halten und wurde in der Saison darauf sogar Tabellenvierter, doch war dies auch sein Höhepunkt in Bielefeld. In die Saison 2019/2020 startete der 52-Jährige in der 3. Liga mit dem Absteiger FC Ingolstadt, um diesen zurück in die 2. Bundesliga zu führen. Allerdings war nach 27 Spieltagen Schluss, nachdem der FCI von den Aufstiegsplätzen gerutscht war. Doch lange war Jeff Saibene nicht ohne Anstellung, denn bereits am dritten Spieltag dieser Saison fand der 1. FC Kaiserslautern in ihm Ersatz für Boris Schommers. Bei den Roten Teufeln ist Saibenes Ausbeute bisher ausgeglichen: Drei Siege, neun Unentschieden und drei Niederlagen stehen nach 15 Spielen zu Buche.

    Die Historie:

    Wenn man an den 1. FC Kaiserslautern denkt, so kommt einem sicherlich der Gewinn der Bundesligasaison 1997/1998 in den Kopf. Kein Wunder, denn der Aufsteiger aus der Pfalz kam als Erster der 2. Bundesliga ins Oberhaus, schlug im ersten Spiel den amtierenden Meister FC Bayern München und hielt die Tabellenführung vom zweiten bis zum letzten Spieltag fest. Doch wie der 1. FC Kaiserslautern ins Unterhaus abstieg, ist weniger verbreitet: Am 18. Mai 1996 fand das „Endspiel“ um den Klassenerhalt zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem 1. FC Kaiserslautern statt. Leverkusen reichte ein Remis zum Verbleib in der Bundesliga, der 1. FCK musste das Spiel gewinnen, um in der Liga zu bleiben. Bis zur 81. Minute führte Kaiserslautern mit 1:0 durch ein Tor von Pavel Kuka. Doch nachdem die Roten Teufel einen Ball ins Aus spielten, da ein Spieler verletzt auf dem Platz lag, warf der Leverkusener Paulo Sérgio den darauffolgenden Einwurf zu seinem Mitspieler, anstatt – wie es üblich ist – zum Gegner. Den dadurch entstehenden Konter schloss Markus Münch mit einem Tor ab und besiegelte damit den ersten Abstieg der Pfälzer nach 33 Jahren ununterbrochener Bundesligazugehörigkeit.

    Die Bilanz:

    Letzte Saison gewann der 1. FC Kaiserslautern beide Begegnungen gegen Viktoria Köln. Das Hinspiel im Sportpark Höhenberg ging mit 2:4 aus Kölner Sicht verloren und das Rückspiel im Fritz-Walter-Stadion endete mit 0:3. Doch es gibt auch etwas Positives für den Klub von der Schäl Sick zu berichten: Die Höhenberger traten letzte Saison auch zweimal gegen Jeff Saibene – damals noch Coach in Ingolstadt – an. Beide Partien entschied die Viktoria für sich.

    Die Partie in den Medien:

    Anpfiff der Begegnung zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Viktoria Köln ist am Samstag um 14.00 Uhr im Fritz-Walter-Stadion. Die Partie wird um 13:45 Uhr live bei Magenta Sport (als Einzelspiel und in der Konferenz) übertragen. Zudem werden die Viktoria Anhänger über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (Facebook, Instagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.

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