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  • Viktoria ringt Wiesbaden ein 2:2 ab

    Viktoria ringt Wiesbaden ein 2:2 ab

    Viktoria Köln hat beim SV Wehen Wiesbaden ein Remis erreicht. Bei der ersten Partie nach der Trennung von Pavel Dotchev gingen die Höhenberger bei den Hessen sogar durch Jeremias Lorch (21.) und Lucas Cueto (81.) zweimal in Führung. Doch Phillip Tietz (64.) und Maurice Malone (87.) sicherten den Hessen in der BRITA-Arena noch den 2:2-Ausgleich.

    Interimstrainer Daniel Zillken begann mit Sebastian Mielitz im Tor. In der Abwehr spielten Simon Handle, Sead Hajrović, Maximilian Rossmann und Patrick Koronkiewicz. Auf der Sechserposition kamen Jeremias Lorch und René Klingenburg zum Zug. Lucas Cueto, Kapitän Mike Wunderlich und Marcel Risse bildeten das offensive Mittelfeld. Timmy Thiele agierte im Sturm.

    Die Partie verlief in der Anfangsphase ausgeglichen. In der neunten Minute gab es die erste Gelegenheit für die Höhenberger. Risse bekam 25 Meter vor dem Gehäuse eine Freistoßmöglichkeit, doch sein Rechtsschuss wurde zur sicheren Beute für Wiesbadens Schlussmann Tim Boss. In der 15. Minute hatten die Gastgeber nach einem Eckball eine Kopfballchance durch Hakan Gustaf Nilsson, doch er setzte den Ball zu hoch an.

     

     

    In der 18. Minute folgte die nächste Chance für die Viktoria. Allerdings bekam Thiele den Ball aus spitzem Winkel nicht an Boss vorbei. 120 Sekunden danach jagte Wunderlich Wehens Torhüter den Ball ab – Risse kam aus 17 Metern zum Schuss, allerdings war Boss wieder zur Stelle. In der 21. Minute fasste sich Handle aus 18 Metern ein Herz – und Lorch hielt bei seinem Linksschuss den Fuß dazwischen. 0:1!

    In der 22. Minute hätte Wunderlich auf 2:0 erhöhen können, er verfehlte den Kasten allerdings knapp. In der 27. Minute war das Glück dann auf der Kölner Seite: Maurice Malone köpfte an den Pfosten und Marc Lais scheiterte aus kurzer Distanz freistehend. In der 38. Minute legte sich Viktoria-Stürmer Thiele den Ball schön auf den rechten Fuß und zog ab: ebenfalls Pfosten! Auf der Gegenseite hatte Phillip Tietz zwei gute Möglichkeiten, aber er traf nicht. So ging es mit der Kölner Führung in die Pause.

    Zillken startete mit der gleichen Formation in die zweiten 45 Minuten. Und Wiesbaden versuchte, weiter Druck auszuüben. Elf Minuten nach der Pause wurden die Höhenberger aber wieder gefährlicher, sodass es innerhalb von 60 Sekunden gleich drei gute Möglichkeiten gab. Zunächst fand Cueto nach feinem Dribbling von der linken Seite in Boss seinen Meister. Dann scheiterten Thiele und Klingenburg mit Kopfbällen.

    In der 64. Minute machte es Tietz für den SV Wehen Wiesbaden besser. Er setzte sich im Fünfmeterraum gegen seine Gegenspieler durch und erzielte mit dem rechten Fuß aus spitzem Winkel das 1:1. In der 72. Minute hatte Hajrović nach einem Wunderlich-Freistoß die Möglichkeit zur Führung. Allerdings traf der Innenverteidiger das Leder aus vier Metern nicht richtig, sodass der Torjubel ausblieb.

    Die Viktoria war jetzt wieder am Drücker. Zwar blieben die Gastgeber bei Kontern gefährlich, doch die Höhenberger spielten auf den zweiten Treffer. Und das wurde belohnt. Cueto drang in der 81. Minute in den Strafraum ein und spitzelte den Ball – schon fast an der linken Torauslinie – an Boss vorbei ins Wiesbadener Gehäuse. Doch das war es aus Viktoria-Sicht leider noch nicht. Denn Malone traf in der 87. Minute für die Gastgeber noch zum 2:2.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Simon Handle, Sead Hajrović, Maximilian Rossmann, Patrick Koronkiewicz – Jeremias Lorch, René Klingenburg (70. Kai Klefisch) – Lucas Cueto (87. Luca Stellwagen), Mike Wunderlich, Marcel Risse (77. Kevin Holzweiler) – Timmy Thiele

    Tore: 0:1 Jeremias Lorch (21.), 1:1 Phillip Tietz (64.), 1:2 Lucas Cueto (81.), 2:2 Maurice Malone (87.)

    Gelbe Karten:

    SV Wehen Wiesbaden: Dennis Kempe (25.), Marvin Ajani (72.)

    Viktoria Köln: Jeremias Lorch (43.), René Klingenburg (45.), Franz Wunderlich (89.)

    Zuschauer:

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  • Gegnercheck Wehen Wiesbaden: Premiere in der Englischen Woche

    Schon am Dienstag geht es für Viktoria Köln mit einem Auswärtsspiel weiter. Dann treten die Höhenberger erstmals in der Vereinsgeschichte in der Wiesbadener BRITA-Arena an. Anpfiff ist um 19 Uhr. Dann sollte sich die Elf von der Schäl Sick vor allem auf die starke Offensive der Hessen gefasst machen.

    Die Hinrunde:

    Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga startete der SV Wehen Wiesbaden mit vier Spielen ohne Niederlage in die neue Saison. Dabei hatte die Mannschaft von Rüdiger Rehm Abgänge von Leistungsträgern wie Manuel Schäffler (19 Tore, 1. FC Nürnberg), Heinz Lindner (FC Basel) oder Jeremias Lorch (Viktoria Köln) zu verkraften. Mit 33 Toren hat man ligaweit die viertbeste Offensive, dennoch pendelt man meist zwischen der oberen und unteren Tabellenhälfte. Denn mit 30 Gegentoren liegt man auf Rang 16 in dieser Statistik. Zum Ende der Hinrunde setzte es das DFB-Pokal-Aus im Elfmeterschießen gegen Jahn Regensburg. Die Partie bei der SG Dynamo Dresden musste wegen eines Corona-Falls bei den Sachsen abgesagt werden. Gegen den SC Verl startete man mit einem 2:2 in die Rückrunde.

    Das Hinspiel in Höhenberg:

    Die Begegnung am zweiten Spieltag konnten die Wiesbadener mit 2:0 für sich entscheiden. Beide Tore erzielte Neuzugang Johannes Wurtz. Der ehemalige Darmstädter traf nach knapp einer halben Stunde aus einer Abseitsposition, vier Minuten später konnte er dann aber den regulären Führungstreffer erzielen. Das 2:0 Siegtor erzielte der Stürmer im zweiten Spielabschnitt. Eine Großchance von Albert Bunjaku konnte Wehen-Schlussmann Tim Boss mit einem starken Reflex parieren. Kurz vor Abpfiff sah dann Innenverteidiger Florian Carstens nach einem groben Foul an Viktoria-Stürmer Timmy Thiele die Rote Karte von Referee Tobias Schultes.

    Die personelle Situation:

    Wer dieser Tage den Koffer mit den Krankenakten beim SV Wehen Wiesbaden tragen muss, hat keinen leichten Job. Vor allem, da viele Leistungsträger nicht zur Verfügung stehen. Bereits seit Oktober fallen sowohl Kapitän Sebastian Mrowca (Knie-OP) als auch Stefan Aigner (Entzündung des Schambeins) aus. Hinspiel-Doppelpacker Wurtz laboriert seit November an einer Knöchel-OP, Gianluca Korte verpasste zuletzt zwei Partien aufgrund von Knieproblemen. In das Wehen-Lazarett gesellen sich dazu noch die Defensivspieler Benedikt Röcker und Tim Walbrechts.

    Spieler im Fokus:

    Der alles überragende Wiesbadener in dieser Saison ist Maurice Malone (sieben Tore, sechs Assists). Für eine weitere Offensivverstärkung haben die Hessen aber noch mit der Verpflichtung des ehemaligen schwedischen Nationalspielers Gustaf Nilsson gesorgt. Der 1,97-Meter-Hüne kam im Winter vom schwedischen Erstligisten BK Häcken. Zuvor war der 23-Jährige an seinen Jugendklub Falkenbergs FF ausgeliehen. 2018 debütierte er für die schwedische Nationalmannschaft und erzielte unter anderem den 1:0 Siegtreffer bei einer Partie gegen Dänemark. Noch wartet er auf sein Heim-Debüt für die Wiesbadener.

    Der Trainer:

    Rüdiger Rehm gilt als eine Konstante bei den Hessen. Seit 2017 arbeitet er in Wiesbaden an der Taktiktafel, zuvor coachte er in der 2. Bundesliga bei Arminia Bielefeld. Dort konnte er keinen Sieg einfahren und wurde nach zehn Spielen entlassen. Seine Trainerkarriere startete der gebürtige Heilbronner bei der SG Sonnenhof Großaspach. Diese hatte er von der Regionalliga Südwest in die 3. Liga geführt und dort zweimal den Klassenerhalt geschafft. Der 42-Jährige machte mit dem SV Wehen 2019 den Sprung in die Relegation. Dort feierte man dann nach einem Sieg beim FC Ingolstadt den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse, stieg aber in der folgenden Saison wieder ab.

    Formation und Spielweise:

    Im Spielaufbau favorisiert Rehm ein 4-2-3-1-System mit zwei klaren Sechsern. Im Laufe der Saison ließ er zweimal im 4-1-4-1 spielen, kehrte aber wieder zum gewohnten System zurück. Jakob Medic ist meist die erste Station im Spielaufbau und sichert den zweiten, etwas offensiver agierenden Sechser neben sich ab. Der Aufbau verlagert sich von dort aus in der Regel auf die Flügel, meist kommen die Wehener über die linke Seite mit Dennis Kempe und Maurice Malone.

    Eine klare Neun, wie etwa Philipp Tietz, soll mit Flanken oder kurzen Pässen in eine Abschlussposition gebracht werden. Gegen den Ball stehen die Hessen meist tief und versuchen die Räume vor dem eigenen Sechzehner eng zu machen. Nach Balleroberungen sollen schnelle Konterangriffe gestartet werden, statt den Ballbesitz zu verteidigen. Dies spiegelt auch die unterdurchschnittliche Ballbesitz-Quote wider.

    Die Vereinshistorie:

    1926 ging der Verein als SV Wehen 1926 Taunusstein an den Start. Bis in die späten 1980er-Jahre spielte man ausschließlich im Amateurbereich. Mit der Landesliga-Meisterschaft stiegen die Wiesbadener 1989 in den Aufzug zur Oberliga. Sieben Jahre später gelang dann der Aufstieg in die damals zweigleisige dritte Liga. Im Jahr 2007 spielte der Klub dann erstmals in der 2. Bundesliga mit. Im selben Jahr zog man in die neue BRITA-Arena um. 2008 wurde die Profiabteilung in eine GmbH ausgegliedert. In den letzten Jahren hat sich der Verein in der 3. Liga etabliert und spielt meist in der oberen Tabellenhälfte mit. Ein weiteres einjähriges Intermezzo in der 2. Bundesliga gab es für die Sportvereinigung in der vergangenen Saison, die man auf Rang 17 abschloss.

    Partie in den Medien:

    Die Partie wird am Dienstag um 19.00 Uhr in der BRITA-Arena angepfiffen. Ab 18.45 Uhr überträgt Magenta Sport live (als Einzelspiel und in der Konferenz). Die Fans der Viktoria werden wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.

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  • Klefisch ist der Spieler des Jahres 2020!

    Die Fans der Viktoria haben entschieden: Kai Klefisch ist der „Spieler des Jahres 2020“! Der 21-Jährige, der seit der U 17 im Sportpark Höhenberg zu Hause ist, setzte sich bei der Fan-Abstimmung auf der Facebook- und Instagramseite von Viktoria Köln gegen alle anderen „Spieler des Monats“ durch. Hinter dem Eigengewächs kommt Offensiv-Routinier Albert Bunjaku auf den zweiten Platz, gefolgt von Kapitän Mike Wunderlich und Steven Lewerenz. Beide teilen sich den dritten Rang.

    Kai Klefisch spielte sich zu Beginn des vergangenen Jahres in die Startelf. Ende Januar halfen sein Tor und seine Vorlage, die Durststrecke von dreizehn Pflichtspielen ohne Sieg beim 4:3-Auswärtserfolg gegen den Halleschen FC zu beenden. In der aktuellen Saison verpasste der defensive Mittelfeldspieler lediglich das Heimspiel gegen Dynamo Dresden aufgrund der fünften Gelben Karte. Somit ist er Spieler, der die meisten Minuten in dieser Spielzeit für den Klub von der Schäl Sick auf dem Platz stand.

    So wurde gewählt:

    Da auf zwei Plattformen (Facebook und Instagram) abgestimmt werden konnte, wurde pro soziales Netzwerk eine Rangliste erstellt. Jeder Platz wurde mit einer Punktzahl versehen (1. Platz = 11 Punkte [da elf Nominierte], 2. Platz = 10 Punkte usw.). Die erreichten Punkte aus den beiden Ranglisten wurden dann addiert, wodurch sich folgendes Treppchen ergab:

    1. Kai Klefisch (Facebook 1. + Instagram 2. = 21 Punkte insgesamt)

    2. Albert Bunjaku (Facebook 2. + Instagram 3. = 19 Punkte insgesamt)

    3. Mike Wunderlich (Facebook 3. + Instagram 4. = 17 Punkte insgesamt)

    3. Steven Lewerenz (Facebook 6. + Instagram 1. = 17 Punkte insgesamt)

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  • Viktoria Köln stellt Pavel Dotchev frei

    Die Zusammenarbeit zwischen Viktoria Köln und Pavel Dotchev geht zu Ende. Der Drittligist von der Schäl Sick hat den 55-Jährigen am Sonntag von seinen Aufgaben entbunden. Jetzt werden Daniel Zillken (zuletzt als Chefscout der Kölner tätig) und Co-Trainer Markus Brzenska die Mannschaft auf das Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden am Dienstag vorbereiten.

    Dotchev hatte sein Amt nach dem Aufstieg in die 3. Liga – mit Beginn der Saison 2019/2020 – bei der Viktoria angetreten. In der ersten Spielzeit als Chefcoach der Höhenberger erreichte er den 12. Tabellenplatz. Ambitioniert in die aktuelle Saison gestartet, gab es zuletzt für Viktoria Köln in elf Pflichtspielen nur einen Sieg.

    „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Viktoria-Sportvorstand Franz Wunderlich. „Wir schätzen Pavel Dotchev sehr. Er hat bei der Viktoria viel bewegt. Doch nach den Ergebnissen der letzten Wochen mussten wir jetzt reagieren.“

    Das Training werden jetzt vorerst Daniel Zillken und Markus Brzenska leiten. Dotchev: „Natürlich bin ich enttäuscht, dass meine Zeit bei Viktoria Köln endet. Aber im Fußball zählen die Ergebnisse. Und entsprechend greifen die Gesetzmäßigkeiten des Geschäftes. Ich wünsche der Viktoria für ihren weiteren Weg alles Gute.“

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  • Schon am Dienstag geht es für Viktoria weiter

    Am Dienstagabend (Anpfiff 19.00 Uhr) tritt Viktoria Köln zum ersten Rückrunden-Auswärtsspiel des Jahres an. Dabei reisen die Höhenberger zum SV Wehen Wiesbaden. Die Hessen brachten der Mannschaft aus der Domstadt schon in der Hinrunde eine 0:2-Niederlage bei. Da auch das vergangene Wochenende für Wiesbaden besser lief als für die Viktoria, dürfte die Favoritenrolle eindeutig beim Zweitliga-Absteiger liegen. Für die Kölner geht es darum, nach der 1:2-Heimniederlage gegen Waldhof Mannheim die richtigen Lehren zu ziehen.

    „Wir müssen jetzt als Mannschaft aus dem Quark kommen“, forderte Torschütze Simon Handle nach der Partie am Samstag. „Ich denke, wir konnten in der zweiten Halbzeit nicht an die ersten 45 Minuten, die sehr ordentlich waren, anknüpfen. Wir haben dann zu leicht Tore kassiert. Das ist Woche für Woche so.“ Das führte zuletzt zu sechs Pflichtspielen ohne Sieg, sodass am Sonntag Pavel Dotchev seinen Cheftrainerposten räumen musste. Somit werden Interims-Coach Daniel Zillken und Co-Trainer Markus Brzenska das Team auf Dienstag vorbereiten.

    Zwar holte Gegner Wiesbaden am Samstag nach zweimaligem Rückstand beim SC Verl noch ein 2:2, doch richtig zufrieden konnte Coach Rüdiger Rehm auch nicht sein. In erster Linie kritisierte der 42-Jährige den Auftritt seines Teams in den ersten 45 Minuten. „Wir waren viel zu pomadig, zu ängstlich, hatten zu viel Respekt und haben die Räume zu groß gemacht. Das war in der zweiten Halbzeit besser“, so der SVWW-Chefcoach am Mikrofon bei Magenta Sport. Gegen Köln dürfe das nicht wieder passieren. Rehm: „Wir müssen agieren, müssen gleich aktiv sein.“

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  • Viktoria gegen Mannheim glücklos

    Viktoria gegen Mannheim glücklos

    Viktoria Köln wartet im neuen Jahr weiter auf den ersten Pflichtspielsieg. Die Mannschaft von Cheftrainer Pavel Dotchev verlor am Samstag gegen Waldhof Mannheim mit 1:2. Die Gastgeber gingen im Sportpark Höhenberg kurz vor dem Seitenwechsel durch Simon Handle mit 1:0 in Führung. Doch Rafael Garcia (48.) und Anton Donkor (71.) sorgten mit ihren Treffern für die Wende.

    Dotchev startete mit Sebastian Mielitz im Tor. In der Abwehr spielten Luca Stellwagen, Sead Hajrović, Maximilian Rossmann und Patrick Koronkiewicz. Auf der Sechserposition kamen Jeremias Lorch und Kai Klefisch zum Einsatz. Lucas Cueto, Kapitän Mike Wunderlich und Simon Handle sollten für die offensiven Momente im Mittelfeld sorgen. Albert Bunjaku begann im Sturm.

    Viktoria Köln startete druckvoll. Allerdings drückte Waldhof Mannheim der Begegnung zunächst von der spielerischen Seite her den Stempel auf. In der zehnten Minute gab es dann Freistoß für die Gastgeber. Wunderlich legte sich an der Strafraumgrenze den Ball zurecht. Doch sein fulminanter Rechtsschuss ging über das Gehäuse von Waldhof-Keeper Timo Königsmann.

    In der 15. Minute nahm sich Klefisch ein Herz und zog aus 25 Metern ab. Königsmann war bei dem Flachschuss aber erneut zur Stelle. In der 33. Minute brachte Cueto den Ball von der linken Seite gefährlich vor das Mannheimer Gehäuse: Zunächst wurde Handle im letzten Moment am Abschluss gehindert, dann traf Wunderlich aus zehn Metern das Leder nicht richtig, sodass die Gefahr verpuffte.

    Bis zur 45. Minute passierte dann nicht mehr viel. Aber ausgerechnet die Schlussminute der erste Hälfte hatte es in sich: Zunächst klärte Klefisch nach einer Mannheimer Chance in höchster Not auf der Torlinie, dann erzielte Viktoria im Gegenzug das 1:0! Koronkiewicz hatte den Ball von rechts in die Mitte gelegt und Handle war in Nähe des linken Pfostens zur Stelle und schob das runde Leder aus zwei Metern über die Torlinie.

    Dotchev startete mit Moritz Fritz (für Lorch) und René Klingenburg (für Klefisch) in die zweiten 45 Minuten. Doch die Viktoria erwischte einen schlechten Start. Denn der bei Waldhof Mannheim zur zweiten Halbzeit eingewechselte Rafael Garcia stand in der 48. Minute frei und verwandelte aus vier Metern mit dem rechten Fuß zum 1:1. Die Gastgeber brauchten eine Weile, um sich von dem Rückschlag zu erholen.

    Daher war es nicht verwunderlich, dass Mannheim anschließend die besseren Möglichkeiten hatte. Marcel Costly scheiterte in der 57. Minute aus halbrechter Position an Viktoria-Torhüter Mielitz und Mohamed Gouaida zielte bei seinem Freistoß von der Strafraumgrenze in der 64. Minute zu hoch. In der 71. Minute durfte Waldhof aber jubeln. Anton Donkor stand nach einem Doppelpass frei und drückte den Ball über die Linie – 1:2.

    In der Schlussphase setzte die Viktoria dann alles auf eine Karte. Doch die besseren Chancen hatte Mannheim – wie zum Beispiel durch Hamza Saghiri, dessen Versuch in der 80. Minute abgefälscht über das Tor ging. Zwar hatten Wunderlich (87.) und der eingewechselte Marcel Risse (90. + 5) noch Gelegenheiten, den Ausgleich zu erzielen – allerdings fehlte auch den beiden erfahrenen Mittelfeldakteuren das nötige Schussglück.  

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Luca Stellwagen, Sead Hajrović (75. Marcel Risse), Maximilian Rossmann, Patrick Koronkiewicz – Jeremias Lorch (46. Moritz Fritz), Kai Klefisch (46. René Klingenburg) – Lucas Cueto, Mike Wunderlich, Simon Handle (66. Kevin Holzweiler) – Albert Bunjaku (66. Timmy Thiele)

    Tore: 1:0 Simon Handle (45.), 1:1 Rafael Garcia (48.), 1:2 Anton Donkor (71.)

    Gelbe Karten:

    Viktoria Köln: Jeremias Lorch (14.), Kai Klefisch (17.), Moritz Fritz (64.), René Klingenburg (70.)

    Waldhof Mannheim: Marcel Seegert (9.), Manfred Osei Kwadwo (21.), Rafael Garcia (77.)

    Zuschauer:

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  • Heimspiel-Splitter: Rückrundenstart!

    Erster Spieltag der Rückrunde: Am Samstag ist somit Waldhof Mannheim bei Viktoria Köln zu Gast. Und die Baden-Württemberger kommen mit breiter Brust nach Höhenberg. Denn in den ersten vier Spielen im Jahr 2021 musste sich die Mannschaft von Ex-Viktoria-Coach Patrick Glöckner noch nicht geschlagen geben.

    Beginn: Das erste Viktoria-Heimspiel der Rückrunde beginnt am Samstag um 14.00 Uhr.

    Bilanz: Sechsmal standen sich die Kölner und der SV Waldhof gegenüber – zum ersten Mal im Jahr 1937! Insgesamt gab es einen Sieg für die Höhenberger und drei Erfolge für die Mannheimer. Zwei Partien endeten unentschieden. In der 3. Liga treffen die Teams zum vierten Mal aufeinander. Die bisherige Bilanz in der dritthöchsten deutschen Spielklasse weist einen Sieg für Waldhof und zwei Unentschieden aus.

    Corona-Pandemie: Leider können immer noch keine Zuschauer im Sportpark Höhenberg dabei sein. Einlaufkinder sind im Rahmen der Corona-Pandemie ebenso nicht zugelassen. Selbst Maskottchen Viktor muss zu Hause bleiben.

    Der Viktorianer: Das aktuelle Heimspiel-Magazin „Der Viktorianer“ ist bereits online. Auch diesmal gibt es wieder einige interessante Dinge nachzulesen.

    Hallo again: Die Partie am Samstag ist auch ein Wiedersehen mit „alten“ Bekannten. Das gilt zum Beispiel für Waldhof-Coach Patrick Glöckner, der die Viktoria von Januar 2018 bis Mai 2019 zunächst als Co- und dann als Cheftrainer an der Seitenlinie betreute. Auch Mittelfeldspieler Hamza Saghiri ist in Höhenberg bestens bekannt. Er schnürte die Fußballschuhe insgesamt fünf Jahre für die Kölner. Und seit Mitte Januar ist auch Marcel Gottschling bei Waldhof Mannheim. Der 26-Jährige ging Mitte des Monats zu den Blau-Schwarzen.

    Historie: Immerhin sieben Spielzeiten (1983/1984 bis 1989/1990) war der SV Waldhof Mannheim sogar in der 1. Bundesliga zu Hause. Somit ist es nicht überraschend, dass der Verein auch zahlreiche bekannte Namen des deutschen Fußballs in seinen eigenen Reihen hatte. Hanno Balitsch, Bernd Förster, Maurizio Gaudino, Dieter Hecking, Sepp Herberger, Jürgen Kohler, Günter Sebert, Fritz Walter, Christian Wörns und viele mehr – sie alle spielten einst für die Baden-Württemberger. Und auch bei den Trainern sind zahlreiche bekannte Persönlichkeiten dabei. Unvergessen ist vor allem Klaus Schnapper. „Schlappi“ führte Waldhof einst in die Erstklassigkeit. Mit markigen Sprüchen in breitem Kurpfälzer Dialekt und Pepitahut zog er Fans wie Journalisten in seinen Bann.

    Sperren: Jeremias Lorch ist bei Viktoria Köln nach seiner Rot-Sperre aus dem Dresden-Spiel wieder spielberechtigt. Beide Teams können diesbezüglich also aus dem Vollen schöpfen.

    TV und Medien: Die Partie am Samstag wird live auf Magenta Sport (als Einzelspiel und in der Konferenz) übertragen. Kommentator vor Ort ist Christian Straßburger, Moderator wird Tobias Schäfer sein. Außerdem werden die Anhänger der Viktoria über die Social Media Kanäle der Höhenberger (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) auf dem Laufenden gehalten. Bei Twitter gibt es einen Live-Ticker.

    Wetter: Die Internetseite Wetterdienst.de prognostiziert für den 23. Januar um 14.00 Uhr eine Temperatur von 6 °Celsius. Regen wird nicht erwartet.

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  • Dotchev will den Bock umstoßen

    Am Samstag empfängt Viktoria Köln den SV Waldhof Mannheim. Vor dem Duell mit dem früheren Erstligisten gab es in Höhenberg in den letzten Tagen einige Dinge aufzuarbeiten.

    „Wir haben in den letzten Wochen guten Fußball gespielt, uns aber nicht belohnt“, so Viktoria-Chefcoach Pavel Dotchev bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel. Die Stimmung sei nach der sechsten Heimniederlage der aktuellen Saison „ein bisschen gereizt“. „Die Mannschaft und wir – damit meine ich das Trainerteam – sind nicht zufrieden. Nichtsdestotrotz arbeiten wir hart. Wir wollen nicht nur gut Fußball spielen, sondern auch erfolgreich sein. Wir wollen den Bock jetzt wieder umstoßen“, so der 55-Jährige.

    Am Samstag um 14.00 Uhr sollte der Rekordtrainer der 3. Liga personell fast aus dem Vollen schöpfen können. Dotchev kündigt an: „Für mich ist es wichtig, am Samstag auf Leute zu zählen, die zu hundert Prozent zur Sache gehen können. Denn das wird eine intensive Partie gegen spielstarke Mannheimer.“

    Vielleicht sei es sogar möglich, die Gäste ein wenig zu überraschen – und das, obwohl es einige ehemalige Viktorianer in den Reihen der Baden-Württemberger gibt. „Im Fußball ist viel möglich, was die taktischen Maßnahmen betrifft“, so Dotchev. „Es ist sehr naheliegend, dass Patrick Glöckner, Hamza Saghiri und Marcel Gottschling unsere Spielweise und meine Denkweise kennen. Aber ich bin der Meinung, dass es in jedem Spiel einen neuen Matchplan gibt. Und das ist umgekehrt genauso. Mein Trainerkollege kann auch etwas verändern, um uns zu überraschen – zumal es ja aufgrund des Nachholspiels in Halle eine Englische Woche für Mannheim ist.“

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  • Michael Seaton im Interview: „Morje statt guten Morgen“

    Seit Januar 2020 spielt Michael Seaton für Viktoria. Nach Verletzungspech zu Beginn der Saison durfte der 24-Jährige nun zweimal hintereinander von Beginn an ran. Im Interview spricht er über das Leben in Köln, den US-Fußball und das Vertrauen des Cheftrainers Pavel Dotchev.

    Herr Seaton, seit einem Jahr sind Sie nun bei der Viktoria. Wie haben Sie sich hier bisher eingelebt?

    Michael Seaton: In Köln lässt es sich gut leben. Es macht immer noch jedes Mal Spaß, wenn ich durch Köln laufe und den Rhein sehe. Ich lebe zwar nicht direkt in Köln, sondern in Bergisch Gladbach. Doch ich fühle mich hier sehr wohl. Mit meinen Kollegen kann ich leider nicht viel Zeit verbringen, was natürlich vor allem an der Corona-Situation liegt. Viele haben auch eine eigene Familie, mit der sie ihre freie Zeit verbringen.

    Die deutsche Sprache ist ja nicht gerade leicht. Gibt es bisher besondere Wörter, die Sie verinnerlicht haben insbesondere auf Kölsch?

    Seaton: Auf Kölsch kann ich tatsächlich nur ‚Morje‘ statt ‚guten Morgen‘ sagen, was sich durch meinen amerikanischen Akzent eher wie „Moin“ anhört. Aus der Fußballsprache habe ich mir „Hinterlaufen“ schnell gemerkt.

    Lassen Sie uns zum Sportlichen kommen. In Ihrer Karriere sind Sie viel rumgekommen und waren dabei unter anderem in den USA aktiv. Gibt es Dinge aus dem US-Soccer, die Sie besonders begeistert haben?

    Seaton: Mich beeindruckt die Entwicklung, die der US-Soccer in den vergangenen Jahren genommen hat. Wenn man den Fußball zu der Zeit, als ich dort unterschrieben habe, mit dem von heute vergleicht, liegen Welten dazwischen. Sie werden Jahr für Jahr besser.

    Nach einigen Einwechslungen standen Sie bei den vergangenen beiden Spielen in der Startelf. Wie wichtig ist Ihnen das Vertrauen des Drittliga-Rekordtrainers Pavel Dotchev?

    Seaton: Es fühlt sich sehr gut an, dass er mir vertraut. Es ist eine schwierige Zeit für die Mannschaft und auch für mich. Ich habe in dieser Saison noch nicht getroffen. Ich will jedes Spiel alles geben, um zu treffen und dem Trainer das Vertrauen zurückzuzahlen.

    Sie sind nicht der klassische Mittelstürmer, sondern können vor allem durch Ihr Tempo Akzente setzen. Finden Sie, dass der deutsche Fußball physischer ist, verglichen mit dem Fußball in den Ländern, in denen Sie bisher gespielt haben?

    Seaton: Ich denke sogar, dass der Fußball in den USA noch etwas physischer ist. Ich finde aber schon, dass in der 3. Liga ziemlich robust gespielt wird. Wie das in der Bundesliga und der 2. Bundesliga ist, kann ich nicht beurteilen. Aber hoffentlich werde ich das eines Tages erleben können.

    Als nächstes steht das Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim an. In der Hinrunde gab es im Carl-Benz-Stadion ein 2:2-Unentschieden. Mit der Partie startet auch die Rückrunde. Was erwarten Sie sich von der Begegnung?

    Seaton: Wie vor jedem Spiel will ich drei Punkte holen. Aber wir müssen uns im Gegensatz zur letzten Partie (0:2 gegen Türkgücü München, Anm. d. Red.) deutlich verbessern. Das ist es eigentlich. Ich erwarte eine bessere Leistung und dass wir Fehler, die wir gemacht haben, korrigieren können.

    Sie haben bereits 14 Länderspiele für die jamaikanische Nationalmannschaft absolvieren dürfen. Seit 1998 war Ihr Land nicht mehr bei einer Weltmeisterschaft vertreten, zuletzt machte man im Gold Cup und bei den Karibik-Meisterschaften keine schlechte Figur. Wie sehen Sie die Entwicklung des Fußball-Landes Jamaika?

    Seaton: Ich denke, es lief nicht so gut, wie wir uns das erhofft hatten. Ich hoffe, dass sich in Zukunft einiges verbessert und beispielsweise die richtigen Spieler ausgewählt werden und dann auch wieder eine WM-Teilnahme möglich wird. Auch im finanziellen Bereich muss nachgelegt werden. Leider hat sich dort vor allem wegen politischer Probleme wenig getan.

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  • Porträt Lucas Cueto: „Heute besser sein als gestern“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln vor. Heute: Lucas Cueto.

    Lucas Cueto stolperte schon mit drei Jahren über den Bolzplatz. Der gebürtige Kölner, der am westlichen Rand der Domstadt aufwuchs, war dabei sein eigener Antrieb. „Mein Vater hat mir einen Ball hingeworfen und mich unterstützt, aber das war alles“, erinnert sich der 24-Jährige heute an sein frühes Fußballinteresse zurück. Die erste Mannschaft, der Cueto angehörte, waren die Minis des SV Lövenich/Widdersdorf, die von seinem Vater trainiert wurden. „Es war eine tolle Zeit bei den Löwis“, denkt Cueto an seine ersten Spiele zurück, „aber sie kam schnell zu einem Ende.“ In der Tat wurden damals Scouts von Bayer 04 Leverkusen bei einem Hallenturnier auf den noch nicht eingeschulten Kicker aufmerksam. Und sie blieben beharrlich, bis Cueto zur Werkself wechselte.

    Die Jugendmannschaften bei Bayer durchlief Cueto anfangs ohne Schwierigkeiten. Bis in die U 13 war er Kapitän und bei Hallenturnieren wurde er häufiger als bester Spieler ausgezeichnet. „Von Anfang an habe ich eine Top-Ausbildung erhalten, für die ich heute noch dankbar bin“, erzählt der Flügelflitzer über seine ersten Jahre in Leverkusen. Doch merkte der junge Cueto auch, dass es bei dem Verein stets um Leistung ging. „Nach jedem Jahr wurde aussortiert und zur neuen Saison kamen wieder neue Mitspieler dazu, wodurch man sich neu beweisen musste“, so der Spieler dazu heute. In der U 15 traf es ihn dann selbst, denn sein Körper entwickelte sich nicht schnell genug. „Viele gute Spieler sind so auf der Strecke geblieben und haben den Mut verloren“, sagt der spätere Jugendnationalspieler über die damalige Situation im Nachwuchsbereich, „auch ich war nicht groß und kräftig genug. Mir wurde gesagt, dass ich aufgrund meiner Technik in der Mannschaft bleiben darf, aber nicht mit vielen Einsätzen rechnen kann.“

    Der Frust über die Entscheidung seines Vereins hielt bei Cueto aber nicht allzu lange an. Der damals 15-Jährige träumte von einem Jahr im Ausland und fand im Osten Londons eine Schule, die ihn aufnahm. In England war der Nachwuchsspieler überrascht von der Professionalität des Schulsports, wo sie von richtigen Trainern auf Rasenplätzen unterrichtet wurden und bei Turnieren gegen andere Schulen antraten. „Ich spielte dort oft gegen zwei bis drei Jahre ältere Schüler. So wurde bei einem Turnier West Ham United auf mich aufmerksam“, kommentiert Cueto seine Zeit in London. Der Offensivspieler schaute sich den Traditionsverein an und fühlte sich schnell heimisch. „Ich bin dem Klub sehr dankbar, denn sie haben mir den Spaß am Spiel und den Glauben an meine Fähigkeiten zurückgegeben“, lobt er West Ham, bei denen nicht aufgrund von Größe aussortiert wurde, „und so spielte ich anstatt gegen Schalke und Dortmund nun gegen Arsenal London und den FC Fulham.“

    West Ham bot dem Spieler in der Folge einen Ausbildungsvertrag über mehrere Jahre an. Da dieser leider keine höhere Schulbildung, sondern eine Ausbildung im Fanshop vorsah, entschied sich der Zehntklässler gegen einen Verbleib in England und kehrte im Sommer 2012 an den Rhein zurück. „Zu diesem Zeitpunkt waren die Nachwuchskader der großen Klubs bereits voll“, erinnert sich Lucas Cueto, „also rief ich beim Bonner SC an. Die fragten nur: ‚Du hast bei West Ham gespielt? Komm rum, Jung!‘ Und ohne Probetraining war ich direkt in der B-Jugend.“ Der mit Selbstbewusstsein ausgestattete Offensivspieler ließ seinen neuen Klub nicht hängen: In der ersten Saison schoss Cueto 16 Tore in 25 Spielen, bevor er in die U 19 kam und dort in der Hinrunde in dreizehn Partien achtmal traf. Zu dieser Zeit wurde der Offensivspieler, der bereits vorher in der Mittelrheinauswahl gespielt hatte, zur U 18-Nationalmannschaft berufen, wo er gleich beim ersten Spiel gegen Moldawiens U 19 zu einem Treffer kam.

    Diese Erfolge blieben bei den größeren Klubs der Region nicht unbemerkt und so wechselte Cueto in der Winterpause zum 1. FC Köln. „Als Kölner überlegt man nicht lange, wenn der Effzeh anruft“, sagt er über seinen Wechsel. In der Rückrunde schoss Lucas Cueto für die Geißböcke in zwölf Spielen elf Tore und wurde am Saisonende mit insgesamt 19 Treffern Torschützenkönig. In den darauffolgenden zwei Spielzeiten trainierte er bereits mit den Profis aus der Bundesliga, spielte aber mit der zweiten Mannschaft vom FC in der Regionalliga West. Als sich allerdings abzeichnete, dass der mittlerweile 19-Jährige weitere zwei Jahre so eingesetzt werden sollte, entschied sich die Offensivkraft für einen Wechsel. „In der Nationalmannschaft (U 20-Nationalmannschaft, Anm. d. Red.) hatten mittlerweile meine Mitspieler erste Erfahrungen in höheren Ligen machen können und das wollte ich auch“, erklärt Cueto seine Entscheidung, „und Joe Zinnbauer, der nach seiner Zeit beim Hamburger SV nun den FC St. Gallen in der Schweiz trainierte, überzeugte mich von seiner Idee und der Liga.“ Und so zog Cueto anderthalb Spielzeiten in die Schweizer Super League, einen Abschnitt, den er selbst als „unglaublich lehrreiche Zeit, die mich hat erwachsen werden lassen“ bezeichnet. Denn auch wenn Cueto in 21 Spielen kein Tor für die Eidgenossen erzielte, lernte er dort selbstständig zu sein. Zudem spielte er zusammen mit seinem jetzigen Offensivkollegen Albert Bunjaku, von dem er sich damals bereits einiges abschaute.

    Als Lucas Cueto keine Zukunft in der Schweiz sah, ging er zu Preußen Münster in die 3. Liga. Unglücklicherweise wurde seine Zeit dort von Verletzungen überschattet, welche ihn nicht in den Tritt kommen ließen. Beinhautentzündung, Adduktorenbeschwerden, Leistenprobleme – das Schicksal ließ keine Routine zu. Erst in seiner dritten und letzten Spielzeit bei den Adlern konnte sich der mittlerweile 23-Jährige einen konstanten Platz in der Startelf erkämpfen. Doch auch seine fünf Tore und vier Vorlagen verhinderten nicht, dass Münster am Ende der Saison den Gang in die Regionalliga West antreten musste.

    Und dann meldete sich die Viktoria. „Pavel (Pavel Dotchev, Cheftrainer der Viktoria, Anm. d. Red.) hat mich in den Gesprächen überzeugt, genau wie Marcus Steegmann (Sportlicher Leiter bei der Viktoria, Anm. d. Red.) und Franz (Franz Wunderlich, Sportvorstand der Viktoria, Anm. d. Red.). Viktoria ist – das muss ich als Fußballer auch einfach mal sagen – ein geiler Verein, da gibt es keine zwei Meinungen“, lässt Cueto nichts auf seinen neuen Klub kommen und führt weiter aus: „Die Mannschaft hat viel Potenzial und ich bin froh, meinen kleinen Teil dazu beitragen zu können.“ So klein ist dieser Teil gar nicht, führt doch der Offensivspieler in dieser Saison bisher mit sechs Toren die vereinsinterne Torschützenliste an. Und auf die Frage, wo es hingehen soll, antwortet der 24-Jährige: „Stand jetzt ist die 3. Liga genau da, wo ich mich zurzeit befinden muss. Ziele behalte ich gerne für mich, aber so viel kann ich sagen: Ich will heute ein besserer Spieler sein als gestern.“

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