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  • Gegnercheck SV Meppen: Das Wiedersehen eines CL-Duos

    Am Karnevalsfreitag reist der SV Meppen nach Köln. Bei der Partie kommt es zum Wiedersehen von zwei Ex-Bremern, die einst gemeinsam in der Champions League auf dem Platz standen: Sebastian Mielitz und Torsten Frings. Doch die beiden kommen nicht zum Klassentreffen, sondern wollen wichtige Punkte im Abstiegskampf für sich beanspruchen.

    Der bisherige Saisonverlauf:

    Nachdem der langjährige Trainer Christian Neidhart den Verein verlassen hatte, heuerte Torsten Frings als neuer Chefcoach beim SV Meppen an. Doch sein Start stand unter keinem guten Stern, denn die Mannschaft verlor fünf der ersten sechs Partien. Auch danach blieb es durchwachsen: Von den letzten zehn Partien konnten die Blau-Weißen vier Spiele gewinnen und verloren fünf. Der 3:2-Erfolg gegen Unterhaching am Wochenende beendete eine Durststrecke von vier Spielen ohne Dreier, wodurch die Emsländer an der Viktoria vorbei auf Rang 13 kletterten. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt derzeit fünf Zähler.

    Das Hinspiel:

    Die Partie in der Hänsch-Arena war ein echtes Kartenspiel. Bereits nach 22 Minuten sah SVM-Kapitän Thilo Leugers nach einem Tritt gegen René Klingenburg vor 500 Zuschauern die Rote Karte. Noch in der ersten Halbzeit gab Schiedsrichter Florian Exner einen Elfmeter für die Gastgeber, den Valdet Rama allerdings verschoss. Das 1:0-Führungstor gelang dafür der Viktoria: Albert Bunjaku erzielte nach einem Eckball kurz nach Wiederbeginn den einzigen Treffer des Spiels. Dominik Lanius sah in der 73. Minute die Rotgelbe Karte und musste vorzeitig in die Dusche. Ihm folgte Bernard Kyere nur 203 Sekunden später, auch er sah die Ampelkarte. Mit neun Mann verteidigte Viktoria Köln die knappe Führung und nahm drei Punkte mit nach Höhenberg. Insgesamt elf Karten wurden bei der umkämpften Partie verteilt.

    Personelle Situation:

    Kapitän Leugers kann im Rückspiel nicht wieder die Rote Karte sehen, denn er fällt mit Achillessehnenproblemen aus. Auch für Hilal El-Helwe (Sprunggelenksverletzung) und Valdet Rama (Rippenbruch) kommt die Partie zu früh. In dieser Saison nicht mehr trainieren wird zudem Matthis Harsmann. Für den Torwart ist die Spielzeit wegen einer Schambeinentzündung vorzeitig beendet. Zurück im Mannschaftstraining hingegen ist Steffen Puttkammer nach überstandenem Außenbandriss. Ob er schon in Köln mitwirken kann, ist aber fraglich. Sicher zurück ist dafür Linksverteidiger Hassan Amin. Der Afghane setze zuletzt gegen Unterhaching wegen einer Gelbsperre aus.

    Spieler im Fokus:

    Luka Tankulic wird aller Voraussicht nach in Höhenberg mit dabei sein. Der 29-jährige Deutsch-Kroate ist mit drei Saisontreffern und vier Assists der zweitbeste Scorer der Meppener hinter René Guder (drei Tore, fünf Vorlagen). Bereits seit 2018 läuft er für den SV Meppen auf. Für die Blau-Weißen war er bisher in 124 Spielen an 27 Toren beteiligt. Sein Profidebüt gab der Spielmacher 2009 in der zweiten Runde des DFB-Pokals für Rot Weiss Ahlen. Dort traf er gegen Fürth gleich doppelt. Der gebürtige Ahlener spielte in der Jugend zwei Jahre (2005 bis 2007) für Borussia Dortmund. Über die U 23 von Fortuna Düsseldorf, den FSV Mainz 05 und dem VfL Wolfsburg landete der 1,82 Meter große Offensivmann 2014 beim schottischen Erstligisten FC Dundee. Über die Sportfreunde Lotte kam Tankulic im Januar 2018 zum SV Meppen, bei denen er derzeit auf der Zehnerposition gesetzt ist.

    Der Trainer:

    Der Coach ist der eigentliche Star des Vereins. Torsten Frings übernahm zum Saisonstart die Mannschaft von Christian Neidhart, der zu Rot-Weiss Essen gewechselt war. Seine Karriere an der Seitenlinie begann der frühere Nationalspieler als Co-Trainer von Viktor Skripnik bei Werder Bremen. Seinen ersten Cheftrainerposten bekam er im Dezember 2016 beim SV Darmstadt. Meppen ist nun seine zweite Station als Chefcoach. Als Spieler war Frings unter anderem für Borussia Dortmund und den FC Bayern München aktiv. Die meiste Zeit verbrachte er aber beim SV Werder Bremen. Der 79-fache deutsche Nationalspieler stand 2010 zweimal mit dem heutigen Viktoria-Keeper Sebastian Mielitz in der Champions League auf dem Rasen.

    Vereinshistorie:

    Der SV Meppen ging 1912 als FC Amisia Meppen an den Start. Nach vielen Jahren in der Ober- und Landesliga stieg der Verein 1987 erstmals in die 2. Bundesliga auf. 1998 folgte nach elf Jahren im Unterhaus der Abstieg in die Regionalliga. Die Emsländer stürzten in der Folge bis in die Oberliga ab und kamen erst 2011 zurück in die viertklassige Regionalliga Nord. Unter Christian Neidhart stiegen die Emsländer 2017 als Meister in die 3. Liga auf. Zweimal erreichte der SVM dort einen respektablen siebten Platz.

    Bisherige Partien:

    Die beiden Vereine standen sich bisher dreimal gegenüber. Die Bilanz ist dabei ausgeglichen. Beide Mannschaften entschieden je ein Aufeinandertreffen für sich. Das Hinspiel der vergangenen Saison endete mit einem 1:1-Remis. Den ersten Sieg gegen die Norddeutschen (1:0 in der Hänsch-Arena) fuhr die Viktoria am fünften Spieltag der laufenden Spielzeit ein.

    Partie in den Medien:

    Anpfiff der Begegnung zwischen Viktoria Köln und dem SV Meppen ist am Freitag um 19:00 Uhr im Sportpark Höhenberg. Die Partie wird ab 18:45 Uhr live bei Magenta Sport (als Einzelspiel und in der Konferenz) übertragen. Zudem werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten. 

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  • Heimspiel von Viktoria Köln gegen Meppen abgesagt

    Der 24. Spieltag der 3. Liga hat seine erste Absage: Die Partie zwischen Viktoria Köln und dem SV Meppen kann nicht wie geplant am Freitag ausgetragen werden. Das Spielfeld im Sportpark Höhenberg ist aufgrund des Dauerfrosts und der anhaltend widrigen Witterungsbedingungen unbespielbar, wie die Platzkommission des DFB bei ihrer Begehung am Mittwoch vor Ort festgestellt hat.

    Schon die Heimpartie der Kölner gegen den 1. FC Magdeburg vor zwei Wochen war wegen Unbespielbarkeit des Platzes kurz vor Anpfiff durch den Schiedsrichter abgesagt worden. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der aktuellen Wetterprognosen hat der DFB den Verein aus Höhenberg aufgefordert, für die kommenden Heimspiele intensiv mögliche Ausweichspielstätten zu prüfen.

    Viktoria Köln verfügt aktuell im Sportpark Höhenberg über keine Rasenheizung. Im Rahmen der Corona-Sonderregelungen zum Spielbetrieb wurde vom DFB auch für das zweite Jahr der Zugehörigkeit zur 3. Liga eine entsprechende Ausnahmegenehmigung erteilt.

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  • Kai Klefisch im Porträt: „Wille und Mentalität“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln genauer vor. Heute: Kai Klefisch.

    Dass sich Kai Klefisch bereits früh für den Fußball interessierte, wunderte in seiner Familie wahrscheinlich niemanden. „Mein Opa arbeitete im Bayer-Werk und spielte bereits für die Werkself, auch mein Vater und mein Onkel waren Fußballer“, erzählt der heute 21-Jährige. Sein älterer Bruder Tim und sein jüngerer Bruder Ben sind ebenfalls im Fußball aktiv, Letzterer spielt derzeit in der Jugend von RB Leipzig. So war es keine Überraschung, dass Kai Klefisch bereits mit drei Jahren seine Zeit auf dem Bolzplatz verbrachte und kurz darauf bei den Bambinis des VfL Leverkusen kickte. „Damals war ich noch Stürmer“, erinnert sich der als Außenverteidiger ausgebildete Klefisch zurück, „und Fußball war damals einfach nur Spaß. Manchmal bin ich schnell an die Seitenlinie zu meiner Mutter gelaufen und habe ins Butterbrot gebissen, bevor es wieder weiterging.“

    Durch seine Tore muss der junge Spieler die Aufmerksamkeit des großen Bayer 04 Leverkusen auf sich gezogen haben. Denn bereits mit sechs Jahren holte ihn die Werkself. Bis heute weiß er genau, bei wem er sich dafür zu bedanken hat. „Meine Brüder und ich hätten das ohne die Unterstützung meiner Eltern nicht geschafft“, sagt der gebürtige Leverkusener und man hört den Respekt in seiner Stimme. Bis zur U 17 durchlief er die Jugendstationen bei Bayer und gewann mit Kollegen wie Kai Havertz (FC Chelsea) oder Güven Yalcin (Beşiktaş Istanbul, zurzeit an US Lecce ausgeliehen) so gut wie alles. Doch dann wurde ihm wachstumsbedingt keine Spielpraxis mehr versprochen. „Das war ein Schock“, sagt Klefisch heute darüber, „aber ich habe immer an mich geglaubt. Ich denke, was mich auszeichnet, sind Wille und Mentalität. Und dieser kleine Umweg, den ich über die Viktoria gemacht habe, hat sich letztendlich ausgezahlt.“

    Mit grade Mal vierzehn Jahren begann Klefisch seine Laufbahn bei den Höhenberger Jungs. Die U 17 spielte damals in der B-Junioren Bundesliga West und galt für die Nachwuchsteams großer Klubs wie Schalke 04 oder Borussia Mönchengladbach als Pflichtaufgabe. Doch Klefisch, der in dieser Saison seine Leidenschaft für die Position des Sechsers entdeckte, sah es „als Spielpraxis“ und mochte das „Reinbeißen“, durch das sein Team auch große Namen wie Borussia Dortmund schlug. Am Ende stieg die Mannschaft ab, doch in der Saison darauf ging es aus der Mittelrheinliga wieder rauf. Fast deckungsgleich verlief auch seine Zeit in der U 19: In seiner ersten Saison startete Klefisch mit seinen Kollegen in der A-Junioren-Bundesliga West, aber erneut scheiterten die Nachwuchsspieler am Klassenerhalt. In der zweiten Saison kam es für den mittlerweile zum Kapitän ernannten Sechser zu einem ganz persönlichen Herzschlagfinale: Im Endspiel des A-Junioren Mittelrheinpokals traf die Viktoria auf seinen früheren Verein Bayer 04 Leverkusen und konnte den vermeintlich übermächtigen Gegner nach 120 Minuten im Elfmeterschießen niederringen. „Das war eines der Highlights in meiner Jugendzeit. Zurück im Ulrich-Haberland-Stadion neben der BayArena, wo alles angefangen hat und dann auch noch gewinnen, das war super“, sagt Klefisch heute zu diesem Meilenstein seiner Karriere.

    Und der Nächste folgte nur drei Monate später: Sein Profidebüt bestritt der 18-jährige Klefisch in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen RB Leipzig vor knapp 5.000 Zuschauern im Sportpark Höhenberg. „Bei der Einwechslung war ich sehr nervös, denn man träumt immer von solchen Partien“, weiß der 1,88 Meter große Mittelfeldspieler noch, „doch sobald ich auf dem Platz stand, war das alles wie vergessen.“ Die daraufhin beginnende Saison in der Regionalliga lief ordentlich für den frischen Profi (acht Einsätze, zweimal Startelf), der auch Verständnis dafür hatte, dass der damalige Trainer Patrick Glöckner für den Aufstieg auf altbewährte Kräfte anstatt auf ihn als Youngster setzte. „Ich bin keiner, der sich vor Verantwortung scheut und hätte gerne mehr gespielt, aber ich habe die Entscheidung des damaligen Trainers akzeptiert“, sagt Klefisch dazu.

    Und in der darauffolgenden Saison machte sich die Geduld bezahlt: Viktoria debütierte in der 3. Liga und der damalige Coach Pavel Dotchev sah in Klefisch einen wichtigen Teil der Mannschaft. 26 Spiele absolvierte er – wofür er seinem früheren Coach sehr dankbar ist – und schoss beim 4:3-Auswärtserfolg gegen den Halleschen FC sein erstes Tor. „Das Gefühl war Weltklasse“, sagt Klefisch, „aber den Sieg haben wir nur durch eine Teamleistung geholt.“ Und in der aktuellen Saison ist der Mittelfeldakteur sogar zu einem der wichtigsten Eckpfeiler herangereift: 19-Mal stand er in dieser Spielzeit bereits in der Startelf, 17-Mal ging es für ihn über die vollen 90 Minuten. Einzig Torwart Sebastian Mielitz hat mehr Spielzeit auf dem Feld verbracht. Und auch wenn die Viktoria an ihre Siegesserie zu Beginn der Hinrunde zuletzt nicht mehr anknüpfen konnte, ist sein Optimismus ungebrochen. „Die Mannschaft steht zusammen. Wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt, dann kann dieser Knoten platzen und wir fahren wieder Siege ein“, so Klefisch.

    Auch der neue Trainer Olaf Janßen ist für ihn kein Unbekannter, denn bereits als U 19-Spieler trainierte er teilweise bei den Profis unter dem Coach und fuhr auch mit ins Türkei-Trainingslager. Der Sechser, der kürzlich von den Fans der Viktoria zum Spieler des Jahres 2020 gewählt wurde, freut sich über den alten Bekannten an der Seitenlinie: „Ich fand Olaf damals schon gut und jetzt bringt er noch die Erfahrung aus mehreren Spielzeiten in der Bundesliga mit.“ Ob es für Klefisch jemals so hoch hinausgeht, wird die Zukunft zeigen. „Aktuell ist nur wichtig für mich, jedes Spiel mit der Viktoria zu gewinnen“, sagt der 21-Jährige mit seinem nimmermüden Optimismus. Diese Einstellung teilt der Youngster mit dem Klub von der Schäl Sick.

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  • Viktoria empfängt Meppen am Karnevalsfreitag

    Am Freitag empfängt die Viktoria den SV Meppen (Anpfiff 19 Uhr). Die Norddeutschen sind am Wochenende mit einem 3:2-Sieg gegen Unterhaching in der Drittliga-Tabelle an Viktoria Köln vorbeigezogen. Für die Jungs von der Schäl Sick geht es nun darum, das dramatische Ende in Ingolstadt abzuhaken und wichtige Punkte im Abstiegskampf zu ergattern.

    Bis zur Nachspielzeit sah es beim Auswärtsspiel am Samstag so aus, als könnte die Viktoria ihre Siegesserie gegen den FC Ingolstadt ausbauen. Doch durch einen Treffer von FCI-Torwart Fabijan Buntic und dem darauffolgenden 2:1 wurden den Höhenbergern die Punkte für einen guten Auftritt verwehrt. „Manchmal bestraft einen das Spiel brutal“, sagte Viktoria-Coach Olaf Janßen nach der Partie. Doch der Trainer konnte auch positive Dinge mitnehmen. „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die füreinander da ist und die ein Spitzenteam in allen Bereichen gequält hat“, so der 54-Jährige. Zu einem ähnlichen Fazit kam Timmy Thiele, der früh zur 1:0-Führung traf. „Wir haben viele Dinge umgesetzt, die wir uns unter der Woche erarbeitet haben“, sagte der Stürmer in Anbetracht der langen Führung seiner Mannschaft. „Die Dinge, die wir richtig gemacht haben, müssen wir beibehalten.“

    Einige Dinge richtig gemacht hat am Wochenende auch der SV Meppen. Mit einem 3:2-Sieg gegen die SpVgg Unterhaching gelang der Mannschaft von Torsten Frings der Sprung auf Platz 13. Nicht erfreut zeigte sich der ehemalige deutsche Nationalspieler über die zwei Treffer der Hachinger. „Die beiden Gegentore haben wir dem Gegner regelrecht geschenkt“, so der 44-Jährige. Der SVM geriet bereits früh in Rückstand, konnte aber durch Treffer von Christoph Hemlein (17.) und Janik Jesgarzewski (21.) das Spiel drehen. Doch Unterhaching glich noch in der ersten Halbzeit per Elfmeter aus, bevor René Guder in der 63. Spielminute den Schlusspunkt der Partie setzte. Frings lobte die Willenskraft der Mannschaft, was ebenfalls Torschütze Guder so sah: „Man sieht, dass die Mentalität wieder da ist.“ Angekommen im Abstiegskampf sei die Mannschaft ohnehin. „Für uns spielt nichts anderes eine Rolle“, so Frings nach der Partie.

    Am Freitagabend steht nun das Duell der beiden Tabellennachbarn in Höhenberg an. In der Hinrunde gewann Viktoria in Meppen mit 1:0 durch einen Treffer von Albert Bunjaku. Trotz zweier Platzverweise rettete die Mannschaft die knappe Führung zu neunt über die Zeit. Ein gutes Omen für das kommende Spiel könnte sein, dass die Begegnung am Karnevalsfreitag stattfindet. Schon im vergangenen Jahr spielten die Viktorianer am Tag nach Weiberfastnacht. Damals gelang ein Sieg gegen die SG Sonnenhof Großaspach und der Anschluss an die Nichtabstiegsränge.

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  • De Vita erleidet Kreuzbandriss

    Schlechte Nachrichten für Dario De Vita. Der Abwehrspieler von Viktoria Köln hat sich beim Sonntagstraining das vordere Kreuzband gerissen. Damit wird der 20-Jährige bis über das Saisonende hinweg ausfallen.

    „Ich bin nach einem Zweikampf mit dem Kniegelenk weggeknickt“, erinnert sich der junge Innenverteidiger. Die erste Diagnose einer schwereren Verletzung wurde am Montag bei der Magnetresonanztomographie (MRT) in der Mediapark Klinik Köln bestätigt. Dort wird sich De Vita am Dienstag bei Mannschaftsarzt Dr. Achim Münster einer Operation unterziehen.

    „Ich versuche, die positiven Dinge zu sehen, um nach der Operation bestmöglich in die Reha zu starten“, so De Vita nach der Hiobsbotschaft. Marcus Steegmann, der Sportliche Leiter von Viktoria Köln: „Dario ist ein junger und zeitgleich ambitionierter Spieler, der sich noch sehr entwickeln wird. Wir drücken ihm die Daumen, dass er die Verletzung ohne weitere Komplikationen übersteht.“

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  • Kurioses Ende kostet Viktoria den Sieg

    Kurioses Ende kostet Viktoria den Sieg

    Bittere 1:2-Niederlage der Viktoria beim FC Ingolstadt: Zwar waren die Höhenberger vor der Begegnung eher in der Außenseiterrolle, doch wie die Partie dann schließlich endete, das war äußerst unglücklich. Denn zunächst hatte Timmy Thiele die Kölner in der 12. Minute beim Tabellenzweiten mit 1:0 in Führung gebracht. Doch ausgerechnet FCI-Torhüter Fabijan Buntic und Elva Caniggia wendeten das Blatt noch in der Nachspielzeit zu Gunsten der Gastgeber.

    Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen stellte bei seinem ersten Auftritt in der 3. Liga Keeper Sebastian Mielitz ins Tor. In der Abwehr vertraute er auf Luca Stellwagen, Michael Schultz, Maximilian Rossmann und Patrick Koronkiewicz. Auf der Sechserposition kamen Jeremias Lorch und René Klingenburg zum Einsatz. Lucas Cueto, Kapitän Mike Wunderlich und Marcel Risse spielten im offensiven Mittelfeld. Timmy Thiele begann im Sturm.

     

     

    Die Gastgeber erwischten den besseren Start. Sie übten von Beginn an Druck aus und sorgten mit kurz ausgeführten Eckstößen für Gefahr. In der vierten Minute hatte Dennis Eckert Ayensa aus elf Metern somit eine gute Möglichkeit. Doch sein Rechtsschuss ging knapp am Gehäuse von Mielitz vorbei. Doch dann das: Toller Konter der Höhenberger über Risse, der spielte in den Lauf von Thiele, der das Leder im Strafraum links an Fabijan Buntic vorbei flach ins Tor schob – 0:1 (12.)!

    Ingolstadt drängte in der Folge auf den Ausgleich. Zum Beispiel versuchte Marc Stendera in der 25. Minute mit einem Freistoß aus halblinker Position, zum Erfolg zu kommen. Doch Mielitz hielt. In der 28. Minute gab es dann eine Riesen-Möglichkeit für Thiele. Doch sein Lupfer an Torhüter Buntic vorbei landete knapp neben dem Kasten der Gastgeber. 60 Sekunden später hatte Klingenburg dann Pech. Sein Kopfball aus kurzer Distanz ging an den linken Pfosten.

    In der 33. Minute brachte Risse den Ball auf Schultz: Doch der Kopfstoß aus fünf Metern wurde von Buntic über die Latte gelenkt. Mit den folgenden Aktionen sorgte Ingolstadt allerdings für den größeren Druck. In der 44. Minute hatte Filip Bilbija eine gute Möglichkeit zum Ausgleich. Sein Schuss ging aber über das Kölner Tor. Somit rettete die Viktoria den knappen Vorsprung in die Halbzeitpause.

    In den zweiten 45 Minuten setzte Janßen zunächst weiter auf seine Startformation. Doch er musste bereits wenig später verletzungsbedingt auf Lorch verzichten, der durch Moritz Fritz ersetzt wurde (50.). Ingolstadt drängte in der Folge weiter auf den Ausgleich. Zeitweise schnürten die Gastgeber die Höhenberger regelrecht ein. Doch das Defensivverhalten der Vitoria stimmte. Es ergaben sich nur wenige klare Tormöglichkeiten für die Schanzer.

    In der 69. Minute gab es einen Klasse-Konter der Viktoria. Thiele legte für Wunderlich auf, der aus elf Metern nur die Latte traf. In der 76. Minute feuerte Björn Paulsen einen gewaltigen Schuss ab, doch Mielitz war zur Stelle. Dennoch reichte es nicht zu einem Auswärtssieg. Denn der mit nach vorne geeilte FCI-Keeper Buntic erzielte in der Nachspielzeit mit einem Linksschuss den Ausgleich (90. + 3). Elva Caniggia sorgte 60 Sekunden später sogar noch für das 2:1 der Gastgeber.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Luca Stellwagen, Michael Schultz, Maximilian Rossmann, Patrick Koronkiewicz – Jeremias Lorch (50. Moritz Fritz), René Klingenburg – Lucas Cueto, Mike Wunderlich (90. + 1 Kai Klefisch), Marcel Risse – Timmy Thiele (83. Albert Bunjaku) 

    Tore: 0:1 Timmy Thiele (12.), 1:1 Fabijan Buntic (90. + 3), 2:1 Elva Caniggia (90. + 4)

    Gelbe Karten:

    FC Ingolstadt 04: Dennis Eckert Ayensa (32.), Filip Bilbija (70.)

    Viktoria Köln: Patrick Koronkiewicz (34.), Michael Schultz (64.)

    Zuschauer:

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  • Viktoria weiterhin live bei MagentaSport

    Wie der DFB jüngst bekannt gab, bleiben die Übertragungsrechte der 3. Liga im Pay-TV bis einschließlich der Saison 2022/23 bei der Deutschen Telekom AG. Somit sind die Drittliga-Partien von Viktoria Köln im Falle des Klassenerhalts weiterhin bei MagentaSport zu sehen. Der ursprüngliche Vertrag war bis Juli 2022 datiert.

    Im Free-TV wird die 3. Liga bis zum Ende der Spielzeit 2022/2023 weiterhin von der ARD und den dritten Programmen gezeigt. Somit werden ausgewählte Viktoria-Partien bis Sommer 2023 unter anderem auch im WDR-Fernsehen zu sehen sein. Insgesamt 86 Livespiele sowie die Highlight-Rechte aller Partien sind im Vertrag mit der SportA geregelt. Sie ist die Sportrechteagentur von ARD und ZDF.

    Seit der Saison 2017/18 überträgt die Deutsche Telekom AG sämtliche Partien der 3. Liga im Pay-Bereich bei Magenta Sport. Neben den insgesamt 380 Livespielen pro Saison beinhaltet das Rechtepaket eine Highlightverwertung der Drittligaspiele. Die Neuvergabe der Medienrechte an der 3. Liga ist für Sommer 2022 vorgesehen.

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  • Zillken rückt ins Trainerteam auf

    Seit Montag ist Olaf Janßen neuer Cheftrainer bei Viktoria Köln. Doch wie geht es für Daniel Zillken weiter, der die Mannschaft von der Schäl Sick nach der Freistellung von Pavel Dotchev interimsweise betreut hatte?

    Der vorherige Chefscout der Viktoria wird den Höhenbergern auch zukünftig zur Seite stehen. „Daniel hat einen sehr guten Zugang zur Mannschaft gefunden“, erklärt Marcus Steegmann, der Sportliche Leiter der Viktoria, den Stand der Dinge. „Deshalb wollen wir gerne weiter von seiner Expertise auf dem Platz profitieren. Wir erhoffen uns durch ihn als weiteren Co-Trainer eine Qualitätssteigerung. Daher haben wir zusammen mit Olaf Janßen entschieden, dass wir das Trainerteam mit ihm verstärken und verbreitern.“

    „Die Klubführung ist nach der letzten Woche, in der wir die Sache glaube ich sehr gut gemacht haben, auf mich zugekommen“, erläutert Daniel Zillken die Ereignisse der letzten Tage. Der 53-Jährige fährt fort: „Mir wurde signalisiert, dass man es sehr begrüßt, wenn ich auch künftig zur Verfügung stehe. Ich habe mir einige Gedanken gemacht und mich mit Olaf Janßen ausgetauscht, um ihn besser kennenzulernen. Anschließend habe ich meine Bereitschaft gezeigt, mit anzupacken. Jetzt geht es darum, dass wir gemeinsam unsere Ziele erreichen.“

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  • Janßen: „Es ist eine brutale Energie auf dem Trainingsplatz!“

    Seit Beginn der Woche ist Olaf Janßen bei Viktoria Köln wieder als Cheftrainer im Amt. Am Samstag steht die erste Bewährungsprobe mit seiner Mannschaft auf dem Programm. Dann muss der Tabellenvierzehnte zum Auswärtsspiel beim Zweiten der 3. Liga, dem FC Ingolstadt, ran.

    Welche Eindrücke hat Janßen bisher vom Team? „Ich bin auf jeden Fall positiv überrascht“, so der 54-Jährige auf der Pressekonferenz vor der Partie in Bayern. „Die Mannschaft ist extrem lernwillig. Es ist eine brutale Energie auf dem Trainingsplatz zu erkennen. Es herrscht großer Wille.“ Das seien alles Dinge, die sich ein neuer Trainer wünsche. „Das ist auf jeden Fall die Basis, das ambitionierte Unterfangen – nämlich den Klassenerhalt in der Liga – zu schaffen“, so der Cheftrainer der Viktoria.

    Mit Ingolstadt wartet ein Gegner auf die Kölner, der zuletzt von den Punkten her zum Tabellenersten, Dynamo Dresden, aufschloss. Janßen: „Ich glaube, dass wir gut vorbereitet sind. Das müssen wir auch sein. Denn wir treffen ja nicht nur auf den Tabellenzweiten, sondern auch auf eine Mannschaft, die mit hochkarätigen Spielern gespickt ist, die berechtigterweise den Aufstieg anpeilen. Ingolstadt ist aktuell sehr gut unterwegs. Sie haben in den letzten fünf Spielen nur drei Gegentore bekommen. Das heißt, sie sind nicht nur offensivstark, sondern sie können auch verteidigen.“

    Obwohl die Schanzer in der Favoritenrolle sind, sei er gespannt auf die Partie. „Wir freuen uns auf dieses schwierige Auswärtsspiel. Es ist eine tolle Herausforderung und darauf stellen wir uns ein.“

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  • Wunderlich: „Wir stehen jetzt auch als Mannschaft in der Pflicht“

    Wenn es um Viktoria Köln geht, dann darf ein Name nicht fehlen: Mike Wunderlich. Der Kapitän der Höhenberger spielte bereits in seiner Jugend für den Klub von der Schäl Sick und kehrte vor knapp zehn Jahren zu seinen Wurzeln zurück. Im Interview spricht der 34-Jährige über die aktuelle Situation, den neuen Trainer Olaf Janßen und seine Zukunftspläne.

    Herr Wunderlich, ambitioniert in die Drittliga-Saison gestartet, belegen Sie derzeit mit der Viktoria Rang 14 in der Tabelle. War der Wechsel auf der Trainerposition unumgänglich?

    Mike Wunderlich: Ich denke, wenn man in eine Situation kommt, wie wir sie hatten, muss man im Fußball damit rechnen, dass so etwas passiert. Ob es unumgänglich war, sei dahingestellt. Es ist jetzt so. Und jetzt gilt es, die Situation anzunehmen. Aber ich finde, wir stehen jetzt auch als Mannschaft in der Pflicht.

    Sie hatten schon recht frühzeitig gewarnt, dass Viktoria durchaus um den Klassenerhalt kämpfen müsse, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. Haben Sie den Eindruck, dass einige Ihrer Mitspieler den Ernst der Situation zu spät erkannt haben?

    Wunderlich: Nein. Ich glaube, jeder weiß, dass wir in einer schweren Situation sind. Wir Spieler sehen uns jeden Tag und mein Gefühl ist, dass jeder den Ernst der Lage erkannt hat. Aber wir haben jetzt noch 17 Spieltage vor uns, das ist fast die komplette Rückrunde. Jeder weiß, dass wir schleunigst Punkte einfahren müssen. Es gilt jetzt einfach, sich zu wehren.

    Sie selbst sind dafür bekannt, hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen. Sie waren zwar bei allen Spielen im neuen Jahr dabei, konnten aber zuletzt nicht so glänzen, wie zuvor. Woran liegt das?

    Wunderlich: Die Sache mit den Ansprüchen stimmt, die werde ich immer haben. Ich habe eine gewisse Erwartungshaltung an mich selbst und die gibt es auch von außen. Diese Messlatte habe ich mir selbst erarbeitet. Es stimmt: Ich bin zuletzt unzufrieden mit meinen Leistungen gewesen. Aber die Gründe dafür zu finden, das ist schwer und würde vielleicht auch zu weit führen. Klar ist, dass ich alles dafür geben werde, dass sich das ändert. Ich bin jemand, der schon einige Male hingefallen ist. Ich bin aber auch jemand, der immer wieder aufgestanden ist. Deshalb bin ich überzeugt, meinen Teil dazu beizutragen, dass wir wieder in die Spur kommen. Dafür arbeite ich Tag für Tag.

    Zunächst hatte Daniel Zillken interimsweise übernommen, jetzt ist Olaf Janßen neuer Cheftrainer. Welchen Eindruck haben Sie von seiner Arbeit in den ersten Tagen?

    Wunderlich: Ich hatte ja das Glück, schon 2018 mit Olaf Janßen zu arbeiten. Er ist sehr akribisch und hat einen klaren Plan. Tatsache ist, dass die ersten Tage gezeigt haben, dass die Mannschaft lebt. Am Ende zählt aber, was auf dem Platz passiert. Diesbezüglich habe ich ein sehr gutes Gefühl.

    Schon seit langer Zeit sind Sie Rekordspieler der Viktoria. Sie gehen inzwischen auf die 300. Pflichtspielpartie für Ihren Verein zu. Haben Sie sich ein persönliches Ziel gesetzt, wie viele Spiele Sie insgesamt für die Viktoria machen wollen?

    Wunderlich: Nein, das habe ich nicht. Ich freue mich aber jeden Tag über die Zeit, die ich hier erleben darf. Zwar ist und war es nicht immer einfach, aber es ist und war immer schön. Daher hoffe ich, dass noch viele Spiele dazukommen.

    Viktoria ohne Mike Wunderlich, das wäre so ähnlich wie ein Auto ohne Reifen. Welche Pläne haben Sie, wenn sich die aktive Zeit als Spieler dem Ende zuneigt?

    Wunderlich: Ich habe zum Beispiel ein Fernstudium im Scouting- und Analysebereich absolviert, das ich Ende letzten Jahres abgeschlossen habe. Als nächstes will ich jetzt meinen ersten Trainerschein machen. Denn ich würde später schon gerne als Coach arbeiten. So ganz genau ist das natürlich nicht planbar, aber es wäre schon meine Wunschvorstellung.

    Am Samstag steht die Auswärtspartie beim FC Ingolstadt an. Auf dem Papier ist das eine klare Angelegenheit, immerhin ist der FCI Tabellenzweiter der 3. Liga. Welche Chancen rechnen Sie sich aus?

    Wunderlich: Ich rechne mir immer Chancen aus. Die 3. Liga ist so ausgeglichen, da liegt die Ausgangslage vor jedem Spiel bei fifty-fifty. Es ist jede Woche ein Abnutzungskampf, alles ist offen. Ingolstadt war zuletzt in einer guten Verfassung, wir vielleicht nicht. Aber wir werden einen ordentlichen Auftritt hinlegen, da bin ich sicher. Wir haben ja bis jetzt alle Spiele gegen Ingolstadt gewonnen. Das zeigt, dass wir nicht chancenlos sind.

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