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  • Porträt Lucas Cueto: „Heute besser sein als gestern“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln vor. Heute: Lucas Cueto.

    Lucas Cueto stolperte schon mit drei Jahren über den Bolzplatz. Der gebürtige Kölner, der am westlichen Rand der Domstadt aufwuchs, war dabei sein eigener Antrieb. „Mein Vater hat mir einen Ball hingeworfen und mich unterstützt, aber das war alles“, erinnert sich der 24-Jährige heute an sein frühes Fußballinteresse zurück. Die erste Mannschaft, der Cueto angehörte, waren die Minis des SV Lövenich/Widdersdorf, die von seinem Vater trainiert wurden. „Es war eine tolle Zeit bei den Löwis“, denkt Cueto an seine ersten Spiele zurück, „aber sie kam schnell zu einem Ende.“ In der Tat wurden damals Scouts von Bayer 04 Leverkusen bei einem Hallenturnier auf den noch nicht eingeschulten Kicker aufmerksam. Und sie blieben beharrlich, bis Cueto zur Werkself wechselte.

    Die Jugendmannschaften bei Bayer durchlief Cueto anfangs ohne Schwierigkeiten. Bis in die U 13 war er Kapitän und bei Hallenturnieren wurde er häufiger als bester Spieler ausgezeichnet. „Von Anfang an habe ich eine Top-Ausbildung erhalten, für die ich heute noch dankbar bin“, erzählt der Flügelflitzer über seine ersten Jahre in Leverkusen. Doch merkte der junge Cueto auch, dass es bei dem Verein stets um Leistung ging. „Nach jedem Jahr wurde aussortiert und zur neuen Saison kamen wieder neue Mitspieler dazu, wodurch man sich neu beweisen musste“, so der Spieler dazu heute. In der U 15 traf es ihn dann selbst, denn sein Körper entwickelte sich nicht schnell genug. „Viele gute Spieler sind so auf der Strecke geblieben und haben den Mut verloren“, sagt der spätere Jugendnationalspieler über die damalige Situation im Nachwuchsbereich, „auch ich war nicht groß und kräftig genug. Mir wurde gesagt, dass ich aufgrund meiner Technik in der Mannschaft bleiben darf, aber nicht mit vielen Einsätzen rechnen kann.“

    Der Frust über die Entscheidung seines Vereins hielt bei Cueto aber nicht allzu lange an. Der damals 15-Jährige träumte von einem Jahr im Ausland und fand im Osten Londons eine Schule, die ihn aufnahm. In England war der Nachwuchsspieler überrascht von der Professionalität des Schulsports, wo sie von richtigen Trainern auf Rasenplätzen unterrichtet wurden und bei Turnieren gegen andere Schulen antraten. „Ich spielte dort oft gegen zwei bis drei Jahre ältere Schüler. So wurde bei einem Turnier West Ham United auf mich aufmerksam“, kommentiert Cueto seine Zeit in London. Der Offensivspieler schaute sich den Traditionsverein an und fühlte sich schnell heimisch. „Ich bin dem Klub sehr dankbar, denn sie haben mir den Spaß am Spiel und den Glauben an meine Fähigkeiten zurückgegeben“, lobt er West Ham, bei denen nicht aufgrund von Größe aussortiert wurde, „und so spielte ich anstatt gegen Schalke und Dortmund nun gegen Arsenal London und den FC Fulham.“

    West Ham bot dem Spieler in der Folge einen Ausbildungsvertrag über mehrere Jahre an. Da dieser leider keine höhere Schulbildung, sondern eine Ausbildung im Fanshop vorsah, entschied sich der Zehntklässler gegen einen Verbleib in England und kehrte im Sommer 2012 an den Rhein zurück. „Zu diesem Zeitpunkt waren die Nachwuchskader der großen Klubs bereits voll“, erinnert sich Lucas Cueto, „also rief ich beim Bonner SC an. Die fragten nur: ‚Du hast bei West Ham gespielt? Komm rum, Jung!‘ Und ohne Probetraining war ich direkt in der B-Jugend.“ Der mit Selbstbewusstsein ausgestattete Offensivspieler ließ seinen neuen Klub nicht hängen: In der ersten Saison schoss Cueto 16 Tore in 25 Spielen, bevor er in die U 19 kam und dort in der Hinrunde in dreizehn Partien achtmal traf. Zu dieser Zeit wurde der Offensivspieler, der bereits vorher in der Mittelrheinauswahl gespielt hatte, zur U 18-Nationalmannschaft berufen, wo er gleich beim ersten Spiel gegen Moldawiens U 19 zu einem Treffer kam.

    Diese Erfolge blieben bei den größeren Klubs der Region nicht unbemerkt und so wechselte Cueto in der Winterpause zum 1. FC Köln. „Als Kölner überlegt man nicht lange, wenn der Effzeh anruft“, sagt er über seinen Wechsel. In der Rückrunde schoss Lucas Cueto für die Geißböcke in zwölf Spielen elf Tore und wurde am Saisonende mit insgesamt 19 Treffern Torschützenkönig. In den darauffolgenden zwei Spielzeiten trainierte er bereits mit den Profis aus der Bundesliga, spielte aber mit der zweiten Mannschaft vom FC in der Regionalliga West. Als sich allerdings abzeichnete, dass der mittlerweile 19-Jährige weitere zwei Jahre so eingesetzt werden sollte, entschied sich die Offensivkraft für einen Wechsel. „In der Nationalmannschaft (U 20-Nationalmannschaft, Anm. d. Red.) hatten mittlerweile meine Mitspieler erste Erfahrungen in höheren Ligen machen können und das wollte ich auch“, erklärt Cueto seine Entscheidung, „und Joe Zinnbauer, der nach seiner Zeit beim Hamburger SV nun den FC St. Gallen in der Schweiz trainierte, überzeugte mich von seiner Idee und der Liga.“ Und so zog Cueto anderthalb Spielzeiten in die Schweizer Super League, einen Abschnitt, den er selbst als „unglaublich lehrreiche Zeit, die mich hat erwachsen werden lassen“ bezeichnet. Denn auch wenn Cueto in 21 Spielen kein Tor für die Eidgenossen erzielte, lernte er dort selbstständig zu sein. Zudem spielte er zusammen mit seinem jetzigen Offensivkollegen Albert Bunjaku, von dem er sich damals bereits einiges abschaute.

    Als Lucas Cueto keine Zukunft in der Schweiz sah, ging er zu Preußen Münster in die 3. Liga. Unglücklicherweise wurde seine Zeit dort von Verletzungen überschattet, welche ihn nicht in den Tritt kommen ließen. Beinhautentzündung, Adduktorenbeschwerden, Leistenprobleme – das Schicksal ließ keine Routine zu. Erst in seiner dritten und letzten Spielzeit bei den Adlern konnte sich der mittlerweile 23-Jährige einen konstanten Platz in der Startelf erkämpfen. Doch auch seine fünf Tore und vier Vorlagen verhinderten nicht, dass Münster am Ende der Saison den Gang in die Regionalliga West antreten musste.

    Und dann meldete sich die Viktoria. „Pavel (Pavel Dotchev, Cheftrainer der Viktoria, Anm. d. Red.) hat mich in den Gesprächen überzeugt, genau wie Marcus Steegmann (Sportlicher Leiter bei der Viktoria, Anm. d. Red.) und Franz (Franz Wunderlich, Sportvorstand der Viktoria, Anm. d. Red.). Viktoria ist – das muss ich als Fußballer auch einfach mal sagen – ein geiler Verein, da gibt es keine zwei Meinungen“, lässt Cueto nichts auf seinen neuen Klub kommen und führt weiter aus: „Die Mannschaft hat viel Potenzial und ich bin froh, meinen kleinen Teil dazu beitragen zu können.“ So klein ist dieser Teil gar nicht, führt doch der Offensivspieler in dieser Saison bisher mit sechs Toren die vereinsinterne Torschützenliste an. Und auf die Frage, wo es hingehen soll, antwortet der 24-Jährige: „Stand jetzt ist die 3. Liga genau da, wo ich mich zurzeit befinden muss. Ziele behalte ich gerne für mich, aber so viel kann ich sagen: Ich will heute ein besserer Spieler sein als gestern.“

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  • Wiedersehen macht Freude

    Am Samstag ist der SV Waldhof Mannheim bei Viktoria Köln zu Gast. Somit ist klar, dass die Rückrunde startet. Denn beide Teams standen sich schon zum Saisonauftakt in der Hinserie gegenüber. Damals durfte sogar noch – wenn auch eingeschränkt – vor Zuschauern  gespielt werden. Und die 2.752 Fans, die in Mannheim vor Ort waren, erlebten eine Menge. Denn die Partie endete nach einem 0:2-Rückstand aus Viktoria-Sicht noch mit einem 2:2.

    Mit einem Remis hätte die Viktoria sicher auch in der letzten Rückrundenpartie am Freitag gegen Türkgücü München leben können. Doch am Ende hieß es im Sportpark Höhenberg gegen sehr effektiv agierende Gäste 0:2. „Uns fehlt die letzte Entschlossenheit nach vorne“, äußerte Kapitän Mike Wunderlich seine Gedanken nach der Partie am Mikrofon von Magenta Sport. „Das, was uns letztes Jahr noch ausgezeichnet hat, das ist uns abhandengekommen.“

    Der Spielgestalter räumte ein: „Über 90 Minuten haben uns die Mittel und Lösungen gefehlt, um erfolgreich zu sein.“ Zwar sei man nach wie vor von sich überzeugt, doch es stünden noch einige Nachholspiele der Konkurrenz an. Um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten, müsse schleunigst gepunktet werden. Am besten schon am Samstagnachmittag, wenn Mannheim – Waldhof bestreitet am Mittwoch noch ein Nachholspiel beim Halleschen FC – zu Gast ist.

    Die Partie gegen die Baden-Württemberger steht ohnehin unter einem ganz besonderen Stern. Denn sie führt auch zu einem Wiedersehen mit einigen früheren Weggefährten. Als Chefcoach der Mannheimer agiert Patrick Glöckner, der die Viktoria im letzten Jahr der Regionalliga-Zugehörigkeit trainierte. Mittelfeldspieler Hamza Saghiri trug sogar noch letzte Saison das Trikot der Kölner. Und Abwehrspieler Marcel Gottschling wechselte gerade erst vor wenigen Tagen zum einstigen Erstligisten aus Mannheim.  

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  • Viktoria Köln sucht Spieler des Jahres 2020

    Die Meinung der Viktoria-Anhänger ist gefragt. Denn jetzt wird der Spieler des Jahres 2020 gesucht!

    Im abgelaufenen Kalenderjahr bestimmten die Fans der Viktoria auf der Facebook-Seite des Vereins monatlich den Spieler des Monats. Nun stehen alle Akteure zur Wahl, die sich im vergangenen Jahr in den jeweiligen Abstimmungen durchsetzen konnten.  

    Zur Wahl zum Spieler des Jahres 2020 stehen folgende Spieler:

    – Jonas Carls (fiel im Januar vor allem durch seinen Treffer beim Auswärtssieg in Halle auf und festigte seine Position auf der linken Seite der Viererkette)  

    – Steven Lewerenz (traf im Februar gegen den späteren Drittliga-Meister Bayern München II nach seiner Einwechslung und erzielte den entscheidenden Treffer beim Heimsieg gegen die SG Sonnenhof Großaspach)

    – Dominik Lanius (zeigte vor der Corona-Pause im März eine steigende Form und sorgte als Innenverteidiger in der Viererkette für Stabilität, sodass man gegen Preußen Münster und den FC Ingolstadt gewinnen konnte) 

    – Mike Wunderlich (wurde während der Corona-Unterbrechung im spielfreien April zum Spieler des Monats gewählt, gehörte mit elf Treffern und sieben Torvorlagen zu diesem Zeitpunkt zu den Top-Scorern in der Liga) 

    – Hamza Saghiri (erzielte im Mai sein erstes Drittligator gegen den späteren Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Dieses war sehenswert und unterstrich seine Rolle als Stütze des Teams im Mittelfeld)  

    – Albert Bunjaku (schoss im Juni das entscheidende Tor beim 1:0-Erfolg gegen den MSV Duisburg. Zudem traf der ehemalige Nationalspieler gegen den TSV 1860 München und den FSV Zwickau und verlängerte seinen Vertrag bei der Viktoria)  

    – Alexander Höck (gab im Juli sein Pflichtspieldebüt, nachdem er nur einen Monat zuvor seinen ersten Profivertrag unterschrieben hatte. Er traf gegen den späteren Aufsteiger aus Würzburg und half seinem Team, nach Rückstand noch einen Punkt gegen den KFC Uerdingen zu holen)  

    – Lucas Cueto (begeisterte die Fans im August direkt nach seinem Wechsel zur Viktoria durch eine starke Sommervorbereitung, die er mit einem Dreierpack gegen den Bonner SC krönte. In der laufenden Saison ist er zudem bester Torschütze der Viktoria)  

    – Sebastian Mielitz (überzeugte als Neuzugang zum Saisonstart mit starken Paraden bei den Partien gegen den SV Waldhof Mannheim und gegen Zweitliga-Absteiger Wehen Wiesbaden)  

    – Kai Klefisch (wurde sowohl im Oktober als auch im November zum Spieler des Monats gewählt. Das Eigengewächs fiel im defensiven Mittelfeld durch starke kämpferische, läuferische und spielerische Leistungen auf und wurde nach dem 1:1 gegen Zwickau in die „Kicker Elf des Spieltags“ gewählt) 

    – Marcel Risse (traf beim Heimsieg gegen den TSV 1860 München zum entscheidenden 2:1 und sorgte damit für drei wichtige Punkte. Auch gegen den SC Verl gehörte der gebürtige Kölner zu den Leistungsträgern)  

    Die Abstimmung findet auf dem Facebook- und Instagramkanal von Viktoria Köln statt. Die Stimmabgabe erfolgt, indem man den Namen des Spielers in die Kommentare schreibt (hier geht es zur Abstimmungserklärung). Die Wahl läuft bis zum Montag, den 25. Januar, 9.00 Uhr morgens. Zur Abstimmung auf unserer Facebook-Seite geht es hier.

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    Die Wahl zum "Spieler des Jahres" wird präsentiert von Jerome Assauer, selbstständiger Vertriebspartner für Swiss Life Select.

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  • Abstimmungserklärung für die Wahl des ‚Spieler des Jahres 2020‘

    Da auf zwei Plattformen (Facebook und Instagram) abgestimmt werden kann, wird pro soziales Netzwerk eine Rangliste erstellt. Jeder Platz wird mit einer Punktzahl versehen (1. Platz = 11 Punkte [da elf Nominierte], 2. Platz = 10 Punkte usw.). Die erreichten Punkte aus den beiden Ranglisten werden dann addiert und der Spieler mit den meisten erreichten Punkten gewinnt die Auszeichnung.

    Beispiel:

    Spieler I wird bei der Wahl auf Facebook 1. (11 Punkte) und bei Instagram 5. (7 Punkte).
    Somit kommt er insgesamt auf 18 Punkte.

    Spieler II wird bei der Wahl auf Facebook 2. (10 Punkte) und bei Instagram 3. (9 Punkte).
    Er kommt insgesamt auf 19 Punkte und schneidet somit besser ab als Spieler I.

  • Viktoria verliert gegen den 1. FC Köln II mit 1:2

    Viktoria verliert gegen den 1. FC Köln II mit 1:2

    Im Testspiel bei der U 21 vom 1. FC Köln setzte Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev, wie bereits im Vorfeld kommuniziert, auf die Spieler, für die es am Vorabend gegen Türkgücü nicht für die Startelf gereicht hatte. Im Tor stand Yannik Bangsow, in der Dreierkette davor spielten Bernhard Kyere, Dario De Vita und Fabian Holthaus, die auf den Außen unterstützt wurden durch Simon Handle (erstes Spiel nach doppelten Bänderriss) und Niklas May. Auf der Doppel-Sechs durften Jeremias Lorch und Marcel Risse ran, René Klingenburg agierte meist hinter der Doppelspitze bestehend aus Albert Bunjaku und Timmy Thiele.

    Bereits in der zweiten Minute kam die Viktoria durch Albert Bunjaku, der den Ball nach einer Ecke von Marcel Risse knapp über das Tor köpfte, zu ihrer ersten Chance. Danach tasteten sich beide Teams ab und das Spiel verlagerte sich zunehmend in das Mittelfeld. In der 14. Minute kam die U 21 des 1. FC Köln durch den Ex-Viktorianer Lucas Musculus zu ihrer ersten Torgelegenheit, der Ball ging aus etwa sieben Metern knapp am Tor vorbei. In der Folge übernahm die Reserve des Bundesligisten zunehmend die Kontrolle über das Spiel, in der 16. Minute konnte Viktoria-Schlussmann Bangsow einen starken Abschluss von Voloder und den Nachschuss souverän klären.

    Der Regionalligist kam vor allem über die Außen gefährlich in das letzte Drittel, in der 22. Minute verpasste Henning eine Hereingabe von der rechten Seite nur knapp. Danach konnte sich die Elf von Drittliga-Rekordtrainer Pavel Dotchev aus der eigenen Hälfte befreien und kam durch Jeremias Lorch, dessen Distanzschuss in der 25. Minute abgeblockt werden konnte, sowie einen Kopfball von Albert Bunjaku zu Torchancen. Die schwarz gekleideten Jungs von der Schäl Sick hatten durch Timmy Thiele in der 28. Minute eine weitere gute Torgelegenheit, die FC-Torwart Julian Krahl abwehren konnte.

     

     

    In der Folge verabschiedete sich das Spiel weitestgehend aus der Hälfte des FC, die Geißböcke übernahmen wieder die Spielkontrolle und kamen zu einigen Torchancen. In der 29. Minute ging ein Schuss von Tim Lemperle an die Unterkante der Latte, nachdem dieser über die rechte Seite in die Mitte ziehen konnte. Bangsow konnte seine gute Leistung bestätigen und parierte zwei Distanzschüsse in der 31. Minute souverän. Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte der junge Schlussmann eine weitere Chance von Lemperle klären.

    Zur zweiten Hälfte stellte Pavel Dotchev auf eine 4-4-2-Formation um. Er brachte Enes Tubluk für May, in der Folge rückte Simon Handle eine Position zurück in die Viererkette und Fabian Holthaus sicherte die linke Defensivseite ab. René Klingenburg spielte nun, nachdem er in der ersten Halbzeit zwischen verschiedenen Mittelfeldpositionen pendelte, auf der Sechserposition neben Lorch. Risse und Tubluk beackerten die offensiven Außenpositionen. Außerdem ersetzte André Weis den bisher starken Bangsow im Tor.

    Der routinierte Weis konnte sich bereits in der 48. Minute mit einer Parade auszeichnen. Danach kam wieder die Viktoria zu guten Gelegenheiten: Ein Kopfball von Albert Bunjaku in der 50. Minute verpasste nur knapp das Tor, FC-Torwart Krahl konnte einen starken Freistoß von Marcel Risse nach Foul an Jeremias Lorch mit den Fingerspitzen über die Latte klären. Der Spielaufbau der Viktoria verlagerte sich zunehmend auf die rechte Seite von Handle und Tubluk. Von dort aus wurden auch zwei weitere Chancen für Thiele und Bunjaku eingeleitet.

    Aus dem Nichts erzielten die Gastgeber dann das 1:0 durch Islamovic. Dieser kam im Sechzehner zum Abschluss und ließ André Weis keine Chance. Danach kam es noch dicker für die Mannschaft von Pavel Dotchev: Bernhard Kyere musste angeschlagen raus und wurde durch den jungen Paul Weist ersetzt. Die Offensive überließ Dotchev nun den U 19-Spielern Seokju Hong, Elias Atiabou und Youssef Aymn und nahm dafür Marcel Risse, Albert Bunjaku und Timmy Thiele raus. Für Jeremias Lorch kam André Dej auf die Sechs. Das Spiel ging in der Folge stark hin und her, in der 80. Minute schloss Tubluk nach einer starken Balleroberung von René Klingenburg gekonnt ab, zirkelte aber den Ball über den Querbalken. Das Spiel wurde zunehmend hitziger, eine Gelbe Karte verteilte der Schiedsrichter allerdings nicht.

    Zwei Minuten später leitete der junge Hong, der nun neben Enes Tubluk im Doppelsturm spielte, einen Angriff über die rechte Seite ein, wurde dann von Simon Handle bedient und kam zum Abschluss – der Ausgleich! Die Viktoria war nun bemüht, den Führungstreffer zu schießen, die jungen Wilden kamen dabei zu einigen Chancen, konnten den Führungstreffer aber nicht erzielen. Stattdessen kam Jonas Berg vom FC im Sechzehner der Viktoria zum Abschluss und erzielte das 2:1 für die Geißböcke. Es gab in den Schlussminuten auf beiden Seiten weitere Chancen. Der FC kam in der Nachspielzeit noch zu einem Aluminiumtreffer, es blieb aber beim 2:1 für die U 21 der Gastgeber.

    Aufstellung: Bangsow (Weis 46.) – De Vita, Kyere (Weist 70.), Holthaus – Lorch (Dej 70.) – Handle, Klingenburg, Risse (Atiabou 70.), May (Tubluk 46.) – Bunjaku (Hong 70.), Thiele (Aymn 70.)

    Tore: 1:0 Islamovic (64.), 1:1 Hong (82.), 2:1 Berg (86.)

    Zuschauer:

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  • Viktoria gibt Spiel in zweiter Hälfte ab

    Viktoria gibt Spiel in zweiter Hälfte ab

    Viktoria Köln hat gegen Türkgücü München eine Heimniederlage kassiert. Die Mannschaft von Cheftrainer Pavel Dotchev unterlag im Sportpark Höhenberg mit 0:2. Nach der Pause sorgten Sercan Sararer (48.) und Petar Slišković (90.) für die Treffer der Gäste. Anstatt in der Tabelle einen Sprung nach oben zu machen, müssen die Kölner jetzt auch nach unten schauen. „Bei dem Trend, den wir haben, muss man jetzt deutlich sagen, dass wir gegen den Abstieg spielen müssen“, so Dotchev nach der Partie.

    Der Cheftrainer der Höhenberger setzte gegen die Münchner auf die gleiche Anfangsformation wie zuletzt beim 0:0 in Kaiserslautern. Sebastian Mielitz stand im Tor. In der Abwehr liefen Luca Stellwagen, Sead Hajrović, Maximilian Rossmann und Patrick Koronkiewicz auf. Auf der Sechserposition kamen zunächst Kai Klefisch und Moritz Fritz zum Zug. Lucas Cueto, Kapitän Mike Wunderlich und Kevin Holzweiler sollten für die offensiven Mittelfeld-Impulse sorgen. Michael Seaton begann im Sturm.

    Türkgücü München versuchte schon zu Beginn, die Kölner früh beim Spielaufbau zu stören. Davon ließen sich die Gastgeber allerdings nicht beirren und erspielten sich in den ersten 20 Minuten deutlich mehr Ballbesitz. Allerdings fehlten anfangs noch die Überraschungsmomente, sodass sich lange Zeit keine klaren Torchancen ergaben. In der 22. Minute gab es Eckball für die Höhenberger: Wunderlich brachte den Ball auf Klefisch, aber der verfehlte mit seinem Kopfball den Kasten von Schlussmann René Vollath.

     

     

    In der Folge kam die Viktoria zu weiteren Möglichkeiten (Seaton in der 23. und Holzweiler in der 29. Minute). Doch im Abschluss war das Kölner Offensivspiel noch zu ungenau. In der 30. Minute brachte Wunderlich einen Rechtsschuss aus 16 Metern auf das Münchner Gehäuse, doch Vollath hielt sicher. Bis zur Pause war auch von der so gefürchteten Offensive Türkgücüs fast nichts zu sehen. Zwar kam Petar Slišković in der 44. Minute zu einer Chance, doch er schoss rechts am Tor vorbei. Somit ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause.

    Viktoria-Cheftrainer Dotchev änderte in der zweiten Hälfte zunächst nichts an seiner Elf. Und die Höhenberger kamen gut wieder in Tritt. Stellwagen flankte von der linken Seite hoch auf Seaton, doch sein Kopfball aus fünf Metern wurde eine sicherere Beute für Vollath (46.). Auf der anderen Seite setzte sich dann Sercan Sararer erstmals in der Partie gut in Szene. Er drang in den Strafraum ein und traf mit dem linken Fuß ins obere linke Eck zur Gästeführung (48.).

    Ab der 64. Minute verstärkte Dotchev die Offensive. Albert Bunjaku (für Seaton) und Timmy Thiele (für Klefisch) kamen in die Begegnung. Zwar übte die Viktoria inzwischen deutlich mehr Druck aus, doch daraus resultierten kaum klare Möglichkeiten. Deshalb versuchte es Dotchev ab der 77. Minute mit Marcel Risse für Cueto. In der 86. Minute schoss Wunderlich aus 18 Metern, doch Vollath fing das Leder sicher. In den letzten Minuten ergaben sich dann Kontermöglichkeiten. Eine davon nutzte Slišković in der 90. Minute zum 0:2.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Luca Stellwagen, Sead Hajrović, Maximilian Rossmann, Patrick Koronkiewicz – Kai Klefisch (64. Timmy Thiele), Moritz Fritz – Lucas Cueto (77. Marcel Risse), Mike Wunderlich, Kevin Holzweiler – Michael Seaton (64. Albert Bunjaku)

    Tore: 0:1 Sercan Sararer (48.), 0:2 Petar Slišković (90.)

    Gelbe Karten:

    Viktoria Köln: Moritz Fritz (16.)

    Türkgücü München: Stefan Stangl (54.), Alexander Sorge (58.), Furkan Kircicek (87.)

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  • Heimspiel-Splitter: Viktoria Köln empfängt Türkgücü München

    Das erste Meisterschafts-Heimspiel der Viktoria nach der kurzen Winterpause hat Potenzial, ein richtiger Kracher zu werden. Denn am Freitag kommt Aufsteiger Türkgücü München zum Flutlichtspiel in den Sportpark Höhenberg. Die Münchner, die über die Winterpause mit einem möglichen Rückzug des Hauptinvestors zu kämpfen hatten, besiegten im ersten Spiel im neuen Jahr direkt den Tabellenführer Dynamo Dresden mit 1:0.

    Beginn: Das letzte Viktoria-Heimspiel der Hinrunde beginnt am Freitag um 19.00 Uhr.

    Bilanz: Das Spiel wird das erste Aufeinandertreffen beider Klubs sein. Sie standen sich noch nie in einem Pflichtspiel gegenüber.

    Corona-Pandemie: Leider können auch gegen den Tabellenachten aus München keine Zuschauer im Sportpark Höhenberg dabei sein.

    Der Viktorianer: Das aktuelle Heimspiel-Magazin „Der Viktorianer“ ist bereits online. Diesmal gibt es neben einem Vorwort von Günter Pütz alle Informationen über unseren Gegner, ein Porträt über Timmy Thiele und ein Interview mit Luca Stellwagen.

    Einlaufkinder: Einlaufkinder sind im Rahmen der Corona-Pandemie leider nicht vorgesehen. Selbst Maskottchen Viktor kann derzeit nicht bei den Heimspielen seiner Viktoria dabei sein.

    Hallo again: Viele Überschneidungsmöglichkeiten hatten die Spieler von Türkgücü und der Viktoria bisher nicht. Doch der erfahrene Viktoria-Stürmer Albert Bunjaku spielte bereits zweimal gegen Türkgücüs Sercan Sararer, den Top-Scorer der Liga. Damals stand Bunjaku für Erzgebirge Aue bzw. den 1. FC Nürnberg auf dem Platz, Sararer lief im Trikot von Greuther Fürth auf. Hier spielte er einst auch mit Sebastian Mielitz im gleichen Team.

    Historie: 1988 war Türkgücü der zweite Migrationsverein, der es in die dritthöchste Spielklasse Deutschlands schaffte (für das Team aus München bedeutete das die Bayernliga). Doch der 1974 gegründete Verein stieg in der Folge in den unterklassigen Fußball ab und kickte in der Saison 2008/2009 sogar neuntklassig, bevor wieder besseren Zeiten kamen. In den letzten drei Spielzeiten stiegen die Münchner jede Saison auf und schafften so den Sprung von der Landesliga Bayern-Südost in die 3. Liga.

    Sperren: Die Viktoria muss auf Jeremias Lorch verzichten. Der defensive Mittelfeldspieler kassierte gegen Dynamo Dresden eine Rote Karte und ist noch gesperrt. Türkgücü München kann diesbezüglich aus dem Vollen schöpfen.

    TV und Medien: Die Partie am Freitag wird live auf Magenta Sport übertragen. Ab 18.30 Uhr werden die Zuschauer von Moderator Thomas Wagner, Magenta-Experte Rudi Bommer und Kommentator Markus Höhner begrüßt. Außerdem werden die Anhänger der Viktoria über die Social Media Kanäle der Höhenberger (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube) auf dem Laufenden gehalten. Bei Twitter gibt es einen Live-Ticker.

    Wetter: Die Internetseite wetterdienst.de prognostiziert für den 15. Januar um 19.00 Uhr Temperaturen um den Gefrierpunkt auf der Schäl Sick.

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  • Viktoria-Partien vom 22. bis 26. Spieltag terminiert

    Der DFB hat die Drittliga-Spieltage 22 bis 26 zeitgenau angesetzt. Viktoria Köln empfängt zunächst den 1. FC Magdeburg am Samstagnachmittag, ehe man exakt sieben Tage später nach Ingolstadt reist. Danach kommt der SV Meppen zu einem Freitagabendspiel in den Sportpark Höhenberg. Am Sonntag darauf trifft die Mannschaft von Pavel Dotchev in der bayerischen Landeshauptstadt auf die Reserve des FC Bayern München und am darauffolgenden Samstagnachmittag zu Hause auf den FC Hansa Rostock.

    Die kommenden Drittliga-Spiele der Viktoria bis zum 26. Spieltag im Überblick:

    19. Spieltag: Fr, 15.01.2021, 19 Uhr, Viktoria Köln – Türkgücü München

    20. Spieltag: Sa, 23.01.2021, 14 Uhr, Viktoria Köln – SV Waldhof Mannheim

    21. Spieltag: Di, 26.01.2021, 19 Uhr, SV Wehen Wiesbaden – Viktoria Köln

    22. Spieltag: Sa, 30.01.2021, 14 Uhr, Viktoria Köln – 1. FC Magdeburg

    23. Spieltag: Sa, 06.02.2021, 14 Uhr, FC Ingolstadt 04 – Viktoria Köln

    24. Spieltag: Fr, 12.02.2021, 19 Uhr, Viktoria Köln – SV Meppen

    25. Spieltag: So, 21.02.2021, 13 Uhr, FC Bayern München II – Viktoria Köln

    26. Spieltag: Sa, 27.02.2021, 14 Uhr, Viktoria Köln – FC Hansa Rostock

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  • Gewinnspielbedingungen

    1. Veranstalter: Veranstalter des Gewinnspiels ist der FC Viktoria Köln 1904, Günter-Kuxdorf-Weg 1, 51103 Köln.

    2. Teilnahmeberechtigung bzw. -ausschluss: Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Personen mit einem eigenen Facebook-Account und einem ständigen Wohnsitz in Deutschland. Ausgeschlossen von der Teilnahme sind Angestellte, freie Mitarbeiter und Angehörige des FC Viktoria Köln sowie etwaige Kooperationspartner.

    3. Teilnahme und Gewinnermittlung: Die Teilnahme an diesem Gewinnspiel ist kostenlos. Die Teilnahme erfolgt per Beitrag liken, folgen von der Facebook-Seite von Cologne Sportspark sowie einem Kommentar, in welchem ein Freund genannt wird. Jeder Kommentar mit einer vollständigen Antwort, der bis zum 18. Januar 2021 um 9.00 Uhr abgegeben wird, gilt als Los. Am Ende der Verlosung wird aus allen vollständigen Kommentaren ein Gewinner ermittelt. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.

    4. Benachrichtigung des Gewinners: Der Gewinner wird innerhalb von 24 Stunden nach dem Ende der Aktion per privater Facebook-Nachricht (PN) oder privater Instagram-Nachricht über den Gewinn informiert. Danach muss er sich innerhalb von 24 Stunden melden und seine postalische Adresse übermitteln, da sonst der Gewinnanspruch verfällt und ein alternativer Gewinner ausgelost wird. Der Gewinn wird zugesendet. Der Gewinner willigt ein, dass sein Name in einem Facebook- und Instagrampost veröffentlicht wird.

    5. Teilnahmefrist: Die Frist, in den Kommentaren zu posten und damit Gewinnspiel teilzunehmen, endet am 18.01.2021 um 09:00 Uhr.

    6. Haftungsausschluss / Änderung und vorzeitige Beendigung des Gewinnspiels: Der Veranstalter haftet nicht für die Verfügbarkeit der Facebook-Internetseite sowie seiner eigenen Facebook- und Instagram-Internetseite. Der Veranstalter haftet auch nicht für etwaige Übertragungsfehler. Der Veranstalter behält sich vor, das Gewinnspiel jederzeit, auch ohne Einhaltung von Fristen, ganz oder teilweise vorzeitig zu beenden oder in seinem Verlauf abzuändern, sofern es aus technischen (z.B. Computervirus, Manipulation von oder Fehler in Software und Hardware) oder rechtlichen Gründen nicht möglich ist, das Gewinnspiel ordnungsgemäß durchzuführen.

    7. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel akzeptiert der Teilnehmer die Online-Gewinnspiel-Teilnahmebedingungen. Zum Zweck der Gewinnabwicklung ist die der FC Viktoria Köln oder ein hierzu beauftragter Dritter berechtigt, die hierfür notwendigen Daten zu erheben und zu speichern und an den jeweiligen Kooperationspartner, der ebenfalls zur Speicherung der Daten zwecks Gewinnabwicklung berechtigt ist, zu übermitteln. Die Daten werden vertraulich behandelt.

    8. Freistellung von Facebook: Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Empfänger der vom Teilnehmer bereitgestellten Daten ist nicht Facebook, sondern der Veranstalter. Die Teilnehmer stellen Facebook von jeglicher Haftung, welche aus Ansprüchen im Zusammenhang mit der Durchführung des Gewinnspiels (insbesondere dessen Publikation und Organisation) resultieren, frei. Sämtliche Fragen, Kommentare oder Beschwerden zum Gewinnspiel sind direkt an den Veranstalter und nicht an Facebook zu richten.

    9. Freistellung von Instagram: Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Instagram und wird in keiner Weise von Instagram gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Empfänger der vom Teilnehmer bereitgestellten Daten ist nicht Instagram, sondern der Veranstalter. Die Teilnehmer stellen Instagram von jeglicher Haftung, welche aus Ansprüchen im Zusammenhang mit der Durchführung des Gewinnspiels (insbesondere dessen Publikation und Organisation) resultieren, frei. Sämtliche Fragen, Kommentare oder Beschwerden zum Gewinnspiel sind direkt an den Veranstalter und nicht an Instagram zu richten.

    9. Datenschutzinformationen: Der FC Viktoria Köln 1904, Günter-Kuxdorf-Weg 1, 51103 Köln verarbeitet personenbezogene Daten zum Zwecke der Teilnahme am Gewinnspiel auf Basis Ihrer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 a EU-DSGVO. Weitere Datenschutzinformationen können Sie jederzeit auf der Website einsehen.

    10. Schlussbestimmungen: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

  • Interview Moritz Fritz: „Köln fühlt sich wie Heimat an“

    Moritz Fritz gehört in seiner zweiten Saison bei der Viktoria zu den oft eingesetzten Defensivkräften. Der 27-Jährige, der in den letzten zwei Spielen in der Startelf stand, spricht im Interview über Heimatgefühle, seine vielseitige Einsetzbarkeit in der Defensive und den kommenden Gegner Türkgücü München.

    Herr Fritz, nach acht Vereinswechseln in zehn Jahren sind Sie 2017 mit Ihrem Wechsel zur Fortuna und dem darauffolgenden Transfer zur Viktoria in Köln angekommen. Ist die Domstadt für Sie eine Art neue Heimat‘?

    Moritz Fritz: Ja, auf jeden Fall. Köln fühlt sich für mich wie Heimat an, ich fühle mich sehr wohl hier.

    Sie haben in Ihrer Karriere bereits mit vielen Trainern zusammengearbeitet, unter anderem mit Daniel Farke und nun bei der Viktoria mit dem Drittliga-Rekordtrainer Pavel Dotchev. Was konnten Sie von Ihren Trainern bisher mitnehmen und inwieweit hilft Ihnen dabei Ihre Vielseitigkeit in der Defensive?

    Fritz: Ich hatte Glück, bisher mit sehr guten und erfahrenen Trainern zusammenarbeiten zu dürfen. Jeder Trainer hat mich auf seine eigene Art unterstützt, da ja auch jeder Trainer auf verschiedene Dinge achtet. Dass ich vielseitig einsetzbar bin, habe ich den Trainern zu verdanken, die mich auf verschiedenen Positionen eingesetzt haben. Davon habe ich sehr profitiert.

    Auf welcher Position sehen Sie sich selbst?

    Fritz: Ich sehe mich mehr auf der Sechser-Position, die habe ich ja bei der Viktoria bisher auch fast immer gespielt. Sollte aber mal im Spiel umgestellt werden oder ich über mehrere Wochen weiter hinten spielen müssen, habe ich damit auch gar kein Problem.

    In dieser Saison haben Sie bisher 14 Spiele absolviert und kamen dabei siebenmal von der Bank aus. Bei den vergangenen beiden Partien durften Sie dann von Beginn an ran. Haben Ihnen die beiden Begegnungen geholfen, in einen Rhythmus zu kommen?

    Fritz: Ja, auf jeden Fall. Es tut jedes Mal gut, wenn ich von Anfang an spielen darf. Jedes Spiel, in dem man über 90 Minuten ran darf, ist wichtig, um auf 100 Prozent zu kommen. Gerade nachdem ich in der vergangenen Saison lange verletzt ausgefallen bin, tut es mit gut, über längere Zeit spielen zu dürfen.

    Das kommende Heimspiel gegen Türkgücü München ist das letzte Spiel der laufenden Hinrunde. Was sind Ihre Ziele für die kommende Rückserie?

    Fritz: Es ist wichtig, dass wir gut aus der kleinen Winterpause kommen. Dafür müssen wir schnell punkten. Die Liga ist sehr eng, Türkgücü liegt vor uns. Wenn wir schnell unsere Zähler holen, in der Tabelle klettern und Konstanz in unser Spiel bekommen, ist in dieser Saison noch etwas möglich. Gerade mit der Qualität, die wir im Kader haben.

    Beim Aufsteiger aus München herrschen derzeit turbulente Zeiten, zuletzt konnte man allerdings mit 1:0 gegen den Tabellenführer aus Dresden gewinnen. Wie schätzen Sie den kommenden Gegner ein?

    Fritz: Es ist eine ähnliche Situation wie vor dem Spiel gegen KFC Uerdingen, dort war es im Vorfeld auch sehr turbulent. Wir haben gesehen, wie schwer es werden kann, wenn eine Mannschaft dann zusammenhält. Es wird ein enges Spiel gegen einen starken Gegner, da müssen wir an unsere Leistung vom Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern anknüpfen.

    Mit Sercan Sararer hat Türkgücü den besten Drittliga-Scorer (fünf Tore, elf Assists) und mit Petar Sliskovic den zweitbesten Torschützen (elf Tore) in den eigenen Reihen. Wie kann man sich als Defensivspieler auf solch eine Offensivwucht vorbereiten?

    Fritz: Die Beiden sind sehr gute Spieler und unterschiedliche Spielertypen. Sie gehören wohl zu den formstärksten Spielern der Liga. Um dagegen zu bestehen, müssen wir wie gesagt an unsere Leistung vom Spiel in Kaiserslautern anknüpfen und als Mannschaft verteidigen. Zur Vorbereitung auf den Gegner schaut man sich Spiele an, das Spiel gegen Dresden habe ich mir natürlich auch angeschaut. Wenn wir unsere Qualitäten in der Offensive nutzen und defensiv als Mannschaft auftreten, können wir gegen die individuelle Qualität des Gegners bestehen.

    Das neue Jahr ist im Lockdown gestartet. Wie verändert die Pandemie Ihren Alltag?

    Fritz: Die Pandemie bestimmt den Alltag. Man fokussiert sich mehr auf den Fußball, da man beispielsweise weniger mit Freunden in die Stadt gehen kann. Zum Glück haben wir das Privileg, dass wir spielen dürfen. Wenn man mehr Zeit für den Fußball hat, ist man auch stärker darauf fokussiert.

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