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  • VIKTORIA UNTERSTÜTZT BEWEGTES LERNEN

    VIKTORIA UNTERSTÜTZT BEWEGTES LERNEN

    „Boah, guck mal, ein richtiger Profi-Vussballer!“ Staunende und strahlende Kinderaugen schauen Dario De Vita hinterher. Der 21-jährige Verteidiger besucht an einem kalten Freitagmorgen die Heinzelmännchen-Schule in Vingst. Und der Viktorianer hat Geschenke dabei.

    Nur zwei Kinder können mit aufs Foto, also muss Sonderpädagogin Frau Kaiser den Rest der Klasse erst mal beruhigen: „Keine Sorge, die Sachen sind für euch alle!“ Was Viktoria-Trainer Olaf Janßen seiner Spieler-Vamilie stets vermittelt – „Immer alle zusammen!“ – gilt natürlich auch und erst recht hier in der Grundschule. Die Heinzelmännchen-Schule ist eine von fünf Stationen, die sich über je 50 Scout-Geschenke freuen dürfen. Diese wurden im Rahmen der Benefizgala der Damen-Karnevalsgesellschaft Colombina Colonia e.V. durch eine großzügige Spende und die direkte Unterstützung des Rucksack-Herstellers ermöglicht. Lisa Schiepan, in unserer Vamilie verantwortlich für Gemeinwohl und CSR, organisierte die Verteilung.

    „Wir legen großen Wert auf gesundes und bewegtes Lernen, fördern aktuell auch wieder gezielt und verstärkt den Schwimmunterricht, der im ersten Corona-Jahr leider viel zu kurz gekommen ist“, freut sich Schulsozialarbeiterin Maria Schumacher über die Geschenke: „Es gibt bei uns auch eine ‚Extra-Zeit für Bewegung‘, durchgeführt von einer Trainerin der Sportfreunde Troisdorf 05, mit Bewegungsspielen, koordinativen Übungen, und Ballspielen. Aber am meisten gehen die Kids natürlich auf Vussball ab, wenn sie für eine sportliche Pause ans Spielgerätehäuschen dürfen, dann wird fast immer gekickt.“

    Auch an der KGS-Langemaß Mülheim war die Freude über den Viktoria-Besuch mit Lenn Jastremski als Glücksbote groß. „Die Scout-Geschenke haben die Kinderaugen vor Freude zum Strahlen gebracht“, sagt Sportlehrer Felix Feske: „Die Turnbeutel, Trinkflaschen usw. sind eine echte Win-Win-Situation: Für manche Kinder war es der erste richtige Turnbeutel; dadurch können sie sowohl Dankbarkeit erleben als auch Verantwortung für eigene Gegenstände einüben.“ Daniel Buballa bescherte die Gemeinschaftsgrundschule Weimarer Straße in Höhenberg, David Philipp die Grüneberg-Schule in Kalk – zusätzlich werden Kinder, Lehrerinnen und Betreuerinnen aller Schulen noch von der Viktoria zu einem Heimspiel eingeladen werden.

    Aber die Hilfe blieb diesmal nicht nur auf der Schäl Sick, sondern ging auch ins noch lange von der Flutkatastrophe gebeutelte Ahrtal. Zusätzlich zu den Scout-Preisen erreichten dort mit Hilfe der von den „Laachende Hätze“ organisierten Wunschbaumaktion viele feine Pakete rechtzeitig zum Weihnachtsfest ihre kleinen Empfänger, die in der Flut so viel Lieblingsspielzeug verloren hatten, und deren Wünsche beim Heimspiel gegen Braunschweig am 11. Dezember in Sterne verpackt am Weihnachtsbaum im VIP-Zelt der Viktoria hingen.

    „Die Freude auf Seiten der Kinder und Eltern war in diesem schwierigen Jahr extrem groß. Kaum jemand hatte wirklich damit gerechnet, dass diese konkreten Wünsche erfüllt würden“, bedankte sich Fluthelfer Günter Kautz, der die Aktion mit „Laachende Hätze“ organisierte, bei allen Helfern und Spendern. „Ein großer Kraftakt, der nicht zu stemmen gewesen wäre, wenn nicht alle mit so großem Herz an einem Strick gezogen hätten!“ Womit wir wieder bei unserem Cheftrainer Trainer Olaf Janßen wären: „Immer alle zusammen!“ Gilt nicht nur auf dem Platz, gilt in der Viktoria-Vamilie immer und überall!

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  • 1:1 – kein Sieger, aber ein stolzer Trainer am Valentinstag

    1:1 – kein Sieger, aber ein stolzer Trainer am Valentinstag

    Viktor verschenkte Rosen im Sportpark Höhenberg am Valentinstag. Die Viktoria und der VfL Osnabrück schenkten den 2411 Besuchern eine unterhaltsame Partie und sich selbst jeweils einen Punkt beim 1:1! „Das V steht für verliebt“, scherzte MagentaSport-Moderator Stefan Fuckert zum Einstieg in die Live-Übertragung – nun werden die Fans den Montagabend wohl nicht mehr wirklich lieben lernen, doch sehenswert war es allemal.

    So sprach Viktoria-Coach Olaf Janßen nach der Partie davon, „ein stolzer Trainer“ zu sein, und davon, dass sein Team gegen „einen starken Gegner nicht zwei Punkte verloren“ habe, „sondern etwas gewonnen. Diese Überzeugung, mit der wir heute agiert haben, müssen wir mitnehmen.“

    Diese lag nicht zuletzt daran, dass Janßen „am 26. Spieltag erstmals in der Saison“ den Kader so zusammen hatte, „wie ich mir das eigentlich vorstelle. Diese Energie habe ich auch im Training unter der Woche gespürt.“

    Doch der Gegner war nicht irgendwer. Die Gäste, im Jahr 2022 noch ungeschlagen, hätten auch in Höhenberg früh führen können, wenn nicht gar müssen. Doch zunächst jagte Haktab Omar Traoré einen Volleyschuss übers Tor (1.), und wenig später zielte auch Ba-Muaka Simakala zu hoch, als er frei auf Torwart Elias Bördner zulief.

    Nur eine Minute später hatten dann die Viktoria Fans den Torschrei auf den Lippen, als Marcel Risse das Auge für Patrick Sontheimer hatte, der auf Seokju Hong weiterleitete – doch auch dessen Schlenzer strich übers Tor.

    Fortan suchten beide Teams weiter nach vussballerischen Lösungen, standen aber auch kompakter als zu Beginn, so dass weitere Hochkaräter zunächst Mangelware blieben. Also musste ein Standard her. Freistoß Viktoria, etwa 20 Meter halbrechts vor dem Tor. Risse und David Philipp standen bereit, Philipp zeigte, was er im linken Fuß hat und schlenzte den Ball ebenso sehenswert wie unhaltbar zum 1:0 über die Mauer (30.).

    Die 1:0-Führung hätte Viktoria fast noch ausgebaut, doch Hongs Flugkopfball nach Risses Flanke war einen Tick zu hoch angesetzt (36.). Fast mit dem Pausenpfiff hatte Sebastian Klaas dann den Ausgleich auf dem Fuß, zielte aber knapp rechts vorbei (45.+1).

    Kurz nach der pause hätte Philipp um ein Haar den Doppelpack geschnürt, doch sein starkes Solo mit feinem Abschluss wurde nicht belohnt, der Ball landete am linken Pfosten. Und so fiel nur eine Minute später der zu diesem Zeitpunkt vermeidbare Ausgleich: Aaron Opoku durfte zu unbedrängt flanken, Sven Köhler kam zu frei zum Abschluss, und Elias Bördner schien den Volley schon gehalten zu haben, doch der Ball rutschte irgendwie noch über die Linie zum 1:1.

    Dabei blieb es bis in die Schlussphase, obwohl die Partie zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde. Und dann hatte der eingewechselte Luca Marseiler doch noch den Siegtreffer auf dem Fuß, zielte aber frei vor Ex-Viktoria-Torwart Philipp Kühn am linken Pfosten vorbei. So blieb es bei der unterhaltsamen Punkteteilung. Bereits Samstag (14 Uhr) steht für die Viktoria in Saarbrücken das nächste Duell mit einem Aufstiegskandidaten an. 

    Unsere Aufstellung: Elias Bördner – Florian Heister (79. Jamil Siebert), Maximilian Rossmann, Christoph Greger, Niklas May – Kai Klefisch, Patrick Sontheimer – Marcel Risse (75. Youssef Amyn), Simon Handle – Seokju Hong (79. Luca Marseiler), David Philipp (59. Timmy Thiele)

    Tore: 1:0 David Philipp (30.), 1:1 Sven Köhler (50.)

    Zuschauer: 2.411

    Gelbe Karten:

    Viktoria Köln: Patrick Sontheimer (82.)

    VfL Osnabrück: Manuel Haas (84.), Taffertshofer (87.)

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  • Simon Handle: „Wir haben mit Osnabrück noch eine Rechnung offen!“

    Simon Handle: „Wir haben mit Osnabrück noch eine Rechnung offen!“

    Vor dem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück haben wir uns mit Allrounder Simon Handle unterhalten. Im Interview sprechen mit ihm über den Start ins Jahr 2022, die Nachwuchsspieler und das heutige Spiel gegen den VfL.

    In dieser Saison gab es bislang schon einige Ups and Downs. Wie bewertest Du den bisherigen Start 2022?

    Ich denke, dass wir gut in das neue Jahr gekommen sind. Vom ersten Training an herrschte ein richtiger Spirit in der Mannschaft und wir gaben komplett Vollgas in den Einheiten. Wir hatten eine gute Vorbereitung mit ebenso guten Testspielen. Man hat gemerkt, dass ein Ruck durch die Mannschaft gegangen ist. Jeder hat verstanden, um was es hier geht. Dass wir dann die ersten beiden Partien gewinnen konnten, war natürlich klasse. Die Niederlage gegen 1860 war zwar ein kleiner Rückschlag, aber das darauffolgende 1:1 beim SC Freiburg II zeigte, dass wir auf einem guten Weg sind.

    In dieser Saison gehören viele Jugendspieler zum Kader der Viktoria. Kannst Du als einer der dienstältesten Spieler ihnen etwas mitgeben?

    Ich versuche natürlich mit der Art und Weise, wie ich zu meinem Beruf als Vussballer stehe, voranzugehen. Wenn sie Rat brauchen oder Fragen haben, helfe ich ihnen.

    Bald steht dein 150. Spiel für die Viktoria an. Bedeutet dir diese Zahl etwas?

    Definitiv macht mich das stolz! Ich denke auch, gerade in der heutigen Zeit ist es nicht selbstverständlich, über fünf Jahre jetzt beim gleichen Verein zu sein. Es zeugt davon, dass es für beide Seiten – Spieler und Verein – einfach passt. Ich freue mich und bin froh, Teil der Viktoria-Vamilie und bei dem Weg, der eingeschlagen wurde, dabei zu sein.

    Heute kommt der VfL Osnabrück in den Sportpark Höhenberg. Nach dem Hinspiel sind da die Revanchegedanken groß, oder?

    Definitiv haben wir mit Osnabrück noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel war meine 100. Drittligapartie. Wir haben eigentlich ein ordentliches Spiel gemacht, aber dann uns selbst geschlagen. Deswegen haben wir da noch eine Rechnung zu begleichen. Es ist aber auch ein Spiel wie jedes andere: Wir wollen es gewinnen.

    Bislang hast Du sechs Saisontreffer auf deinem Konto stehen. Wie viele sollen es noch werden?

    Natürlich ist es schön, dass ich schon sechs Treffer auf der Haben- Seite verbuchen kann. Offensivspieler wollen immer Tore schießen, denn das bedeutet, dass man die Chance hat zu gewinnen. Ich möchte der Mannschaft immer mit Toren bzw. Vorlagen helfen. Wenn das klappt, ist das super, aber wenn andere treffen und wir gewinnen, ist das genauso gut.

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  • U 19 verliert gegen Bayer Leverkusen trotz „überragender Leistung“

    U 19 verliert gegen Bayer Leverkusen trotz „überragender Leistung“

    Die U19 von Viktoria Köln unterliegt der Werkself im Schatten der BayArena mit 1:2. Zur Halbzeit lagen die Domstädter dank des Treffers von Benjamin Hemcke (44. Minute) mit 1:0 vorne, fuhren aber aufgrund der Treffer von Noah Pesch (54.) und Volkan Ballicalioglu (84.) mit leeren Händen nach Hause. Nach der Partie zeigte sich Trainer Marian Wilhelm jedoch zufrieden: „Ich habe nichts als Lob für unsere Jungs, das war eine überragende Leistung!“

    Ausgangslage: Durch den 3:0-Heimsieg am vorangegangenen Sonntag rückte die Wilhelm-Elf um einen Punkt an die Werkself heran. Diese musste am Freitagabend zuvor eine 1:3-Auswärtsniederlage im Spitzenspiel bei Tabellenführer Borussia Dortmund hinnehmen. Dennoch behaupteten die Leverkusener ihren zweiten Tabellenplatz, punktgleich mit Schalke 04. Die Viktoria positionierte sich unmittelbar dahinter auf Rang vier.

    Personal: Marian Wilhelm musste seine Anfangsformation im Vergleich zum Aachen-Spiel auf zwei Positionen verändern: Für Ben Hompesch und Geburtstagskind Murat Aydin rückten Kian Assadollahi und Oualid Mhamdi in die Startelf.

    Spielverlauf: Bei bestem Vussballwetter trudelten 270 Zuschauerinnen und Zuschauer in das altehrwürdige Ulrich-Haberland-Stadion. Sie sahen eine Werkself, die bereits früh ihren Favoritenstatus untermauerte. So kam Noah Pesch früh zu zwei Torchancen (4., 10.), ehe die Viktoria durch einen Schuss von Joel Vieting (12.) erstmals gefährlich wurde. Die Leverkusener hatten viel Ballbesitz, doch die Kölner Abwehr ließ wenig zu. Stattdessen setzte Oualid Mhamdi einen Schuss aus gut 30 Metern nur knapp über den Querbalken (30.), wenig später prüfte er Maximilian Neutgens im Leverkusener Kasten (33.). Beide waren auch nicht gänzlich unbeteiligt an der Führung für die Höhenberger: Nach einem weiten Einwurf von Mhamdi bekam Neutgens den Ball von einem Vordermann zugespielt, übersah aber den anrennenden Benjamin Hemcke, der die Kugel eroberte und aus zehn Metern zur Führung einschob (44.).

    Der zweite Durchgang begann ähnlich wie der erste, nur diesmal funktionierte es mit dem Tor für die Gastgeber: Zunächst musste Kapitän Ilhan Altuntas eine Hereingabe von der rechten Seite ins Toraus klären (48.), bekam seinen Fuß wenige Minuten später bei einem Pass in die Mitte nicht mehr dazwischen, sodass Pesch zum Ausgleich einschieben konnte (54.). Selbiger bekam wenig später weitere Gelegenheiten, fand aber in Salvatore Giambra (58.) und Torhüter Jakob Brambach (59.) seine Meister. Auch wenn die Leverkusener danach weniger Torchancen hatten, kontrollierten sie das Spiel weiter. Dafür belohnte sich die Mannschaft von Sven Hübscher dann kurz vor Schluss: Nach einer scharfen Ecke von der rechten Seite stand der eingewechselte Volkan Ballicalioglu im Fünfmeterraum goldrichtig und traf zum 2:1-Endstand (84.). Eine letzte Chance hatte die Viktoria in Person von Luca de Meester, dessen Schuss aber abgeblockt wurde (88.). Wenig später pfiff Schiedsrichter Cedrik Pelka die Partie ab.

    Ausblick: In der Tabelle findet sich die Viktoria mit 17 Punkten nach elf Spielen auf dem sechsten Tabellenplatz wieder. Die nächste Chance auf drei Punkte bietet sich den Höhenbergern am kommenden Sonntag: Dann geht es auf dem Kunstrasenplatz II im Sportpark Höhenberg gegen den Tabellenelften aus Wuppertal. Das Heimspiel sollte eigentlich im Troisdorfer Aggerstadion stattfinden, wurde aber aufgrund der Wetterlage verlegt. Anpfiff ist um 11.00 Uhr.

    Stimme zum Spiel: „Es war eine überragende Leistung von unseren Jungs“ findet Trainer Marian Wilhelm. „Wir haben in allen Phasen der Partie gut gespielt. Dass eine so gute Mannschaft wie Bayer Leverkusen mit der individuellen Qualität und einer überragenden Spielanlage uns zunehmend hinten reindrückt, war zu erwarten. Ich habe nichts als Lob für unsere Jungs, das war eine überragende Leistung!“

    Aufstellung Viktoria Köln: Jakob Brambach – Salvatore Giambra, Ilhan Altuntas, David Kubatta, Tim Schirmer – Kian Assadollahi (Luca de Meester 64.), Florian Engelhardt – Oualid Mhamdi (Brandon Kanzi 82.), Benjamin Hemcke – Joel Vieting – Elvin Jashari (Fabrizio Fili 90.)

    Tore: 0:1 Benjamin Hemcke (44.), 1:1 Noah Pesch (54.), 2:1 Volkan Ballicalioglu (84.)

    Gelbe Karten Viktoria Köln: David Kubatta (56.), Ilhan Altuntas (78.)

    Zuschauerinnen und Zuschauer: 270

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  • Gegnercheck: Der VfL Osnabrück kommt auf die Schäl Sick

    Gegnercheck: Der VfL Osnabrück kommt auf die Schäl Sick

    Flutlichtspiel in Höhenberg: Montagabend (Anpfiff: 19.00 Uhr) wartet auf die Viktoria gegen Zweitligaabsteiger VfL Osnabrück eine echte Herkulesaufgabe. „Ich kann nicht sagen, wir wollen die aus dem Stadion schießen, das wäre vermessen“, weiß Chefcoach Olaf Janßen, „wir wollen so etwas wie Augenhöhe erreichen, dafür müssen wir unser Herz auf dem Platz lassen.“

    Bisherige Saison: Wer absteigt, möchte am liebsten sofort wieder aufsteigen, das liegt in der Natur des Fußballs. Dafür hat der VfL seinen Kader neu aufgestellt: 18 Abgänge, 13 Zugänge, ein neuer Trainer – im Sommer 2021 blieb bei den Niedersachsen kaum ein Stein auf dem anderen. Und nach dem starken Start ins neue Jahr, der VfL kommt mit drei Siegen und zwei Remis noch ungeschlagen nach Höhenberg, sind die Lila-Weißen voll mit drin in der Aufstiegsverlosung. Auf das spektakuläre 6:3 im Wiederholungsspiel beim MSV Duisburg folgte zwar daheim gegen Abstiegskandidat Türkgücü München „nur“ ein 1:1-Remis, doch auch hier hatte der VfL „gefühlt acht bis zehn Hundertprozentige“, so Olaf Janßen.

    Der Torjäger: Ba-Muaka Simakala (25) kam im Sommer von Regionalligist SV Rödinghausen und stellte längst seine Drittligatauglichkeit unter Beweis. Der in Eschweiler geboren Deutsch-Kongolese traf bereits achtmal, allein vier Tore erzielte er in den letzten drei Spielen gegen Dortmund II, Duisburg und Türkgücü. 

    Der Kapitän: Noch so ein Torjäger: Marc Heider (35) spielt seit 2016 wieder dort, wo er seine Profikarriere einst startete. Seit Saisonbeginn führt er das Team als Kapitän aufs Feld. Als solcher ist der Angreifer nicht nur durch seine Erfahrung enorm wichtig, sondern liefert seinen Mitspielern auch weiter fleißig Torbeteiligungen: In 23 Saisonspielen traf er wie auch Simakala bereits achtmal selbst, legte zudem sieben weitere Tore auf.

    Das Dauerbrenner: Philipp Kühn kennt den Sportpark Höhenberg: Der 29-jährige Torwart spielte in der Saison 2016/17 für die Viktoria, ehe es ihn über die SV Drochtersen/Assel (Regionalliga Nord) zum VfL zog. Dort hat er in der laufenden Saison noch keine einzige Minute verpasst, stand 25 Mal von An- bis Abpfiff auf dem Feld.

    Der Trainer: Seit Saisonbeginn zieht Daniel Scherning die Fäden beim VfL Osnabrück. Zuvor war er jahrelang an der Seite von Steffen Baumgart der Co-Trainer beim SC Paderborn. Mit dem SCP stieg der 38-Jährige 2018 ins Unter- und 2019 ins Oberhaus auf. Nun will er beweisen, dass er auch als Cheftrainer aufsteigen kann.

    Der Spielabbruch: Am 19. Dezember war die Partie des VfL beim MSV wegen eines mutmaßlichen Rassismusvorfalls abgebrochen worden, als erstes Profi-Vussballspiel in Deutschland überhaupt. Das von der Staatsanwaltschaft Duisburg eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen einen Zuschauer wurde jedoch im Januar eingestellt. Polizei und Staatsanwaltschaft konnten nicht zweifelsfrei nachweisen, dass die Beleidigungen tatsächlich Aaron Opoku galten. Laut Ermittlungen habe die Beleidigung „mutmaßlich dem Spieler Florian Kleinhansl und nicht Aaron Opoku“ gegolten. Das DFB-Sportgericht entschied auch auf Wunsch beider Vereine, ein Wiederholungsspiel auszutragen.

    „Wir sind froh, dass das Verfahren abgeschlossen ist“, erklärte VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling und stellte klar: „Die strafrechtliche Würdigung der Beleidigung spielt zwar für den Verursacher eine bedeutende Rolle, mit Blick auf die Reaktionen und das notwendige Engagement gegen Ausgrenzung ist das aber unbedeutend. Grundsätzlich bleibt für uns relevant, wie sich unser Spieler Aaron Opoku im Moment des Vorfalls gefühlt hat. Entsprechend würden wir auch heute noch genauso entscheiden wie im Dezember.“

    Bisherige Bilanz: In der 3. Liga trafen beide Teams erst einmal aufeinander, das Hinspiel in Osnabrück gewann der VfL durch einen Doppelpack von Marc Heider und ein Eigentor des im Winter zum SC Verl gewechselten Aaron Berzel 3:0.

    Die Partie in den Medien: Anpfiff der Partie im Sportpark Höhenberg ist am Montag um 19.00 Uhr. Die Partie wird live und in voller Länge ab 18.45 Uhr auf Magenta Sport zu sehen sein. Dazu werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle (FacebookInstagramYoutube und Twitter) auf dem Laufenden gehalten. Zudem wird auch das Vussballradio Schäl Sick wieder live auf Sendung gehen!

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  • Janßen vor Osnabrück: „Wir brauchen elf Jungs, die Mut haben“

    Janßen vor Osnabrück: „Wir brauchen elf Jungs, die Mut haben“

    Am Montagabend wird das Flutlicht im Sportpark Höhenberg angeworfen: Dann kommt der VfL Osnabrück auf die Schäl Sick (Anpfiff: 19.00 Uhr, zu hören live im Vussballradio Schäl Sick). Die Niedersachsen haben die letzten sieben Drittligapartien nicht verloren und wollen auch in Köln gewinnen, um weiterhin zur Spitzengruppe der 3. Liga zu gehören. Doch auch für unsere Viktoria sind die Zähler wichtig, um nicht zurück in den Tabellenkeller zu rutschen. Chefcoach Olaf Janßen verriet uns vorab, welche Zutaten es braucht, damit die Gastgeber nicht mit leeren Händen vom Platz gehen.

    Olaf Janßen über …

    Vussball unter Flutlicht: „Ich mag es, wenn die Sonne im Sportpark Höhenberg untergeht und das Flutlicht angemacht wird. Das hat eine besondere Atmosphäre. Dazu kommen noch Zuschauer und schon ist es ein toller Rahmen für ein Spiel gegen eine Top-Mannschaft.“

    Verjüngung: „Diesmal wird der Kader ein anderes Gesicht haben. Viele zuletzt fehlende kommen zurück: Zum einen Daniel Buballa und Kai Klefisch, die nach Sperre wieder mit von der Partie sein können, aber auch Timmy Thiele oder Luca Marseiler. Klar, nicht alle sind bei 100 %, aber der Kader ist so, wie ich ihn mir die ganze Saison gewünscht hätte.“

    VfL Osnabrück: „Aus meiner Sicht eine sehr gefestigte Mannschaft. Bei Ballbesitz sind sie extrem variabel und im Angriff haben sie mit Ba-Muaka Simakala und Aaron Opoku, zwei der schnellsten Stürmer der Liga. Und Marc Heider, der eine Maschine im Anlaufen ist.“

    Varianten: „Wenn wir Osnabrück aufhalten und selber gefährlich werden wollen, brauchen wir einen klasse Matchplan. Und elf Jungs, die um ihr Leben rennen, denen kein Weg zu weit ist und die dann noch den Mut aufbringen, auch ihr eigenes Spiel aufzuziehen.“

    Vorhersage: „Ich hoffe, dass meine Mannschaft am Montagabend in der Lage ist, Osnabrück die Stirn zu bieten. Wenn das Team ihr Herz auf dem Platz lässt, belohnt uns vielleicht der Vussballgott.“

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  • Bittere Pille für jüngste Viktoria aller Zeiten

    Bittere Pille für jüngste Viktoria aller Zeiten

    Als ein klassisches Null-Null-Spiel beendet scheint, gibt Schiedsrichter Florian Lechner noch mal eine Ecke für den FSV Zwickau. Diese fällt Lars Lokotsch am Fünfer vor die Füße, der Stürmer der Gastgeber trifft ins linke Eck zum 1:0 (90. +2) für die Gastgeber. Jubel bei den Sachsen, Viktoria schiebt Frust – und das aus gutem Grund.

    Denn es hätte keine Ecke geben dürfen, ausgerechnet der Torschütze selbst war im Zweikampf mit Marcel Risse zuletzt am Ball. Der Viktoria-Kapitän will es dem Schiedsrichter erklären, der doch bleibt bei seiner Entscheidung, Sport-Vorstand Franz Wunderlich schimpft an der Seitenlinie etwas zu laut und sieht die Gelbe Karte.

    Was für eine bittere Pille für unsere Höhenberger Jungs. Coach Olaf Janßen hatte den jüngsten Kader der Klubgeschichte nominiert. Mit Moritz Nicolas, Jeremias Lorch, Patrick Koronkiewicz, Federico Palacios, Moritz Fritz, Alexander Höck, Dario De Vita, Lenn Jastremski (alle verletzt, angeschlagen oder im Aufbautraining) sowie den gelbgesperrten Daniel Buballa und Kai Klefisch fehlten gleich zehn Spieler. So standen im Spieltagskader sieben nominelle U19-Kräfte und drei Profis aus dem ersten Seniorenjahrgang. Der 18-jährige Tim Schirmer kam in der 87. Minute für U 19-Nationalspieler Youssef Amyn in die Partie und feierte seine Drittligadebüt.

    Amyn war es, der bereits in der dritten Minute den ersten guten Abschluss hatte, den Johannes Brinkies im FSV-Tor aber parierte. Auf der Gegenseite kam Dominic Baumann (4.) nach einem Patzer von Maximilian Rossmann völlig frei zum Schuss, setzte diesen aber rechts am Tor vorbei. „Da hatten wir etwas Glück gehabt am Anfang“, gestand Janßen.

    Ansonsten blieben Großchancen in der kampfbetonten, aber stets fairen Partie Mangelware. Die beste aus Kölner Sicht ein einer Drangphase in Halbzeit zwei hatte Simon Handle (60.), der eine Ablage von Risse nur haarscharf über die Latte platzierte.

    Als es in der von Janßen zum „Bonus-Spiel“ erklärten Partie nach „gerechten 0:0“ (Janßen) einem Pünktchen für jeden aussah, kam es zur folgenschweren Ecke. „Das passiert in einer Liga ohne Videobeweis, das ist Teil des Spiels, das müssen wir so hinnehmen. Und auf der anderen Seite können wir auch die letzte Ecke noch besser verteidigen“, zeigte sich Janßen als fairer Verlierer und hoffte, „dass wir jetzt in einem Tal angekommen sind, was die Situation der Spieler betrifft. Dass jetzt nach und nach einige wieder zurückkommen, und dass wir wieder bessere Leistungen zeigen.“

    Immerhin bleiben nun bis zum Montagsspiel gegen den VfL Osnabrück einige Tage Zeit.

    Unsere Aufstellung: Elias Bördner – Jamil Siebert, Maximilian Rossmann, Christoph Greger – Florian Heister, Patrick Sontheimer, Niklas May (62. Marseiler für ihn kam in der 82. Hemcke), Simon Handle, Youssef Amyn (87. Schirmer), Marcel Risse – David Philipp (62. Thiele)

    Tore: 1:0 Lars Lokotsch (92.)

    Zuschauer: 2.500

    Gelbe Karten:

    FSV Zwickau: Max Reinthaler (63.), Davy Frick (77.)

    Viktoria Köln: Franz Wunderlich (93.), Jamil Siebert (93.)

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  • Gegnercheck: Viktoria reist zu den Schwänen

    Gegnercheck: Viktoria reist zu den Schwänen

    Die Nachholpartie gegen den FSV Zwickau (Anpfiff: 19.00 Uhr) ist ein Duell direkter Tabellennachbarn. Beide Mannschaften stehen mit 29 Punkten im unteren Mittelfeld der Tabelle, sechs Punkte von einem direkten Abstiegsplatz entfernt. Somit ist klar: Wer dieses Spiel gewinnt, setzt sich richtig von der Gefahrenzone ab.

    Bisherige Saison: Kein Team sammelt so viele Unentschieden wie der FSV. So brauchten die Schwäne neun Spieltage, um den ersten Saisonsieg einzufahren (2:0 gegen 1860 München), doch hatten sie in der gleichen Zeit bereits fünf Unentschieden gesammelt. Mittlerweile ist die Zahl auf elf Remis angewachsen, bei sechs Siegen und sechs Niederlagen mit einem ebenfalls fast ausgeglichenen Torverhältnis (30:31). Nachdem das erste Spiel des neuen Jahres gegen unsere Viktoria aufgrund von Corona-Fällen bei den Sachsen verlegt werden musste, gewann der FSV die darauffolgenden Spiele gegen Meppen (3:1) und Braunschweig (1:0). Am Wochenende gab es die erste Niederlage in 2022 – mit 0:2 unterlag man dem 1. FC Kaiserslautern.

    Der Torjäger: Sechsmal klingelte es bereits, wenn Dominic Baumann aufs gegnerische Tor schoss. Der 26-Jährige, der zu Saisonbeginn von Absteiger Würzburg an die Zwickauer Mulde wechselte, führt damit die interne Torjägerliste an, welche in der letzten Saison noch vom zweitältesten Spieler der 3. Liga eingenommen worden war: Ronny König. Der 38-Jährige spielt zwar fast jedes Spiel neben seinem Sturmpartner Baumann, doch das Toreschießen überlässt er nun seinem jüngeren Mitspieler.

    Der Kapitän: Johannes Brinkies gehört nach Zwickau wie die Marienkirche. Der Torwart kam 2016 von der Küste Rostocks nach Sachsen und bezieht seitdem Stellung zwischen den Pfosten. Der 28-Jährige kommt mittlerweile auf über 200 Spiele für die Schwäne, seit 2019 ist er auch Kapitän des FSV.

    Das Juwel: Johan Gómez hatte wahrscheinlich während seiner Jugend nicht erwartet, mit 20 Jahren in Sachsen Profi-Fußball zu spielen. Der gebürtige Texaner mit mexikanischen Wurzeln durchlief die Dallas Academy, bevor er zur Talentschiede des FC Porto wechselte. Nachdem es in Portugal nur für die zweite Mannschaft reichte, unterschrieb Gómez im vergangenen Sommer beim FSV und macht als hängende Spitze so manchem Verteidiger das Leben schwer. Fünf Treffer aus 21 Drittligapartien stehen bei ihm zu Buche, jedes Mal, wenn er traf, punkteten die Sachsen.

    Der Trainer: Joe Enochs hält nicht viel von Wechseln. Der 49-Jährige war als aktiver Profisportler zwölf Jahre beim VfL Osnabrück, bevor er seine Fußballschuhe für die Lila-Weißen an den Nagel hängte und sich die Trainerjacke anzog. Nach knapp einem weiteren Jahrzehnt, in welchem er die U 19, U 23 und die erste Mannschaft des Vereins für Leibesübungen trainierte, stellte ihn die Geschäftsführung im Herbst 2017 frei und bot ihm einen anderen Posten im Klub an. Da Enochs weiter Profi-Trainer sein wollte, wechselte er zum FSV Zwickau. Das Arbeitsverhältnis geht mittlerweile in die vierte Saison.

    Historie: Die Wurzeln des FSV Zwickau reichen zurück bis ins Jahr 1912. Der Verein aus der Stadt des „Trabis“ erlangte seine Größe allerdings erst 1950, als er als erste Mannschaft die DDR-Meisterschaft für sich entscheiden konnte. Damals hieß der Klub noch ZSG Horch Zwickau, wurde aber im nächsten Jahr zu BSG Motor Zwickau unbenannt. In den kommenden Jahren gewannen die Sachsen zweimal den DDR-Pokal (1963 und 1967), bevor der Klub 1968 seinen Namen in BSG Sachsenring Zwickau änderte. Unter diesem Namen feierte man nicht nur 1975 erneut den Sieg des DDR-Pokals, sondern kam in der Folge auch im Europapokal der Pokalsieger bis ins Halbfinale. In den Achtzigern wurde der Verein zur Fahrstuhlmannschaft in der DDR, was sich auch nach dem Fall der Mauer nicht änderte. Seit 1990 heißt der Klub FSV Zwickau und spielte zwischen der 2. Bundesliga und der Landesliga Sachsen in jeder Spielklasse. Seit 2016 sind die Schwäne in der 3. Liga vertreten.

    Bisherige Bilanz: Fünfmal trafen sich die beiden Klubs mittlerweile auf dem Spielfeld. Während die ersten beiden Partien in der Saison 2020/2021 torreiche Begegnungen waren (eine 0:4-Niederlage und ein 3:0-Sieg aus Sicht der Viktoria), gab es in der letzten Spielzeit zu Hause ein 1:1-Unentschieden. Beim Rückspiel gewannen die Höhenberger in der GGZ-Arena mit 2:1. Im Hinspiel in dieser Saison kam Viktoria zu Hause nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus: Die Führung von Simon Handle (72.) egalisierte Marius Hauptmann kurz vor Schluss (85.).

    Die Partie in den Medien: Anpfiff der Nachholpartie in der GGZ-Arena ist am Dienstag um 19.00 Uhr. Die Partie wird live und in voller Länge ab 18.45 Uhr auf Magenta Sport zu sehen sein. Dazu werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle (FacebookInstagramYoutube und Twitter) auf dem Laufenden gehalten. Zudem wird auch das Vussballradio Schäl Sick wieder live auf Sendung sein!

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  • Marcel Risse ist der Spieler des Monats Januar!

    Marcel Risse ist der Spieler des Monats Januar!

    Die Fans der Viktoria haben entschieden! Mit 61 % aller Stimmen ist Marcel Risse der Spieler des Monats Januar. Unser Kapitän ließ bei der Abstimmung unserer Anhänger Christoph Greger, Seokju Hong und David Philipp hinter sich.

    Jede Drittligaminute im Januar stand Risse auf dem Rasen. Und das war durchaus von Erfolg gekrönt: Beim 5:2-Heimerfolg gegen den SC Verl bereitete „Cello“, wie er auf dem Platz gerufen wird, die 2:1-Führung von Lenn Jastremski vor.

    Und beim 1:0-Sieg in Mannheim wurde er durch seine starke Leistung vom Kicker in die Elf des Spieltags gewählt. Für den 32-Jährigen war es das 50. Spiel im Trikot der Viktoria.

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  • Dem Regen getrotzt: U 19 schlägt Aachen 3:0

    Dem Regen getrotzt: U 19 schlägt Aachen 3:0

    Die A-Jugend siegt auch im zweiten Pflichtspiel des Jahres. Mit 3:0 (2:0) gewann der Höhenberger Nachwuchs souverän gegen den Tabellenletzten Alemannia Aachen in der A-Junioren Bundesliga West. Knapp 500 Zuschauer kamen trotz Regen und starken Wind in den Sportpark Höhenberg, um unsere U 19 anzufeuern. Die Tore schossen Ben Hompesch (29.), David Kubatta (33.) und Elvin Jashari (87.).

    Ausgangslage: Während unser Höhenberger Nachwuchs mit einem 2:1-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf in das neue Jahr gestartet war, hatten die Aachener das erste Wochenende noch spielfrei gehabt. Doch war anzunehmen, dass die Gelb-Schwarzen bis in die Haarspitzen motiviert in Köln eintreffen würden, schließlich war der Tabellenletzte bisher noch ohne Punktgewinn in der Saison. Mit nur drei Toren aus sieben Spielen stellte Alemannia zudem den schwächsten Sturm, mit 27 Gegentreffen zudem die anfälligste Abwehr der Liga. 

    Personal: Die Profis hatten für ihr Drittligaspiel in Freiburg U 19-Geleitschutz angefordert. So kamen Youssef Amyn und Seokju Hong zum Einsatz in der 3. Liga, Benni Hemcke, Florian Engelhardt und Tim Schirmer standen im Kader. Während für Amyn und Hong der Sonntag zur Regeneration diente, standen Engelhardt, Hemcke und Schirmer in der Startelf.

    Spielverlauf: Bei leichtem Dauerregen empfingen die in Rot gekleideten Kölner die Gäste aus Aachen. Die Hausherren stellten direkt klar, wer hier für Gefahr im gegnerischen Strafraum sorgen würde: Bereits in der 5. Minute setzte sich Tim Schirmer auf der linken Seite durch und passte in den Strafraum, doch Ben Hompesch verpasste die Kugel knapp. Auf dem glitschigen Rasen hatten beide Mannschaften es schwer, ihr Spiel aufzuziehen. Vor allem die weiten Bälle waren oftmals zu schnell für beide Sturmabteilungen. Bei einem Kopfballduell verletzte sich Murat Aydin und musste in der Folge ausgewechselt werden (18.).

    Nach knapp einer halben Stunde frischte nicht nur der Wind stark auf, sondern auch die Viktoria: Kubatta startete einen Angriff mit einem Pass für Engelhardt, der das Leder am Anstoßkreis behaupten konnte. Er fand auf der linken Seite den startenden Schirmer und spielte einen mustergültigen Pass auf den Außenverteidiger. Schirmer konnte im Laufduell an der Strafraumkante den Kopf hochnehmen und sah Hompesch am zweiten Pfosten einlaufen. Schirmers Pass durch den Strafraum rutschte Hompesch zum 1:0 in die Maschen (29.).

    Die Aachener waren noch dabei, sich nach dem Rückstand neu zu sortieren, da lag der Ball schon wieder im Tor. Nach einer Ecke von der rechten Seite wurde der Ball an den langen Pfosten verlängert, wo Innenverteidiger David Kubatta wie ein wahrer Mittelstürmer zum Einschuss bereitstand (33.). Als wäre das ein Startsignal gewesen, frischte unmittelbar nach dem 2:0 der Regen auf, das Spiel auf dem Rasen wurde nun richtig unangenehm. Teilweise änderten hohe Bälle ihre Flugbahn, wenn sie von einer Böe erfasst wurden. Die Gäste wechselten in der Folge doppelt, doch die Viktoria beherrschte nun das Spielgeschehen. Unsere Jungs rissen mit klugem Passspiel Löcher in die Aachener Verteidigung und ließen den Gegner nicht zur Ruhe kommen. Mit einem verdienten 2:0 ging es die Pause.

    Die Alemannia kam mit frischem Wind aus der Kabine. In der 47. Spielminute nahm sich Vleron Statovci ein Herz und zog aus zentraler Position gut 25 Meter vor dem Viktoria-Kasten ab. Torhüter Jakob Brambach konnte den halbhohen Ball aber zur Seite fausten. Aber Viktoria gab das Spiel nun aus der Hand. Aachen konnte nun den Ball in der Hälfte der Höhenberger leichter laufen lassen, nur Torchancen sprangen dabei nicht heraus.

    Der Regen hörte nach und nach auf. Dem Spiel half das kaum, beide Mannschaften blieben ungefährlich. Bis auf einen Schuss von de Meester von der Strafraumlinie gab es keine nennenswerten Abschlüsse (67.). So plätscherte die Partie vor sich hin, viele Auswechselungen und kleine Fouls unterbrachen immer wieder den Spielfluss. Die Gäste bemühten sich in den letzten Minuten der Partie, mit langen Bällen direkt in den Strafraum der Viktoria vorzustoßen, allerdings ergaben sich dadurch für die Viktoria Räume. Der eingewechselte Fabrizio Fili konnte den Freiraum für einen schönen Abschluss nutzen – doch sein Schuss aus zwanzig Metern flog knapp am linken Pfosten vorbei (82.).

    Als die Fans auf der Tribüne schon glaubten, gar kein Tor in der zweiten Hälfte zu sehen, setzten die Höhenberger einen erfolgreichen Konter: de Meester fand Elvin Jashari, der von einem ausrutschenden Innenverteidiger der Aachener profitierte. Der Torwart kam aus dem Kasten und stellte Jashari an der Strafraumkante, doch der Stürmer spielte die Kugel überlegt am Goalkeeper vorbei ins verwaiste Tor (87.). Kurz darauf hatte Schiedsrichter Tobias Esch genug gesehen und ließ den Schlusspfiff im Sportpark Höhenberg ertönen, der im Jubel der Fans auf der Haupttribüne unterging.

    Viktoria springt durch den Sieg für den Moment auf den 4. Tabellenplatz in der A-Junioren Bundesliga West. Am Sonntag, den 13. Februar um 11.00 Uhr findet für unseren Höhenberger Nachwuchs die nächste Begegnung statt: Dann gastiert die U 19 bei Bayer 04 Leverkusen.

    Stimme zum Spiel: „Wir wussten, wie schwer das Spiel heute wird“, sagte U 19-Trainer Marian Wilhelm nach dem Abpfiff, „in der ersten Halbzeit haben wir überragend gespielt, in der zweiten Hälfte hat man dann gesehen, wie unangenehm Aachen sein kann. Sehr wichtig ist, dass wir mit dem 3:0 den Deckel drauf gemacht haben. Ein ganz wichtiger Sieg für uns, den wir heute nicht alleine geholt haben. Wir sind sehr dankbar, dass wir heute im Sportpark Höhenberg spielen durften. Man merkt richtig, wie sehr wir vom Verein unterstützt werden. Und von den Rängen. Vielen Dank!“

    Aufstellung Viktoria Köln: Jakob Brambach – Salvatore Giambra, Ilhan Altuntas, David Kubatta, Tim Schirmer (70. Oualid Mhamdi) – Murat Aydin (18. Luca de Meester), Benni Hemcke (56. Fabrizio Fili) – Ben Hompesch, Joel Vieting, Florian Engelhardt (66. Kian Assadollahi) – Elvin Jashari

    Tore: 1:0 Ben Hompesch (29.), 2:0 David Kubatta (33.), 3:0 Elvin Jashari (87.)

    Gelbe Karten Viktoria Köln: Murat Aydin (6.), Tim Schirmer (22.)

    Zuschauer: 500

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