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  • Gegnercheck: Türkgücü kommt auf die Schäl Sick

    Der Aufsteiger Türkgücü München sorgt auf und neben dem Platz für Wirbel. Der Verein hat einen rasanten Aufstieg in den letzten Jahren hingelegt. In der 3. Liga befinden sich die Münchner nur knapp hinter einem Aufstiegsplatz.

    Die letzte Saison:

    Türkgücü München startete als Aufsteiger in die Regionalliga Bayern. Schnell ließ die Mannschaft zusammen mit dem 1. FC Schweinfurt 05 die restliche Liga hinter sich. Beide Teams trugen den Kampf um die Meisterschaft somit quasi unter sich aus. Doch auch Schweinfurt musste sich im direkten Duell gegen den Neuankömmling geschlagen geben und so führte der Verein aus der Landeshauptstadt des Freistaats Bayern die Liga mit neun Punkten an, als am 25. Spieltag Corona den Stecker zog. Türkgücü München wurde in der Folge vom Bayerischen Fußballverband zum Meister erklärt und stieg in die 3. Liga auf. Für den Verein von der Isar, der 2018 noch in der Landesliga Bayern-Südost kickte, war es der dritte Aufstieg in Folge.

    Der Saisonverlauf:

    In der 3. Liga sorgten drei der vier Neuankömmlinge aus den Regionalligen für Furore: Der 1. FC Saarbrücken erklomm in Windeseile die Tabellenspitze, der SC Verl hatte bald den besten Punkteschnitt der Liga und Türkgücü München feuerte zu Beginn der Saison aus allen Rohren. Neun Tore in den ersten drei Spielen erzielten die Bayern, die sich in der Folge im oberen Tabellendrittel festsetzten. Auch Spielabsagen wegen Corona, „falsche Positivtests“, die die Mannschaft in Quarantäne zwangen und ein Streit um die Vergabe eines Startplatzes im DFB-Pokal mit dem 1. FC Schweinfurt 05 konnten den Münchnern kein Formtief beibringen. Allerdings erregte Ende Dezember ein möglicher Rückzug des Investors Hasan Kivran Aufsehen, da der Verein ohne seine Unterstützung in finanzielle Schwierigkeiten geraten würde. Kivran revidierte seine Entscheidung zwar am letzten Wochenende. Doch die undurchsichtige Situation sorgte dafür, dass einige Spieler in der Winterpause wechselten – Tom Boere zum SV Meppen und Marco Holz in Österreichs 2. Liga zu Wacker Innsbruck. Zudem wurden die Verträge mit zwei weiteren Spielern aufgelöst. Der Spielfreude der Münchner scheint all das nicht geschadet zu haben: Türkgücü besiegte am Montag Tabellenführer Dynamo Dresden mit 1:0 und hat nun nur noch vier Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz.

    Der Kader:

    Da Türkgücü in den letzten Jahren in keiner Liga länger als eine Spielzeit zu Hause war, änderte sich auch der Kader stetig. So ist der treueste Spieler, Mittelfeldakteur Ünal Tosun, erst seit der Saison 2018/2019 bei den Münchnern. Seine neuen Mitspieler kamen diese Saison aus verschiedenen Ligen nach Bayern, um dort Stammkräfte zu werden: Der defensive Mittelfeldspieler Philipp Erhardt (kam vom SV Mattersburg), Torwart René Vollath (vom Drittligisten KFC Uerdingen) und Stürmer Petar Sliskovic (für 150.000 Euro vom Drittligisten MSV Duisburg) standen bisher in jeder Begegnung auf dem Feld. Letzterer konnte bisher elf Treffer in 17 Spielen für den Aufsteiger erzielen, was fast die Hälfte aller geschossenen Tore für Türkgücü bedeutet. Doch auch einige Leistungsträger der letzten Saison verließen den Verein: Mit Patrick Hasenhüttl (zum Drittligisten SpVgg Unterhaching), Kasim Rabihic (jetzt SC Verl) und Yasin Yilmaz (zu Türkspor Augsburg) gingen Offensivkräfte, die für 28 der 51 Tore der letzten Saison verantwortlich waren.

    Der Spieler im Fokus:

    Sercan Sararer ist zurzeit der Top-Vorbereiter der Liga. Der gebürtige Nürnberger, der spanische und türkische Wurzeln hat, durchlief die Jugend bei Greuther Fürth, die im Anschluss mit seiner Hilfe in der Saison 2011/2012 den Sprung vom Unterhaus in die Bundesliga schafften. Zeitgleich zogen die Fürther im DFB-Pokal bis ins Halbfinale ein und besiegten auf dem Weg den Stadtkonkurrenten 1. FC Nürnberg, bei dem zu dieser Zeit Albert Bunjaku spielte. In der Folge pendelte der türkische Nationalspieler zwischen den obersten zwei Ligen in Deutschland im Trikot vom VfB Stuttgart, Fortuna Düsseldorf und erneut Greuther Fürth, bevor er als mittlerweile 28-Jähriger zum vereinslosen Spieler wurde. Nach einem halben Jahr ohne Klub heuerte ihn der Karlsruher SC für eine Rückrunde in der 3. Liga an, stellte Sararer zur nächsten Spielzeit allerdings frei. Aber dann: Am 1. Januar 2020 verpflichtete Türkgücü München den Offensivspieler und stieg mit ihm in die 3. Liga auf. Bei den 16 Einsätzen, die der mittlerweile 31-Jährige für die Münchner in dieser Saison verbuchen konnte, bereitete er elf Tore vor und schoss fünf weitere – sein letztes Tor sicherte Türkgücü drei Punkte beim 1:0 gegen Dresden.

    Der Trainer:

    Alexander Schmidt kennt sich aus im Fußballgeschäft Münchens. Der gebürtige Augsburger trainierte jahrelang die Jugend vom TSV 1860, bevor er zur Saison 2012/2013 als Coach der Reserve eingesetzt wurde. Wenige Monate später verlor Reiner Maurer seinen Cheftrainerposten bei der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga und Schmidt, der gute Ergebnisse in der Regionalliga Bayern erzielte, wurde sein Nachfolger. Allerdings konnte auch er die Sechziger nicht auf einen Aufstiegsplatz hieven und so endete das Engagement nach neun Monaten. Es folgte ein Trainer-Intermezzo beim SSV Jahn Regensburg (20 Spiele, 12 Niederlagen) und Nachwuchsarbeit beim VfB Stuttgart. Anschließend wechselte Schmidt zur SpVgg Unterhaching, bei der er die U 19 für ein halbes Jahr coachte. Danach zog es ihn nach Österreich, wo er zuerst Jugendarbeit in der Talentschmiede von RB Salzburg verrichtete, bis der österreichische Bundesligist SKN St. Pölten ihn zum Trainer machte. Nach 26 Spielen entließ man den Coach, nachdem die Nordösterreicher neun Spiele in Folge ohne Sieg geblieben waren. Kurze Zeit darauf stieg Türkgücü München mit Trainer Reiner Maurer in die 3. Liga auf und Alexander Schmidt beerbte ihn erneut. Seitdem steht er bei seinem dritten Verein im Großraum München an der Seitenlinie.

    Die Historie:

    1988 wurde Türkgücü München der zweite Migrationsverein nach Türkiyemspor Berlin, der es in die dritthöchste Spielklasse Deutschlands schaffte. In der Bayernliga war der unter dem Namen SV Türk Gücü München (Türk Gücü bedeutet übersetzt türkische Macht/Kraft) bekannte Klub vier Spielzeiten lang vertreten und zog bei Derbys gegen den TSV 1860 München bis zu 12.000 Besucher an. Am 23. September 1989 trafen die Münchner in der Bayernliga auf den MTV Ingolstadt und lagen mit 0:1 zurück, als Torwart Gerald Hillringhaus in der 89. Minute zur Ecke mit nach vorne kam. Der hineingeflankte Ball wurde von dem Schlussmann so sehenswert per Seitfallzieher zum 1:1-Endstand verwandelt, dass die Zuschauer der Sportschau den Treffer zum Tor des Monats kürten. Hillringhaus ging am Ende der Saison zum großen FC Bayern München und stand für den Rekordmeister in den nächsten zwei Spielzeiten 22-mal im Kasten.

    Die Partie in den Medien:

    Anpfiff der Begegnung zwischen Viktoria Köln und Türkgücü München ist am Freitag um 19.00 Uhr. Ab 18.30 Uhr gibt es die dazugehören Bewegtbilder aus dem Sportpark Höhenberg live bei Magenta Sport. Zudem werden die Viktoria-Anhänger über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (Facebook, Instagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.

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  • Lanius verlässt die Viktoria

    Abwehrspieler Dominik Lanius wechselt zu Fortuna Köln. Der 23-Jährige hat beim Stadtrivalen der Viktoria einen Vertrag unterschrieben.

    „Wir haben einen recht großen Kader und Dominik hätte sich mehr Spielzeit gewünscht. Ob er die in der Rückrunde bei uns bekommen hätte, war nicht absehbar“, berichtet Marcus Steegmann, der Sportliche Leiter der Viktoria, über den Wechsel. „Da sich Dominik bei uns sehr korrekt verhalten hat, haben wir ihm nach dem Interesse von Fortuna Köln keine Steine in den Weg gelegt.“

    Dominik Lanius: „Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die ich bei der Viktoria verbringen durfte und freue mich jetzt auf meine neue Aufgabe bei der Fortuna.“

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  • Marcel Risse ist Spieler des Monats

    Die Anhänger der Viktoria haben gewählt: Marcel Risse ist der „Spieler des Monats Dezember 2020“. Der Mittelfeldakteur setzte sich bei der Fanabstimmung auf der Viktoria-Facebookseite gegen Lucas Cueto, Patrick Koronkiewicz und Sead Hajrović durch. Risse erhält den Titel zum ersten Mal während seiner Zeit in Höhenberg.

    Der Mittelfeldspieler traf für die Viktoria im Spiel gegen den TSV 1860 München in der 88. Spielminute zum entscheidenden 2:1 und bescherte der Viktoria zu Beginn des Monats Dezember somit drei wichtige Punkte – dabei handelte es sich auch um den letzten Pflichtspielerfolg der Höhenberger. Auch gegen den SC Verl gehörte er zu den Leistungsträgern.

    Bevor das nächste Voting zum „Spieler des Monats“ stattfindet, wird der „Viktoria-Spieler des Jahres“ gewählt. Die Abstimmung dazu beginnt am 17. Januar.

    Die Spieler des Monats aus dem Jahr 2020 im Überblick:

    Januar: Jonas Carls

    Februar: Steven Lewerenz

    März: Dominik Lanius

    April: Mike Wunderlich

    Mai: Hamza Saghiri

    Juni: Albert Bunjaku

    Juli: Alexander Höck

    August: Lucas Cueto

    September: Sebastian Mielitz

    Oktober: Kai Klefisch

    November: Kai Klefisch

    Dezember: Marcel Risse

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  • Viktoria-Präsident Pütz wird 70

    Happy Birthday, Günter Pütz! Der Präsident von Viktoria Köln wird heute 70 Jahre jung – und die Viktoria-Vamilie gratuliert.

    Zum Präsidentenamt bei den Höhenbergern kam Pütz durch Franz-Josef Wernze und Franz Wunderlich. „Sie traten damals an mich heran. Und es erfüllt mich mit Stolz, wenn ich sehe, was sich seither im Herren- und Nachwuchsbereich entwickelt hat. Wir haben in der Zeit viermal den Mittelrhein-Pokal gewonnen und 2019 den Aufstieg in die 3. Liga gefeiert. Jetzt messen wir uns mit so namhaften Mannschaften wie Dynamo Dresden, 1860 München, Waldhof Mannheim, MSV Duisburg, Hansa Rostock oder Saarbrücken und Kaiserslautern – das sind alles klangvolle Namen im deutschen Profifußball.“

    Pütz, der als echter Tausendsassa bekannt ist, hat während seiner Präsidentenzeit eine Menge erlebt. In der Saison 2012/2013 musste er sogar als Co-Trainer aushelfen, nachdem das Trainerteam um Ralf Aussem entlassen wurde. „Das war eine Katastrophensaison“, erinnert sich Pütz. In dieser wurde die Viktoria in der Regionalliga West zwar Sechster, doch ursprünglich war man mit Aufstiegsambitionen in die Spielzeit gestartet. Der Ausflug auf die Bank im Mai 2013 war nur für ein Spiel. Pütz erinnert sich: „Das war auch gut so, wir haben damals eine 0:4-Klatsche in Bergisch Gladbach bekommen.“  

    Noch heute kümmert sich Pütz um Events und Immobilien. „Ich bin der Mann für alle Fälle“, sagt er lachend. Dass er ab und an aufgrund der Frisur mit Howard Carpendale verwechselt wird, nimmt er mit Humor. „Er ist, genau wie ich, in den Salon zu Wolfgang Rosendahl in der Aachener Straße gegangen. Da haben wir einige Male nebeneinandergesessen, vielleicht kommt daher die Ähnlichkeit“, erzählt Pütz mit einem Grinsen. Nicht so fröhlich ist er, wenn es um das Thema „Geburtstagsfeier“ geht. „Natürlich hätte ich meinen 70. gerne in einem größeren Stil gefeiert. Das geht jetzt aber nicht“, sagt er. „Aber wenn wir die nächsten beiden Heimspiele gewinnen, dann wäre das auch ein wunderbares Geschenk.“

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  • Neues und Aktuelles aus dem Verein

    Hier sind wieder ein paar interessante Kurznachrichten rund um Viktoria Köln.

    Geschäftsstelle bleibt weiterhin geschlossen: Die Geschäftsstelle am Stadion bleibt auch über den 11. Januar hinaus geschlossen. Aufgrund der überarbeiteten Coronaschutzverordnung des Landes NRW und des weiterhin hohen Inzidenzwerts wurde beschlossen, die seit Mitte Dezember bestehende temporäre Schließung der Geschäftsstelle bis zum Ende des Monats auszuweiten. Auf den Kauf von Fanartikeln muss allerdings nicht verzichtet werden, denn der Viktoria-Onlineshop steht rund um die Uhr zur Verfügung.

    René Klingenburg steht vor seinem 50. Pflichtspiel für die Viktoria: Mittelfeldspieler René Klingenburg unterstützt die Viktoria in der 3. Liga erst seit dem Sommer, spielte aber bereits zwischen 2015 und 2016 für die Höhenberger damals noch in der Regionalliga West und im Mittelrheinpokal, den er mit der Viktoria 2016 gewann. Sollte der Rückkehrer am Freitag gegen Türkgücü München zum Einsatz kommen, wäre es das 50. Pflichtspiel für ‚Klinge‘ im Dress des Klubs von der Schäl Sick.

    Fanartikel des Monats Januar: Der elegante Balkenschal in schwarz-rot wärmt nicht nur wunderbar, sondern ist durch sein stilvolles Design auch im Alltag ein echtes Schmuckstück. Im Onlineshop der Viktoria ist er im ersten Monat des Jahres für nur 10,00 Euro erhältlich.

    Viktoria Köln klettert in der Auswärtstabelle der 3. Liga: Nach dem 0:0 beim 1. FC Kaiserslautern macht Viktoria Plätze in der Auswärtstabelle gut. Abseits von Köln holte der Klub von der Schäl Sick bereits drei Siege und vier Unentschieden bei nur zwei Niederlagen und klettert somit von Tabellenplatz 9 auf Rang 6. Die nächste Möglichkeit, in der Auswärtstabelle aufzusteigen, bietet sich am Dienstag, den 26. Januar, wenn die Viktoria in die BRITA Arena zum SV Wehen Wiesbaden reist. Vorab wollen die Höhenberger aber zu Hause ihre Heimbilanz gegen Türkgücü München und Waldhof Mannheim aufbessern.

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  • Werde Schiedsrichter bei Viktoria!

    Die Position des Schiedsrichters ist essenziell für den Fußball. Allein in Deutschland leiten 75.000 Unparteiische das Geschehen auf dem Platz bei jährlich 1,5 Millionen Begegnungen. Doch das Amt birgt weit mehr Vorteile, als dem Fußball nahe zu sein: Persönlichkeitsbildung, Stressbeständigkeit und Teamfähigkeit sind nur einige der Fähigkeiten, die man bei dem Dienst an der Pfeife vertieft. Zudem erhalten Schiedsrichter freien Eintritt zu allen Spielen des DFB und eine spielklassenabhängige Aufwandsentschädigung sowie Fahrtkostenerstattung.

    Doch der Viktoria ist das noch nicht genug! Deshalb bietet der Verein von der Schäl Sick den im Verein tätigen Referees einen Zuschuss für die Schiedsrichterausstattung, zwei jährliche Treffen der Unparteiischen bei den Spielen der Viktoria im VIP-Zelt und eine kostenlose Klub-Mitgliedschaft.

    Sind die Fußballbegeisterung und Neugier geweckt? Dann bitte für weitere Informationen bei Patrick Elert unter geschaeftsstelle@viktoria1904.de oder unter 0221 – 99 57 95 15 melden!

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  • Viktoria-Premiere gegen Türkgücü

    Im letzten Heimspiel der Hinrunde ist am Freitagabend Türkgücü München im Sportpark Höhenberg zu Gast. Die Partie ist gleichzeitig eine echte Premiere. Denn noch nie stand Viktoria Köln der Mannschaft aus dem Freistaat Bayern in einem Meisterschaftsspiel gegenüber. Während die Höhenberger schon am Samstag mit einem 0:0 beim 1. FC Kaiserslautern ins Pflichtspieljahr 2021 starteten, steht für Türkgücü am Montagabend noch die Partie gegen den Tabellenführer Dynamo Dresden an.

    Was die Münchner in den letzten Tagen aber genauso wie das nächste Spiel interessiert haben dürfte, ist die finanzielle Situation. Denn Ende letzten Jahres hieß es plötzlich, dass Hasan Kivran – seit 2016 Präsident und Wegbereiter bei Türkgücü – sein finanzielles Engagement beenden wolle. Diese Nachricht sorgte für einige Existenzängste. Doch am Samstag revidierte Kivran seine Entscheidung. Er will Türkgücü nun doch als Anteilseigner der Fußball GmbH und Vereinspräsident erhalten bleiben.

    Bei Viktoria Köln standen am Samstag hingegen rein sportliche Themen auf dem Programm. Chefcoach Pavel Dotchev konnte dem 0:0 in Kaiserslautern viel Positives abgewinnen. „Wir haben häufig gute Spiele gezeigt, aber Gegentore bekommen. Diesmal war es anders, wir haben es geschafft, 90 Minuten gut zu verteidigen. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass wir zu Null gespielt haben“, so der 55-Jährige nach der Partie. Darüber hinaus lobte Dotchev das Engagement und die taktische Disziplin seines Teams.

    Dass seiner Mannschaft am Freitag wieder ein hartes Stück Arbeit bevorsteht, weiß er nur zu gut. „Generell ist es in der 3. Liga gegen jeden Gegner sehr schwer, denn jedes Team hat seine individuellen Stärken. Die Situation bei Türkgücü hat die Mannschaft eher zusammengeschweißt, das macht sie besonders gefährlich. Deshalb müssen wir die Einstellung, die wir gegen Kaiserslautern an den Tag gelegt haben, in die Partie mitnehmen“, so Dotchev zur Begegnung gegen den gut in die Saison gestarteten Aufsteiger aus München.

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  • Viktoria erkämpft Remis auf dem Betzenberg

    Viktoria erkämpft Remis auf dem Betzenberg

    Der FC Viktoria Köln hat im ersten Pflichtspiel des Jahres ein Unentschieden erkämpft. Die Samstagspartie im Fritz-Walter-Stadion endete beim 1. FC Kaiserslautern mit 0:0. Dabei hatten die Höhenberger über weite Strecken mehr vom Spiel. Allerdings waren die Gastgeber aus der Pfalz immer wieder mit Kontern gefährlich, sodass das Ergebnis am Ende als leistungsgerecht bezeichnet werden darf.

    Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev stellte Sebastian Mielitz ins Tor. In der Abwehr ließ er Luca Stellwagen, Sead Hajrović, Maximilian Rossmann und Patrick Koronkiewicz auflaufen. Auf der Sechserposition spielten Kai Klefisch und Moritz Fritz. Offensiver ausgerichtet setzte Dotchev im Mittelfeld auf Lucas Cueto, Kapitän Mike Wunderlich und Kevin Holzweiler. Michael Seaton begann im Sturm.

    Die Viktoria versuchte, von Beginn an das Zepter in die Hand zu nehmen. So dauerte es auch nur bis zur dritten Minute, ehe Wunderlich zum ersten Mal Avdo Spahic im Tor der Gastgeber prüfte. Die Höhenberger zeigten sich in der Anfangsphase auf tiefem Boden äußerst zweikampfstark und versuchten es, wie Klefisch in der achten Minute, auch mal aus der zweiten Reihe.

     

     

    Nach zehn Minuten erarbeitete sich der 1. FC Kaiserslautern aber mehr Ballbesitz. Allerdings fiel es den Pfälzern schwer, Torgefahr auszustrahlen. Das änderte sich erst in der 20. Minute, nachdem Schiedsrichter Michael Bacher im Mittelfeld ein Foul an Innenverteidiger Rossmann übersah. Marvin Pourié stürmte daraufhin aufs Kölner Tor zu, doch Mielitz hielt seinen Flachschuss aus 16 Metern sicher.

    Die Gastgeber kamen in der Folge zu weiteren Möglichkeiten, doch brenzlig wurde es für die Höhenberger nicht. Stattdessen hatten die Kölner in der 30. Minute selbst eine Möglichkeit: Wunderlich trat aus 28 Metern zum Freistoß an, doch Spahic hielt. Gleiches galt 120 Sekunden später. Da zog der Kölner Kapitän aus 16 Metern mit dem rechten Fuß direkt ab – Spahic parierte glänzend. Das war es bis zur Pause.

    Dotchev blieb in den zweiten 45 Minuten zunächst bei seiner Startformation. Die bot weiterhin eine ordentliche Vorstellung. Bis zum 16-Meter-Raum war die Viktoria die tonangebende Mannschaft, allerdings fehlte der Zug zum Tor. So ergaben sich erst einmal keine weiteren Gelegenheiten. Kaiserslautern gelang in der 57. Minute durch Marius Kleinsorge ein Schussversuch, der allerdings rechts am Tor vorbeiging.

    Nur 60 Sekunden später hatte Pourié – allein auf das Tor zustürmend – dann die Führung für die Roten Teufel auf dem Fuß. Doch er verzog den Ball. Die Kölner erhöhten danach den Druck. In der 63. Minute folgte eine Traumkombination der Höhenberger: Stellwagen passte nach feinem Solo von links flach auf Wunderlich. Der legte auf Holzweiler ab. Doch der scheiterte aus sechs Metern am Abwehrbein von Alexander Winkler.

    In der 77. Minute brachte Dotchev die Offensivkräfte Albert Bunjaku (für Seaton) und Timmy Thiele (für Holzweiler) in die Begegnung. Damit wollte er dem Angriff neuen Schwung verleihen. Doch auch die beiden Torjäger konnten keinen entscheidenden Treffer beisteuern. Unter dem Strich blieben die Höhenberger in Tornähe zu ungenau, sodass es beim 0:0 auf dem Betzenberg blieb. Immerhin stand am Ende die Null.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Luca Stellwagen, Sead Hajrović, Maximilian Rossmann, Patrick Koronkiewicz – Kai Klefisch, Moritz Fritz – Lucas Cueto (90. + 2 Bernard Kyere), Mike Wunderlich, Kevin Holzweiler (77. Timmy Thiele) – Michael Seaton (77. Albert Bunjaku) 

    Tore:

    Gelbe Karten:

    1. FC Kaiserslautern: Tim Rieder (1.), Anil Aydin (5.), Kenny Prince Redondo (42.), Sven Höh (67.), Marvin Pourie (69.), Marius Kleinsorge (80.), Alexander Winkler (90.)

    Viktoria Köln: Luca Stellwagen (24.)

    Zuschauer:

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  • Managertagung spricht sich für Erhöhung des Wechselkontingents aus

    Während einer außerordentlichen Managertagung der Drittligisten und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) wurde am Mittwoch unter anderem über die Anpassung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spieler ab dem offiziellen Rückrundenstart (22. bis 24. Januar) diskutiert.

    Eine deutliche Mehrheit der Klubs stimmte während der Videokonferenz für eine Anpassung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spieler, um die Belastung der Sportler in Anbetracht des knappen Zeitfensters besser steuern zu können. „Angesichts des engen Terminkalenders ist es eine logische Konsequenz“, sagte Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, „im Sommer stand noch der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund, als die Klubs wie wir alle die Hoffnung auf eine Saison mit weniger Corona-Einfluss hatten.“ Die Vereine der 3. Liga sehen in der Anpassung Vorteile bezüglich der Verletzungsprävention der Spieler und der besseren Belastungssteuerung. Verlegte Spiele, die in der Hinrunde hätten stattfinden sollen, nun aber in die Rückrunde fallen, sind von dem Antrag ausgenommen.

    Unterdessen fand die Aufstockung des Spieltagskaders von 18 auf 20 Spieler keine mehrheitliche Zustimmung und wurde somit abgelehnt.

    Nun muss das Präsidium des DFB bis zum Rückrundenstart über den Antrag des Ausschusses 3. Liga entscheiden.

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  • Porträt Timmy Thiele: „Es gibt nur eines, was ich will“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln vor. Heute: Timmy Thiele.

    Thieles Weg in den Profi-Fußball begann mit seinem Vater. „Mein Papa war mein Vorbild. Er war zu seiner Zeit Torwart gewesen und so stand ich anfangs auch zwischen den Pfosten“, erinnert sich der gebürtige Berliner heute an seine ersten Schritte mit dem runden Leder zurück. Da sein Vater bei Tennis Borussia Berlin Jugendtrainer war, schloss sich Thiele mit vier Jahren auch dem Verein an. Erst als während eines Turniers zu wenige Feldspieler auf dem Hallenparkett standen, wurde er aus dem Kasten geholt – und zog sich danach nie wieder Torwarthandschuhe an.

    Über den TSV Rudow 1888 kam der damals Zehnjährige in der Folge zu Hertha BSC Berlin. Der Klub, der auf der anderen Seite der Hauptstadt lag, bildete den heranwachsenden Stürmer aus, bis er mit 16 Jahren zum SV Tasmania Gropiusstadt 73 und im Anschluss wieder zurück zu TeBe Berlin wechselte. Bei den Veilchen konnte der Nachwuchsstürmer direkt in die A-Jugend einsteigen und spielte in der Regionalliga Nordost seine „beste Saison“, wie Thiele es selbst sagt. Am Ende stiegen die Veilchen in die A-Junioren-Bundesliga Nordost auf. Obwohl sich die Torschützenliste der Saison nicht mehr finden lässt, muss Thiele bemerkenswert häufig getroffen haben. Denn das Telefon seines Vaters, der gleichzeitig sein Berater war, stand von nun an nicht mehr still. „Einige der ganz Großen riefen an, am Schluss fühlte ich mich in den Gesprächen mit Werder Bremen am wohlsten“, sagt der Stürmer heute darüber. Dem Wechsel in eine andere Stadt stand der damals noch nicht volljährige Thiele mit gemischten Gefühlen gegenüber: „Einerseits musste ich meine Heimat und meine neue Freundin (Anm. d. Red. heutige Frau) zurücklassen. Aber auf der anderen Seite hatte ich eine riesige Vorfreude, denn es gibt nur eines, was ich will: Und das ist Fußball.“

    In Bremen kam Thiele schnell an, bewies sich in der A-Jugend und wurde mit 18 Jahren das erste Mal in der 3. Liga für Werders Reserve eingewechselt. Doch nach einer weiteren Spielzeit, in der Thiele nicht über die Rolle des Jokers hinauskam, folgte der Stürmer einer Einladung des FC Schalke 04 und verstärkte die zweite Mannschaft in der Regionalliga West. Unglücklicherweise hatte sich Thiele in Bremen einen Mittelfußbruch zugezogen, den man erst in Gelsenkirchen erkannte. Fast ein halbes Jahr fiel der damals 19-Jährige aus – eine Zeit, die er durch „den Rückhalt in der Familie und Beziehung“ überstand. Sein Mut schien darunter nicht gelitten zu haben. Denn nach der Saison mit wenig Spielpraxis nahm Thiele an einem Probetraining von Alemannia Aachen teil und überzeugte. Bei dem Absteiger aus der 2. Bundesliga avancierte Thiele zum Publikumsliebling. Doch der Stürmer entschied sich für einen Wechsel zu Borussia Dortmund II, nachdem bei der Alemannia durch Insolvenzverfahren und Punkteabzug der Abstieg in die Regionalliga feststand.

    Leider klebte sein Verletzungspech auch bei den Schwarz-Gelben an ihm wie Sporttape: Während der Vorbereitung beim BVB riss Thieles Kreuzband, sodass der Stürmer nur auf sieben Partien in der Spielzeit kam. Dem grade genesenen Spieler wurde in der folgenden Sommerpause ein Wechsel nahegelegt. Dann riss das Kreuzband erneut. Eine schmerzhafte Zeit in der Reha stand dem vereinslosen Spieler bevor, die fast ein Jahr dauerte.    

    Als Thiele wieder so richtig fit war, nahm ihn der Regionalligist SC Wiedenbrück in die bereits laufende Rückrunde auf. Exakt 350 Tage lagen zwischen dem letzten Spiel für Borussia Dortmund II und dem Heimspiel von SC Wiedenbrück, bei dem Thiele die letzte Viertelstunde ran durfte. „Angst hatte ich dabei nicht. Ich war nur heiß. Heiß, es all denen zu zeigen, die meinten, dass nach dem zweiten Kreuzbandriss Schluss ist“, sagt Thiele und man hört, wie wichtig es für ihn war, sich zu beweisen.

    Das tat er auch in der kommenden Spielzeit auf der Insel. Während der Sommerpause wechselte der Stürmer zu Burton Albion, einem Verein, der gerade in die dritte Liga Englands aufgestiegen war und den Durchmarsch plante. „Das war eine kulturelle Umstellung. Es hat Monate gedauert, bis ich mich an das neue Land und den Sport dort gewöhnt habe“, denkt Thiele an die Zeit zurück. Mit dem deutschen Stürmer ging der Plan von Burton Albion auf und der Klub kletterte am Ende der Saison in die zweite Liga, nur Thiele zog es zurück nach Deutschland.

    „Als ich in den Gesprächen mit Carl Zeiss Jena von deren damaligen Ambitionen erfuhr und merkte, wie sehr sie sich um mich bemühten, war ich schnell überzeugt“, begründet Thiele seinen Wechsel nach Thüringen. Und der dreifache DDR-Meister bewies einen richtigen Riecher: Thiele verwandelte in der Regionalliga-Saison 14 Bälle selbst, legte weitere elf auf und schoss zudem einen Doppelpack im Relegationsaufstiegsspiel gegen die Viktoria, was letztlich für Jena die Rückkehr in die 3. Liga bedeutete. Thiele lässt sich von der Statistik nicht mitreißen, sondern bleibt sachlich: „Wenn man eine längere Zeit ohne Verletzung ist, spielt man einfach besser.“

    Doch auch mit Rückenproblemen lief es in der nächsten Saison gut: Thiele schoss elf Tore, vier davon beim 4:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden und gewann den Thüringer Landespokal. Dies überzeugte offensichtlich den Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern, sodass die Roten Teufel für den Stürmer satte 400.000 Euro an Ablöse zahlten. Somit ist Thiele der siebtteuerste Neuzugang in der Geschichte der 3. Liga, doch von dem Preisschild ließ sich er sich nicht aus der Fassung bringen: „Den Betrag habe ich mir nicht ausgedacht, deshalb habe ich mich nicht davon unter Druck setzen lassen.“ Für die Roten Teufel sollte sich der Einkauf gelohnt haben, denn in zwei Spielzeiten erzielte der Stürmer 17 Tore, bereitete 14 weitere Treffer vor und holte beide Jahre den Südwestpokal.

    Seit dem vergangenen Sommer trägt Thiele nun das Trikot von Viktoria Köln. „Die guten Gespräche mit Wunderlich (Anm. d. Red. Franz Wunderlich, Sportvorstand von Viktoria Köln) haben mich überzeugt, zudem wollte ich schon immer mit Mike (Anm. d. Red. Mike Wunderlich, Kapitän von Viktoria Köln) zusammenspielen“, so der 29-Jährige über den Wechsel auf die Schäl Sick. Der Stürmer, der selbst nach über 160 Spielen in der 3. Liga noch für den Fußball brennt, verrät am Ende auch, was er sich für die Rückrunde vorgenommen hat: „Ganz einfach: mehr gewinnen.“

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