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  • Viktoria testet am Samstag doppelt

    Am Samstag wird es für Viktoria Köln wieder ernst. Dann stehen zwei Testspiele im Sportpark Höhenberg auf dem Programm. Um 14 Uhr wird Regionalligist Borussia Dortmund II zu Gast sein. Um 18 Uhr geht es dann gegen den FC Wegberg-Beeck weiter. Das Team aus dem Kreis Heinsberg ist erst kürzlich in Deutschlands vierthöchste Spielklasse aufgestiegen.

    „Unser Ziel ist es, in beiden Spielen allen Jungs viele Spielminuten geben zu können. Die Startelf wird jeweils komplett unterschiedlich sein. Wir möchten die Mannschaft gleichmäßig belasten“, so Marcus Steegmann, Sportlicher Leiter der Viktoria. Auch einige Spieler der Höhenberger A-Junioren werden wieder mit von der Partie sein. „So wird die Verzahnung zwischen unserem Nachwuchsleistungszentrum und den Profis weiter gestärkt“, führt Steegmann weiter aus.

    Beide Partien werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

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  • Michael Seaton im Porträt

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln vor. Heute: Michael Seaton.

    Im November 2019 wurden die Vertragsdetails ausgehandelt, seit Januar ist der Jamaikaner spielberechtigt. „Ich muss mich noch an den deutschen Lebensstil gewöhnen. Ich habe auch noch nicht so viel vom Land gesehen. Köln gefällt mir aber sehr gut, ich mag den Dom und den Rhein. Die Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt schätze ich sehr. Was besonders toll ist, ist die kulturelle Vielfalt in der Stadt. Viele Menschen sprechen Englisch, da fällt mir die Eingewöhnung leichter“, zieht Seaton ein positives Zwischenfazit. Auch die kurzen Wege kommen ihm zugute: „Ich lebe in Bergisch Gladbach. Da habe ich es zum Glück nicht so weit bis zum Trainingsgelände“, erzählt der 24-Jährige.

    Für ihn gibt es trotzdem noch viel zu lernen. Die Kommandos und Laufwege müssen schließlich sitzen. „Die größte Herausforderung für mich ist die Abstimmung mit meinen Mitspielern auf dem Platz. Ich lerne Deutsch, YouTube-Videos helfen mir sehr dabei. Zurzeit suche ich aber noch nach einem Lehrer, der sich mit meinen Trainingszeiten vereinbaren lässt. Immerhin kenne ich schon das kölsche Wort für Guten Morgen: "Morje", lacht Seaton.

    Schwierigkeiten sich an das Klima anzupassen, gab es keine. „Als ich nach Deutschland gekommen bin, war es kalt. Das war aber kein Problem für mich. Vorher habe ich an der Ostküste der USA, in Maryland gelebt. Dort sind die Witterungsbedingungen ähnlich“, berichtet Seaton. In Washington D.C. ist er aufgewachsen, die Karibikinsel Jamaika ist sein Geburtsort. „Fußball ist dort der Nationalsport. Man spielt auf den Straßen – ohne Schuhe. Wer kein Fußball spielt, kennt sich eben damit aus und spricht darüber.“

    Seaton hat noch einige Verwandte auf Jamaika, seine Mutter lebt in den USA. „Ich vermisse sie alle jeden Tag“, gibt der Stürmer zu. Dennoch, in Deutschland Fußball zu spielen, war immer ein Traum für ihn. „Ohne die Unterstützung meiner Familie würde ich heute nicht in Europa spielen können. Vor allem meiner Mutter bin ich meinen Erfolg schuldig. Sie hat so viel für mich geopfert, hat mich immer zum Training gefahren, mir beim Spielen zugesehen. Auch bei Regen und Kälte“, erinnert sich Seaton. Die Entfernung zu seinen Liebsten ist groß, auch seine Freundin lebt am anderen Ende der Welt – in Kalifornien. „Ich bin überzeugt davon, dass wir unsere Beziehung umso mehr schätzen werden, wenn wir uns wiedersehen“, bleibt Seaton positiv.

    Neben dem Fußball ist die Musik für ihn ein Anker. Momentan startet er unter dem Pseudonym Seatś als Rapper durch. „Ich hatte Angebote von zwei Plattenlabeln, die mich unter Vertrag nehmen wollten. Es ist lustig, dass diese mich nicht als Fußballspieler kennen oder wahrnehmen. Sie sehen mich auf Instagram und die meisten meiner Beiträge, wo es sich eher um meine Musik dreht. Fußball ist dort nebensächlich.“

    Mittlerweile hat der Viktoria-Akteur schon einige Fans gewinnen können. „Viele Menschen dachten zunächst, ich würde nur aus Spaß und ohne Ambitionen rappen – diese haben jetzt erkannt, dass ich gar nicht so schlecht darin bin. Musik ist gut für mich, sie lenkt mich auch mal vom Fußball ab, da ich auch nicht den ganzen Tag daran denken kann – und möchte“, gibt Seaton Einblick in seine große Leidenschaft.

    Der Rechtsfuß lebt seine Träume, möchte Inspirationsquelle sein. „Mein Ziel ist es, sowohl mit Fußball als auch Musik erfolgreich zu sein. Ich denke, wenn man Talent hat, worin auch immer, sollte man es verfolgen. Natürlich ist es möglich, dass sich zwei Bereiche zu sehr überschneiden und man sich für eins entscheiden muss. Bei mir ist das aber nicht der Fall, also verfolge ich beides. Man lebt eben nur einmal! Nach meiner Fußballkarriere will ich auf keinen Fall bereuen, mich nicht als Musiker ausprobiert zu haben.“

    Seaton ist ein Typ der Marke selbstbewusst, immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Er probiert sich aus, Fehler sieht er als Chance. Denn nicht auf allen seinen Vereinsstationen war er glücklich, gespielt hat der Jamaikaner auch schon in Schweden und Israel. „Als ich noch jung war, habe ich viel Verantwortung an andere weitergegeben. Diese Personen haben dann Entscheidungen getroffen, die gut für sie waren, aber nicht für mich. Damals wusste ich es nicht besser. Ständig den Klub zu wechseln, ist eigentlich nicht meine Art. In Israel bin ich durch eine schwierige Zeit gegangen, teilweise habe ich dort den Spaß am Fußball verloren. Ich hatte einfach das Gefühl, meine Karriere geht nicht voran.“ Aufgeben war für den flinken Angreifer aber keine Option – die richtige Entscheidung. „Später landete ich in der zweiten amerikanischen Liga, dort schoss ich dann 30 Tore in zwei Spielzeiten“, erinnert sich Seaton.

    Der Angreifer orientiert sich an Spielern von Weltklasseformat. „Meine sportlichen Vorbilder sind Didier Drogba, Diego Costa und Romelu Lukaku. Vom Spielertyp her ticke ich ähnlich. Mein Durchsetzungsvermögen und das harte Arbeiten auf dem Platz zeichnen mich aus, ich würde mich schon als kompletten Stürmer betrachten. Wenn ich verteidigen muss, verteidige ich auch, man kann schließlich nicht in jedem Spiel treffen“, ist sich Seaton auch für Defensivaufgaben nicht zu schade.

    Auch sieht er Parallelen zwischen der zweiten Profiliga in den USA und der 3. Liga in Deutschland. „In beiden Spielklassen ist körperliche Robustheit gefragt, die 3. Liga in Deutschland ist aber technisch stärker.“ Mit seiner ersten Saison in Köln ist Michael Seaton zufrieden. In neun Einsätzen gelangen ihm zwei Tore und zwei Vorlagen. Gegen Preußen Münster im März verletzte er sich schwer, kam bedingt durch die Corona-Pause im Saisonendspurt nochmal zum Einsatz. Dort traf er im letzten Heimspiel gegen die Würzburger Kickers.

    Für die neue Saison formuliert Seaton: „Mein Ziel ist es, mich mit Viktoria Köln tabellarisch zu verbessern. Dass wir nicht noch einmal so einbrechen wie zwischenzeitlich in der letzten Spielzeit. Es ist nebensächlich, ob ich erst auf der Bank sitze oder von Beginn an ran darf. Wenn ich spiele, gebe ich 150 Prozent“. Auch die Neuzugänge bewertet er positiv: „Die Transfers fördern einen gesunden Konkurrenzkampf, das ist nicht für jeden etwas, aber ich liebe es. Meiner Meinung nach, hilft das dem gesamten Team!“

    Für die Zukunft hat Michael Seaton ambitionierte Pläne: „Mein Traum ist es, in der Bundesliga zu spielen. Ich möchte meine Mutter stolz machen, das ist das Einzige, was für mich zählt!“ In der Vergangenheit hat er sogar mal für die Nationalmannschaft Jamaikas gespielt. Sein Fokus liegt jedoch auf der Klub-Karriere, wobei er gesteht: „Wenn ich zur Nationalmannschaft eingeladen werde, freue ich mich natürlich. Aber auch wenn sie mich nicht anrufen, werde ich am Ende des Tages nicht traurig sein. Natürlich träume ich davon, mit meinem Geburtsland mal bei einer WM vertreten zu sein. Das wäre schon fantastisch.“

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  • Allianz Wirz OHG bleibt Viktoria-Partner

    Seit fünf Jahren ist die Wirz OHG bereits Partner von Viktoria Köln. Dabei unterstützt die Allianz Traditionsagentur aus der Kölner Südstadt die Höhenberger auf und neben dem Rasen. Die Zusammenarbeit wird auch in der Spielzeit 2020/2021 fortgesetzt.

    „Wir freuen uns auf eine spannende Saison mit der gesamten Viktoria-Vamilie und hoffen, dass wir alle bald gemeinsam die Spiele wieder im Stadion verfolgen können“, sagt Bettina Wirz, Agenturinhaberin und Geschäftsführerin der Allianz Wirz OHG. 

    In der Agentur von Bettina Wirz und ihrem Sohn Marcel gibt es viele Parallelen zum Fußball. „Wie jede gute Mannschaft besteht auch die Allianz Wirz OHG aus Personen mit individuellen Fähigkeiten, die zusammen ein starkes Team bilden“, sagt die Expertin.

    Durch regelmäßige Weiterbildungen des Wirz-Teams wird eine Beratung auf konstant hohem Niveau garantiert – egal ob im Bereich der Privat- oder Firmenversicherungen. Daher steht die Allianz Wirz OHG für leistungsstarke Konzepte im Firmen- und Privatbereich.

    Eric Bock, Geschäftsführer der FC Viktoria Köln 1904 Spielbetriebs GmbH: „Die Allianz Wirz OHG ist mit ihrem ganzheitlichen Beratungsansatz in den Bereichen Versicherung, Vorsorge und Vermögen ein guter Partner. Außerdem engagiert sich Bettina Wirz im Wirtschaftsrat der Viktoria.“

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  • Timmy Thiele wechselt zu Viktoria Köln

    Drittligist Viktoria Köln hat erneut auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Die Höhenberger haben sich die Dienste von Stürmer Timmy Thiele gesichert. Der gebürtige Berliner ist bei den Rechtsrheinischen alles andere als unbekannt: In der Aufstiegsrelegation 2016/2017 gegen den FC Carl Zeiss Jena verhinderte er seinerzeit mit zwei Treffern den damaligen Drittliga-Aufstieg der Viktoria.

    Thiele, der zuletzt beim 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag stand, freut sich auf die neue Aufgabe. „Wir haben schon seit den Relegationsspielen im Jahr 2017 den Kontakt gepflegt“, so der 29-Jährige. „Ich bin auch mit Mike Wunderlich sehr gut befreundet. Jetzt war es an der Zeit, dass wir diesen Schritt vollziehen. Ich freue mich sehr, hier zu sein. Ich hoffe, dass wir eine sehr erfolgreiche Zeit miteinander erleben.“

    „Wir standen schon etwas länger in Kontakt“, bestätigt Franz Wunderlich, der Sportvorstand von Viktoria Köln. „Timmy Thiele war auch in der Vergangenheit ein Thema bei der Viktoria. Wir hatten allerdings bisher aus verschiedenen Gründen nicht zueinandergefunden. Daher sind wir jetzt total glücklich und froh, dass wir seine Qualitäten für unseren Kader gewinnen konnten.“

    Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev kann somit auf noch mehr Variabilität im Angriff hoffen. „Ich habe Timmy lange Zeit beobachtet. Er ist ein Top-Stürmer für die 3. Liga. Wir waren auf der Suche nach einem sehr präsenten Spielertypen. Timmy ist so ein Stürmer, der dazu über ein enormes Tempo verfügt, gute Laufwege hat, kopfballstark ist und mit Blick zum Tor eine enorme Gefahr ausstrahlt.“

    Über die genauen Vertragsmodalitäten wurde von allen beteiligten Seiten Stillschweigen vereinbart.

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  • Neues und Aktuelles aus dem Verein

    Hier sind wieder ein paar interessante Kurznachrichten rund um Viktoria Köln.

    U 19: Die A-Junioren der Viktoria mussten am Sonntag im Heimspiel gegen den Bonner SC eine 2:3-Niederlage hinnehmen. Zur Halbzeit führten die Gäste bereits mit 3:0. Die Tore von Elvin Jashari und Giulio Omar Multari kamen für die Höhenberger jedoch zu spät.

    U 17: Das Team von Trainer Martin Grund durfte am Wochenende gleich zweimal ran. Beim SV Altenberg spielten die Rechtsrheinischen 1:1-Unentschieden. Den Rückstand egalisierte Viktoria-Akteur Oshomah Ichue noch vor dem Halbzeitpfiff. In der zweiten Partie gegen den B-Junioren-Bundesligisten Alemannia Aachen gab es dagegen eine Überraschung. Den klassentieferen Kölnern gelang ein 2:1-Erfolg. Neben Rexhep Ajdari war erneut Oshomah Ichue für die Viktoria erfolgreich.

    Martin Grund freute sich nach dem Sieg gegen Aachen über den Leistungsstand seiner Mannschaft: „Das Resultat ist eine Bestätigung der letzten Trainingswochen. Es zeigt uns, dass unsere Jungs auf einem richtig guten Weg sind. Wir haben vorher gegen drei andere B-Junioren-Bundesligisten nur knapp verloren, wobei wir spielerisch ebenbürtig waren. Der Erfolg gegen Aachen wird unserer Mannschaft Selbstbewusstsein verleihen.“

    Profis: Steven Lewerenz verlässt Viktoria Köln. Der 29-Jährige bestritt in der abgelaufenen Drittligasaison 14 Spiele für das Team von der „Schäl Sick“. Dabei erzielte er fünf Tore. Für welchen Verein der Linksaußen in Zukunft auflaufen wird, ist noch unklar.

    Wetten dass: Viktoria Köln steht bei den Buchmachern nicht sehr hoch im Kurs. Beim Wettanbieter „tipico“ wurden bereits die Quoten für die 3. Liga veröffentlicht. Die Viktoria wird bei einem Wert von 12,00 auf Rang 16 eingestuft – noch hinter Aufsteiger Türkgücü München (8,00). Am meisten wird Absteiger Dynamo Dresden zugetraut. Die Sachsen belegen im Rennen um den Aufstieg mit einer Quote von 2,25 den ersten Rang.

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  • Geschäftsstelle wieder geöffnet

    Ab sofort ist die Geschäftsstelle am Sportpark Höhenberg wieder geöffnet. Damit ist es möglich, sich vor Ort mit Fanartikeln einzudecken oder Dauerkarten zu erwerben. Außerdem können bei Viktoria-Mitarbeiter Patrick Elert Mitgliedsanträge gestellt werden. Die Geschäftsstelle war zwischenzeitlich im Rahmen der Corona-Pandemie geschlossen worden. Sie ist zunächst von dienstags bis freitags zwischen 15 und 18 Uhr geöffnet. Ab dem 1. Oktober sollen die Öffnungszeiten weiter ausgedehnt werden.

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  • Noch vier Wochen bis zum Saisonstart!

    Am 6. August hat Viktoria Köln das Training für die Spielzeit 2020/2021 aufgenommen. Inzwischen haben die Höhenberger vier Testspiele absolviert. In vier Wochen steht der Saisonstart der 3. Liga bevor. Wie steht es aktuell um das Leistungsvermögen der Mannschaft?

    Im Tor scheint die Viktoria sehr gut aufgestellt zu sein. Sebastian Mielitz ist ein ganz erfahrener Torhüter, der Viktorias Hintermannschaft durchaus zusätzliche Sicherheit verleihen wird. Das zeigte der frühere Schlussmann von Werder Bremen auch schon in der Vorbereitung. Bisheriges Highlight: Der Viktoria-Torwart hielt beim Testspiel gegen den SV Empor Berlin in der 90. Minute sogar einen Foulelfmeter von Alexander Röber. Mit André Weis kann die Viktoria dazu auf einen weiteren soliden Mann zwischen den Pfosten zählen. Im Moment sind die Verantwortlichen noch auf der Suche nach einer ambitionierten Nummer drei.

    In der abgelaufenen Saison kassierte Viktoria Köln 71 Gegentreffer. Das sprach bei den neutralen Beobachtern nicht gerade für eine sattelfeste Abwehr. Mit Maximilian Rossmann wurde für die Innenverteidigung ein Spieler verpflichtet, der in den Vorbereitungspartien schon reichlich Spielpraxis erhielt. Auch Sead Hajrović (kam in der Winterpause) und Youngster Alexander Höck sollten der Hintermannschaft zu mehr Stabilität verhelfen. Da aber Jonas Carls (wurde in der Rückrunde der Vorsaison von Schalke 04 ausgeliehen) und Lars Dietz (kehrte vorläufig zu Union Berlin zurück) in der nächsten Spielzeit nicht mehr zur Verfügung stehen, darf man gespannt sein, wie sich die Hintermannschaft der Kölner schlagen wird. Dabei spielt sicher auch die Verletzungsanfälligkeit einiger Spieler eine wichtige Rolle. In der vergangenen Saison hatte die Viktoria diesbezüglich einige Sorgen.

    Ganz anders sieht es im Mittelfeld aus. Die eher defensiv orientierten Spieler Kai Klefisch und Neuzugang Jeremias Lorch verstehen bislang zu glänzen. René Klingenburg und André Dej scheinen ebenfalls in Tritt zu kommen. Und mit Moritz Fritz, der noch nicht ganz beschwerdefrei ist, könnte bald eine weitere Option hinzustoßen. Mike Wunderlich ist schon jetzt eine Bank. Simon Handle scheint ebenfalls seine Form zu finden. Und Neuzugang Lucas Cueto sorgte mit einem Dreierpack im Testspiel beim Bonner SC für Aufsehen. Mit Marcel Risse ist letzte Woche noch ein ganz namhafter Mittelfeldspieler bei der Viktoria hinzugekommen. Der 30-Jährige, der ohne Zweifel über reichlich Erfahrung und spielerische Klasse verfügt, benötigt aber zum aktuellen Zeitpunkt noch Spielpraxis, damit er den Höhenbergern mit seiner Klasse weiterhelfen wird.

    In der Spitze läuft es für die Viktoria ebenfalls sehr ordentlich. Albert Bunjaku, in der vergangenen Saison Top-Torschütze der Viktoria, spielt nach überstandenen Rückenproblemen eine für seine Verhältnisse sehr gute Vorbereitung. Beim 6:0 gegen Empor Berlin gelangen ihm gleich drei Treffer, auch beim 1:1 gegen die Bundesliga-Reserve vom 1. FC Köln war er erfolgreich. Michael Seaton, in diesem Jahr lange Zeit durch einen Riss des Syndesmosebands zurückgeworfen, findet allmählich zu alter Stärke zurück. Beim Testspielsieg gegen den Bonner SC erzielte er nach längerer Durststrecke auch endlich wieder ein Tor. Die Kaderplanung im Sturm ist dennoch noch nicht abgeschlossen. Um variabler zu sein, suchen die Viktoria-Verantwortlichen für die Spitze noch nach Verstärkung.

    Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev darf jedenfalls nach den ersten Vorbereitungspartien zufrieden sein. Lediglich zum Auftakt, beim 0:2 gegen Hertha BSC Berlin, mussten sich die Höhenberger geschlagen geben. „Es ging bis hierher ohnehin nicht so sehr um die Ergebnisse, sondern darum, Spielpraxis zu sammeln und guten Fußball zu zeigen“, so der 54-Jährige. „Bis zum Saisonstart sind es jetzt noch vier Wochen. Bis dahin geht es darum, die neuen Spieler weiter in die Mannschaft zu integrieren und dem Team den nötigen Feinschliff zu verpassen, damit wir eine gute Saison spielen.“

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  • 1:1 bei Risses Debüt für Viktoria

    Erster Auftritt von Marcel Risse im Trikot von Viktoria Köln: Beim Testspiel gegen die zweite Mannschaft vom 1. FC Köln stand der 30-Jährige erstmals in der Startelf der Höhenberger. Nach ordentlichem Einstand wurde er in den zweiten 45 Minuten durch Sam-Calvin Kisekka ersetzt. Die Partie endete nach Treffern von Albert Bunjaku (33.) und Justin Petermann (70./Foulelfmeter) mit 1:1.

    Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev stellte zunächst Sebastian Mielitz ins Tor. In der Abwehr spielten Niklas May, Alexander Höck, Maximilian Rossmann und Patrick Koronkiewicz. Die Sechserposition bekleideten Kai Klefisch und Jeremias Lorch. Enes Tubluk, Mike Wunderlich und Marcel Risse kamen im offensiveren Mittelfeld zum Zug. Albert Bunjaku sollte als Spitze seine Torgefährlichkeit ausspielen.

    In der dritten Minute sorgte Wunderlich mit einem Freistoß aus 20 Metern für ein erstes Ausrufezeichen, doch FC-Schlussmann Vincent Friedsam entschärfte den Ball. Die Gäste hatten in der 13. Minute gleich zwei gute Gelegenheiten, doch Oliver Issa Schmitt fand beide Male mit seinen Flachschüssen in Viktoria-Keeper Mielitz seinen Meister. In der 18. Minute drang Koronkiewicz in den Strafraum ein, doch Friedsam hielt.

    180 Sekunden später folgte ein Traum-Konter der Viktoria: Tubluk passte auf Lorch, der legte auf Wunderlich ab und dann verhinderte doch noch ein Abwehrbein den Rückstand der FC-Reserve. In der 26. Minute ging Koronkiewicz rechts durch und legte für Wunderlich auf, doch der scheiterte erneut. In der 33. Minute dann doch die Führung: Bunjaku nahm einen langen Pass auf, setzte sich im Sprintduell gegen seinen Gegenspieler durch und erzielte mit einem Linksschuss die Führung.

    Nach 38 Minuten stand plötzlich Jae-Hwan Hwang im Strafraum der Viktoria völlig frei. Aus sechs Metern zielte er allerdings mit dem rechten Fuß über das Tor. Das hätte eigentlich – auch wenn die Situation aus dem Nichts heraus kam – der Ausgleich sein müssen. Bis zum Halbzeitpfiff passierte nicht mehr viel, sodass es mit dem 1:0 für die Rechtsrheinischen in die Pause ging.

    In der zweiten Halbzeit erwischte die zweite Mannschaft vom 1. FC Köln den besseren Auftakt. Lucas Musculus sorgte mit einem Rechtsschuss für Gefahr (47.). Sechs Minuten später prüfte Lukas Nottbeck den eingewechselten Marian Prinz im Gehäuse der Viktorianer. In der 57. Minute gab es dann eine gute Möglichkeit für Lorch. Doch der Neuzugang aus Wiesbaden verfehlte aus kurzer Distanz das FC-Gehäuse.

    In der letzten halben Stunde ließ das Tempo etwas nach. Dennoch hatte die FC-Reserve in der 64. Minute eine gute Gelegenheit durch Hwang, die Keeper Prinz vereitelte. In der 70. Minute gab es dann Foulelfmeter für die Gäste. Justin Petermann verwandelte den Ball eiskalt zum 1:1. Der Strafstoß war unberechtigt, doch die zweite Mannschaft vom FC hatte in dieser Phase mehr vom Spiel. Somit war der Ausgleich, der auch nach 90 Minuten noch Bestand hatte, verdient.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz (46. Marian Prinz) – Niklas May, Alexander Höck (46. Maximilian Fischer), Maximilian Rossmann, Patrick Koronkiewicz – Kai Klefisch, Jeremias Lorch – Enes Tubluk, Mike Wunderlich, Marcel Risse (46. Sam-Calvin Kisekka) – Albert Bunjaku (76. Arif Alkan)

    Tore: 1:0 Albert Bunjaku (33.), 1:1 Justin Petermann (70./Foulelfmeter)

    Gelbe Karten:

    Viktoria Köln: Maximilian Rossmann (76.)

    1. FC Köln II: Tim Sechelmann (50.)

    Zuschauer:

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  • Dreierpack von Cueto gegen Bonn

    Nächster Testspielsieg für Viktoria Köln: Beim Bonner SC siegten die Höhenberger am Samstagnachmittag mit 6:1 (3:1). Dabei setzte Neuzugang und Köln-Rückkehrer Lucas Cueto ein besonderes Ausrufezeichen. Denn dem 24-Jährigen gelangen bei der Partie in Oberkassel gleich drei Treffer für seinen neuen Verein.

    Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev bot im Tor zunächst André Weis auf. In der Abwehr kamen Fabian Holthaus, Sead Hajrović, Dominik Lanius und Marcel Gottschling zum Zug. André Dej und René Klingenburg spielten auf der Sechserposition. Dotchev brachte im offensiven Mittelfeld Lucas Cueto, Kevin Holzweiler und Simon Handle. Im Sturm begann Michael Seaton.

    Zu Beginn drückte die Viktoria mächtig aufs Tempo. Seaton (1.) und Cueto mit dem Kopf (2.) kamen zu guten Möglichkeiten. Doch der Regionalligist aus Bonn befreite sich in der Folge und verbuchte in der vierten Minute durch einen Freistoß die erste Gelegenheit für sich. Anschließend hatten beide Teams gute Momente, vor allem bei Cuetos Rechtsschuss aus 16 Metern in der 21. Minute lag der erste Treffer in der Luft.

    Diesen erzielte aber Bonn in der 31. Minute. Burak Gencal lief nach Abwehrfehler auf Weis zu und schob den Ball links unten ein. Nur eine Minute danach scheiterte Klingenburg an Bonns Keeper Jonas Hupe. Cueto machte es in der 39. Minute besser: Aus halblinker Position traf er mit einem Linksschuss ins untere rechte Eck. Gottschling gelang in der 43. Minute mit dem rechten Fuß die Führung für die Kölner. Cueto schlug mit dem Pausenpfiff erneut zu – mit dem 3:1 ging es in die Halbzeit!

    Der Bonner SC kam aggressiver aus der Pause. Die besseren Chancen hatten allerdings die Gäste, beispielsweise durch Handle – in dieser Partie Viktoria-Kapitän: Er scheiterte in der 58. Minute aus kurzer Distanz am Bonner Schlussmann Hupe. In der 63. Minute setzte sich Handle schön auf der rechten Seite durch und legte fein für Seaton in der Mitte auf, der aus sechs Metern wuchtig und halbhoch zum 4:1 für die Viktoria einschob.

    In der 66. Minute klappte es umgekehrt: Seaton legte per Kopf auf Handle ab, der das Leder zum 5:1 im Netz versenkte. Gottschlings-Volleyschuss aus halbrechter Position hätte vier Minuten später fast für einen weiteren Treffer gesorgt, doch sein sehenswerter Versuch ging links am Gehäuse vorbei. Cueto war dafür in der 73. Minute zur Stelle: Nach feinem Dribbling schloss er mit dem rechten Fuß zum 6:1 ab. Dabei blieb es.

    Aufstellung: André Weis (46. Marian Prinz) – Fabian Holthaus, Sead Hajrović, Dominik Lanius, Marcel Gottschling – André Dej (74. Maximilian Fischer), René Klingenburg – Lucas Cueto (74. Arif Alkan), Kevin Holzweiler, Simon Handle – Michael Seaton

    Tore: 1:0 Burak Gencal (31.), 1:1 Lucas Cueto (39.), 1:2 Marcel Gottschling (43.), 1:3 Lucas Cueto (45.), 1:4 Michael Seaton (63.), 1:5 Simon Handle (65.), 1:6 Lucas Cueto (73.)

    Gelbe Karten:

    Bonner SC: –

    Viktoria Köln: –

    Zuschauer: 125

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  • Doppeltest am Samstag für Viktoria

    Für Viktoria Köln stehen am Wochenende zwei Testspiele auf dem Programm – und das an einem Tag! Zunächst treten die Höhenberger am Samstag um 13 Uhr in Oberkassel (Am Stingenberg) beim Bonner SC an. Am gleichen Tag, um 18 Uhr, ist dann die zweite Mannschaft des 1. FC Köln im Sportpark Höhenberg (unter Ausschluss der Öffentlichkeit) zu Gast.

    Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev plant, gegen Bonn einen komplett anderen Kader als gegen die Bundesliga-Reserve vom 1. FC Köln auflaufen zu lassen. „So gibt es für viele Spieler die Möglichkeit, am Samstag viele Einsatzminuten gegen die beiden Regionalliga-Mannschaften zu sammeln und sich wieder an die entsprechende Belastung zu gewöhnen“, so der 54-Jährige.

    Dotchev: „Damit für beide Partien genug Spieler zur Verfügung stehen, wird der Kader am Wochenende von ein paar Jungs aus unserer A-Jugend unterstützt. Natürlich wollen wir beide Spiele erfolgreich bestreiten, allerdings stehen die Ergebnisse am Samstag nicht im Vordergrund. Wichtiger ist, dass wir ansprechenden Fußball zeigen und Spielpraxis gesammelt wird.“

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