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  • Janßen vor dem Finale: „Alles muss aufgeboten werden“

    Janßen vor dem Finale: „Alles muss aufgeboten werden“

    Am Samstag ist es so weit: Nach 1.104 Tagen steht Viktoria Köln endlich wieder im Finale des Bitburger-Pokals. Im Endspiel treffen die Höhenberger Jungs auf den Regionalligisten Alemannia Aachen. Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen sieht seine Mannschaft trotz der höheren Spielklasse nicht als Favorit. „Es spielt eine untergeordnete Rolle, wer in welcher Liga zu Hause ist“, so der 54-Jährige auf einer Pressekonferenz vom Fußball-Verband Mittelrhein, „alles muss aufgeboten werden, um dieses Spiel zu gewinnen.“ Der Trainer der Viktoria unterstrich zudem die Offensivstärken der Alemannia und deren Kopfballstärke nach ruhenden Bällen.

    Für Janßen muss sich das Endspiel wie ein Déjà-vu anfühlen, schließlich stand er auch beim letzten Bitburger-Pokalfinale vor drei Jahren mit der Viktoria in der Coaching-Zone der Kölner. Der Gegner im Bonner Sportpark Nord hieß damals wie heute Alemannia Aachen. Janßen erinnert sich gern an das Spiel zurück: „Vor drei Jahren waren Tausende Fans im Stadion. Mit etwas Glück kamen wir in die Verlängerung, die wir mit 2:0 gewinnen konnten.“

    Im Gegensatz zu Olaf Janßen konnte Alemannia-Trainer Kristoffer Andersen noch nie den Bitburger-Pokal in die Luft strecken. Bereits viermal stand er als Spieler und einmal als Co-Trainer im Pokalfinale. „Fünfmal habe ich nur die Silbermedaille abgegriffen“, so der Interimstrainer, der sich die Position mit U 19-Coach Dietmar Bozek teilt, „jetzt muss die Mannschaft das für mich richten.“ Andersen, der zur kommenden Saison das Traineramt an Patrick Helmes übergeben wird, sprach von einer durchwachsenen Spielzeit: „Jeder Tag war ein Kraftakt. Dieses Pokalfinale kann eine Wiedergutmachung bedeuten. Aber nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir die Viktoria ärgern können.“

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  • Mölders Top-Torjäger, Wunderlich und Cueto auf Rang zwölf

    Mölders Top-Torjäger, Wunderlich und Cueto auf Rang zwölf

    Die Drittliga-Saison 2020/2021 ist vorüber! Damit ist auch die Entscheidung gefallen, wer der erfolgreichste Torjäger der Saison war. Das Rennen machte Sascha Mölders vom TSV 1860 München, der sein Team mit insgesamt 22 Treffern auf Rang vier der Tabelle schoss. Zweitbester Torjäger der Spielzeit war Terrence Boyd, der 18 Treffer erzielte. Auf Position drei folgt Nicklas Shipnoski (15 Tore). Die gefährlichsten Viktoria-Spieler waren Mike Wunderlich und Lucas Cueto (Platz 12). Die beiden Offensivkräfte waren elfmal für die Höhenberger erfolgreich.

    Mölders, mit 36 Jahren nach Ronny König und Albert Bunjaku drittältester Spieler der 3. Liga, wurde anlässlich des letzten Spieltags in Ingolstadt auch als „Spieler der Saison“ ausgezeichnet. Sein Coach, Michael Köllner, erhielt im Audi Sportpark die Auszeichnung als Trainer der Saison. Wie schon in den vergangenen Jahren sind beide Sieger in einer Mischung aus Experten- und Fanabstimmung ermittelt worden. Die Vorauswahl hatten die Kapitäne und Trainer der Drittligisten getroffen. Einzige Vorgabe war, dass kein Spieler oder Trainer aus dem eigenen Klub gewählt werden darf.

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  • Viktoria mit Remis, Aachen mit Niederlage

    Viktoria mit Remis, Aachen mit Niederlage

    Wie viel Kraft und Substanz zusätzliche Pokalspiele unter der Woche kosten, haben auch Viktoria Köln und Alemannia Aachen zu spüren bekommen. Die Höhenberger erkämpften beim Drittliga-Spiel bei Türkgücü München immerhin noch ein Unentschieden, auch wenn sie in den Schlussminuten quasi aus dem letzten Loch pfiffen. Noch härter traf es Regionalligist Alemannia Aachen. Nach dem Erreichen des Bitburger-Pokalfinales (durch ein 1:0 gegen Wegberg-Beeck) kam der nächste Gegner der Kölner am Samstag im Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück mit 0:3 unter die Räder.

    „Wir wollen die Spannung hochhalten, damit wir mit einem guten Gefühl in die Woche starten können“, hatte Aachens Trainer Kristoffer Andersen vor der Partie gegen Wiedenbrück von seiner Mannschaft gefordert. Doch daraus wurde nichts. Nachdem Hamdi Dahmani in der 71. Minute die Rote Karte kassierte, nahmen die Dinge ihren Lauf. Hendrik Lohmar traf sieben Minuten später per Foulelfmeter zum 0:1. Viktor Maier baute die Führung der Ostwestfalen aus (87. Minute). Und Phil Beckhoff nutzte einen Abwehrfehler der Alemannia in der Nachspielzeit (90. + 2) sogar noch zum 0:3.

    In Rückstand geriet auch Viktoria Köln (im Pokal-Halbfinale 2:1 nach Verlängerung bei Fortuna Köln) bei Türkgücü München. Doch nach dem Führungstreffer durch Kilian Jakob in der 55. Minute, gelang dem eingewechselten Marcel Risse (64.) noch der Ausgleichstreffer. Entsprechend erleichtert zeigte sich Viktoria-Chefcoach Olaf Janßen nach der Partie. „Ich bin sehr zufrieden“, so der 54-Jährige. „Wir haben vor dem Spiel aus der letzten Rille gepfiffen. Und man konnte sehen, die Mannschaft hat versucht, alles in die Waagschale zu werfen und hat noch den Ausgleich erzielt.“

    Wie das Kräfteverhältnis beider Teams am 29. Mai beim Bitburger-Pokalfinale in Bonn aussehen wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist, wie die letzte Begegnung zwischen beiden Teams ausging. Diese – es handelte sich am 18. Januar 2020 um ein Testspiel – gewann Alemannia Aachen auf dem Tivoli deutlich mit 4:1. Für Köln traf damals Michael Seaton zum zwischenzeitlichen Ausgleich (47.). Robin Garnier (46.), Vincent Boesen (58.), Florian David Rüter (67.) und Manuel Glowacz (87., Foulelfmeter) erzielten die Tore für die Schwarz-Gelben.

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  • Neues aus dem Verein

    Neues aus dem Verein

    Hier sind wieder einige interessante Kurznachrichten aus dem Verein.

    Drittliga- und Pokaldebüt: Die letzte Woche dürfte Niklas May in ganz besonderer Erinnerung bleiben. Denn der linke Verteidiger aus dem A-Junioren-Bundesliga-Team von Viktoria Köln feierte gleich zwei Debüts: Nachdem der 19-Jährige zuvor schon bei Testspielen der Profimannschaft zum Einsatz gekommen war, gehörte er am vergangenen Mittwoch zur Mannschaft, die sich im Stadt-Derby bei Fortuna Köln den Einzug ins Bitburger-Pokalfinale sicherte. May kam in der 32. Minute für den verletzten Patrick Koronkiewicz in die Begegnung, ehe er dann kurz vor Ende der Verlängerung (116. Minute) Luca Stellwagen wich. Am Samstag folgte im Münchner Olympiastadion bei Türkgücü München das Drittliga-Debüt des Abwehrspielers. Diesmal ersetzte er ab der 61. Minute Linksverteidiger Stellwagen.

    Starker Schlussspurt: Nach dem 23. Spieltag stand Viktoria Köln noch auf Platz 18 der 3. Liga. Damals gab es anlässlich der Rückkehr von Olaf Janßen als Cheftrainer die bittere 1:2-Niederlage beim FC Ingolstadt, bei der ausgerechnet FCI-Torhüter Fabijan Buntic und Elva Caniggia das Blatt noch in der Nachspielzeit zu Gunsten der Gastgeber wendeten. Dennoch reichte es nach 38 Spieltagen zum zwölften Tabellenplatz. Grundlage dafür war eine beeindruckende Serie unter Janßen. Denn von den letzten 15 Drittliga-Spielen verloren die Höhenberger lediglich zwei. Darüber hinaus gab es sieben Siege und sechs Unentschieden.

    Debüt Nummer zwei: Noch ein Drittliga-Debüt gab es am Samstag beim Auswärtsspiel der Viktoria in München zu erleben. Zum ersten Mal überhaupt gehörte U 19-Akteur Maximilian Fischer zum Viktoria-Kader in der 3. Liga. Und in der 89. Minute kam der Mittelfeldspieler für André Dej in die Begegnung und feierte sein Drittliga-Debüt. Lange dauerte sein Einsatz nicht, doch den Abpfiff der Partie ausgerechnet im riesigen Münchner Olympiastadion zu erleben, war sicher eine außergewöhnliche Sache. Fischer spielte in der abgebrochenen Nachwuchs-Saison ebenfalls in der A-Junioren-Bundesliga West für die Höhenberger. Der inzwischen 19-Jährige stand bei allen drei Begegnungen, die stattfanden, die vollen 90 Minuten auf dem Rasen.  

    FFP2-Masken mit Viktoria-Logo: Jetzt gibt es als „Fanartikel des Monats Mai“ FFP2-Masken mit Klub-Logo! Die Masken sind ein Produkt der Ortmanns Medical GmbH, einem Premium-Partner der Viktoria. Sie wurden in Deutschland hergestellt und verfügen über eine zertifizierte Qualität. Unter www.viktoria-shop.de sind die FFP2-Masken im 10-er Pack für 18,95 Euro erhältlich.

    Nachwuchs-Derby: Für die U 19 von Viktoria Köln steht am 30. Mai ein weiteres Testspiel an. Dabei misst sich das Team von Cheftrainer Marian Wilhelm mit dem 1. FC Köln. Die Geißböcke sind, genau wie die Höhenberger, in der A-Junioren-Bundesliga West zu Hause. Allerdings geht der Nachwuchs des Bundesligisten als klarer Favorit in die Partie. Denn zuletzt gab es für die Gastgeber in der Meisterschaft einen klaren Heimsieg gegen die Höhenberger. Die Begegnung findet leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

    Testzentrum Höhenberg: Anfang Mai hat das Corona-Testzentrum am Sportpark Höhenberg eröffnet. Verkehrsgünstig – auf dem Parkplatz Frankfurter Straße/Ecke Höhenberger Ring – gelegen, werden im Rahmen der Corona-Pandemie in einem dafür errichteten Zelt zwischen 8.00 und 20.00 Uhr kostenlose Bürgertests angeboten. Besonders schnell geht es, wenn die Termine im Vorfeld über hoehenberg-testzentrum.de oder die Chayns-App gebucht wurden. Das hoffentlich negative Testergebnis liegt nach etwa 15 Minuten vor und ist im Anschluss für 24 Stunden gültig.

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  • Koronkiewicz wird operiert

    Koronkiewicz wird operiert

    Pech für Patrick Koronkiewicz: Der Verteidiger von Viktoria Köln zog sich im Halbfinale des Bitburger-Pokals einen Abriss der Adduktoren-Sehne im Oberschenkel zu. Damit wird er nicht nur beim Endspiel des Wettbewerbs am 29. Mai gegen Alemannia Aachen, sondern auch während der kompletten Saisonvorbereitung und zu Beginn der kommenden Spielzeit fehlen.

    „Ich ging in einen Zweikampf und wollte den Ball mit dem linken Fuß wegspitzeln. Dabei bin ich mit einem Gegenspieler zusammengeprallt und unglücklich weggerutscht“, erinnert sich Koronkiewicz an die Situation, die in der Pokal-Begegnung bei Fortuna Köln zur Verletzung führte. Anschließend musste der 30-Jährige sofort aus dem Spiel genommen werden. 

    Der gebürtige Bonner wird sich am Mittwoch bei Dr. med. Peter Schäferhoff in der Kölner Mediapark Klinik einem operativen Eingriff unterziehen müssen. Koronkiewicz: „Es ist schade, dass ich der Mannschaft somit nicht beim Bitburger-Pokalfinale helfen kann. Ich wäre gerne dabei gewesen und drücke ganz fest die Daumen, dass es mit dem Einzug in den DFB-Pokal klappt.“

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  • Viktoria beendet Saison auf Platz zwölf

    Viktoria beendet Saison auf Platz zwölf

    Viktoria Köln hat im letzten Spiel der Drittliga-Saison 2020/2021 noch einmal einen Punkt erkämpft. Im Münchner Olympiastadion gelang den Höhenbergern bei Türkgücü ein 1:1. Nachdem Kilian Jakob die Gastgeber in der 55. Minute in Führung geschossen hatte, glich Marcel Risse drei Minuten nach seiner Einwechslung (64.) aus. Damit belegt die Viktoria – genau wie in der Spielzeit zuvor – in der Abschlusstabelle der 3. Liga mit 51 Punkten den zwölften Platz.

    Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen ließ auch in der letzten Partie der Drittliga-Saison Stammkeeper Sebastian Mielitz im Tor ran. In der Abwehr kamen Luca Stellwagen, Maximilian Rossmann, Jeremias Lorch und Simon Handle zum Einsatz. André Dej und Kai Klefisch spielten auf der Sechserposition. Davor agierten im Mittelfeld Kevin Holzweiler, Mike Wunderlich und Lucas Cueto. Routinier Albert Bunjaku wurde als einzige echte Spitze aufgeboten.

    Türkgücü legte los, wie die Feuerwehr: In der zweiten Minute traf Nico Gorzel mit rechts aus 17 Metern die Querlatte. Die Rückkehr von Sercan Sararer ins Team tat den Gastgebern offenbar gut. Auf der anderen Seite steckte den Gästen noch das Halbfinale im Bitburger-Pokal vom Mittwoch in den Knochen. Trotzdem, nach etwa fünf Minuten waren auch die Höhenberger im Spiel und versuchten, selbst Akzente zu setzen. Allerdings fehlte zunächst noch der finale Pass.

    In der Folge ergaben sich erst einmal keine weiteren Tormöglichkeiten. Dann hätte Bunjaku nach Zuspiel von Wunderlich nach einer halben Stunde fast getroffen. Der Routinier scheiterte – vier Meter vor dem Tor – aus spitzem Winkel an René Vollath, der das Leder zur Ecke lenkte. In der 41. Minute hatte Lorch nach Freistoß-Hereingabe von Wunderlich eine Kopfballmöglichkeit. Zwei Minuten später hatte der Kapitän selbst eine Großchance, zielte aber über den Kasten – 0:0 zur Pause.

    Viktoria-Chefcoach Janßen wechselte zu Beginn der zweiten 45 Minuten nicht. Und wieder erwischte Türkgücü den besseren Start. Allerdings köpfte Alexander Sorge links knapp neben das Kölner Gehäuse (46.). In der 55. Minute folgte dann eine Vierfach-Großchance für die Gastgeber: Schließlich war es ausgerechnet Abwehrmann Kilian Jakob, der das Leder nach mehreren Rettungstaten der Höhenberger über die Linie brachte – 1:0 für die Gastgeber.

    In der 61. Minute gab es eine Kopfballmöglichkeit für Bunjaku, doch das Leder streifte am Vollath-Gehäuse vorbei. Doch bereits in der 64. Minute fiel der Ausgleich: Der kurz zuvor für Cueto eingewechselte Marcel Risse traf mit einem wuchtigen Rechtsschuss aus zwölf Metern zum 1:1. Ähnlich wie beim Tor der Gastgeber, gab es direkt zuvor zwei Riesenmöglichkeiten für die Kölner. Die Gäste wollten den Schwung mitnehmen und drängten danach sogar auf die Führung.

    In der Schlussphase der Begegnung wollten sich beide Mannschaften zum Abschluss der Drittliga-Saison noch mit einem Sieg belohnen und spielten munter nach vorn. Allerdings waren der Viktoria die schwindenden Kräfte deutlich anzumerken. Dennoch hatten die Kölner genauso wie die Münchner Gelegenheiten, das Spiel noch für sich zu entscheiden. Allerdings fiel kein Treffer mehr, sodass es bei einem leistungsgerechten 1:1 blieb.

    Aufstellung: Sebastian Mielitz – Luca Stellwagen (61. Niklas May), Jeremias Lorch, Maximilian Rossmann, Simon Handle – André Dej (89. Maximilian Fischer), Kai Klefisch – Kevin Holzweiler (89. Youssef Amyn), Mike Wunderlich, Lucas Cueto (61. Marcel Risse) – Albert Bunjaku

    Tore: 1:0 Kilian Jakob (55.), 1:1 Marcel Risse (64.)

    Gelbe Karten:

    Türkgücü München: Filip Kursic (18.), Alexander Sorge (76.)

    Viktoria Köln: André Dej (19.), Albert Bunjaku (44.), Jeremias Lorch (68.)

    Zuschauer: 250

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  • Gegnercheck: Viktoria vom Süd- ins Olympiastadion

    Gegnercheck: Viktoria vom Süd- ins Olympiastadion

    Nach dem Halbfinale im Bitburger-Pokal am Mittwoch im Südstadion, steht am Samstag der letzte Spieltag der Drittliga-Saison 2020/2021 auf dem Programm. Dabei hat die Viktoria eine weite Anreise zu absolvieren. Denn um 13.30 Uhr – am 38. Spieltag beginnen alle Partien zeitgleich – geht es erstmals für die Viktoria ins Münchner Olympiastadion. Der Gegner dort ist Türkgücü.

    Die bisherige Saison:

    Türkgücü München sorgte in dieser Saison auf und neben dem Platz für Wirbel. Der Verein vollzog in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufstieg. Und auch in der 3. Liga setzte das Team als Neuling viele positive Ausrufezeichen. Nach einem 3:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern rückten die Münchner gleich am zweiten Spieltag auf Tabellenplatz zwei. Danach ging es mal auf und mal ab. Nach dem 2:0 bei Viktoria Köln belegte Türkgücü am Ende der Hinrunde den beachtlichen vierten Rang. Seither ging es allerdings langsam bergab. Nach dem 0:4 am Sonntag bei Dynamo Dresden rangieren die Gastgeber aktuell auf dem 13. Tabellenplatz.  

    Das Hinspiel:

    Die Partie in der Hinrunde war gleichzeitig das erste Aufeinandertreffen beider Teams überhaupt. Dabei bekleckerte sich die Viktoria nicht gerade mit Ruhm. Türkgücü versuchte schon zu Beginn, die Kölner früh beim Spielaufbau zu stören. Davon ließen sich die Gastgeber allerdings nicht beirren und erspielten sich in den ersten 20 Minuten deutlich mehr Ballbesitz. Die Höhenberger kamen danach zu Chancen, waren aber vor dem gegnerischen Gehäuse zu ungenau. In der zweiten Halbzeit setzte sich dann Sercan Sararer erstmals in der Partie gut in Szene. Er drang in den Strafraum ein und traf mit dem linken Fuß ins obere linke Eck zur Gästeführung (48.). Die Viktoria übte in der Folge mehr Druck aus. In den letzten Minuten ergaben sich dadurch Kontermöglichkeiten. Eine davon nutzte Petar Slišković in der 90. Minute zum 0:2. Damit war die Begegnung entschieden.

    Personelle Situation:

    Da Türkgücü in den letzten Jahren in keiner Liga länger als eine Spielzeit zu Hause war, änderte sich auch der Kader stetig. So ist der treueste Spieler, Mittelfeldakteur Ünal Tosun, erst seit Mitte 2018 bei den Münchnern. Darüber hinaus hat Interimstrainer Andreas Pummer ein paar Sorgen mit verletzten Spielern. Furkan Zorba (Sehnenriss), Atakan Akkaynak (Innenbandanriss im Knie) und Sebastian Maier (Sprunggelenks-Operation) werden am Wochenende sicher fehlen. Aber mit ein bisschen Glück könnte noch der eine oder andere angeschlagene Spieler wieder fit werden. Nicht dabei ist am Samstag auf alle Fälle Aaron Berzel. Der 28-Jährige hatte in der Partie bei Dynamo Dresden die Gelbrote Karte gesehen.

    Spieler im Fokus:

    Sercan Sararer gehört ohne Frage zu den stärksten Spielern der Liga. Der gebürtige Nürnberger, der spanische und türkische Wurzeln hat, durchlief die Jugend bei Greuther Fürth, die im Anschluss mit seiner Hilfe in der Saison 2011/2012 den Sprung vom Unterhaus in die Bundesliga schafften. Zeitgleich zogen die Fürther im DFB-Pokal bis ins Halbfinale ein und besiegten auf dem Weg den Stadtkonkurrenten 1. FC Nürnberg, bei dem zu dieser Zeit Albert Bunjaku spielte. In der Folge pendelte der türkische Nationalspieler zwischen den obersten zwei Ligen in Deutschland im Trikot vom VfB Stuttgart, Fortuna Düsseldorf und erneut Greuther Fürth, bevor er als mittlerweile 28-Jähriger zum vereinslosen Spieler wurde. Nach einem halben Jahr ohne Klub heuerte ihn der Karlsruher SC für eine Rückrunde in der 3. Liga an, stellte Sararer zur nächsten Spielzeit allerdings frei. Aber dann: Am 1. Januar 2020 verpflichtete Türkgücü den Offensivspieler und stieg mit ihm in die 3. Liga auf. Der mittlerweile 31-Jährige war für die Münchner auch in dieser Saison wertvoll. Er bereitete zwölf Tore vor und schoss zehn selbst. In den letzten sieben Partien fiel er allerdings mit angeblichen Wadenproblemen aus. Somit ist fraglich, ob er am Samstag gegen die Viktoria auflaufen wird. Im Kader soll Sararer aber stehen.

    Der Trainer:

    Nachdem Alexander Schmidt im Februar beurlaubt wurde, übernahm Serdar Dayat den Cheftrainerposten bei den Münchnern. Allerdings musste auch er nach kurzer Zeit aufgrund von „gesundheitlichen Problemen“ die Segel streichen. Seit Anfang des Monats hat nun Interimscoach Andreas Pummer wieder das Sagen an der Seitenlinie von Türkgücü. Der 38-Jährige soll aber nur eine Übergangslösung sein. Denn, wie der Verein mitteilte, wird Petr Ruman in der Saison 2021/2022 als Cheftrainer bei den Münchnern tätig.

    Die Historie:

    1988 wurde Türkgücü München der zweite Migrationsverein nach Türkiyemspor Berlin, der es in die dritthöchste Spielklasse Deutschlands schaffte. In der Bayernliga war der unter dem Namen SV Türk Gücü München (Türk Gücü bedeutet übersetzt türkische Macht/Kraft) bekannte Klub vier Spielzeiten lang vertreten. In den 1990-er Jahren folgte zunächst der Abstieg in die Oberliga, zwei Jahre später sogar der Gang in die Landesliga. Mit der Idee, an die erfolgreiche Geschichte des SV Türk Gücü anzuknüpfen, entstand 2002 der Türkische SV München, der jedoch 2008 gar in die Kreisliga abstieg. Um wieder als Verein zu erstarken, erfolgte 2009 die Fusion mit dem SV Ataspor München. Der neue Klub fand nach Startproblemen langsam zur alten Größe zurück. 2013 gelang unter Trainer Majid Aghajer der Aufstieg in die Landesliga Südost. Das Jahr 2016 brachte dann weitere Veränderungen: Hasan Kivran wurde neuer Präsident. 2018 folgte der Aufstieg in die Bayernliga, 2019 der in die Regionalliga Bayern (in dem Jahr wurde der Verein in Türkgücü München umbenannt) und im vergangenen Jahr schließlich der Sprung in die 3. Liga.

    Spielstätte Olympiastadion:

    Eine der Heimspielstätten von Türkgücü ist aktuell das Münchner Olympiastadion. Mit 69.250 Plätzen ist es die zweitgrößte Fußballarena der Stadt. Erbaut wurde das weltbekannte Stadion zu den Olympischen Spielen 1972. Bis 2005 fanden hier überwiegend Fußballspiele des FC Bayern München statt. Aber auch zahlreiche Länder- und Europapokal-Begegnungen wurden hier ausgetragen. Nach dem Aufstieg von Türkgücü München in die 3. Liga wurde das Stadion erneut für den Profifußball tauglich gemacht.

    Die Partie in den Medien:

    Anpfiff der Begegnung zwischen Türkgücü München und Viktoria Köln ist am Samstag um 13.30 Uhr. Ab 13.15 Uhr gibt es die dazugehören Bewegtbilder aus dem Olympiastadion live bei Magenta Sport. Zudem werden die Viktoria-Anhänger über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (Facebook, Instagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.

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  • Bitburger-Pokalfinale: Viktoria trifft auf Alemannia Aachen

    Bitburger-Pokalfinale: Viktoria trifft auf Alemannia Aachen

    Im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ findet das Bitburger-Pokalfinale 2020/2021 am Samstag, den 29. Mai, um 13 Uhr statt. Im Bonner Sportpark Nord treffen die Finalisten Viktoria Köln und Alemannia Aachen aufeinander. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es nicht möglich, käuflich Tickets für diese Partie zu erwerben.

    Dafür wird das Spiel live im Fernsehen übertragen: Gemeinsam mit den Endspielen der NRW-Landesverbände Niederrhein und Westfalen wird es von 13 bis 16 Uhr in einer Live-Konferenz im WDR und auf sportschau.de zu sehen sein. Zudem fasst die ARD die Spiele der am „Finaltag der Amateure“ beteiligten Landesverbände ab 18 Uhr in der Sportschau zusammen.

    Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams im Bitburger-Pokalfinale gab es am 21. Mai 2018. Damals gewann Viktoria Köln in der Verlängerung durch Tore von Sven Kreyer (109.) und Mike Wunderlich (120.+ 6) mit 2:0.

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  • Viktoria am 38. Spieltag im Olympiastadion

    Viktoria am 38. Spieltag im Olympiastadion

    Für Viktoria Köln steht am Samstag das letzte Spiel der Drittliga-Saison an. Der Gegner wird dann Türkgücu München sein. Zum Abschluss der Spielzeit 2020/2021 geht es damit ins Olympiastadion. Immerhin dürfen 250 Fans der Gastgeber bei der Partie mitfiebern. Das teilte Türkgücü am Donnerstag der Presse mit.

    Unterdessen freut sich Olaf Janßen, der Cheftrainer von Viktoria Köln, auf eine offene Partie. „Wir treffen auf einen Gegner, bei dem in den letzten Wochen auch ein wenig die Luft raus war“, so der 54-Jährige auf einer Pressekonferenz. „Es gibt keinen Druck in diesem letzten Saisonspiel – bei uns nicht und beim Gegner auch nicht.“

    Janßen fuhr fort: „Ich hoffe, dass es ein Spiel ist, in dem man die Freude am Fußball erkennen kann.“ Dazu könnte auch der Austragungsort der Begegnung beitragen. „Wir dürfen im altehrwürdigen Olympiastadion spielen, was natürlich ein Highlight ist“, so der Coach der Höhenberger. Mit einem Sieg könne seine Mannschaft auf einen einstelligen Tabellenplatz vorrücken.

    Zum Abschluss der Saison wird Janßen seine Formation trotzdem in einigen Bereichen verändern. „Sicherlich wird es auch so sein, dass eine Menge Spieler auf dem Platz stehen, die weniger Spielzeiten hatten – auch ein Stück weit als Belohnung dafür, dass sie immer Vollgas gegeben haben. Das wird beim Gegner ähnlich sein“, blickte der 54-Jährige voraus.

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  • Türkgücü wartet im Münchner Olympiastadion

    Türkgücü wartet im Münchner Olympiastadion

    Der letzte Spieltag in der 3. Liga führt die Viktoria zu Türkgücü nach München (Anpfiff am Samstag um 13:30 Uhr). Der Verein aus der bayerischen Landeshauptstadt verlor zuletzt gegen Tabellenführer Dynamo Dresden mit 0:4, welches die vierte Niederlage in Folge bedeutete. Der Klub von der Schäl Sick musste unter der Woche bei Fortuna Köln im Halbfinale des Mittelrheinpokals antreten. In der Verlängerung rang Viktoria den Stadtrivalen mit 2:1 nieder.

    Tabellenführer Dynamo Dresden konnte mit einem Sieg gegen Türkgücü München den Aufstieg perfekt machen. Dementsprechend wuchtig begannen die Hausherren: In der 15. Minute fing Christoph Daferner eine Kopfball-Rückgabe von Yi-young Park ab und lupfte das Leder über Schlussmann René Vollath zum 1:0. Nur wenige Minuten später verlor Alexander Sorge ein Laufduell gegen Ransford Königsdörffer, der mit einer Körpertäuschung Sorge und Vollath verlud und das 2:0 erzielte (27.). Auch wenn die SGD in der zweiten Hälfte das Spiel weitestgehend verwaltete, war sie weiterhin gefährlich vor dem Tor: In der 63. Minute passte Niklas Kreuzer scharf auf Philipp Hosiner an der Strafraumkante. Der 32-Jährige steckte direkt durch zum einlaufenden Heinz Mörschel, der das Spielgerät zum 3:0 versenkte (62.). Den Schlusspunkt setzte Panagiotis Vlachodimos in der 90. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck. Türkgücü-Interimstrainer Andreas Pummer bemängelte nach Abpfiff die vielen Verletzten in seinen Reihen: „Eigentlich machen wir es in der Anfangsphase gut. Doch dann erlauben wir uns individuelle Fehler und laden den Gegner ein.“

    Die Viktoria musste am Mittwoch im Kölner Südstadion gegen den Regionalligisten Fortuna Köln ran. Die Höhenberger Jungs gerieten durch einen Treffer von Suheyel Najar in der letzten Minute der ersten Hälfte in Rückstand, bevor ein kräftiger Distanzschuss von Abwehrspieler Moritz Fritz den Klub von der Schäl Sick in die Verlängerung brachte (68.). In dieser war es Maximilian Rossmann, der nach einer Wunderlich-Ecke den Ball zum 2:1-Endstand mit der Hacke über die Linie brachte (111.). Nach der Partie sprach Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen dem Gegner ein Kompliment aus. „Die Fortuna hat einen riesigen Pokal-Fight geliefert. Sie sind hoch angelaufen, haben uns das Spiel schwer gemacht und Ballverluste erzwungen.“ Nach der Pause kam die Viktoria besser mit dem Gegner zurecht. „Wir haben in der zweiten Hälfte eine andere Mentalität gezeigt und waren gieriger. Am Ende haben wir den Sieg in der Verlängerung erzwungen“, so Janßen. 

    Das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften im Februar verlor die Viktoria im Sportpark Höhenberg mit 0:2. Die Torschützen des Hinspiels, Petar Sliskovic (Entzündung der Fußsohle) und Sercan Sararer (Wadenprobleme), werden aller Voraussicht nach nicht gegen den Klub von der Schäl Sick am Wochenende auflaufen können.

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