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  • Viktoria verlängert mit De Vita

    Viktoria verlängert mit De Vita

    Viktoria Köln bleibt seiner Philosophie treu und baut neben erfahrenen Spielern weiter auf junge Talente. Deshalb haben die Höhenberger jetzt den Vertrag mit Dario De Vita verlängert. 

    Der 21-Jährige spielt bereits seit fünf Jahren für die Rechtsrheinischen. „Ich bin im Jahr 2016 zur Viktoria gekommen. Damals habe ich noch für die U 17 gespielt. Über die A-Jugend ging es dann zu den Profis“, blickt De Vita zurück. Jetzt freut sich der Abwehrmann auf die sechste gemeinsame Saison mit dem Klub von der Schäl Sick. „Köln ist einfach meine Stadt. Ich weiß den Verein, die Verantwortlichen und das Umfeld hier zu schätzen und fühle mich sehr wohl.“

    In diesem Jahr kam De Vita noch nicht zum Zug. Denn im Februar zog sich der junge Spieler einen Kreuzbandriss zu. „Davor war er auf einem sehr guten Weg“, weiß Marcus Steegmann, der Sportliche Leiter von Viktoria Köln. „Er war drauf und dran, sich weitere Einsatzzeiten in der 3. Liga zu erkämpfen. Leider hat ihn dann diese schwere Verletzung zurückgeworden. Nichtsdestotrotz sind wir von ihm überzeugt. Und wir möchten ihn auf dem Weg zurück auf den Platz begleiten, unterstützen und weiter fördern. Daher war es keine Frage, ob wir den Vertrag mit ihm verlängern. Wir hoffen, dass er schnellstmöglich wieder fit wird.“

    Steegmann sieht die Vertragsverlängerung als wichtiges Signal für andere junge Viktoria-Talente. „Unser Ziel ist immer, junge Spieler aus unserem Nachwuchsleistungszentrum in die erste Herrenmannschaft zu integrieren. Das wird auch in den kommenden Jahren der Weg der Viktoria sein. Dario De Vita ist da gewissermaßen auch ein Vorbild für andere Spieler, die nachkommen. Wir hatten vor einem Jahr zum Beispiel auch Alexander Höck hochgezogen. Darüber hinaus ist natürlich Kai Klefisch ein gutes Beispiel dafür, wie sich ein Spieler bei uns entwickeln kann.“

    Auch Viktoria-Cheftrainer Olaf Janßen hält große Stücke auf De Vita. „Er ist ein hochtalentierter Spieler aus den eigenen Reihen, der eine große Geschwindigkeit mitbringt. Er ist sehr fleißig und wissbegierig. Leider hat ihm seine Verletzung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber wir stehen an seiner Seite und sind von ihm überzeugt.“

    Viktoria – das V steht für Vussball!

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  • Viktorias Nachwuchs unterstützt Profis mit ‚Hätz & Hand‘

    Viktorias Nachwuchs unterstützt Profis mit ‚Hätz & Hand‘

    Viktoria Köln ist eine Vamilie. Und das bedeutet, dass man füreinander da ist – auch wenn man nicht immer vor Ort sein kann. Zurzeit spielt der Profi-Kader aufgrund der Corona-Pandemie vor leeren Rängen im Sportpark Höhenberg. Beim Viktoria-Nachwuchs ruht der Ligaspielbetrieb komplett. Das bedeutet, dass jüngere Jahrgänge seit Monaten nichts im Mannschaftsverbund unternommen haben. Doch weil das Herz auch in schwierigen Zeiten weiter für die Viktoria schlägt, haben unsere Junioren für den Verein Hand angelegt!

    So kam es zur Banner-Aktion ‚Hätz & Hand‘. Für dieses Projekt werden zehn Banner auf der Gegentribüne des Sportparks beim Heimspiel gegen den Halleschen FC aufgehängt. Zusammen ergeben diese eine Nachricht, die den Höhenberger Jungs Schwung auf der Saisonzielgeraden geben soll. Zudem stellt jede Nachwuchsmannschaft, von der U 8 bis zu der U 19, mit Handabdrücken Corona-konform unter Beweis, dass auch während einer Pandemie mit den Profis mitgefiebert wird. Und die Vamilie zeigte sich auch außerhalb des Sportparks tatkräftig: Dank Malermeister Lanius gab es schnell die notwendige Farbe für die Aktion.

    Sich die Hände für den Verein schmutzig zu machen, war für die Spieler im Viktoria-Nachwuchsleistungszentrum eine gelungene Abwechslung im Corona-Alltag. Und für die Höhenberger Profis ist es eine kleine Erinnerung, dass – auch wenn die gewohnte Unterstützung von den Rängen bei Heimspielen aufgrund der Pandemie fehlt – der Verein immer an der Seite der Mannschaft steht und an das Team glaubt.

    Denn das ‚V‘ steht für Vussball und Vamilie!

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  • Mike Wunderlich im Porträt: „Solange ich Spaß habe, spiele ich“

    Mike Wunderlich im Porträt: „Solange ich Spaß habe, spiele ich“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln genauer vor. Heute: Mike Wunderlich.

    Um kurz vor halb vier am 18. Mai 2019 tritt Mike Wunderlich an. Im Laufe seiner Karriere hat der Kapitän der Viktoria unzählige Schüsse auf das Tor abgegeben, aber keiner war je so wichtig wie dieser Elfmeter. Die ausgelassene Stimmung auf den Rängen weicht gespenstischer Stille. Einen Moment später ist der Torwart verladen, der Ball im Netz und die Mannschaft so gut wie in die 3. Liga. Doch um die Geschichte vom Aufstieg der Viktoria und ihrem Führungsspieler zu erzählen, muss man Jahre früher beginnen.

    27 Jahre, um genau zu sein. Im Alter von sechs Jahren fing der Sohn des ehemaligen Viktoria-Spielers und heutigen Sportvorstands Franz Wunderlich mit dem Kicken beim Klub von der Schäl Sick an, der damals noch SCB Preußen Köln hieß. „Ich war von Geburt an auf Fußballplätzen unterwegs“, erinnert sich der heute 35-Jährige zurück. Von den Bundesliga-Einsätzen seines Vaters beim 1. FC Köln ließ sich Wunderlich nicht unter Druck setzen, im Gegenteil. „Mein Vater hat mich mit seiner Erfahrung stets unterstützt, wofür ich sehr dankbar bin“, so der Offensivspieler.

    Bayer Leverkusen wurde bald auf den Nachwuchskicker aufmerksam. In der Jugendabteilung der Werkself spielte er zunächst im Sturm, bis Daniel Zillken (Anm. d. Red. heutiger Co-Trainer von Viktoria Köln) ihn zum offensiven Mittelfeldspieler umfunktionierte. Doch in der U 17 wurde ihm kein Stammplatz angeboten und nach Absprache mit seinem Vater ging es für den 17-Jährigen zurück zur Viktoria, die wie Bayer in der B-Junioren Bundesliga West kickte. „Wir waren in der Liga chancenlos, Woche für Woche“, sagt Wunderlich über seine letzten Jahre im Jugendfußball bei der Viktoria, „aber wenn der Abstieg früh feststeht, dann probiert man alles, um sich durch Tore in Szene zu setzen.“ Und so traf der Spielmacher in 24 A-Jugendspielen zehnmal, was zwar am Abstieg nichts änderte, aber Interesse vieler Klubs am ehrgeizigen 18-Jährigen weckte. Und so wechselte er für seine letzte Saison im Jugendfußball zum 1. FC Köln.

    Die erste Station im Seniorenbereich war für Wunderlich die zweite Mannschaft der Geißböcke in der Regionalliga Nord. „Das war eine riesige Umstellung“, weiß der Mittelfeldmotor noch, „in der Jugend kamen eine Handvoll Fans zum Spiel und plötzlich warteten 17.000 Zuschauer am Millerntor.“ Kölns Reserve stieg in der ersten Saison mit ihm ab, aber die Offensivkraft Wunderlich mauserte sich schnell in der viertklassigen Oberliga Nordrhein zu einem Stammspieler. Dann kam es zur Gründung der 3. Liga, womit der 1. FC Köln II in der viertklassigen Regionalliga West dabei war. Hier ging es für Wunderlich zum Ligakonkurrenten Rot-Weiss Essen. Mit Offensivkollege Sascha Mölders machte er in der Folge die Liga unsicher und nachdem der Zweitligist FSV Frankfurt Mölders zu sich geholt hatte, dauerte es nicht lange und auch Mike Wunderlich erhielt ein Angebot für die 2. Bundesliga. „Frankfurts Trainer kam zu zwei Spielen und ich habe in beiden getroffen“, sagt Viktorias Kapitän dazu trocken.

    „Von da an ging alles sehr schnell“, erinnert sich Wunderlich. FSV-Coach Hans-Jürgen Boysen setzte auf den 1,84 Meter großen Offensivspieler und der hatte „nichts zu verlieren“. Keine zehn Monate nachdem Wunderlich gegen Schalkes Reserve in der Regionalliga gekickt hatte, spielte er nun gegen die erste Mannschaft aus Gelsenkirchen in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Und auch in der 2. Liga lief die Hinrunde ausgezeichnet für den 24-Jährigen, der fünf Tore erzielte und drei vorbereitete. Sein Marktwert verfünffachte sich auf eine Million Euro. Wunderlich resümiert: „Es klappte einfach alles bei mir zu dieser Zeit. Das ist eine schöne Erinnerung.“ Doch leider litt der Spieler an einem Burnout-Syndrom und fiel in der Folge in ein Loch: „Mein Ehrgeiz brachte mich schnell nach oben, aber genauso schnell wieder nach unten. Und plötzlich war ich komplett leer.“

    So kehrte Wunderlich, der Angebote aus der Bundesliga hatte, zu seinem Höhenberger Heimatverein zurück. Dieser war mittlerweile als FC Viktoria Köln 1904 neugegründet worden und konnte einen Führungsspieler gut gebrauchen, um sich aus der fünftklassigen NRW-Liga in den Profisport zu schießen. Doch auch für Wunderlich war es die richtige Entscheidung. „Ich war wieder zu Hause – umgeben von Freunden und einer Mannschaft, die mir den Spaß am Fußball zurückgegeben hat. Auch mein Vater und Franz-Josef Wernze haben dafür gesorgt, dass es mir besser ging. Dementsprechend habe ich in den Jahren seitdem alle Wechselangebote geblockt. Aus Dankbarkeit“, sagt der Rekordspieler der Viktoria, der mittlerweile seit zehn Spielzeiten die Schuhe für das rote V schnürt.

    In der NRW-Liga wurde „durchmarschiert“, wie es Wunderlich formuliert. 32 Tore erzielte der Offensivspieler in 34 Spielen. Doch was als Märchen in der fünften Liga begann, wurde zur Odyssee in der Regionalliga West: Sieben Anläufe brauchte die Viktoria, bis der Aufstieg in die 3. Liga glückte. „Das war hart“, erklärt der Rekordspieler des Klubs von der Schäl Sick, „man versucht es jahrelang, wird Meister, muss Relegation spielen und scheitert dann an der Auswärtstorregel.“ Wunderlich spricht dabei von den zwei Spielen gegen den FC Carl Zeiss Jena, als er im Hinspiel in der letzten Spielminute mit Rot vom Platz flog. „Das war der größte Fehler meiner Karriere“, sagt er über die Beleidigung seines Gegenspielers, wodurch er im Rückspiel fehlte.

    Im Jahr darauf musste man sich als Tabellenzweiter dem KFC Uerdingen geschlagen geben. Doch in der Saison 2018/2019 war es endlich so weit: Am letzten Spieltag führte die Viktoria die Liga mit zwei Punkten an und hatte den Aufstieg selbst in der Hand. Als es in der 66. Minute Elfmeter für die Höhenberger Jungs gab, war klar, wer antreten würde. Und Wunderlich verwandelte den Strafstoß. „Nach dem Abpfiff ist so viel von mir abgefallen“, erinnert sich der Kapitän der Viktoria, der sich seitdem mit seiner Mannschaft in der 3. Liga etabliert hat.

    Wohl fühlt sich der Führungsspieler bei seinem Heimatverein nach wie vor. „Zu 99,9 % höre ich hier als Spieler auf, nur ist noch nicht klar, wann das ist. Vertraglich habe ich noch ein Jahr, aber solange es mir noch Spaß macht, werde ich auf dem Feld stehen“, sagt der 35-Jährige, dessen Formkurve sich kontinuierlich weigert, abzuflachen. Ob der zweifache Regionalligameister und vierfache Mittelrheinpokalsieger noch Träume hat? Da muss der Kapitän grinsen: „Eine entspannte Saison komplett ohne Abstiegssorgen würde ich mir mit der Viktoria wünschen.“

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  • Janßen erwartet „brutal intensives Spiel“

    Janßen erwartet „brutal intensives Spiel“

    Am Samstag kann Viktoria Köln im Heimspiel gegen den Halleschen FC einen extrem wichtigen Schritt in Richtung Verbleib in der 3. Liga machen. Mit einem Sieg im Gepäck stünden die Höhenberger bei 46 Punkten. Doch Olaf Janßen, der Chefcoach der Gastgeber, will das Thema Klassenerhalt nicht überstrapazieren.

    „Am Ende des Tages hat es nur damit zu tun, was am 38. Spieltag in der Tabelle steht“, so der 54-Jährige auf der Pressekonferenz vor der Partie. „Da weiß man nicht, ob 46 Punkte reichen. Von daher machen wir das wie jede Woche: Wir schauen also nur auf dieses eine Spiel und die drei Punkte, die wir unbedingt haben wollen.“

    Nach dem Last-Minute-Sieg des HFC gegen den KFC Uerdingen – Halle traf durch Stipe Vucur (89.) und Terrence Boyd (90. + 2) noch zum 2:1 – sollte die Viktoria achtsam sein. „Das setzt natürlich Energien frei. Darauf dürfen wir uns einstellen“, so Janßen. Er kündigte an: „Es wird, wie jede Woche, ein brutal intensives Spiel.“

    Der Viktoria-Coach warnte vor den individuellen HFC-Qualitäten. „Sie haben mit Boyd vorne drin einen der besten Mittelstürmer der Liga. Manu, der wieder von seiner Verletzung genesen ist, hat zuletzt über den Flügel mächtig gewirbelt. Eberwein kommt zurück.“ Deshalb gehe es auch am Samstag darum, die eigene „DNA auf den Platz zu bringen.“

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  • Gegnercheck: Halle kommt mit Super-Stürmer

    Gegnercheck: Halle kommt mit Super-Stürmer

    Am Samstag (Anpfiff 14.00 Uhr) gastiert der Hallesche FC im Sportpark Höhenberg. Der Tabellenzwölfte braucht weiter Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Denn nur sechs Zähler trennen die Ostdeutschen von den Abstiegsrängen. Bei der Partie muss die Kölner Verteidigung mächtig aufpassen: Denn bei Halle stürmt mit Terrence Boyd der zweitbeste Torschütze der Liga.

    Bisherige Saison:

    Zum Saisonauftakt gewann der Hallesche FC das Sachsen-Anhalt-Derby in Magdeburg (2:0). Am neunten Spieltag setzte es eine 1:6-Pleite bei 1860 und damit den bisherigen Negativpunkt der Saison. Dennoch fing sich der dreimalige DDR-Pokalsieger wieder und blieb den Abstiegsrängen weitestgehend fern. Im März holte die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg jedoch nur einen Punkt in vier Partien. Nach der Länderspielpause verlor das Team 1:3 in Kaiserslautern. Dank des jüngsten 2:1-Heimerfolgs gegen den KFC Uerdingen hat der HFC zum jetzigen Zeitpunkt sechs Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

    Das Hinspiel:

    Die Begegnung in der Hinrunde entschied der Hallesche FC mit 2:0 für sich. In der ersten Halbzeit war Viktoria die überlegene Mannschaft. Doch gute Gelegenheiten ließen die Gäste aus, HFC-Keeper Sven Müller hielt seinen Kasten sauber. Das blieb auch im zweiten Durchgang so. Die Offensive um Michael Seaton kam ein ums andere Mal nicht am gebürtigen Kölner vorbei. So kam es, wie es kommen musste: In der 70. Minute lauerte Terrence Boyd freistehend am zweiten Pfosten und versenkte die Kugel zum 1:0 im Tor. Keine Viertelstunde später entschied der Referee auf Hand-Elfmeter. Boyd verwandelte den Strafstoß sicher und avancierte somit zum alleinigen Matchwinner.

    Personelle Situation:

    Kapitän Jonas Nietfeld wird seine Mannschaft aller Voraussicht nach mit einer angebrochenen Rippe vom Sofa aus unterstützen müssen. Defensiv-Allrounder Toni Lindenhahn wird die Reise nach Köln aufgrund eines Knorpelschadens wohl auch nicht antreten. Michael Eberwein und Marcel Titsch Rivero hingegen kommen nach abgesessener Gelbsperre zurück in den Kader.

    Spieler im Fokus:

    Die Lebensversicherung der Hallenser ist aktuell Terrence Boyd. Bereits die Hinrundenpartie entschied der 1,88 Meter große Angreifer mit einem Doppelpack. Der in Bremen geborene US-Amerikaner ist mit 15 Saisontreffern hinter Sascha Mölders (20 Buden) der derzeit zweitbeste Torschütze der Liga. In seiner Karriere lief der 30-Jährige bereits für die Reserven von Hertha BSC und Borussia Dortmund auf. Bei den Schwarzgelben traf Boyd in 32 Regionalliga-Partien 20-mal, sodass Rapid Wien auf ihn aufmerksam wurde und ihn nach Österreich lotste. Beim SK bejubelte er in 80 Einsätzen 37 eigene Treffer und wechselte anschließend zu RB Leipzig. Dort war er weniger erfolgreich. So erging es ihm auch in seiner Zeit beim SV Darmstadt und in Toronto. 2019 unterschrieb der 14-malige US-Nationalspieler dann beim Halleschen FC, wo es für ihn wieder deutlich aufwärts ging. Mit 14 Treffern und elf Assists war Boyd bereits in der Vorsaison maßgeblich am Klassenerhalt seines Vereins beteiligt.

    Trainer:

    Trainer bei Halle ist Florian Schnorrenberg. Der Westfale übernahm die Mannschaft im Juni 2019 in akuter Abstiegsgefahr. Nach dem Klassenerhalt wurde sein Vertrag beim HFC verlängert. Erste Drittliga-Erfahrungen sammelte der 43-Jährige 2018/2019 bei der SG Sonnenhof Großaspach. Seine Laufbahn als Coach begann er 2013 beim TuS Erndtebrück. Bis 2018 spielte die Mannschaft unter seiner Regie. In zwei Regionalliga-Spielzeiten traf der Coach mit Erndtebrück viermal auf Viktoria Köln. Dabei holte er drei Unentschieden und musste eine 0:5-Klatsche hinnehmen.

    Bisherige Spiele:

    In der 3. Liga standen sich die beiden Vereine bislang dreimal gegenüber. Die jeweiligen Hinrundenspiele gewannen die Hallenser mit 2:0. In der Rückserie der vergangenen Saison feierten die Höhenberger einen 4:3-Erfolg an der Saale. Die Kölner Tore erzielten Jonas Carls, Steven Lewerenz, Kai Klefisch und Michael Seaton. 

    Vereinshistorie:

    Der Hallesche FC qualifizierte sich als Tabellenvierter der letzten DDR-Saison 1990/1991 für die Südstaffel der 2. Bundesliga. Bereits in der Premierensaison stieg der HFC ab. Doch das war nur der Startschuss für den folgenden Absturz. Denn der Verein rutschte in den 1990-er Jahren bis in die fünftklassige Verbandsliga ab. Erst in der Saison 2011/2012 kehrte der Klub aus der größten Stadt Sachsen-Anhalts dank eines 0:0 gegen RB Leipzig in die Drittklassigkeit zurück. Seitdem gehören die Hallenser fest zum Repertoire der 3. Liga. In sechs der acht Spielzeiten landeten die Rot-Weißen im Mittelfeld. Die Saison 2018/2019 beendete Halle auf Platz vier und gewann zum neunten Mal den Sachsen-Anhalt-Pokal.

    Partie in den Medien: 

    Anpfiff der Begegnung zwischen Viktoria Köln und dem Halleschen FC ist am Samstag um 14:00 Uhr im Sportpark Höhenberg. Die Partie überträgt Magenta Sport ab 13:45 Uhr live (als Einzelspiel und in der Konferenz). Außerdem ist die Partie im Free-TV im WDR und im MDR zu sehen. Darüber hinaus werden die Anhänger der Viktoria wie gewohnt über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (FacebookInstagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter auf dem Laufenden gehalten.

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  • Bernard Kyere: „Effenberg-Mentalität hat mich immer inspiriert“

    Bernard Kyere: „Effenberg-Mentalität hat mich immer inspiriert“

    Bernard Kyere ist Innenverteidiger. Doch Viktoria-Chefcoach Olaf Janßen brachte ihn zuletzt oft als Mittelstürmer in die jeweiligen Partien. Das hat der 25-Jährige vor allem seiner Robustheit und seinem Tempo zu verdanken. Im Interview spricht er über die „Kölsche Mentalität“, das Geheimrezept für seinen Körper und seine persönlichen Ziele.

    Herr Kyere, seit 2017 wohnen Sie nun in Köln. Einst sagten Sie, Ihre Heimat, Freiburg im Breisgau, sei ‚Köln in klein‘. Was aber hat die Domstadt, was Freiburg nicht hat?

    Bernard Kyere: Köln macht die besondere Mentalität der Menschen aus. Die Menschen sind hier oft sehr offen und kontaktfreudig. Die Lebensart frei nach ‚Et kütt wie et kütt‘ oder ‚Jeder Jeck es anders‘ ist das, was so besonders ist. Die Badener hingegen sind meist etwas zurückhaltender, gerade was fremde Menschen angeht.

    In Ihrer ersten Saison bei der Viktoria hatten Sie mit einigen Verletzungen zu kämpfen. In dieser Saison wirken Sie nicht mehr so anfällig. Was haben Sie aus den Rückschlägen gelernt und was machen Sie inzwischen anders?

    Kyere: Verletzungen haben oft mit Pech zu tun. Du kannst dich immer fit halten und auf einmal verdrehst du dir den Fuß und bist verletzt. Aber natürlich kann man dem vorbeugen. Vor dem Training beispielsweise wärme ich mich sehr gründlich auf und schon vor dem eigentlichen Aufwärmprogramm möchte ich bereit sein. Darauf habe ich in den vergangenen Monaten einen großen Fokus gelegt. Letztlich gehört natürlich auch Glück dazu, verletzungsfrei zu bleiben. Das kann man nicht zu hundert Prozent beeinflussen.

    Auffällig ist auch die körperliche Präsenz auf dem Spielfeld. Haben Sie eine Art Geheimrezept für Ihren Muskelaufbau?

    Kyere: Es ist wichtig, dem Körper immer wieder neue Reize zu geben. Man muss nicht jeden Tag Krafttraining machen. Aber kontinuierlich über einen langen Zeitraum am Muskelaufbau zu arbeiten, ist hilfreich. Das mache ich nun seit einigen Jahren und so habe ich meinen Körper über eine längere Zeit aufgebaut. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ich von der Jugend in den Seniorenbereich kam. Da habe ich gerade einmal 78 Kilogramm gewogen und war ziemlich schlaksig. Seitdem hat sich mein Köper gut entwickelt.

    Welche Stärken sehen Sie bei sich – abgesehen von Ihrer Robustheit – auf dem Feld?

    Kyere: Ich bin jemand, der immer versucht, in den Zweikampf zu gehen. Dem gehe ich nicht aus dem Weg. Mit meiner defensiven Denkweise versuche ich, der Mannschaft die nötige Stabilität zu geben. Außerdem hilft mir meine Schnelligkeit. Auch diese ‚Stefan-Effenberg-Mentalität‘ hat mich immer inspiriert. Das bedeutet, dass man durch einen harten, gewonnenen Zweikampf die Mitspieler pushen und motivieren kann.

    Normalerweise sind Sie in der Abwehr heimisch. Zuletzt aber wechselte Sie Cheftrainer Olaf Janßen oft in der Schlussphase als Mittelstürmer ein. Ist das etwas, an das Sie sich gewöhnen könnten?

    Kyere: Das ist jedenfalls etwas ganz anderes als meine eigentliche Position. Aber es macht mir Spaß, denn wenn ich einen Zweikampf gewinne, denke ich generell direkt offensiv und will den Ball nach vorne treiben. Durch mein Tempo und die angesprochene körperliche Präsenz fällt mir das leicht. Aber dennoch spiele ich am liebsten auf der Innenverteidigerposition. Für mich ist es letztlich das Wichtigste, der Mannschaft helfen zu können. So versuche ich vorne Unruhe zu stiften und die generischen Spieler nochmal intensiv anzulaufen. Da stelle ich mich in den Dienst der Mannschaft.

    Sie haben in dieser Saison bei 15 Einsätzen vier Gelbe und eine Gelbrote Karte gesehen. Bei 85 Drittliga-Spielen kommen Sie bereits auf drei Platzverweise und 21 Verwarnungen. Wie begründen Sie Ihre ‚Überehrgeizigkeit‘?

    Kyere: Als Verteidiger muss man jede Spielsituation gut abwägen. Wenn wir in der Vorwärtsbewegung sind, den Ball verlieren und dann in Unterzahl sind, muss ich auch mal ein taktisches Foul ziehen. Das war auch zuletzt gegen Zwickau so. Da wollte der Gegner einen Einwurf schnell ausführen. Da habe ich mich in den Weg gestellt und eine Gelbe Karte kassiert. Das hat uns aber nochmal einige Sekunden gebracht, um wieder in die Ordnung zu kommen. Das ist nun mal ein probates Mittel im Fußball.

    Jemand, der auch sehr ehrgeizig ist, ist Moritz Fritz. Er ist laut einem Zitat von Ihnen der ‚Mann mit den zwei Vornamen‘. Bereits vor Ihrer Zeit bei Viktoria Köln haben Sie zusammen gekickt. Wie sehr helfen Sie sich gegenseitig, obwohl Sie in gewisser Weise Konkurrenten auf der Innenverteidigerposition sind? Was sagen Sie zu seinem Premierentreffer am Wochenende?

    Kyere: Es ist kein Geheimnis, dass Moritz und ich sehr gut befreundet sind. Das Konkurrenzgedenken innerhalb der Mannschaft existiert bei mir nicht. So wie er sich unfassbar freut, wenn ich spiele, freue ich mich, wenn er ran darf. Da pushen wir uns gegenseitig sehr und ziehen uns gegenseitig hoch. Wo es geht, motivieren wir einander auch. Wir haben die gleiche Einstellung und Mentalität, deswegen funktioniert das mit uns so gut. Seit vier Jahren spiele ich schon mit ihm zusammen. So ein schönes Tor wie zuletzt gegen Zwickau hat er noch nie gemacht! (lacht) Ich habe mich sehr für ihn gefreut. Der Treffer sollte ihm Selbstvertrauen geben und ihm zeigen, dass er das kann.

    Selbstvertrauen kann auch einer Ihrer Ex-Klubs gut gebrauchen, nämlich der 1. FC Kaiserslautern. Die ‚Roten Teufel‘ sind derzeit in akuter Abstiegsgefahr. Wie sehr fiebern Sie dort noch mit?

    Kyere: Das verfolge ich natürlich auch. Ein paar Jungs, die beim FCK spielen, kenne ich auch noch aus meiner Zeit. Eine gewisse Verbundenheit zu dem Verein habe ich somit weiterhin. Ich wünsche mir sehr und hoffe, dass sie den Klassenerhalt noch packen. Allerdings stehen das Wohl und der Erfolg des aktuellen Vereins immer im Vordergrund. Und das ist die Viktoria. 

    Was sind Ihre persönlichen Ziele für die restliche Saison und für die Zukunft?

    Kyere: Natürlich möchte ich so viele Spielminuten wie möglich bekommen – und vor allem gesund bleiben. Denn das, was ich am liebsten mache, möchte ich so oft wie möglich machen. Mit der Mannschaft hoffe ich bald den Klassenerhalt zu feiern. Das ist und bleibt unser Ziel – egal wie die Tabellensituation ist.

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  • Viktoria-Partie am Samstag im WDR, MDR und bei Magenta Sport

    Viktoria-Partie am Samstag im WDR, MDR und bei Magenta Sport

    Am 17. April (Anpfiff: 14.00 Uhr) steht das Heimspiel der Viktoria gegen den Halleschen FC auf dem Programm. Und diesmal dürfen sich die Fußballfans ganz besonders freuen: Denn neben Magenta Sport wird auch das WDR Fernsehen live mit von der Partie sein. Außerdem wird der MDR die komplette Begegnung ausstrahlen. Damit ist erstmals in diesem Jahr ein Spiel der Höhenberger in kompletter Länge im Free-TV zu sehen. Zuletzt war das am 19. Dezember der Fall. Da zeigte das MDR Fernsehen die Begegnung zwischen Köln und Tabellenführer Dynamo Dresden (Endstand: 2:4).

    „Das sind tolle Nachrichten“, sagt Eric Bock, der Geschäftsführer der FC Viktoria Köln 1904 Spielbetriebs GmbH. „Bei ‚Sport im Westen live‘ und ‚Sport im Osten‘ können endlich wieder die Viktoria-Anhänger mitfiebern, die keine Möglichkeit haben, bei Magenta Sport zuzuschauen. Das ist in Zeiten der Corona-Pandemie eine großartige Sache. Natürlich wäre es noch schöner, wenn wir irgendwann wieder Fans ins Stadion lassen könnten. Da das aber noch nicht möglich ist, hoffe ich, dass viele Fans das Angebot am Samstag nutzen.“

    Grundsätzlich sind alle Spiele der 3. Liga live und in voller Länge bei Magenta Sport zu sehen. Darüber hinaus zeigen die Dritten Programme und die ARD ausgewählte Spiele zusätzlich live im Free-TV. Außerdem gibt es die Highlights der 3. Liga bei Magenta Sport, in der ARD-Sportschau, in den Sportsendungen der Dritten sowie am späten Montagabend in „3. Liga pur“ bei Sport1.

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  • Neues aus dem Verein

    Neues aus dem Verein

    Hier sind ein paar interessante und aktuelle Kurznachrichten aus dem Verein.

    Fritz mit Tor-Premiere für Viktoria: Moritz Fritz erzielte am Sonntag in Zwickau den wichtigen 1:0-Führungstreffer. Das Kopfballtor war für den 1,93 Meter großen Defensiv-Allrounder der erste Pflichtspieltreffer im Dress der Viktoria. In Zwickau setzte Trainer Olaf Janßen ihn in der Innenverteidigung neben Michael Schultz ein. Auch die Leihgabe aus Braunschweig fiel zuletzt durch seine Torgefahr auf. In der vergangenen Woche netzte er in beiden Spielen – gegen Unterhaching und in Zwickau – ein.

    Trikots im April stark reduziert: Egal ob rot, weiß oder schwarz – alle Viktoria-Drittliga-Trikots der Saison 2020/2021 sind momentan stark reduziert! Jedes Trikot ohne Beflockung ist aktuell für 39,00 Euro statt 59,90 Euro erhältlich, die Heimtrikots für Kinder gibt es derzeit für nur 35,00 Euro. Das Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht und maximal bis zum 30. April! Im Onlineshop von Viktoria Köln gibt es dazu die Möglichkeit, sich das Trikot mit Namen und Nummer individuell beflocken zu lassen. Zudem wird von der Geschäftsstelle am Sportpark Höhenberg ein „AanrooVe un met no Huus nemme“-Service angeboten.

    Viktoria auf der Jagd nach neuen Rekorden: Seit sechs Partien ist Viktoria Köln nun ungeschlagen. So lange blieben die Höhenberger in der 3. Liga noch nie ohne Niederlage. Die bislang längste Serie gelang den Domstädtern zu Beginn der Saison. Ab dem dritten Spieltag gewann das Team vier Spiele, musste dann aber eine Niederlage in Rostock hinnehmen. Außerdem gewann die Mannschaft von der Schäl Sick ihre letzten vier Auswärtsbegegnungen in Zwickau, Saarbrücken, Lübeck und München (FC Bayern II). Auch das stellt die Bestmarke ein, die die Höhenberger Jungs in der letzten Saison aufgestellt hatten. Damals gewann man auswärts gegen Bayern München II, Sonnenhof Großaspach und Preußen Münster, bevor man in Zwickau gegen den FSV unterlag.

    Bunjaku überholt Brzenska bei Pflichtspielen: Albert Bunjaku stand bei der Auswärtsbegegnung in Zwickau zum 86. Mal für Viktoria Köln auf dem Rasen. Damit überholt er seinen Co-Trainer Markus Brzenska, der 85-mal mit dem ‚V‘ auf der Brust spielte. Doch damit nicht genug: Der ehemalige Nationalstürmer (Kosovo und Schweiz) gehört nun zu den Top-20 der Viktoria-Rekordspieler. Rang 20 teilt er sich derzeit mit Bernd Hermes und Sascha Eichmeier.

    Zwickau vs. Viktoria auch auf virtuellem Rasen: Nicht nur in der GGZ-Arena trafen der FSV Zwickau und Viktoria Köln aufeinander. Auch auf dem virtuellen Feld kam es zur Begegnung der beiden Clubs. Im Spieltagsduell bei FIFA21 traf der Kölner eSportler Lukas „Obafemimoebus“ Möbus auf den Zwickauer Marcel „Minusmacher31“ Gramann. Wie die Partie verlief, ist auf dem YouTube-Channel von Viktoria Köln zu sehen.

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  • Am Samstag kommt der Hallesche FC

    Am Samstag kommt der Hallesche FC

    Am Samstag (Anpfiff 14.00 Uhr) reist der Hallesche FC zum Sportpark Höhenberg. Für beide Teams verlief das vergangene Wochenende positiv: So haben die Domstädter nach dem 2:1-Auswärtserfolg in Zwickau drei Punkte mehr auf dem Konto und auch die Mannschaft aus Halle konnte ihren Vorsprung auf die Abstiegsplätze um drei Zähler vergrößern.

    Der HFC eröffnete den 31. Spieltag am Freitagabend gegen den KFC Uerdingen im bwin-Topspiel. In einer dramatischen Schlussphase sicherte sich die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg einen Sieg im eigenen Stadion. Nach 61 Minuten geriet Halle jedoch zunächst in den Rückstand: Der Krefelder Mike Feigenspan lupfte den Ball über HFC-Keeper Sven Müller aus spitzem Winkel und stellte auf 0:1. Der gebürtige Kölner im Kasten verhinderte in der Folge noch das 0:2. In der Schlussphase gingen seine Vordermänner aufs Ganze und wurden dafür belohnt. In der 89. Minute traf Innenverteidiger Stipe Vucur mit einer Direktabnahme zum 1:1-Ausgleich. Doch mit dem einen Punkt war der HFC nicht zufrieden. Und so traf Terrence Boyd in der Nachspielzeit zum 15. Mal in dieser Saison und sorgte für großen Jubel im ERDGAS Sportpark. Für die Truppe aus der größten Stadt Sachsen-Anhalts war es der erste Sieg nach zuvor fünf Spielen ohne Dreier. „Es ist ein sehr gutes Gefühl, wieder ein Spiel gewonnen zu haben“, sagte Coach Schnorrenberg nach Abpfiff am Magenta-Sport-Mikrofon. „Wir haben eine engagierte Leistung gezeigt. Ich bin total happy, dass wir das Spiel sogar noch drehen konnten.“

    Ebenfalls erfreut waren die Kölner, als sie am Sonntag wieder in den Bus Richtung Domstadt einstiegen. Denn dank des 2:1-Auswärtserfolgs in Zwickau nahmen sie drei Punkte mit nach Hause. In Abwesenheit von Timmy Thiele (gesperrt nach Gelbroter Karte) und Lucas Cueto (angeschlagen) sorgten die Kölner Innenverteidiger für die Tore. Es war etwa eine Stunde gespielt, als Moritz Fritz nach einer Ecke von Marcel Risse zur 1:0-Führung einnickte. Keine zehn Minuten später trat Risse erneut zur Ecke an, diesmal von der anderen Seite. Michael Schultz, der bereits gegen Unterhaching seine Kopfballstärke unter Beweis gestellt hatte, stieg im Strafraum am höchsten – 2:0 für Viktoria! Der Zwickauer Anschlusstreffer durch Lars Lokotsch in der Nachspielzeit kam zu spät. Somit haben die Kölner fünf der letzten sechs Spiele gewonnen und sich am FSV Zwickau vorbei auf Rang neun geschoben. „Wir haben Zwickau in der zweiten Halbzeit fast komplett von unserem Tor weggehalten. Wir wurden für unseren Fleiß belohnt“, resümierte Viktoria-Chefcoach Olaf Janßen nach dem vierten Auswärtssieg in Folge.

    Beide Teams haben wichtige Punkte für den Klassenerhalt geholt. Die Hallenser stehen nun sechs Zähler vor den Abstiegsrängen. Die Höhenberger haben indes zehn Punkte Vorsprung auf den akut abstiegsbedrohten KFC Uerdingen. Doch die Mannschaft von Olaf Janßen wird das Spiel gegen Halle sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen, schließlich verlor sie das Hinrundenspiel in Sachsen-Anhalt mit 0:2.

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  • U 19 verliert Testspiel gegen SV Elversberg mit 1:2

    U 19 verliert Testspiel gegen SV Elversberg mit 1:2

    Die U 19 von Viktoria Köln musste nach zwei Unentschieden in Folge am Sonntag eine Niederlage einstecken. Die A-Junioren von der Schäl Sick verloren zu Hause gegen den Nachwuchs der SV Elversberg mit 1:2 (1:1). Das Tor der Kölner erzielte Lamin Touray (45.), die Gäste trafen durch Anton Ziegler (1.) und Fabio Lanfranco (54.).

    U 19-Cheftrainer Marian Wilhelm wechselte nach dem 1:1-Unentschieden bei Eintracht Frankfurt auf drei Positionen. Tim Schirmer war nicht mit von der Partie, Murat Aydin und Ilhan Altuntas nahmen vorerst auf der Bank Platz. Für sie rückten Mika Durcok, Sincere Overman und Karim Ait Lamadane in die Startformation.

    Das Spiel war noch keine 60 Sekunden alt, da lag schon der Ball im Tor der Viktoria: Ein abgefälschter Schuss kullerte auf Schlussmann Yannik Hasenbein zu, dem die Kugel bei der Annahme über den Schuh rutschte und ins eigene Tor ging. Somit liefen die Höhenberger Jungs von Anfang an einem Rückstand hinterher, wodurch sich die Kölner aber nicht aus dem Konzept bringen ließen. Zuerst versuchten sie es mit langen Bällen an die Strafraumkante (5. und 16.), dann verlagerten sie das Spiel auf die Flügel, wodurch Sam-Calvin Kisekka einen sehenswerten Lauf hinlegte, der letztendlich keine Bedrohung für Elversberg darstellte (18.).

    Die Gäste aus dem Saarland waren ein bissiger Gegner, doch die Viktoria bestimmte nun immer mehr das Geschehen. Einzig die zwingenden Torchancen fehlten dem Spiel der Höhenberger Jungs. Ein Schuss von Joel Vieting nach einstudierter Freistoßvariante war nicht zwingend (30.), ein toller Lauf von Mika Durcok blieb ohne Konsequenz (33.). Doch eine Minute später gab es erneut einen Freistoß an der Strafraumkante für die Viktoria, welcher in der Mauer die Hand eines Gegners traf: Elfmeter! Schiedsrichter Dominik Mynarek, der im Spiel ohne Karten auskam und stets in der munteren Partie die Kontrolle behielt, zeigte direkt auf den Punkt. Maximilian Fischer nahm sich der Sache an und schoss ein strammes Pfund in die untere rechte Ecke des Kastens, aber Elversberg-Torhüter Florian Barth lenkte die Kugel noch irgendwie an dem Pfosten vorbei!

    In der Folge kam Lamin Touray für Sam-Calvin Kisekka in die Partie (35.) und sorgte auf den Flügeln für mächtig Betrieb. In der letzten Aktion der regulären Spielzeit sprintete er auf der linken Seite allen Widersachern davon, guckte sich aus spitzem Winkel den Torhüter aus und schloss gekonnt ins lange Eck ab. 1:1! Doch die Freude währte nicht lang: In der Nachspielzeit wurde Alessandro Marino im Strafraum der Viktoria angespielt und schoss den Ball in die Maschen. Glücklicherweise entschied der Unparteiische zurecht auf Abseits.

    Zur Halbzeit brachte Coach Wilhelm mit Ilhan Mustafa Altuntas, Murat Aydin, Nils Stephan und Schlussmann Joel Tohler vier weitere Kräfte. Nach Wiederanpfiff sorgte weiterhin Touray für Wirbel auf dem Flügel (47. und 51.), doch leider sprang dabei nicht mehr als eine Ecke heraus. Die Gäste wiederum wussten Gefahr zu entwickeln: Zuerst flog Fabio Lanfrancos Schuss von der Strafraumkante noch über das Tor (53.), aber eine Minute später behauptete er den Ball im Strafraum der Viktoria und schloss trocken in den unteren rechten Winkel zum 1:2 ab.

    Zwei Minuten später wechselte auch Elversberg vierfach, das Spiel verflachte daraufhin zusehends. Die Gäste verwalteten, die Viktoria bemühte sich unermüdlich. In der 68. Minute wurde Joel Vieting durch einen ausgestreckten Arm im Strafraum zu Fall gebracht, doch Schiedsrichter Mynarek sah in dem Zweikampf kein Foulspiel. So nutzten die Saarländer ihre Chancen zum Kontern und hätten durch den Schuss von Simon Niklas Hauk den Sack bereits früh zumachen können (71.), doch Viktoria-Schlussmann Joel Tohler war zur Stelle. So blieb es spannend bis zur letzten Minute, in der die Viktoria noch einmal alles nach vorne warf: David Maximilian Matusinski spielte vom Strafraumeck eine wunderbare Flanke direkt auf den Elfmeterpunkt, wo Seokju Hong frei hochsprang, doch leider klatschte sein Kopfball an den Pfosten. Somit blieb es beim 1:2-Endstand.

    Chefcoach Marian Wilhelm war nach der Niederlage mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden. „Das war ein guter Test gegen einen stark verteidigenden Gegner“, so der Trainer der U 19, „unsere Mannschaft ist mit den Rückständen gut umgegangen, am Ende hat das Quäntchen Glück gefehlt.“ Angesprochen auf den verschossenen Strafstoß gab sich Wilhelm gelassen: „Dass ein Elfmeter verschossen wird, kann passieren. Wir müssen mehr klare Aktionen vor dem gegnerischen Tor herausspielen.“

    Aufstellung: Yannik Hasenbein (45. Joel Tohler) – David Maximilian Matusinski, Sam-Calvin Kisekka (35. Lamin Touray), Benjamin Hemcke (60. Phil Zimmermann), Karim Ait Lamadane (45. Ilhan Mustafa Altuntas), Seokju Hong, Sincere Overman, Maximilian Fischer, Mika Durczok (45. Nils Stephan), Joel Vieting, Elvin Jashari (45. Murat Aydin).

    Tore: 0:1 Anton Ziegler (1.), 1:1 Lamin Touray (45.), 1:2 Fabio Lanfranco (54.)

    Gelbe Karten: –

    Zuschauer: –

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