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  • Viktoria bringt Vorsprung nicht über die Zeit

    Viktoria bringt Vorsprung nicht über die Zeit

    In der 3. Liga hat Viktoria Köln am Sonntag ein 2:2 bei der SpVgg Unterhaching erreicht. Mit dem wieder genesenen Kapitän Mike Wunderlich in der Mannschaft erspielten sich die Höhenberger sogar eine 2:0-Führung. Doch letztlich gelang es den Kölnern nicht, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Im Sportpark Unterhaching gelang den Gastgebern gut eine halbe Stunde vor Ende der Begegnung noch der Ausgleich.

    Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev beorderte André Weis für den rotgesperrten Sebastian Mielitz ins Tor. In der Abwehr vertraute er auf Simon Handle, Fabian Holthaus, Bernard Kyere und Patrick Koronkiewicz. Auf der Sechserposition kamen Kai Klefisch und Jeremias Lorch zum Zug. Lucas Cueto, Mike Wunderlich und Kevin Holzweiler spielten im offensiven Mittelfeld. Im Sturm begann Timmy Thiele.

    Die Gastgeber versuchten zunächst, in der Defensive stabil zu stehen. Die Kölner suchten recht schnell die Offensive. In der vierten Minute kamen die Höhenberger erstmals vor das Gehäuse der gastgebenden SpVgg. Doch Thiele brachte den Ball nach Vorlage von Koronkiewicz nicht im Kasten von Nico Mantl unter. In der elften Minute folgte durch Patrick Hasenhüttl die erste gefährlichere Situation für Unterhaching.

    In der 15. Minute gab es dann die Führung für die Kölner: Wunderlich führte von der rechten Seite eine Ecke aus, die schließlich über Holthaus und den Rücken von Paul Grauschopf den Weg ins Tor fand. In der 19. Minute jubelten die Kölner wieder: Nach Wunderlich-Freistoß von der linken Seite schien der Ball im Tor von Mantl zu sein, doch Schiedsrichter Patrick Alt sah das Leder nicht komplett hinter der Linie.

     

     

    In der 22. Minute gab es die nächste Freistoßgelegenheit für Köln. Und Wunderlich beförderte den Ball mit dem rechten Fuß rechts an der Mauer vorbei zum 2:0 für die Höhenberger ins Tor. In der 27. Minute kamen die Gastgeber zum ersten Treffer: Hasenhüttl war mit dem Kopf zur Stelle und überwand Weis zum 1:2. Der Offensivmann hatte fünf Minuten später sogar den Ausgleich auf dem Fuß, schoss aber rechts vorbei.

    In der 41. Minute hatten die Gastgeber Glück. Viktoria-Kapitän Wunderlich verfehlte das Gehäuse von Mantl mit seinem Rechtsschuss aus 20 Metern knapp. Drei Minuten danach hatten die Kölner Pech: Zunächst blockte ein Abwehrbein Holzweilers Schussversuch aus aussichtsreicher Position, dann köpfte Thiele über das Tor. Und auch Cueto war mit einem Lupfer kurz vor der Pause brandgefährlich (45.).

    Dotchev startete mit Dominik Lanius für Holthaus (Oberschenkelprobleme) in die zweite Hälfte. Die erste gute Möglichkeit hatten aber die Hachinger. Dominik Stroh-Engel vergab aus guter Position (48.). In der 59. Minute kam der Ball von der rechten Seite flach vor das Kölner Gehäuse. Und Niclas Anspach schob den Ball aus neun Metern links unten an Weis vorbei ins Tor – 2:2.

    In der 62. Minute zog Anspach erneut ab. Doch Kölns Keeper Weis war rechtzeitig im aus seiner Sicht unteren rechten Eck und klärte zur Ecke. Zwanzig Minuten vor dem Ende wurde die Viktoria wieder ballsicherer. In der 76. Minute landete ein Wunderlich-Freistoß aus 26 Metern jedoch über dem Tor der Spielvereinigung. Zu mehr reichte es aber aus Sicht der Gäste nicht mehr. Somit blieb es beim Unentschieden.

    Aufstellung: André Weis – Simon Handle, Fabian Holthaus (46. Dominik Lanius), Bernard Kyere, Patrick Koronkiewicz – Kai Klefisch, Jeremias Lorch (46. Moritz Fritz) – Lucas Cueto, Mike Wunderlich, Kevin Holzweiler (77. Albert Bunjaku) – Timmy Thiele

    Tore: 0:1 Fabian Holthaus (15.), 0:2 Mike Wunderlich (22.), 1:2 Patrick Hasenhüttl (27.), 2:2 Niclas Anspach (59.)

    Gelbe Karten:

    SpVgg Unterhaching: Niclas Stierlin (18.), Robert Müller (48.)

    Viktoria Köln: Jeremias Lorch (13.), Lucas Cueto (47.), Patrick Koronkiewicz (63.), Bernard Kyere (78.)

    Zuschauer:

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  • Viktoria will anderes Gesicht zeigen

    Zuletzt gab es nur einen Sieg aus vier Spielen für Viktoria Köln. Deshalb haben sich die Höhenberger vor der Partie bei der SpVgg Unterhaching eine Menge vorgenommen. Am Sonntag soll gegen die zuletzt ebenfalls wankenden Gastgeber ein Umschwung her.

    „Ich denke, wir haben auf jeden Fall etwas vom letzten Wochenende gutzumachen“, sagt Stürmer Albert Bunjaku. „Wir wollen einige Dinge, die wir jetzt trainiert haben, in dem Spiel umsetzen. Wir fahren dahin und wollen als Sieger vom Platz gehen.“

    Simon Handle, zuletzt auf der Position des linken Verteidigers im Einsatz, war ebenfalls mit der Leistung gegen den 1. FC Saarbrücken unzufrieden. „Wir wollen ein anderes Gesicht zeigen“, sagt der 27-Jährige. „Jetzt gilt es, die Dinge besser zu machen“.

    Dabei hoffen die Kölner im Mittelfeld auf Mike Wunderlich, der zuletzt nach einem Muskelfaserriss fehlte. „Ich bin wieder im Training. Ob es dann am Sonntag reicht, wieder auf dem Platz zu stehen, weiß ich noch nicht“, so der 34-Jährige vor der Begegnung.

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  • KUBUS Köln wird Premium-Partner bei Viktoria Köln

    Das Unternehmen zur Realisierung von Bauunternehmungen, KUBUS Köln, wird Premium-Partner bei Viktoria Köln. Die Firma, welche Strukturen im Vertriebs-, Planungs- und Produktionsbereich im Baugewerbe bündelt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kunden durch Vertrauen, Transparenz und Loyalität ein zuverlässiges Fundament für ihre Bauausführungen zu bieten.

    „‘Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.‘ So hat es die Viktoria in den letzten Jahren getan“, sagt Faim Salčin, der Inhaber von KUBUS Köln, „und wir möchten den Verein gerne auf diesem Weg begleiten, weil dies auch unserer Philosophie entspricht.“ Auch Eric Bock, Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH von Viktoria Köln, sieht in der Zusammenarbeit mit KUBUS eine gelungene Verbindung zweier in Köln angesiedelter Unternehmungen: „Die Richtwerte von KUBUS sind Qualität, Innovation, Vertrauen und Zuverlässigkeit. Dies geht Hand in Hand mit den Werten, die unseren Verein aus Höhenberg seit Jahren prägen.“

    Die Heimat von KUBUS Köln ist zwar die Schäl Sick, doch für ihre Kunden ist die Gesellschaft als Generalunternehmer in ganz Europa aktiv. Dank ihrer Fachabteilungen kann die Firma die erforderlichen Bestandteile der Bauausführung inhouse realisieren, wodurch allen Beteiligten größtmögliche Transparenz gewährleistet wird.

    Weitere Informationen zu KUBUS Köln finden Sie https://kubus-koeln.com/!

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  • Gegnercheck: Viktoria reist nach Unterhaching

    Viktoria Köln hofft nach der Heimniederlage im Spitzenspiel gegen den 1. FC Saarbrücken, schnell zurück auf die Siegesstraße zu finden. Die Zeichen dafür stehen vermeintlich gut, denn der Gastgeber der nächsten Partie, die SpVgg Unterhaching, verlor die letzten vier Spiele in Folge. Doch der Klub aus Bayern hat ein Ass im Ärmel: Der neue Trainer Arie van Lent kennt den Verein von der Schäl Sick gut.

    Die letzte Saison:

    Die vergangene Saison lief für die Spielvereinigung aus Unterhaching bis zur Corona-Pause ausgezeichnet. Die Mannschaft vom damaligen  Trainer Claus Schromm war im oberen Tabellendrittel verankert, teilweise sogar Tabellenführer. Nach der Unterbrechung konnte Haching allerdings nur eines der letzten elf Spiele gewinnen und rutschte auf Tabellenplatz elf ab, das schlechteste Resultat seit dem Wiederaufstieg 2017. Im Landespokal Bayern kam man bis ins Viertelfinale, wo man gegen den Ligakonkurrenten TSV 1860 München im Elfmeterschießen mit 3:4 unterlag.

    Der Saisonverlauf:

    Das erste Spiel in der laufenden Saison verlor die SpVgg Unterhaching in letzter Minute gegen den FSV Zwickau mit 1:2. Danach schien sich die Mannschaft gefunden zu haben und gewann gegen den Aufsteiger VfB Lübeck (1:0), beim damaligen Tabellenführer FC Ingolstadt (1:0) und dem SV Meppen (2:1). Doch seitdem scheint Haching von einem negativen Ereignis zum nächsten zu schlittern: Drei Spiele wurden in Folge verloren, bevor sich der gesamte Kader aufgrund mehrerer Corona-Fälle in Quarantäne begab. Auch nach der Zwangspause fand die Spielvereinigung nicht zu alter Stärke zurück, wie die 1:3-Niederlage gegen den KFC Uerdingen zeigte. Haching steht mittlerweile auf einem Abstiegsplatz und konnte zudem in den letzten fünf Partien nur vier Tore erzielen.

    Der Kader:

    Die Spielvereinigung setzte zu Saisonbeginn weitgehend auf den bestehenden Kader und war fast ausschließlich auf dem regionalen Transfermarkt des Freistaats aktiv. Neben Patrick Hasenhüttl von Türkgücü München (zwei Tore aus sieben Spielen) kamen gleich sechs Spieler vom TSV 1860 Rosenheim (fünf waren davon ausgeliehene Spieler). Von ihnen konnte sich bisher nur Offensivkraft Niclas Anspach in die Startelf spielen (ein Tor aus fünf Partien). Des Weiteren kam mit Robert Müller ein Innenverteidiger mit über 300 Spielen Erfahrung von Energie Cottbus. Müller ersetzt den Stammspieler Alexander Winkler, der zum 1. FC Kaiserslautern wechselte.

    Spieler im Fokus:

    Auf dem Weg zur neuen Identifikationsfigur der Hachinger ist Schlussmann Nico Mantl. Der 20-Jährige läuft seit 2011 im Trikot der Spielvereinigung auf und stand bereits letzte Saison als Stammkraft für die Spielvereinigung zwischen den Pfosten. Mantl wurde zudem einmal bei der U 20 Nationalmannschaft (1:0-Erfolg gegen die Schweiz) eingesetzt und führt die vereinsinterne Marktwerttabelle mit 600.000 € vor Alexander Fuchs und Christoph Greger (je 300.000 €) an.

    Der Trainer:

    Dem ein oder anderen Viktorianer sollte der Name Arie van Lent noch in Erinnerung sein. Bevor der gebürtige Holländer in dieser Saison zum neuen Trainer der SpVgg Unterhaching ernannt wurde, trainierte er unter anderem die U 19 sowie die U 23 von Borussia Mönchengladbach. Somit stand er auch bei sieben Partien gegen die Profi-Mannschaft der Viktoria an der Seitenlinie. Seine Bilanz gegen die Höhenberger ist ausgeglichen: Neben zwei Siegen und zwei Niederlagen stehen drei Unentschieden zu Buche. Doch das letzte Aufeinandertreffen im Mai 2019 war für die Viktoria eines der wichtigsten Spiele in der jüngeren Vereinsgeschichte: Dank eines 1:0-Erfolgs durch einen Elfmeter von Mike Wunderlich machte der Klub von der Schäl Sick den Aufstieg perfekt und spielt seitdem in der 3. Liga.

    Die Historie:

    Die Wurzeln der SpVgg Unterhaching reichen zwar zurück bis ins Jahr 1925, interessant für den Profisport wurde der Klub aber erst Ende der 80er Jahre, als man nach fast einer Dekade in der Bayernliga in die 2. Liga aufstieg. In den Neunzigern war man als Fahrstuhlmannschaft zwischen Regionalliga und 2. Bundesliga aktiv, schaffte allerdings zum Jahrtausendwechsel den Sprung ins Oberhaus. Zwei Spielzeiten verbrachte man in der Bundesliga, bevor man durchgereicht wurde in die Regionalliga Süd, wo man in der Saison 2002/2003 das Viertelfinale des DFB-Pokals erreichte (aus gegen Bayer Leverkusen im Elfmeterschießen). Im letzten Jahrzehnt spielte der Klub aus Bayern in der 3. Liga und in der Regionalliga Bayern.  

    Die bisherige Bilanz:

    In der 3. Liga trafen beide Team nur in der letzten Saison aufeinander. Während die Spielvereinigung in der ersten Partie im Sportpark Höhenberg mit 2:0 gewinnen konnte, nahm in der Rückrunde die Viktoria dank eines Treffers von Albert Bunjaku ein 1:1-Remis mit nach Hause.

    Die Partie in den Medien

    Anpfiff der Begegnung zwischen der SpVgg Unterhaching und Viktoria Köln ist am Sonntag um 14.00 Uhr im Sportpark Unterhaching. Die Partie wird live bei Magenta Sport übertragen. Über die Social Media Kanäle von Viktoria Köln (Facebook, Instagram und Youtube) und den Live-Ticker auf Twitter werden die Höhenberger Anhänger ebenfalls auf dem Laufenden gehalten.

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  • Viktoria reist im neuen Jahr zuerst auf den Betzenberg

    Der DFB hat den 17. und 18. Spieltag der Drittliga-Saison zeitgenau terminiert. Dabei darf sich die Viktoria zum Jahresausklang, fünf Tage vor Heiligabend, noch einmal auf einen echten Kracher freuen. Denn beim Samstagsspiel am 19. Dezember ist erstmals die SG Dynamo Dresden im Sportpark Höhenberg zu Gast. Der frühere DDR-Meister und ehemalige Bundesligist traf noch nie in einem Pflichtspiel auf die Kölner.

    Zur ersten Meisterschaftspartie des neuen Jahres geht es dann für Viktoria Köln am 9. Januar auf den Betzenberg. Dort trifft die Mannschaft aus Höhenberg auf den 1. FC Kaiserslautern. Die Roten Teufel waren bereits viermal Deutscher Meister und gewannen zweimal den DFB-Pokal.

    Die Drittliga-Spiele der Viktoria bis zum 9. Januar 2021 im Überblick:

    11. Spieltag: So, 22.11.2020, 14 Uhr, SpVgg Unterhaching – Viktoria Köln

    12. Spieltag: Mi, 25.11.2020, 19 Uhr, Viktoria Köln – FSV Zwickau

    13. Spieltag: Sa, 28.11.2020, 14 Uhr, Hallescher FC – Viktoria Köln

    14. Spieltag: Sa, 05.12.2020, 14 Uhr, Viktoria Köln – TSV 1860 München

    15. Spieltag: Sa, 12.12.2020, 14 Uhr, SC Verl – Viktoria Köln

    16. Spieltag: Mi, 16.12.2020, 19 Uhr, Viktoria Köln – KFC Uerdingen 05

    17. Spieltag: Sa, 19.12.2020, 14 Uhr, Viktoria Köln – Dynamo Dresden

    18. Spieltag: Sa, 09.01.2021 14 Uhr, 1. FC Kaiserslautern – Viktoria Köln 

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  • André Weis im Porträt: „Der schönste Job der Welt“

    In unregelmäßigen Abständen stellen wir die Spieler von Viktoria Köln vor. Heute: André Weis.

    Mit 31 Jahren kennt André Weis die Höhen und Tiefen des Fußballs. Er weiß eine Meisterschaft zu feiern, einen Abstieg zu verdauen und den immerwährenden Wettkampf um die begehrte Position zwischen den Pfosten zu bestreiten. Sein Mittel, um diesem Druck standzuhalten: Professionalität.  

    „Meine Mutter erzählt immer, ich hätte schon Bälle gekickt, bevor ich richtig laufen konnte“, erinnert sich André Weis an seine Kindheit in Koblenz zurück. Da seine Großeltern Vereinsmitglieder beim FV Rheingold Rübenach 1919 waren, ging der junge Feldspieler auch zum FVR und verbrachte dort seine Jugend. Erst als sein Stiefvater, der selbst in der Oberliga Torwart gewesen war, das Talent des Jungen erkannte, bezog Weis zwischen den Pfosten Stellung, verfolgte aber keine großen Ziele. Bis zu seinem 16. Lebensjahr war Fußball für ihn einfach ein Hobby, ohne Druck oder Internat. „Ich bin froh, dass ich meine Jugend genießen konnte“, sagt der Torhüter, wenn er heute daran zurückdenkt.

    Doch nachdem Weis in der B-Jugend zur SG 99 Andernach wechselte, um in der Regionalliga zu spielen, wurde er von Colin Bell, dem U 19-Trainer der TuS Koblenz, entdeckt. Bell trainierte Weis härter als die anderen Spieler, sodass manchmal die Eltern seiner Mannschaftskameraden verdutzt schauten. „Später hat mir Colin erzählt, dass er mich so erbarmungslos erzogen hat, weil er mich darauf vorbereiten wollte, was kommen würde“, sagt der Schlussmann anerkennend. Aus der A-Jugend wurde Weis schnell in den Profikader hochgezogen. Die TuS Koblenz kämpfte zu der Zeit um den Klassenerhalt in der 2. Liga und gleich in der ersten Auswärtspartie, bei der er als Keeper im Kader war, hagelte es eine 0:9-Klatsche gegen Hansa Rostock. „Klar war ich glücklich, da nicht im Tor zu stehen, aber die Stimmung im Stadion hat richtig Lust gemacht auf Profifußball“, sagt der Torhüter über seinen Besuch im Ostseestadion.

    Mit 20 Jahren zog es André Weis in den Norden zum SV Wilhelmshaven. In dem verschlafenen wirkenden Städtchen an der Küste spielte er fast die gesamte Saison in der Regionalliga Nord und während sich andere aus seiner Mannschaft langweilten, war es für Weis genau das Richtige: „Ich mag das Wasser und bin eher ein ruhiger Typ.“ Und seine Mutter kam zu jedem Spiel, egal ob es im Wilhelmshavener Jadestadion war oder auswärts bei TeBe Berlin.

    Nach einer Saison kam Weis zurück zur TuS Koblenz und bekam seine ersten Minuten Spielzeit in der 3. Liga. So hielt er zum Beispiel beim 4:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim den Kasten sauber, während vorne Marcus Steegmann (Anm. d. Red., heute Sportlicher Leiter bei Viktoria Köln) einen Doppelpack schnürte. Doch nach der Saison erhielt die finanziell angeschlagene Turn- und Spielvereinigung keine Drittliga-Lizenz – der Zwangsabstieg in die Regionalliga folgte.

    Der damals 21-jährige Weis blieb allerdings der Liga erhalten, denn der VfB Stuttgart wollte ihn als zweiten Torhüter hinter Bernd Leno. Doch dieser wechselte nach Leverkusen und Weis wurde zur Stammkraft. In seinem ersten Jahr beim VfB Stuttgart II war André Weis der Torhüter mit der besten kicker-Benotung in der 3. Liga, in seiner zweiten Saison spielte er in 26 Spielen elfmal zu null. „Ich hätte auch noch mehr Spiele machen können, aber ich wurde als Ersatztorhüter zu ein paar Bundesliga- und Euro-League-Spielen mitgenommen“, erinnert er sich. So saß er beim VfB Stuttgart auf der Bank, wenn sie in München gegen die Bayern oder gegen Molde BK in Norwegen spielten. „Erfahrungen, die unbezahlbar sind“, nennt das Weis heute.

    Nach seiner zweiten Saison in der U 23 des VfB Stuttgart erhielt Weis Angebote aus verschiedenen Ligen und entschied sich für den FC Ingolstadt. In zwei Spielzeiten kam er zwar kaum zum Einsatz, feierte aber dennoch in der zweiten Saison die Meisterschaft im Unterhaus. Besonders scheint ihn allerdings etwas anderes zu freuen: „Ich habe dort Mo (Anm. d. Red., Moritz Hartmann) kennengelernt und wir sind seitdem gute Freunde.“ Wahrscheinlich wäre es möglich gewesen, mit den Schanzern in die Bundesliga zu gehen. Doch Weis wollte spielen. „Wenn du als Fußballer nicht auf dem Platz stehen möchtest, dann solltest du den Job wechseln“, sagt Weis dazu knapp.

    Und so blieb er in der 2. Liga und stellte sich von nun an ins Tor des FSV Frankfurt. Nach einer ordentlichen Hinrunde schossen seine Mitspieler in der Rückrunde allerdings nur sechszehn Tore, der Abstieg folgte. Weis hatte vor, im Unterhaus zu bleiben und stand in Gesprächen mit Dynamo Dresden, als Gerry Ehrmann anrief. „Wenn du aus meiner Gegend kommst und diese Torwartlegende ruft dich an und will dich zum 1. FC Kaiserslautern holen, dann denkst du nicht lange nach“, sagt der Torhüter über seinem Wechsel zu den Roten Teufeln. Dabei wurde die Saison alles andere als legendär: Nach einem verpatzten Saisonstart fing sich Weis im vierten Spiel eine Rote Karte ein. Nachdem seine Sperre abgelaufen war, wurde er aus dem Kader gestrichen. Hier zeigt sich die Professionalität des Schlussmanns, denn Weis haderte nicht mit der Entscheidung. Sein Kommentar ist schlicht: „Darüber lege ich den Schleier des Schweigens.“

    Für den mittlerweile 28-Jährigen lautete die nächste Station SSV Jahn Regensburg, bei dem er erneut nicht über die Rolle des Ersatztorhüters hinauskam. Doch auch hier zieht Weis das Positive aus dem Erlebten: „Wir haben eine tolle Mannschaftsstärke gehabt. Man konnte sich gut in das Team reinspielen und ich habe mich gut aufgehoben gefühlt. Und Regensburg ist einfach eine tolle Stadt.“ Doch als man ihn in der dritten Saison als dritten Schlussmann sah und teilweise an die zweite Mannschaft abgab, war Weis bereit für eine neue Herausforderung. Und so wechselte er in der Winterpause zur Viktoria. „Zwar gab es gleich im ersten Testspiel eine 3:5-Niederlage gegen MTK Budapest, aber in der Folge konnte ich bei meinen Teamkameraden Vertrauen gewinnen und wir wuchsen als Mannschaft in der Rückrunde zusammen“, resümiert Weis seine erste Saison bei dem Klub von der Schäl Sick.

    Und auch wenn mittlerweile mit Sebastian Mielitz eine neue Nummer eins verpflichtet wurde, ist André Weis zu sehr Profi, als dass es ihn aus dem Takt bringen könnte. „Im Fußball müssen Entscheidungen getroffen werden. Die muss man akzeptieren“, sagt der mittlerweile 31-Jährige, der vor kurzem Vater geworden ist. Und Fußball sei für ihn immer noch der „schönste Job der Welt“, denn „man macht, was man liebt und hat dazu noch viel Zeit, sein Kind aufwachsen zu sehen. Welche andere Arbeit bietet einem das?“ Wenn die Zeit als Auswechseltorwart ihm eines beigebracht hat, dann ist es auf den Punkt da zu sein, was für die Viktoria am Wochenende wichtig werden könnte: Mielitz fällt nach einem Platzverweis aus. Auf die Frage, ob er beim Kick am Sonntag zwischen den Pfosten stehen wird, gibt sich der erfahrene Schlussmann wie gewohnt professionell: „Ich fahre mit nach Unterhaching. Alles Weitere entscheidet Pavel (Anm. d. Red., Viktoria-Cheftrainer Pavel Dotchev).“

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  • #immerwigger: Viktoria unterstützt Haie-Aktion

    Eine große Welle der Solidarität rollt derzeit durch den Kölner Sport. Es geht darum, den Haien zu helfen und den Eishockey-Standort Köln zu sichern. Dafür verkauft die Mannschaft aus der DEL derzeit #immerwigger-Tickets. Auch die Viktoria hat die Haie tatkräftig unterstützt, die ursprünglich angepeilte 100.000er-Marke zu erreichen. Dieses Ziel ist inzwischen erreicht. Jetzt will man mehr.

    „Jetzt zählt’s liebe Viktorianer“, sagt Kapitän Mike Wunderlich stellvertretend für den Klub aus Höhenberg. „Die Kölner Haie erleben durch die Corona-Pandemie schwere Zeiten. Und da sollte besonders die Schäl Sick zusammenhalten. #Immerwigger heißt die Aktion. Und das ist ja gewissermaßen auch unser Motto.“ Wunderlich bittet um die Unterstützung, „damit wir auch in der kommenden Saison in Köln hochklassige Eishockeyspiele sehen können.“

    Damit befindet sich der Mittelfeldmann in prominenter Gesellschaft. Denn auch Lukas Podolski, Tennis-Ass Alexander Zverev, Manager-Ikone Reiner Calmund, Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten, NHL-Superstar Leon Draisaitl, Sportkommentator Tom Bartels, Moderator Thomas Wagner oder beispielsweise der 1. FC Köln, die Düsseldorfer EG und Fortuna Köln unterstützen die Aktion.

    Und das ist der Weg zu den symbolischen #immerwigger-Ticktes:

    Online-Ticketshop der Haie, HAIEstore (Gummersbacher Straße 4) oder über die Tickethotline 01806/116011.

    Weitere Infos zur Aktion gibt es auf www.immerwigger.de.

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  • Gerlach Bäder & Wellness GmbH verlängert Partnerschaft

    Der Installateur für Sanitär und Heizung, Gerlach Bäder & Wellness GmbH, geht in die neunte Spielzeit mit dem Klub von der Schäl Sick. „Wir unterstützen die Viktoria seit ihrer Zeit in der NRW-Liga. Es freut uns, am Erfolg der letzten Jahre teilnehmen zu dürfen und wir wollen auch in Zukunft ein Partner für den Verein sein“, sagt Winfried Gerlach, Gründer des kundenorientierten Unternehmens für Wasser und Wärme.

    Auch Eric Bock, Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH von Viktoria Köln, sieht in der langjährigen Kooperation ein hervorragendes Beispiel für Zusammenarbeit zwischen Sponsor und Verein: „Es ist toll, mit einem Partner über Jahre und Ligen hinweg ein Team zu formen. In diesen schweren Zeiten wird deutlich, wie wichtig es ist, treue Unterstützung in der Vamilie zu haben. Und die Gerlach Bäder & Wellness GmbH passt mit ihrer Unternehmensphilosophie gut zu unserem Klub aus Höhenberg.“

    Seit 1985 setzt die Gerlach Bäder & Wellness GmbH Badkonzepte und Heizsysteme um, zudem ist der anerkannte Ausbildungsbetrieb mittlerweile Arbeitsplatz für sechszehn Mitarbeiter. Das Kölner Unternehmen ist Ansprechpartner für Planung, Sanierung und Ausführung von Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, von der Modernisierung bestehender Anlagen bis zur Komplettlösung für barrierefreien Sanitärzugang.

    Weitere Informationen zur Gerlach Bäder & Wellness GmbH finden Sie hier!

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  • Koronkiewicz: „Ich fühle mich sehr wohl in Köln“

    Patrick Koronkiewicz steht seit Mitte 2014 in den Diensten von Viktoria Köln. Der 29-Jährige, der in Bonn geboren wurde, hat schon 166 Pflichtspiele für die Höhenberger absolviert. Im Interview spricht der rechte Verteidiger über seine Vereinstreue, frühere Mannschaftskollegen und seine Ziele.

    Herr Koronkiewicz, Sie sind nach Mike Wunderlich der Spieler, der am längsten in Diensten der Viktoria steht. Es ist ungewöhnlich, dass ein Akteur in der heutigen Zeit so lange bei einem Verein bleibt. Woran liegt das?

    Patrick Koronkiewicz: Wenn das Umfeld passt, die Familie und die Freunde nicht weit weg sind, dann ist das recht logisch. Ich fühle mich sehr wohl in Köln und ich schätze, dass man bei der Viktoria ebenfalls weiß, was man an mir hat.

    Sie gehörten somit auch zur Mannschaft, die im Jahr 2019 den Aufstieg in die 3. Liga geschafft hat. War das Ihr bisher schönstes Erlebnis bei der Viktoria?

    Koronkiewicz: Ja, das stimmt absolut. Trotzdem gab es auch viele andere schöne Momente – zum Beispiel als wir vor fünf Jahren im DFB-Pokal gegen Union Berlin gewonnen haben und in die zweite Pokal-Hauptrunde eingezogen sind. Oder die Endspiele im Bitburger-Pokal, zum Beispiel das 6:5 im Elfmeterschießen beim Final-Derby 2016 gegen Fortuna Köln – das war ein unglaublich intensives Spiel.

    Sie haben während Ihrer Zeit in Höhenberg schon einige Spieler kommen und gehen gesehen. Welchen früheren Mannschaftskollegen würden Sie sich gerne ins Team zurückwünschen und warum?

    Koronkiewicz: Das ist wirklich schwierig, zu beantworten. Denn ich habe bei Viktoria Köln einige großartige und nette Leute kennengelernt. Wenn es nach mir ginge, würde ich viele von denen zurückholen. Ganz besonders möchte ich aber Felix Backszat und Silvio Pagano nennen – fußballerisch wie auch menschlich.

    Was macht es für Sie so interessant, in der 3. Liga zu spielen?

    Koronkiewicz: Es sind so viele namhafte Traditionsvereine dabei, das macht einfach Spaß. Auch die Fans in der 3. Liga sind großartig. Deshalb ist es auch schade, dass sie aktuell nicht in die Stadien dürfen. Die 3. Liga ist unglaublich spannend. Jeder kann jeden schlagen. Man weiß vor keinem Spiel, in welche Richtung es geht.

    In der vergangenen Saison sind Sie 22-mal für Viktoria Köln zum Einsatz gekommen. In der aktuellen Spielzeit stehen erst drei von zehn möglichen Partien zu Buche? Haben Sie ein Formtief?

    Konronkiewicz: Nein, so ist es nicht. Ich war ein bisschen angeschlagen und zwischendurch erkrankt. Sonst hätte ich sicher schon mehr Spiele auf dem Konto. Doch inzwischen bin ich wieder fit und gut in Tritt. Dementsprechend werde ich sicher auf meine Einsatzzeiten kommen.

    Welche persönlichen Ziele haben Sie in dieser Saison?

    Koronkiewicz: Ich möchte natürlich so viele Spiele wie möglich für die Viktoria machen. Dabei möchte ich mein Bestes abrufen. Aber ich will mich natürlich auch sportlich weiterentwickeln. Es ist ja erst mein zweites Drittligajahr und ich glaube, dass jeder Profifußballer danach streben muss, sich ständig zu verbessern. Aber auch als Persönlichkeit möchte ich wachsen. Ich gehe ja inzwischen auf die Dreißig zu, damit gilt es, auch mehr Verantwortung zu übernehmen.  

    Was glauben Sie: Was ist in der aktuellen Spielzeit für die Viktoria in der 3. Liga drin?

    Koronkiewicz: Ich glaube, das ist sehr schwer zu sagen. Denn wir befinden uns ja noch in einem sehr frühen Stadium der Saison. Klar ist, dass wir eine bessere Serie als letztes Jahr spielen wollen. Doch wie erfolgreich man sein wird, ist in so einer ausgeglichenen Liga nicht planbar. Man wird erst am Ende sehen, wofür das reicht.

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  • Zwei Spiele Sperre für Mielitz

    Sebastian Mielitz steht Viktoria Köln in den nächsten beiden Spielen nicht zur Verfügung. Der Schlussmann der Höhenberger hatte am Freitag bei der Partie gegen den 1. FC Saarbrücken in der 42. Minute durch Schiedsrichter Sören Storks die Rote Karte gesehen.

    Nach Anklageerhebung durch den Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hat das DFB-Sportgericht den 31-Jährigen am Montag mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen der 3. Liga belegt. Dem Urteil wurde seitens der Kölner zugestimmt, sodass es rechtskräftig ist.

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